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am 25. Mai 2008
Die Reihe "Weit draußen" von GEO Hörwelten gehört zum Besten, was die belletristische Reiseliteratur in Hörbuchform zu bieten hat.

Die Erzählung Herman Melvilles (1819 - 1891) vom "Vortoppmann Billy Budd", der erst 1924, also 33 Jahre nach dem Tode Melvilles erschien, passt ausgezeichnet in dieses Programm.

Melville, selber seefahrtserfahren, beschreibt darin das kurze Leben des Matrosen Billy Budd, der Opfer eines militärischen Systems wird, das während der napoleonischen Kriege Disziplin und Hierarchie über jede Menschlichkeit stellt.

Mitreißend vorgelesen wir die Erzählung von Hans Paetsch (1909 - 2002), manchem als Schauspieler und Regisseur am Thalia Theater in Hamburg und aus vielen Fernsehrollen bekannt.

Fazit: Für Liebhaber Melvilles, der GEO-Hörwelten oder Seefahrergeschichten ein hörenswertes Hörbuch.
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am 18. Juli 2014
Herman Melville, dieser feinsinnige und ebenso kraftvolle Beobachter der menschlichen Irrwege, Besessenheiten, des Scheiterns von Prinzipen und der Macht schicksalshafter Verstrickungen wird wohl für immer mit seinem " Moby Dick" einen herausragenden Platz in der Literaturgeschichte einnehmen.
Doch ebenso wenn nicht noch prägnanter, weil auf kurze Länge konzipiert sind seine oftmals in ihren aussichtslosen Dilemmas kafkaesken Erzählungen.
"Billy Budd" ist eine seiner stärksten Parabeln auf die unausweichliche schwächliche Verderbtheit, die Unzulänglichkeit menschliche Gerechtigkeit in festgefahrenen Strukturen ausüben oder erlangen zu können.
Unglaublich wie präzise in komplexen bildhaften Wortschöpfungen Melville hier kleinste Emotionen, tiefe Zerrissenheit und erschütternde Erkenntnisse über das Wesen des Homo Sapiens erschafft.
Wieder einmal ist es der in sich hermetisch geschlossene Kosmos des Seefahrertums, der ihm als Anschauungsobjekt der komplexen Verhaltensweisen dient. Wieder einmal ist es auch ein wuchtig biblischer Ansatz den Mellville einarbeitet.
Nicht umsonst verwies Melville bei seiner Erzählung immer wieder auf den testamentarischen Adam und die heuchlerische zermürbende Verführungskraft des Satans
Wie erschafft man einen Sündenbock, und wie hilflos kann sich jeder Mensch in einem Spinnennetz von Intrigen, Vorurteilen und unterschwelligen Begehrlichkeiten verfangen.
Die Zerstörung des Reinen, Guten.
Der junge Bootsmannsmatt Billy Budd ist ein gottgleich anmutiger, in seinem Herzen aufrichtiger junger Mann.
Seine Fähigkeit mit Herzenswärme, Offenheit und Vertrauen in das Leben und seine Mitmenschen, durchtränkt von dem Vorsatz stets selbstlos sein Bestes leisten zu wollen und damit scheinbar vieles erreichen zu können , macht ihn beliebt.
Heimlich wird er bewundert, heimlich aber auch begehrt und beneidet.
Die vergiftendste Eigenschaft des Menschen.
Als er unfreiwillig , aber sich fügend zum Dienst auf einem Kriegsschiff gepresst wird , wird es ein Waffenmeister sein, der durchaus und Melville deutet dies überraschend offen an tiefere Gefühle für den jungen Mann hegt.
Doch was schwache Menschen nicht bekommen können, daß versuchen sie zu zerstören.
So wird der unbedarfte Billy Budd bald Opfer langsam schleichend zersetzender Intrigen, denen er in seiner unschuldigen Denkweise nichts entgegenzusetzen weiß.
Am Ende steht eine Verurteilung zum Tode und die aufwühlende Erkenntnis, daß in dieser von Profilierungssucht geprägten Welt niemals die Gerechtigkeit und der Glauben an eine höhere edelmütige Moral den Sieg davontragen wird.
Entlarvend und desillusionierend, brandaktuell beschreibt Hermann Melville diesen Sündenfall.
Ein Mahlwerk der leisen Grausamkeit und niederschmetternder Ausweglosigkeit
Die Grundkonstellationen sind in jede Lebenssituation und jedes Zeitalter übertragbar. Die entfesselnde Kraft von Intrigantentum und Mißgunst tagtäglich zu erkennen.
Mitläufer, schweigend im Hintergrund Strippenziehende. Und dahinter die eigenen sorgsam vertuschten Unzulänglichkeiten und versteckten Antriebe.
Kafka ist nicht weit, Max Frischs " Andorra" ebenfalls nicht.
Die Hörbuch Edition Geowelten, die schon so wunderbare Werke wie Conrads " Herz der Finsternis" bis Jules Vernes" Keraban" in ihrem Hörprogramm vereinigte, läßt diese 200 minütige fesselnde Novelle von einem wahren Urgestein der Erzählkunst vortragen.
Hans Paetsch, bekannt als Schauspieler und Interpret unzähliger Märchenhörspiele läßt uns mit seiner grollend markanten Stimme keine einzige Minute lang aus den Fängen dieses brisanten aufwühlenden Kammerspiels.
Und eher um ein Kammerspiel über die Facetten der menschlichen Abgründe, weniger um eine Abenteuerzählung handelt es sich in " Billy Budd".
Fasziniert von der Sprachkunst und der klugen Gedankenfülle, betört von der Darbietung des Interpreten ist " Billy Budd" ein großer Hörgenuß, mit allerdings deprimierend hartem Erkenntnisgewinn.
66 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2007
... doch leider kommt diese Edition etwas lieblos daher. Auf 4 CDs gepresst, aus irgendeinem Archiv gekramt, wird die Geschichte von Billy Bud erzählt. Schade um die schöne Geschichte, die eine bessere Bearbeitung verdient hätte. Wer sich für Seemannsgarn interessiert, sollte auf die Hörspielfassung von Moby Dick zurückgreifen.
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