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am 29. April 2014
Der Anspruch des Buches ist hoch - die Rettung der Welt. Bin ich sehr daran interessiert, also habe ich das Buch verschlungen. Es ist flüssig und anschaulich geschrieben und stellt viele Projekte in aller Welt vor.

Nur wird man in dem Moment, in dem man diese Ideen umsetzen will, alleingelassen. Gut, denkt man sich, da ist ja eine zweiseitige Linkliste, da wird sich schon finden, was man braucht. Eben nicht. Ich habe so ziemlich alle Links angeschaut, und es sind entweder Produkte zum Kaufen, oder gedacht für die dörfliche Welt in Gegenden, in denen man im Freien kocht.

Was bräuchte man denn?

Drei Bestandteile sind für diese schwarze, besonders fruchtbare Erde nötig:
1. Garten- und Küchenabfälle - kein Problem.
2. Pflanzenkohle - könnte man wohl leicht herstellen, aber wie GENAU? Das Prinzip wird ungefähr erklärt, aber es gibt keine Anleitung zum Bau ein praxistauglichen Pyro-Ofens für den Hausgarten. Theoretisch könnte man Grillkohle kaufen oder gleich ein Big Bag Pflanzenkohle für 490 €, aber das überzeugt mich irgendwie nicht. Blechdosenofen sind zu klein, einen Tonnenkocher für 120 € will ich eigentlich auch nicht kaufen. Das muss doch günstiger gehen?
3. EM, also effektive Mikroorganismen. Die könnte man eventuell auch herstellen, aus indigenen Mikroorganismen, dann heisst das IMO. Wird in Asien schon gemacht, aber eine Anleitung für hiesige Breiten fehlt. Statt dessen kann man EM wiederum kaufen, in großen Kanistern, über ein inzwischen recht breit gefächertes Vetriebsnetz oder online. Da kriegt man auch Melasse zur Weitervermehrung und alles, was man sonst so braucht im EM-Universum.

Ein leiser Verdacht beschleicht mich, dass mit dem Buch der Erwerb von Pflanzenkohle und EM gefördert werden soll, mindestens ebenso wie die Rettung der Welt. Vielleicht bin ich zu misstrauisch, gut möglich. Aber bevor das eine breite Bewegung wird, muss noch viel passieren, denn die käuflichen Produkte sind teuer, jedenfalls für meinen finanziellen Rahmen.

Fazit: Ich beschäftige mich schon ganz viel mit meinem Boden und würde gern noch mehr machen, aber durch das Buch bin ich eher frustriert als weitergebracht.
Jetzt arbeite ich mich durch das terra-preta-wiki [...] ) - vielleicht ein Anfang!
1010 Kommentare| 64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. März 2013
Dieses handliche und sehr gut aufgebaute Buch verspricht nicht weniger als eine Revolution. „Mit Klimagärtnern die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren“ – solche Titel machen mich sonst eher skeptisch. Denn zuviel Neues hat sich in der Vergangenheit schon als nicht praktikabel herausgestellt. Nur die Tatsache, dass der renommierte und für seine wissenschaftlichen Standards bekannte Oekom Verlag dieses Buch publiziert und dass die bekannte Journalistin Ute Scheub es zusammen mit anderen geschrieben hat, weckte so etwas wie Vertrauen in mir.

Die Autoren haben das uralte Wissen um die wohl fruchtbarste Erde der Welt zusammengetragen und geben fundierte Anweisung, wie man sie selbst herstellen und Nahrungsmittel auf ihr anbauen kann. Diese Technik des „Klimagärtnerns“ ermöglicht es Kohlenstoff in Form von Pflanzenkohle dauerhaft im Boden zu speichern. Und wer denkt, das gehe nur im Kleingarten: die Autoren haben auch Projekte gefunden und mit Landwirten gesprochen, die das in größerem Umfang tun. Es ist alles nur eine Frage des politischen Willens.

Ich rege an , dass der Verlag in einem zeitlichen Abstand erneut ein Buch veröffentlicht, in dem er die weitere Entwicklung beschreibt einer Idee, die überzeugt, die aber radikalte Veränderungen in der herrschenden Agrarpolitik nötig macht. Ob das gelingt?
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am 13. November 2014
Leider verliert sich das Buch großteils in der Verkündung von Lebensphilosophien. Zum eigentlichen Thema gibt es halt auch ein bischen was, aber kaum Zahlen, Fakten, harte Information.
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am 26. März 2016
Wenn Menschen Terra Preta herstellen, dann kann die Welt noch gerettet werden. Hunger? Klimawandel? Terra Preta ist die Antwort.
Das wussten meine Kinder schon mit 12, das solche Konzepte doch etwas zu einfach sind.
Ich verwende in meinem Garten keine Kunstdünger, keine Pestizide, Herbizide oder Gifte. Da verdient die Chemieindustrie an uns nichts. Dafür haben wir alles voller Schmetterlinge, Vögle und den eigenen Bienen. Das alles mitten in Berlin. Jetzt zum Buch:
Das Buch liest sich gut wenn man "Grüne Ideologie" (Idiotie?) ganz toll findet ohne wirklich was machen zu müssen. Ansonsten habe ich schon lange kein so plumpes und platte Buch gelesen (mich durchgequält). Hat Zeugen Jehovas Niveau. Was mich erschreckt, ist das das von anderen noch nicht mal wahrgenommen wird. Typisch für geschlossenen Ideologien.
Wer wissen will wie man Terra Preta nun wirklich macht, der wird allein gelassen. Genau das aber zu erklären, dazu ist das Buch angetreten.
Orginalzitat: "Neben einer fundierten Gebrauchsanweisung zur Herstellung von Terra Preta und Biokohle (biochar) informiert das Handbuch über die Grundprinzipien von Klimafarming und Kreislaufwirtschaft."
Ganz klar: Thema verfehlt. Ob die Autoren je selbst Terra Preta hergestellt haben, bleibt im dunklen und ist kaum vorstellbar, dafür Berliner Stadt-Ökos die sich für eine Sache echt begeistert haben. Aber Erfahrungen sind nicht eingeflossen.

10 Minuten Internet Recherche fördern zu eigentlichen Thema mehr zu tage als dieses Buch. Diesen Beiträgen merkt man an, das sie über Erfahrungen schreiben und nicht eine Idee / Ideologie vom "Grünen Tisch" (welch schickes Wortspiel!) aus toll finden.
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am 10. April 2013
Das Werk gibt einen sehr guten Einblick in den aktuellen Stand des vorhandenen Wissens zu und Methoden ueber Terra Preta.
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am 25. November 2013
Ich bin heute nett und gebe dem Buch zwei Sterne. Einen dafuer dass es ein interessantes Thema ist und den anderen, weil interessante Projekte vorgestellt wurden, das war's. Wenn man was ueber Terra Preta wissen will, schaut man lieber anderswo nach, das Wissen der Autoren ist offensichtlich duenn. Der praktische Teil ist nicht wirklich praktisch und fast alle Fragen beleiben unbeantwortet.
Terra preta besteht dem Buch zufolge aus anaerobem Kompost, OK hier gibt's nicht viel zu erkaeren, statt umschichten stampft man das Material herunter. Dann kommen EM (effektive Mikrorganismen) drauf, im Internet steht irgendwo wie man die macht aber halt nicht im Buch. Sicherlich gibt es auch verschiedene Rezepte dafuer und ich haette wenigstens zwei drei Rezepte, aber es war KEIN Rezept drin.
Es werden Faekalien und sehr viel Urin verwendet. Nur gibt es kein Kapitel ueber wie diese am Besten einzusammeln sind, es gibt eine geschichtliche Abhandlung und ein zwei grobe Hinweise, aber keine Bewertung der verschiedenen Systeme. Wir haben wie die meisten ein normales Klo in einem normalen Bad. Die Autoren geben hier keine praktischen Loesungen, ausser dass staenig wiederholt wird, dass Exkremente nicht notwendigerweise Bestandteil von Terra Preta ist. Wo sind hier die Erfahrungen der Autoren?
Kernstueck des Terra Preta ist Holzkohle oder Pflanzenkohle wie es die Autoren nennen. Wenn ich diese Mengen kaufen soll die gebraucht werden kann ich gleich meine Gemuese (bio) kaufen. Aber es gibt nur einige wenige Angaben wie diese herzustellen ist, da muss ich wieder im Internet schauen (wofuer hab ich eigentlich ein Buch gekauft??). Ich wollte wissen welches Material ich nehmen kann, ob es trocken sein muss, zerkleinert usf. Auch hier haette ich gerne zwei oder drei Methoden gewusst. Den Inhalt vom Grill zu nehmen reicht allenfalls fuer ein kleines Beet. Fast jeder kann kostenlos Strachschnitt bekommen, aber es findet sich kein Hinweis wie dieses zu Holzkohle verarbeitet werden kann.
Alles in allem sind die Autoren viel gereist um all die Projekte zu besichtingen waren aber wenig im Garten und haben noch weniger ausprobiert. Viele Seiten sind mit Allgemeinplaetzen gefuellt, alles was ein normaler Biogaertner seit Jahren weiss, Mischkultur, Fruchtwechsel Permakultur, meinen eigentlich die Autoren dass jemand ein Buch ueber so ein spezielles Thema wie Terra Preta kauft das nicht kennt?
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am 12. März 2013
Die Autoren unterteilen das Buch in zwei Teile ein: Grundlagen und Handbuch. Der erste enthält bereits die ersten beiden Kapitel „Die Irrtümer der fossilen Landwirtschaft“ und „Kulturen brauchen fruchtbaren Boden – das Geheimnis des schwarzen Goldes“. Hierin wird auf die industrielle Agrarwirtschaft und unter anderem ihren Abtrag von Humus eingegangen. Hochkulturen hatten offenbar in früheren Zeiten immer auch Gartenstädte, um einen Überschuss an Nahrung zu produzieren. So wie die alten Azteken, Mayas und Inkas größtenteils in von Regenwald besetzten Gebieten lebten, wo die kaum vorhandene Humusschicht für die Landwirtschaft zu dünn war. Mit der Erfindung der Terra Preta nutzen sie den Gartenbau intensiv in ihren Städten.
Im Handbuch folgen die weiteren Kapitel von „Klimagärtnern: Grundprinzipien und Grundstoffe“, über „Alte und neue Sanitärsysteme“ bis zu „Resümee und Ausblick“. Auf einigen Seiten werden Geschichten und Projekte in der Welt vorgestellt.
Insgesamt ist das Buch sowohl unterhaltsam als auch mit praktisch anwendbaren Tipps angelegt. Der Leser erfährt viel über die Entstehung von Terra Preta in der Vergangenheit und erhält für den eigenen Mini- oder Großgarten Anleitungen sie selbst zu produzieren. Mittendrin finden sich blau unterlegt die vorgestellten Projekte in den Kapiteln wieder. Ansprechende Fotos und Abbildungen untermalen den in relativ großer Schrift anderthalb zeilig angesetzten Text.

Dieser weist immer mal wieder geschichtliche Unstimmigkeiten auf, manche sind haarsträubend:
Am Anfang werden auch die Anasazi-Indianer zu den Regenwaldvölkern gezählt, allerdings lebte dieses Volk in den damals deutlich fruchtbareren Gebieten der heute trockenen US-Staaten Utah, Nevada und Arizona. Dürren, die das Land zur Steppe und Wüste werden ließen, kamen erst im 13. Jh. n. Chr. auf.
So wird zum Beispiel in einigen Texten Permakultur mit Terra-Preta-Herstellung gleichgesetzt. Und die „weltabgewandte, deutsche Romantikbewegung“ wird als deutliche Kontrapunkt zur weltoffenen Facebook-Gesellschaft genannt. Zwischen Novalis und Facebook liegen nicht nur Welten sondern über 200 Jahre!
Dergleichen begegnet dem aufmerksamen Leser des Öfteren und lädt zum Stutzen und manchmal auch Ärgern ein.
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am 27. Februar 2013
Auf den ersten 25 Seiten erwartet den Leser eine engagierte glasklare Analyse, wie es auf unserem Planeten mit der "Mutter"-Erde bestellt ist. Chemie und Gifte setzen unserer Lebensgrundlage ganz schön zu. Es kann so nicht weitergehen. Überzeugend die Darstellung der Alternative: Nur ein vielfältiges Bodenleben kann die Gesundheit der damit kommunizierenden Pflanzen und damit auch unsere Gesundheit gewährleisten.

Das Geschenk unserer Vorfahren an unsere Generation: Erträge auf naturverträgliche Art und Weise steigern, zugleich dabei durch Einbringen von belebter und gesättigter Holzkohle in den Boden CO2 reduzieren: So bietet die Herstellung von Terra Preta gleich Lösungen für mehrere Probleme.

Die Fruchtbarkeit wird gesteigert, besonders die armen Völker können auf Kunstdünger verzichten und mit Holzkohle, Dung und frischem Grün diesen Boden selber herstellen. Zugleich kann das Hygieneproblem gelöst werden, wenn man menschliche und tierische Ausscheidungen fermentiert.

Die Autoren geben viele praktische Beispiele zur Herstellung und Anwendung von Terra Preta - dieses Buch sollten alle lesen, die sich für gesundes Gärtnern und Nachhaltigkeit interessieren.

Rainer Sagawe
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am 19. März 2013
Diesem Buch kann ich eigentlich nur eine möglichst weite Verbreitung wünschen. Das Phänomen Terra Preta wird zum ersten Mal umfassend aufgearbeitet, so muß man sich die Infos nicht mehr mühsam von Dutzenden Internetseiten zusammensuchen. Wirklich vollständige und umsetzbare Anleitungen ermöglichen die Herstellung im eigenen kleinen oder auch großen Rahmen. Ausreichend Links, viele Bezugsquellen, aber auch Hinweise darauf, wie man Pflanzenkohle oder auch Mikroorganismen zur Bodenverbesserung selbst und kostengünstig herstellen kann. All diese wertvollen Informationen sind noch dazu in lockerem, humorvollem und spannendem Stil vermittelt, so daß das Lesen wirklich ein Vergnügen ist. Meine Empfehlung daher : Kaufen, anwenden, und sich in der Folge an herrlich fruchtbarer Schwarzerde und köstlichem Obst und Gemüse erfreuen! Und - nicht zu vergessen - einen echten Beitrag zur Klimaverbesserung leisten! Für eine bessere Zukunft für uns und unsere Kinder !
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am 24. April 2013
An sich spannend, aber wirkt wie ein Schnellschuss. Im Kapitel "Kompost-Toilette"wird x-mal erklärt, dass man Urin und Faekalien trennen muss. Da hätte der Lektor eingreifen müssen.
Zur eigentlichen Arbeit mit Terra preta steht recht wenig Praktisches, enttäuschend wenig.
Viele spannende Projekte in aller Welt werden anregend beschrieben.
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