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am 19. April 2010
Große Hoffnung hatte ich bei diesem Buch, gute, harte Argumente gegen die Kernkraft finden zu können. Doch nach intensiver Lektüre jedes Kapitels bleibt nur noch Unzufriedenheit übrig. Klar, Rosenkranz listet die bekannten Argumente gegen Kernkraftwerke schön auf. Doch das wichtige WARUM eines jeden Arguments bleibt er jedesmal schuldig. Dafür wiederholt er gleiche Aussagen mit neuen Worten sehr häufig. Nett zu lesen, aber schlauer wird man leider nicht.

Ans Eingemachte geht Rosenkranz leider gar nicht. Die Schlüsselfrage nach den wahren Kosten der Kernkraft stellt er nicht. Doch der Mythos "Kernkraft ist billig" ist neben der mangelnden SIcherheit und dem Endlager-Problem der größte überhaupt. Denn mit den immensen Förderungen (40 Milliarden seit den 1950 Jahren allein für die Froschung in den Zentren Jülich, Karlsruhe und Geesthacht) verteuern die Kilowattstunden von etwa 4 Eurocent auf 8 Eurocent. Das ist etwa der gleiche Preis wie heute für Windstrom. Die größte Förderung überhaupt, nämlich die Betreiber von den Risiken und Schadenshaftpflicht bei einem Unfall freizustellen (dank unserer Steuergroschen), nennt Rosenkranz nicht einmal. Zudem ist die Industrie nur einige Jahrzehnte für den Müll verantwortlich. Danach kümmert sich der Staat wieder darum, mit öffentlichen Geldern.

Schade, dass Rosenkranz die Chance nicht genutzt hat, Argumente zu liefern, die einen in der Diskussion mit Atomkraftanhängern gut wappnen könnten. Stattdessen listet der die bekannten Gegenargumente ohne nennenswerte Belege auf. Und das noch im anklagenden Stil der Umweltbewegten, auf die echte Entscheider sowieso nicht mehr hören.

Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer: Das -etwas umfangreichere - Buch "Atom" von Stephanie Cooke ist eine Offenbarung. Und sie beschreibt "nur" die Geschichte der Atomkraft mit zahlreichen Quellen. Reißerisch formulierte Stammtischparolen wie Rosenkranz braucht sie nicht. Sie überzeugt mit Fakten. Und genau die sollten uns bei der drohenden "Renaissance der Kernkraft" leiten.
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am 4. August 2012
Was sie schon immer über Kernenergie gedacht und gefühlt haben... aber auch nur das!

Sachargumente und Belege bleibt der Autor leider völlig schuldig, und suhlt sich lieber ausgiebigst in dem "Ich kämpfe für eine gerechte Sache"-Wohlgefühl.

Das Buch taugt allenfalls als Beispiel, wie man über Energiepolitik NICHT nachdenken sollte.
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am 20. März 2011
Dieses Buch greift die bekannten Argumente auf, ohne wirklich zu überzeugen. Mit dem Selbstverständis, Recht zu haben und auf der richtigen Seite zu stehen, wird kaum der Versuch unternommen über Behauptungen hinaus zu gehen. Das Buch spiegelt den derzeitigen Stand der Energiediskussion wieder, die Suche nach umsetzbaren nachhaltigen Lösungen des Energieproblems auf globaler Ebene. Diese Diskussion ist wenig sachbezogen, sondern wird vor allem auf emotionaler Ebene und auf Basis von Ansichten, nicht von tragbaren Fakten und Alternativen geprägt. Somit ähnelt es einem Schlagabtausch, zeigt ein Ziel, keinen Weg. Schade!
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am 26. März 2010
Mit Hilfe der neuen Bundesregierung aus CDU und FDP rüstet die Atomindustrie zu einem neuen, lange vor der Wahl schon taktisch klug eingeleiteten Versuch, die Laufzeit der bundesdeutschen Atomkraftwerke zu verlängern.

Gerd Rosenkranz, neben Joachim Radkau vielleicht der bestinformierteste Journalist zu diesem Thema der letzen drei Jahrzehnte, hat für die neue Taschenbuchreihe des Oekom Verlags aus München "quergedacht" auf knapp 120 Seiten noch einmal alle Argumente gegen die "Mythen der Atomkraft" gesammelt, und sie vor allem für diejenigen plausibel und einfach nachvollziehbar gemacht, die während der heftigen Debatten um die Atomenergie Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch gar nicht geboren waren.

Die Art und Weise, "wie uns die Atomlobby hinters Licht führt" , wie das Buch untertitelt ist, hat sich nicht wesentlich verändert zu der Zeit als der Rezensent als evangelischer Pfarrer am Atomstandort in Biblis/Hessen über mehr als ein Jahrzehnt versucht hat, auch mit Rechtsmitteln gegen den laufenden Betrieb der beiden Blöcke Biblis A und Biblis B vorzugehen.

Die Atomlobby hat nur in den letzten Jahren mit der Debatte um die Klimakatastrophe ungeahnte Schützenhilfe erhalten. Diese neuen "grünen" Argumente der Atomindustrie zu verstehen und sie widerlegen zu können, dazu hilft allen engagierten Kritikern dieses kleine handliche Buch auf das Beste.
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am 30. Juli 2010
Der Autor gibt einen sehr guten Überblick über den aktuellen Iststand der Atomkraft. Nur noch einige Ewiggestrige im konservativen Lager, wollen an dieser Hochrisikotechnologie festhalten. Dabei wird es immer riskanter, die überalterten Mailer weiterlaufen zu lassen. Freilich ist das eine Lizenz zum Gelddrucken. In Forsmark 2006 hat es fast geklappt mit dem Tschernobyl Nummer Zwei. Sieben Minuten länger vor dunklen Monitoren und man hätte Ostseefisch nur noch mit Cäsiumeinlage genießen dürfen. So wie wir heute überall auf dem Markt Pifferlinge aus Belarus angeboten bekommen. Mit der Wiederkehr der Atomkraft wird es nichts werden. In Europa ist werden nur 2 Anlagen derzeit wirklich gebaut. Weniger umfangreich ist der kleine Überblick in Bezug zu Aussagen zu Tschernobylfolgen, die Endlagerung und andere Fragen. In meinem eigenen Band "Täuschungsmanöver Atomausstieg? Die GAU-Gefahr, Terrorisiken und die Endlagerung" habe ich viele Fakten dazu zusammengetragen.

Täuschungsmanöver Atomausstieg?
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am 22. Februar 2011
Gerd Rosenkranz stellt in seinem Buch glaubhaft dar, warum eine Abkehr von der Kernergie aus umweltpolitischen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen zwingend notwendig ist.

Der Buchaufbau erleichtert es einem, durch die Bearbeitung in einzelnen Kapieln jedes Argument für sich nachzuvollziehen, ehe am Ende resümiert wird. Dabei wird es besonders interessant, wenn der Autor es schafft, ein vermeintliches Argument für die Kernenergie (den Klimawandel) auch durch in Zahlen belegbaren Gründen zu widerlegen (so z.B. in Kapitel 5, "Atomkraft dient dem Klimaschutz" anhand des zwischenzeitlich negativen Strompreises an der Leipziger Strombörse EEX Ende 2008 und 2009, der dadurch entsteht, dass sich regenerative Energien und die Kernenergie nicht ergänzen, sondern behindern).

Alles in allem ist dieses Buch gut lesbar geschrieben, füllt mögliche Argumentationslücken im Bewusstsein des Kernenergiekritikers und lässt auch einen unvoreingenommenen Leser nachvollziehen, welche Tücken - heute mehr denn je - in der Nutzung der Kernenergie stecken.
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