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am 13. Oktober 2011
Michael Schmidt-Salomon, nach eigenem Bekunden "Atheist unter agnostischem Vorbehalt", beleuchtet - nach einem interessanten persönlichen Rückblick über zwei Jahrzehnte Religionskritik - das Thema Religion und Aufklärung in vielen Facetten. Religionskritische Texte in gebündelter, amüsanter Form; klar in den Aussagen, stringent in den Argumentationen, tiefgründig ohne großen philosophisch-theoretischen Ballast.

Das Buch gliedert sich in 3 Teile:
Der erste Teil beinhaltet - "mit der subversiven Kraft des Humors" - die "Lust am Lästern", wobei auf die grandiosen Absurditäten und Lächerlichkeiten in nahezu jedem Glaubensbekenntnis hingewiesen wird. Das einzige Mittel gegen Wahn ist die Konfrontation mit der Wirklichkeit in Form von Kritik und Aufklärung. Religiöse Überzeugungen stehen meist unter "Denk-mal-schutz"; tradierte Denkblockaden sind nur durch Aufklärung zu sprengen, wobei es nach Auffassung des Autors legitim ist, religiöse Gefühle zu verletzen, wenn dies zur Durchsetzung einer aufgeklärten und humaneren Sicht- und Lebensweise erforderlich wird.

Der zweite Teil "Interventionen" widmet sich u.a. der religiösen Blindheit deutscher Politiker (Rede des Bundespräsidenten Wulff und "gedankliche Entgleisungen" Ursula von der Leyens) mit einem sehr bedenkens- und beherzigenswerten "Plädoyer für eine zeitgemäße Bildungs- und Erziehungsoffensive" sowie den Fragen "Religion und Gewalt" und den Lehren aus der Schweizer Volksabstimmung zum Minarettverbot.

Auch der sogenannte "neue Atheismus" wird als "Streitkultur der Aufklärung" einer Analyse unterzogen, wobei der Begriff Atheismus als sehr unpräzise empfunden wird, da der Begriff "Gott" nicht klar definierbar ist. Gegen den "unvorstellbaren Gott der Mystiker" (Meister Eckart, Giordano Bruno, Spinoza, Einstein usw.) gibt es auch von atheistischer Seite keinen Einwand, Richard Dawkins z.B. bezeichnet sich selbst als "religiös wie Einstein". Schmidt-Salomon schlägt statt "neuer Atheismus" die Bezeichnung "naturalistischer Humanismus", der nicht in Opposition, sondern als Alternative zur Religion steht, vor.

Religionen beinhalten religiöse Binnen- und religiöse Außenmoral, dieser Form einer dualistischen Ethik gilt es, eine humanistische Ethik - "gleiche Prinzipien für alle Menschen" - mit der Aufhebung von Diskriminierungen aller Art (z.B. nach Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, sexueller Präferenz, Religionszugehörigkeit usw.) gegenüberzustellen.

Im dritten Teil "Hintergründe" werden Grundfragen wie Wahrheit, Logik, Empirie, Humanität usw. beleuchtet und im Hinblick auf religiöse Fragestellungen einer Analyse unterzogen. Aufklärung beruht demnach auf einer pragmatischen, hypothetisch korrespondierenden Kohärenztheorie der Wahrheit, hypothetischer Realismus kann und muss das nützliche Instrument von Problemlösungen sein. Daraus resultierend ergibt sich als zentrales Ziel der Aufklärung die normative Forderung der Humanisierung menschlicher Lebensverhältnisse.

Weitere Kapitel des dritten Teils betreffen "Darwins brisantes Erbe" mit der Beschreibung möglicher biologistischer Irrwege (Sozialdarwinismus, Rassismus, Eugenik), Fragen der Erkenntnisfähigkeit (wir können die Welt nicht wahrnehmen, wie sie losgelöst von unserer Wahrnehmung existiert) sowie des Humanismus, Agnostizismus und der "Diskursunfähigkeit der Religiösen". Ein eigenes Kapitel ist der "Kriminalgeschichte des Atheismus" ge-widmet, wobei festzuhalten ist, dass die erkenntnistheoretischen Vorteile des Atheismus nicht notwendigerweise mit einem Zuwachs an Humanität verbunden sind. Generell gilt es, eine skeptische Geisteshaltung zu fördern, die unbrauchbare Ideen sterben lässt, bevor Menschen für unbrauchbare Ideen sterben.

Die Beschreibung der gegenwärtigen sozialen Verankerung des Humanismus in Deutschland und ein Plädoyer für eine "Leitkultur Humanismus und Aufklärung" bilden die Schlusskapitel dieses sehr lesenswerten Buches. Eines Buches, das viele Fragen zu Religion und Aufklärung gut verständlich und leicht lesbar auch Menschen nahebringt, die dieser Thematik bis jetzt desinteressiert oder ablehnend begegnet sind und das auch Lesern, die Schmidt-Salomons Bücher und Vortragstexte bereits kennen und schätzen, neue Erkenntnisse bietet.
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am 17. Februar 2012
Das Buch (200 Seiten) ist dreigeteilt und aufgebaut aus einer Sammlung von Vorträgen/Aufsätzen von Michael Schmidt-Salomon der letzten 20 Jahre. Das erste Drittel (Lust am Lästern) enthält Aufsätze, in denen die Religionskritik im Vordergrund steht. Im zweiten Teil (Interventionen) geht es um die Beziehung von Politik und Religion sowie um religionskritische Initiativen. Der dritte Teil (Hintergründe) behandelt hauptsächlich die philosophische, soziale und naturwissenschaftliche Basis der Religionskritik. Die Texte werden aufgelockert durch Fotos und Illustrationen von Jacques Tilly.
Das Buch ist allgemeinverständlich, aufschlussreich und sehr unterhaltsam geschrieben - Humor und viele rhetorische Highlights der Religionskritik Michael Schmidt-Salomons sind enthalten. Uneingeschränkte Empfehlung von meiner Seite.

Kapitel:
Anleitung zum Seligsein
Die subversive Kraft des Humors
Big Mama is watching you!
Deutschland sucht den Superwahn
Die wundersame Welt des Karol Wojtyla
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Wie blind sind unsere Politiker eigentlich?
Ursula von der Leyens gedankliche Entgleisungen
Religion und Gewalt
Der sogenannte "neue Atheismus"
Lehren aus dem Minarettverbot
"Wir haben abgeschworen!"
----------
Was ist Wahrheit?
Darwins brisantes Erbe
Offenheit statt Offenbarung
Sind Atheisten die besseren Menschen?
"Irgendwie sind wir doch alle Humanisten..."
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Oktober 2011
Michael Schmidt-Salomon (MSS) ist als Philosoph und Gründer/Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) den geneigten Lesern sicherlich bekannt. Seine Stiftung ist Deutschlands wichtigste und unabhängigste im weltanschaulichen Bereich. In dem vorliegenden Werk finden wir eine teils unveröffentlichte Sammlung seiner frühen Aufsätze und Vorträge die zeigen, dass die Verletzung religiöser Gefühle die Denkfähigkeit verbessert, aber auch dass Atheisten nicht die besseren Menschen sind und dass es am Ende auch gar nicht um den Atheismus an sich geht. Die Beiträge sind meist in der "Materialien und Informationen zur Zeit" (MIZ) erschienen. Es ist eine sehr unterhaltsame Nabelschau der Transformation seines Schaffens von einer mehr klassischen Religionskritik hin zu säkular-humanistisch geprägten alternativen Weltanschauung - eben auf dem Weg zum evolutionären Humanismus.

Gerade die abgedruckten Vorträge vermitteln sehr schön den Eindruck des gelungenen Spagats zwischen scharf formulierten Angriffen auf die etablierten Kirchen kombiniert mit fundierten historischen und philosophischen Kenntnissen. MSS zielt im TEIL 1 auf religiöse Überzeugungen an sich und deckt deren teils perfiden Dogmatismus durch das Appellieren an Aufklärung und Humanismus auf. Im TEIL 2 der mehr die letzten Jahre abdeckt finden wir auch politisch geprägte Reflexionen der Geisteshaltungen von z.B. Christian Wulff oder auch Ursula von der Leyen.

Im TEIL 3 des Buches geht es um Hintergründe, den Bezug auf den Darwinismus und das Erörtern der Voraussetzungen hin zu einer "Leitkultur Humanismus und Aufklärung". Die leider weitgehende Diskursunfähigkeit der fundamentalistisch-religiös gesprägten Mitmenschen wird genauso klargestellt wie Fragen der Erkenntnisfähigkeit und der verschärfte Konflikt mit insbesondere den monotheistischen Kirchen, in unserem Kulturraum eben der katholischen Kirche. Die jüngst von Papst Benedikt XVI. betonte Kritik an der zunehmenden Säkularisierung in Europa die "zu einer Ausgrenzung Gottes aus dem Leben und zu einer zunehmenden Auflösung der Familie" führe, zeigt wie aktuell dieser Diskurs ist.

Aufgelockert wird das ganze durch gute Cartoons und Grafiken die aus dem Umfeld der GBS bekannt sind. Für Interessierte in diesem Umfeld eine absolut lohnende Aufarbeitung guter Texte die zeigen, dass es MSS eben nicht um eine dogmatische Schwarz-Weiss Sicht im Sinne von "Gut und Böse" geht, sondern nur die gegenseitige Wertschätzung und vernunftgeprägte Auseinandersetzung ohne Denkblockaden. Es wird zu Recht sehr deutlich klargestellt, dass in keiner Sekunde um die Verletzung der definitiven Rechte auf religiöse Gefühle jeglicher Art geht, sondern nur um die Freiheit des Denkens auf allen Seiten hin zu einer ganzheitlich weltanschaulich tolerant geprägten Gesellschaft.

5/5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 22. November 2011
Titel und Cover hatten mich anderes erwarten lassen, eher eine humorvolle Polemik gegen die Religionen. Das Buch enthält Aufsätze von Schmidt-Salomon aus den letzten 20 Jahren, die sich mit Religionskritik, Aufklärung, hypothetischem Realismus, Evolutionstheorie und Evolutionärem Humanismus auseinandersetzen. Die Aufsätze aus dem dritten Teil haben mich inhaltlich noch am meisten angesprochen, während ich religionskritische Artikel meist überspringe, da mich das Thema langweilt. Insgesamt sind die Artikel gut geschrieben, leicht lesbar, oft ironisch und humorvoll formuliert. Zwischendurch findet man ein paar nette Karikaturen.

Allerdings frage ich mich mittlerweile, was mit Deutschlands Philosophen los ist. Peter Sloterdijk faselt über Zornbänke und eine Konversion zum Können, Richard David Precht über Liebe und das Gut-sein, während sich Schmidt-Salomon hauptsächlich auf religionskritische Themen konzentriert. Zwischendurch meinte er gar, dass wir ohne Moral die besseren Menschen sind. Ganz nebenbei bricht unsere vertraute Welt zusammen. Und das hat nichts mit den Religionen zu tun. Mersch merkt in Ich beginne zu glauben, dass es wieder Krieg geben wird über den Religionsstreit - offenkundig ziemlich genervt - an: "Ich möchte die Scharmützel zwischen den beiden unversöhnlichen Parteien nicht unbedingt stören. Zufälligerweise geht nur gerade die zivilisierte Welt zugrunde, und um sie vielleicht doch noch retten zu können, werden sowohl die Kompetenzen der Biologie als auch der Religionen dringend benötigt, Letzere unter anderem deshalb, weil sie stets für eine über das eigene Leben hinausreichende Perspektive (mit sehr niedriger Zeitpräferenz) standen, die unserer Gesellschaft aktuell jedoch abhanden gekommen ist."

Womit ich noch einmal zum Evolutionären Humanismus zurückkomme. Der kann leider überhaupt nicht funktionieren. Es wundert mich, dass das noch immer nicht verstanden wird. Dessen Ethik basiert auf Luststeigerung und Leidminimierung im Hier und Jetzt, man könnte auch sagen: auf Selbstverwirklichung. Angeblich folge das aus der Soziobiologie. Doch wieso? In der Soziobiologie dreht sich fast alles um Fortpflanzung. Im Evolutionären Humanismus kommt sie dagegen praktisch nicht mehr vor. Da reicht es, möglichst oft Sex zu haben. Dementsprechend konstruiert Mersch im genannten Buch eine fiktive Gesellschaft, in der sich alle evolutionär humanistisch verhalten, trotzdem geht sie schon bald zugrunde. Zwar führen die meisten Menschen der vorangegangenen Generation darin ein selbstbestimmtes, lustvolles und wenig leidvolles Leben, in der Folgegeneration jedoch nicht: In der gibt es viel Leid.

Ein ähnliches Argument führt Rahim Taghizadegan in Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie an: Religionen sorgten für eine niedrigere Zeitpräferenz bei den eigenen Investitionsentscheidungen (d.h. zu einem langfristigeren Denken und Handeln). Familiengründung übrigens auch.

Mir graust vor einer solchen Welt des schnellen Konsums und der baldigen Bedürfnisbefriedigung. Auch erlebe ich sie aktuell als sehr konkurrenzbetont. Gerade an den Hochschulen und den Medien tummeln sich viele Menschen, die sich selbst als gute Atheisten und evolutionäre Humanisten verstehen, die aber oftmals überhaupt kein Problem damit haben, anderen Menschen zu schaden, sofern diese nur ein anderes Weltbild besitzen als sie selbst.
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Deutschlands Chefatheist zieht Bilanz. Im nun vorliegenden Sammelband "Anleitung zum Seligsein" finden sich 16 Beiträge, Reden und Essays Michael Schmidt-Salomons, die in drei Themenblöcke eingeteilt sind: 1. Die Lust am Lästern. 2. Interventionen. 3. Hintergründe. Im Vorwort erläutert Schmidt-Salomon, dass er sich in Zukunft mehr auf konkrete Fragestellungen einer humanistischen Gesellschaft (Bildung, Gesundheit, Wirtschaft ect.pp., vgl. S. 19) konzentrieren möchte und daher auf reine Religionskritik verzichten werde.

Die hier versammelten Beiträge sind in den Jahren zwischen 1999 und 2010 publiziert worden. Dabei wird deutlich, wie kompromisslos Schmidt-Salomon gegen die Privilegien religiöser Gemeinschaften sowie gegen zu viel Rücksicht gegenüber so genannten "religiösen Befindlichkeiten" zu Felde gezogen ist: "Lassen Sie Ihre Mitmenschen bitte nicht dumm sterben, sondern verletzen Sie religiöse Gefühle, wo Sie dies nur können!" (39) formuliert er prägnant. Immer wieder bezog er auch klar Stellung in der Diskussion Glaube gegen Wissenschaft. Einen Kompromiss zwischen diesen beiden Domänen hält er nicht für möglich: "Entweder Evolution oder Schöpfung, Aufklärung oder Obskurantismus, Darwin oder Bibel, wissenschaftliches Wissen oder religiöser Glaube. Sämtliche Versuche, das eine mit dem anderen zu verbinden, sind grandios gescheitert" (158).

Fazit: Michael Schmidt-Salomon ist in seinen Beiträgen nicht immer wirklich tiefsinnig und auch an intellektueller Tiefenschärfe lässt er es gelegentlich zugunsten einer polemisch-prägnanten Rhetorik vermissen. Doch hat er es geschafft, einer säkular-humanistischen Position in Deutschland mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Man darf gespannt sein, wie Schmidt-Salomons publizistische Karriere jenseits des Religionskritischen weitergeht.
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am 29. Dezember 2011
Obwohl manches nicht mehr tagesaktuell(z.B. die Erziehungs-Bildungsoffensive von der Leyens) ist, halte ich es doch für wichtig darüber zu informieren, zeigt es doch welche Gesinnung oder Unwissenheit heute noch aktive Politikern (einschl. Wulff) haben.

Es wird deutlich gemacht, wie wenig die Kirchen zum "Frieden" beitragen und einer offenen Gesellschaft entgegenstehen! Wenn man bedenkt, daß ein Fundamentalist wie Herr Ratzinger im Bundestag fabulieren darf, ist dieses Buch mehr als notwendig!

Leider wird es nur von denen gelesen die eh "wissen" (in Anführungsstrichen gesetzt da ich es doppeldeutig meine), was Sache ist.
Diejenigen die es eigentlich besonders interessieren sollte => GLÄUBIGEN , werden es wohl nie in die Hand nehmen!
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am 3. September 2013
Im Kampf gegen den Gotteswahn,müssten viele Menschen dieses Buch lesen.
Dieses Eiapopeia im Fernsehen oder Radio erreicht zum Glück immer weniger.
Seid der Wiedervereinigung geht es noch schneller Bergab mit den Kirchen.
Jetzt haben wir es leider mit unseren muslimischen Mitbürgern etwas schwerer.Viel schwerer!
Liest denn keiner unsere Verfassung.Weg mit den Privilegien.
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am 30. Juni 2014
Wie immer höchst erfrischend. Aber nachdem die Hoffnung immer zuletzt stirbt und wir alle schon zwei bis zehn Versicherungen im diesseits haben, wollen die Menschlein einfach auch eine Himmelsversicherung , so blöd das klingen mag. Also wenns Dir dreckig geht oder kurz vorm abkratzen, noch schnell ne letzte Ölung ,wem schadets?
Vielleicht geht doch was, auch wenn die affenartige Spezies nur als Zufallsprodukt im Milliardenzeit-Poker vom blinden Schumacher hermutiert wurde. Trotzdem dem Buch ein Hurra, es tut einfach gut, die verzweifelte Borniertheit und grenzenlose Hilflosigkeit auf dem Klumpen Dreck im All besser zu ertragen. Machen wir das Beste draus.
Herr Schmidt-Salomon, wieder super gemacht, so gnadenlose Präzise auf den Punkt.
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am 17. Oktober 2011
Gibt es eine Kritik an diesem Buch?

Ja: Der Titel ist irreführend. Wer erwartet eine Sammlung lustiger Krischensaartiere zu finden wird enttäuscht. Inhalt des Buches ist eine Sammlung von Texten des Autors während der letzten Jahre, die nicht in seinen Büchern enthalten sind. Auch wenn, wie beim Autor zu erwarten, der Grins-Anteil immer zwischen den Zeilen zu finden ist, es geht um ernste Themen bis hin zum Problem des politischen Iss'lahm.

Mit schwankendem, aber immer vorhandenem Unterhaltungswert wird damit Geschichte des Versuchs der Aufklärung 2.0 und einer erneuten Säkularisation der letzten Jahre dargestellt. Ein bisschen ist das Buch damit auch eine leichter lesbare Kurzfassung des 'Manifest des evolutionären Humanismus' von 2004/2006.

Fazit: Eine leicht lesbare, unterhaltsame und mit den Ereignissen der Zeit seit 2004 ergänzte Reihe von Texten zum säkularen, evolutionären Humanismus. Und für mich darüber hinaus wieder eine Sammlung zitatwürdiger Sätze, die viele Gefühle, die ich schon immer in mir hatte endlich in Worte fasst, die ich Anderen sagen kann. Und alleine das ist mir die Ausgabe wert.
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am 9. Februar 2012
Schmidt-Salomon hat in diesem Buch seine besten Artikel und Vorträge von 1999 bis 2010 zusammengestellt. Ein Feuerwerk von brillanten, religionskritischen Beiträgen ...
Könnte nur jeder Atheist so vergnüglich schreiben!
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