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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
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3,6 von 5 Sternen
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am 12. März 2017
Dieses, wie alle anderen Büchern von Herrn Wuketits, sind wohl die Pralinen unter den Evolutionsbüchern. Fachlich, aber dennoch mit der "Jedermanns-Sprache" geschrieben, zeigt der Herr, dass die Evolution nicht nur bei anderen Tieren "arbeitet", sondern auch der Homo Sapiens von der Evolution "bearbeitet" wird. Im Grunde genommen, wird die Evolutionstheorie von vielen Gläubigen Menschen heute respektiert, da viele denken, Evolution bedeutet soviel wie: Es gab Affen und daraus sind Menschen geworden und das wollte Gott so und das ist halt die Evolution.

Das ist aber eine völlig falsche Anschauung der Evolution. Viele Gläubige betreiben einen "Evolutions-Reduktionismus", da sie nicht alle Zusammenhänge der Evolutionstheorie annehmen wollen, die dann letztendlich auch ihren eigenen Glauben als evolutionär begünstigen und vorteilhaften "Entwicklungsschritt" brandmarken würden.

Aber dieses Buch ist nicht für engstirnige Christen geschrieben, sondern für objektive Darwinisten, und dieses Buch hat mir, wie viele andere Evolutionsbücher nicht, aufgezeigt, dass wir in einer sinnlosen Welt leben, und unsere Entwicklung gerade zu ungewiss ist. Aber genau aus dieser bewussten Sinnlosigkeit können wir Darwinisten Kraft schöpfen, indem wir das Leben nicht mehr allzu ernst nehmen, und versuchen, unsere eigene subjektive Sinnhaftigkeit einzubringen. Das reicht für's Leben und macht glücklich! :)
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am 28. Oktober 2009
Ich habe das Buch mit großem Genuss gelesen, es ist sprachlich geschmeidig, inhaltlich auf dem neuesten Stand, mit Witz geschrieben und alles in allem eine höchst vergnügliche Lektüre. Worum geht es? Wuketits schildert das Weltbild der modernen Evolutionstheorie, in dem es keinen übergeordneten Endzweck gibt, sondern ziellosen Wandel, der von blinden Naturkräften angetrieben wird. In sechs Kapiteln zeigt er, was sich zu den Themen: Zweckmäßigkeit der Lebewesen, Leben und Sterben, Zufall und Notwendigkeit, (un-)intelligentes Design und menschliche Gesellschaft einschließlich ihrer Moralvorstellungen, aus Sicht der Darwinschen Evolutionstheorie sagen lässt. Es ist, soviel sei verraten, eine ganze Menge.

Was bedeutet diese Erkenntnis für uns Menschen? Das Wissen, dass der Kosmos als Ganzes keinen höheren Sinn in sich trägt, ist für Wuketits kein Grund zum Pessimismus. Wir verlieren höchstens die narzisstische Illusion, dass ein Gott, nachdem er 100 Milliarden Galaxien mit jeweils rund 100 Milliarden Sonnen erschaffen hat, nun nichts Besseres zu tun hat, als zu kontrollieren, was sich in unseren Schlafzimmern abspielt. Ein wenig infantil war das wohl schon immer.

Wenn uns aber niemand die Suche nach unserem persönlichen Sinn des Lebens abnehmen kann, dann gewinnen wir neuen Spielraum. Gerade weil unsere Handlungsfreiheit durch die Naturgesetze, durch unsere Biologie und unsere soziale Umwelt begrenzt wird, ist es so wichtig, sich nicht auch noch imaginierte Zwänge religiöser oder anderer Provenienz aufzuerlegen. Dies ist das menschenfreundliche Fazit, zu dem Wuketits kommt, und dem ich mich gerne anschließe.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. November 2009
Das Buch ist sehr gut geschrieben und flüssig zu lesen. Es setzt sich mit grundsätzlichen Themen unseres Daseins auseinander, wie dies in ähnlicher Form zum Teil auch woanders (z. B. Jenseits von Gut und Böse: Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind,Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur) zu lesen war und ist.

Wir haben es hier mit einem neuen Weltbild zu tun, das mehr und mehr an Gestalt gewinnt, und zu dem Darwin einiges beigesteuert hat. Ich will es einmal so zusammenfassen: Physikalische Gesetze bewirken auf der energetisch offenen Erde "Ordnungsprozesse", die irgendwann einmal solch komplexe Systeme wie das Leben hervorgebracht haben. Durch Evolution passen sich diese selbstreproduktiven Systeme fortlaufend ihrer Umgebung an und nehmen dabei unter Umständen erheblich an Komplexität zu. Ein ganz normales Nebenprodukt dieser Entwicklung ist unser menschliches Gehirn, in dem nun aber auch wieder nur irgendwelche neuronalen Prozesse ablaufen, die letztlich der Anpassung dienen. Was wir dabei als "Ich" vorgespiegelt bekommen, ist Teil eben dieses Adaptionsprozesses. Werden die Bedingungen auf der Erde so unwirtlich, dass sich das Leben nicht weiter anpassen kann - was gemäß einigen Vorausberechnungen bereits in ca. 500 Millionen Jahren der Fall sein soll -, dann verschwindet es wieder von unserem Planeten. Einen höheren Sinn dafür gibt es nicht.

Es handelt sich hierbei um eine These, für die heute einiges spricht, jedenfalls wenn man naturwissenschaftlichen Vorstellungen folgt. Daneben existieren jedoch noch andere - meist eher religiös motivierte - Auffassungen, die ein völlig anderes Weltbild zeichnen. Ich möchte die verschiedenen Alternativen nicht weiter bewerten, sondern lediglich darauf hinweisen, dass Wuketits von der Richtigkeit des "Sinnlosigkeits"-Weltbildes ausgeht. Akzeptiert man das nicht, kann man sich im Grunde die Lektüre des Buches sparen, denn dann wird man bei vielen Fragestellungen zu ganz anderen Ergebnissen kommen. Für alle anderen dürfte das Buch jedoch sehr lesenswert sein, denn es zeigt recht plausibel auf, welche Konsequenzen für unser aller Leben daraus zu ziehen sind, und wie man auch in der Sinnlosigkeit ein gewissermaßen sinnhaftes Leben führen kann.

Zwei Sterne habe ich dennoch abgezogen, da ich finde, dass man solch weitreichende Schlüsse nur dann ziehen kann, wenn man das dargelegte Weltbild auf einem soliden Fundament aufbaut, und das ist hier leider nicht der Fall. Darwin mag zwar die Evolution des Pflanzen- und Tierreichs recht schlüssig erklärt haben, alles andere jedoch nicht. Eine Übertragung seiner Prinzipien auf die Entwicklung menschlicher Gesellschaften ist gescheitert, bzw. hat zum Sozialdarwinismus geführt. Haben wir das alles schon wieder vergessen? Andere "nichtbiologische" Evolutionen (Kultur, Technik, Wissenschaften, ...) haben sich bislang einer darwinistischen Beschreibung entzogen. Und der von Richard Dawkins gestartete Versuch, solche Evolutionen mittels einer separaten Memetik zu erklären, ist ähnlich weit von einem naturalistischen Weltbild entfernt, wie der Glaube an Gott.

Auch denke ich nicht, dass die Evolutionsbiologen in all diesen Fragen die geeigneten Ansprechpartner sind. In ihrer Vorstellung ist Evolution ein von egoistischen Genen angetriebener Prozess, bei dem jedoch bereits die Rolle des Gehirns, mittels dessen Hilfe ja immerhin erworbene Merkmale lamarckistisch vererbt werden können, völlig im Dunkeln bleibt. Was im Buch fehlt, um das darin vertretene Weltbild als solches plausibel zu machen, ist eine Evolutionstheorie, die den gesamten sinnlosen Ordnungsprozess aus einem Guss heraus beschreiben kann, und ihn dadurch erst tatsächlich sinnlos macht.

Wer diese unsere Welt als sinnlos deklariert, den lieben Gott aus allen ihren Erscheinungen verbannt und gleichzeitig den Menschen ihren freien Willen nimmt, sollte die Mechanismen beschreiben können, auf deren Basis all jene Erscheinungen auf sinnlose Weise entstehen: Nicht nur Maikäfer und Butterblumen, sondern Zahnbürsten, Autos und das Internet ebenso. Und genau das ist mit Darwin und ein paar egoistischen Genen leider nicht möglich. Dazu bedarf es erheblich größerer Anstrengungen.
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TOP 500 REZENSENTam 31. August 2009
Der Wissenschaftsautor Wuketits läßt schon im Titel seines Büchleins durchblicken, daß eine Welt nach Darwin, die ihre Entwicklung der Selbstorganisation der Materie verdankt, letztlich eine sinnlose Welt ist. Als sie noch von einem Schöpfergott hervorgebracht gedacht werden konnte, sah das anders aus. Da ist es nur konsequent, daß Wuketits sich auch mit der jüngsten Gegenbewegung zum Neo-Darwinismus, dem sog. "Intelligent Design" auseinandersetzt. Denn erst, wenn dieser neueste Zweifel an Darwin ausgeräumt ist, wäre die Programmatik des Titels, wie man in einer sinnlosen Welt sinnvoll zu leben hat, eine schlüssige Fragestellung. Die Art, wie Wuketits versucht, mit dem "Intelligent Design" fertig zu werden, ist allerdings weder originell noch effektiv.

Während Wuketits in Der freie Wille. Die Evolution einer Illusion seine Hauptgegner wenigstens noch in der Bibliographie aufführt und nur vermeidet, auf ihre Argumente einzugehen, übertreibt er nun ein bißchen seine Nachlässigkeit. Den Namen eines der Hauptverfechter des "Intelligent Design", den Biochemiker Michael Behe (Darwin's Black Box: The Biochemical Challenge to Evolution) sucht man vergebens, eine Antwort auf dessen Argumentation der "irreduziblen Komplexität" auch. Natürlich wäre diese technische biochemische Fachdiskussion eine nicht geringe Herausforderung, aber auch mit wirkungsvollen Entgegnungen anderer Wissenschaftler zu Behe befaßt er sich nicht.

Wuketits beschränkt sich darauf, die Anhänger des "Intelligent Design" mit der alten Theodizee-Frage, zu konfrontieren. An die gewandt, die an einen Schöpfergott oder intelligenten Planer glauben wollen, fragt er, wie intelligent der Planer denn sein könne, wenn er erlaubte, daß sein "höchstes Geschöpf", zwei Weltkriege führte. Da lächelt der Anhänger des "Intelligent Design" doch nur, denn er weiß ja, daß die Antworten der Theologen lange Regale füllen. Dort wird stets die menschliche Freiheit zum Guten wie zum Bösen verteidigt. Diese Freiheit ad absurdum zu führen, ist aber - auch wenn Wuketits in seinem Buch über den freien Willen das Gegenteil behauptet - noch keinem gelungen. Überhaupt rennt Wuketits mit der Frage, warum Gott Unheil zuläßt, offene Kirchentüren ein. Die Theodizee bedrückt die Gottgläubigen doch schon seit über 20 Jahrhunderten. Auch den Papst Benedikt XVI selbst, der eindrucksvoll und für viele überraschend sich nicht auf ein "Gottes Wege sind unergründlich" zurückzog, sondern auf seiner apostolischen Reise nach Polen im Jahre 2006 das Schweigen Gottes beklagte: "Warum hast du geschwiegen? Warum konntest du dies alles dulden?" Es ist zwar wunderbar, daß sich Gottgläubige und Materialisten in ihren Klagen und Fragen so nahekommen. Aber ich bezweifele, daß sich Wuketits diese Nähe zum Pontifex der katholischen Kirche auch wirklich gut überlegt hat.

Zum Schluß noch eine Marginalie: Die Aussagen von Karl Popper hat Wuketits sich herausgenommen, in Abweichung zum Original zu zitieren.
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am 31. Juli 2016
Ich habe dieses Buch zwei Freunden geschickt, weil es meine Weltanschauung widergibt und dabei leicht lesbar ist.und nicht nur meine Lebensanschauung, sondern eine Weltsicht, die ich jedem empfehlen kann und nahebringen möchte. Johannes Anders
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Der Autor, ein österreichischer Zoologieprofessor, versucht den Sinn des Lebens zu ergründen. Dabei möchte er streng rational und ohne religiöse Voreingenommenheit an die Frage herangehen.

Als Zoologe kommt Wuketits natürlich an Darwin nicht vorbei, und so erklärt er ausführlich, wieso auch in einer Welt ohne Gott und ohne Vorbestimmung sich dennoch durch die Evolution eine Ordnung durchsetzen kann. Dass Wuketits sich vom Glauben emanzipiert und die Welt naturwissenschaftlich analysiert, ist sicherlich ein aufklärerischer Ansatz.

Weit kommt er aber nicht damit: Denn abgesehen von Charles Darwin und der Evolution hat der Autor nicht die Entwicklung des Universums und die Entwicklung der Menschheit untersucht. Hier war Hoimar von Ditfurth mit seinem Buch Im Anfang war der Wasserstoff schon vor Jahrzehnten weiter. Hier einige Zitate aus dem Buch "Darwins Kosmos":

"'Die Idee des Fortschritts ist evolutionstheoretisch nicht haltbar'" (S. 140) - wenn dem so wäre, warum wird dann Mord an Menschen bestraft und die Tötung von Tieren nicht? Diese Moral wäre dann ja kaum begründbar. Die Maßstäbe des Autors stehen jedenfalls im Gegensatz zu dem Konsens, den der größte Teil der Menschheit in diesen Fragen hat.

"'Wir leben in einem sinnlosen Universum"' (S. 127, 135). Dass Franz Wuketits seinem Leben keinen Sinn abgewinnt, das mag so sein. Dieses Gefühl auf das ganze Universum zu übertragen, geht zu weit und ist auch weder logisch noch naturwissenschaftlich gedacht. Denn erstens kennen wir nicht das ganze Universum und zweitens könnte man, selbst wenn die Existenz der Welt sinnlos wäre, dies nicht beweisen.

Am Schluss seiner ergebnislosen Suche landet der Autor bei einem 'neuen Individualismus' und 'ethischen Egoismus'. Wenn alle so denken würden, wäre die Welt sicherlich ein trostloser Ort. Es gäbe all die Errungenschaften nicht, die unser Leben heute lebenswert machen können. Diese Errungenschaften (Pressefreiheit, Wahlrecht, Achtstundentag) wurden mühsam gegen erhebliche Widerstände erkämpft, von Menschen, die einen Sinn in ihrem Einsatz sahen.

Dem Autor erscheint die Welt, wie es auf dem Umschlag heißt, 'blind, kalt und ohne Mitleid'. Vielleicht liegt hier die Schönheit im Auge des Betrachters? Die Denkweise des Autors ist zynisch, passiv und macht einsam.

Hunderte von Millionen Menschen haben sich anders entschieden. Sie setzen sich ein gegen Krieg, gegen Umweltzerstörung, für eine bessere Zukunft. Oder sie kümmern sich zumindest um ihre eigenen Kinder und Angehörigen. Solidarität tut nicht nur gut, sie bringt auch die Welt voran. Jede kleine Handlung macht einen Unterschied, auch wenn Herr Wuketits das leider sinnlos findet.
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am 23. Mai 2012
Angenommen, Darwin und Wuketits haben recht: Die Welt hat keinen Sinn, kein Ziel und kennt keine Werte. Die Antwort lautet wirklich 42.
Und was weiter ? Wie sollen wir in diesem Universum leben ?
Dazu schreibt der Autor viel zu wenig. Daß ich mir dann den Sinn des Lebens selbst suchen muß (oder den gleichnamigen Film von Monthy Python schauen sollte), ist ja wohl klar.
Vorschläge, Ideen usw sind in diesem Buch sehr dünn gesäht.
Eigentlich ist es eine Verteidigungsschrift für Darwin und die Idee der Evolution.
Das ist schon das zweite Buch von Wuketits, an dem mir eine eigenartige Substanzlosigkeit auffällt. Weitere Werke von ihm werde ich mir wohl ersparen.
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