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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
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3,3 von 5 Sternen
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am 16. August 2012
Nachdem mich HAUS DER BÖSEN LUST von Edward Lee so beeindruckt und gefallen hatte, war klar, dass ich auch die kommenden Bücher, welche in Deutschland veröffentlicht werden, lesen will. Das nächste, was im Hause Festa nun auf dem Plan stand, war dieses hier: BIGHEAD. Alleine die Beschreibung als „most disturbing book“ hatte mich neugierig gemacht und nun konnte ich endlich nach monatelanger Wartezeit auf die Veröffentlichung meine Neugierde stillen.

Was Edward Lee dem Leser hier bietet, ist ein unglaublich harter und brutaler Mix aus Horror, Psycho, Blut, Mord, Vergewaltigung, Kannibalismus, Psychoterror, Angst, Verachtung und sexueller Notgeilheit.
War HAUS DER BÖSEN LUST für mich schon ungewöhnlich brutal und überzeugte mich sprachlich und in seiner Deutlichkeit der Beschreibungen sehr, stellt BIGHEAD das Werk in punkto Brutalität und Härte tatsächlich in den Schatten.

Ich liebe knallharte Psychothriller/Horror und dieses Buch hat mich an den Rand meiner Belastbarkeit und Vorstellungskraft getrieben. Kenne ich nun wahrlich viele Foltermethoden und dank diversen Autoren wie Laymon, Smith und Co. auch schon eine Menge verschiedenster heftigster Sexualpraktiken, zeigte mir Lee hier Szenarien auf, die mich kopfschüttelnd und – festhalten jetzt – lachend in meinem Leserausch rückließen. Hier zeigt sich hervorragend, wovor der Verlag ausdrücklich mit „überzogenen Darstellungen sexueller Gewalt“ warnt. Seine Beschreibungen dessen, was LIEBE MACHEN genannt wird, ist so heftig und überdeutlich, dass man es wahrlich abkönnen muss, um es lesen zu wollen. Wenn man es aber kann, so wie ich, dann macht es teilweise solchen Spaß, dass ich wirklich lachen mussten dabei.
Natürlich kommt auch die Brutalität beim Sex nicht zu kurz und so bietet BIGHEAD auch Szenen aus dem Hardcorebereich, wo selbst ich schlucken musste. Aber hey, nichts anderes habe ich von diesem MOST DISTURBING BOOK erwartet, denn ganz ehrlich: Wäre es nicht genauso, wie BIGEHAD ist, hätte dieses Buch diesen Titel nicht verdient. So aber, hat es ihn mehr verdient, als irgendein anderes Werk.

Wer HAUS DER BÖSEN LUST kennt, dem wird auffallen, dass Edward Lee scheinbar ein Fan von besonderen Leitmotiven ist. So haben seine Protagonisten in BIGEHAD auch wieder einiges schlafend im Traum zu verkraften und auch die katholische Kirche und die Religion bekommen wieder einiges an Fett weg, zumal ein Priester eine der Hauptrollen spielt. Diese Leitmotive gefallen mir sehr, ich mag es, wenn Autoren diese einbauen und in mehr als nur einem Roman auftauchen lassen.

Kommen wir noch kurz zur Sprache des Romans, denn diese ist sehr unterschiedlich, je nachdem, wessen Part wir gerade lesen:
Der Schreibstil ist klasse und gut lesbar, spannend und aufregend, klar und deutlich. Sind wir mit BIGEAD unterwegs, ändert sich das Ganze etwas und dessen Zurückgebliebenheit zeigt sich auch im sprachlichen Stil des Autors. Die Sprache wird sehr umgangsprachig, platt und stumpf. Damit hatte ich anfänglich Probleme, einen Lesefluss zu bekommen, nach und nach wurde es besser. Es passt absolut zum Buch und zur Thematik, daher ist dies kein negativer Kritikpunkt, allerdings tat ich mich damit bis zum Ende hin schwer.

Zum Schluss muss ich noch etwas zum Ende es Buches sagen, ohne zu spoilern: Das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Was immer Edward Lee sich dabei gedacht hat, aber für mich was der Schluss zu abstrakt und durch die vielen, vielen sexuellen Handlungen und Tötungsakte wirkte die gesamte Story auch überladen, sodass ich leider einen Punkt abziehen musste in der Gesamtbewertung. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, denn nachdem ich das Buch zuklappte, welches ich binnen eines Tages verschlang, war ich im wahren Sinne K.O., denn ich hatte wahrhaftig vieles an Horror- und Psychokram miterlebt.

Ein knallharter, schonungslos brutaler und irrer Leckerbissen für alle Hardcoreleser, ein Must-read eines Autors, dessen weitere Werke ich nur so entgegengiere.
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am 8. September 2012
Zur Story: "Bighead" ist anders als die anderen, war er schon immer und wird es auch immer bleiben. Nicht nur optisch - mit einem viel zu großen Kopf, zwei unterschiedlich großen Augen und einer Größe von weit mehr als zwei Metern, gleicht er eher einem Monster als einem "jungen" Mann - sondern auch aufgrund seines geringen IQ‘s und seiner daraus resultierenden Sprache. Als Bighead’s Grandpap das Zeitliche segnet, macht er sich auf den Weg hinaus aus dem Wald, hinein in die große ihm völlig unbekannte Welt. Wird ihm dort das von seinem Grandpap erlernte nützen, das Vergewaltigen von "Puppen", das Essen ihrer Eingeweide und das Aufknacken der Köpfe, um an das warme Gehirn zu kommen? Wie gesagt, Bighead ist anders und er wird seinen Weg gehen - nur wird dieser Weg blutig sein.

"Wer „Bighead" lesen möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, worauf er sich einlässt. Der Hinweis des Verlages auf der Rückseite des Covers steht nicht ohne Grund dort, und wer sich dann im Nachhinein beschwert, es sei zu brutal und blutig gewesen – der hat etwas nicht verstanden."

Bei Bighead beschleicht einen das Gefühl, Edward Lee ließe einen über Jahrzehnte aufgestauten Frust und Zorn gegen alles und jeden mit einem Schub heraus und klatscht ihm diesen - in einer förmlich neu für ihn erfundenen Fäkalsprache - wie einen großen Haufen warmes, noch frisch dampfendes Erbrochenes vor die Füße. Unvorstellbare Gewalt bestimmt von Anfang an das Geschehen, und der Ekelfaktor erreicht eine noch nie in Papierform dagewesene Form, sprengt wie eine Bombe alles vorher da gewesene.

Angefangen über brutalsten Mord, grausamste und abartigste Vergewaltigung, perverseste Sexsucht, Kannibalismus in seiner schlimmsten Form, bis hin zur Blasphemie, bei der wohl selbst sämtliche Priester lang im Kirchenschiff hinschlagen würden - vorausgesetzt sie würden Bighead lesen. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und zu den abstoßenden Bildern, die sich in schneller Folge geradezu die Klinke in die Hand geben, bekommt man zusätzlich das Gefühl, die Körperflüssigkeiten und Exkremente - die einem wie mit dem Mopp um die Ohren geschlagen werden - regelrecht riechen zu können, so intensiv ist das Empfinden bei diesem Roman.

Lee hat für seine Figuren eine eigene Welt im Staat Kentucky und Virginia geschaffen, in der es keine Regeln und Gesetze gibt und wenn doch – wen interessieren sie! Die Geschichte ist in mehrere Erzählstränge mit diversen Figuren aufgegliedert, bei der jeder seinen eigenen - so sieht es zumindest am Anfang aus - Schwerpunkt hat. Natürlich führt Lee sie im Laufe der Geschichte zusammen und alles läuft auf ein "lustiges" Treffen im beschaulichen Nuntville hinaus.

Wer aber nun nach alle dem wenigstens auf ein paar normale Charaktere hofft, dem kann auch hier vorzeitig die Hoffnung genommen werden, denn jedem von ihnen kann man mindestens eine von den oben genannten Abscheulichkeiten anheften. Ein paar sind einfach nur gestört, andere wiederum sind so krank, dass man sie eigentlich gleich an Ort und Stelle erschießen müsste. Das Schlimme wiederum ist, man mag sie irgendwie – egal wie krank oder verbrecherisch sie sich verhalten. Was sehr positiv ankommt, ist der ortsansässige Südstaatenslang (dem Appalachian) - den er den einheimischen Figuren angeheftet hat - der neben Bigheads eigens zurückgebliebener Sprache nun einmal in die Region gehört. Nach ein paar Seiten hat man sich an die Sprache gewöhnt und es geht einem dann schnell und einfach von der Hand.

Edward Lee lässt - so merkwürdig das auch an dieser Stelle, bei diesem Roman klingen mag - sein Können aufblitzen. In vielen Passagen wird deutlich, dass er ein richtig guter Autor ist, von dem ich unglaublich gern mal einen "herkömmlichen" Thriller, mit ein Stück weit mehr Tiefgang lesen würde.

Mein Fazit: "Lee bricht alle jemals von Menschhand aufgestellten Regeln und tritt sie mit Füßen. Den Begriff Ethik und Rücksicht sucht man in diesem Roman vergeblich, und es war wohl auch kaum Lee’s Absicht, diese hier finden zu lassen. Er will von der ersten Seite an mit aller ihm von "Gott" gegebenen Härte provozieren, und das gelingt ihm auch über die gesamte Buchlänge hinweg. Wenn es die Hölle auf Erden wirklich gibt, dann ist sie genau dort – in der Region rund um Virgina und Mister Edward Lee ist Mephisto himself. An alle Fans dieses Genres, Bighead ist an Abartigkeit unübertroffen, nun liegt es an euch..."
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am 29. Januar 2016
Brutal und obszön, schön und gut... Ich gebe zu, die Beschreibung und die eindringlich plakativen Warnungen waren es, die mich neugierig gemacht haben.
Was soll ich sagen? Man bekommt, was auf der Verpackung steht, aber mehr auch nicht. Das Buch ist dermaßen anspruchslos und reißerisch, dass mich am Ende rein gar nichts daran schockiert hat. Im Gegenteil: Es ist einfach nur lächerlich! Der Autor versucht ständig noch einen drauf zu setzen und noch ein klein wenig ekliger zu werden als schon davor.
Sinn?
Spannung?
Handlung?
... suchte ich hier vergebens! In meinen Augen ist das pubertäres Geschreibsel. Wer so etwas mag, bitte, aber ich habe mir mehr unter dem most disturbing Book bzw. dem brutalsten Autor Amerikas vorgestellt oder erwartet, als eine so hirnrissige Geschichte, die am Ende auch noch Übersinnlich wird.

Fazit? Gäääähn!
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am 23. Februar 2016
Von diesem Buch bin ich wirklich hin- und hergerissen. Einerseits fand ich es genial, wie der Autor die verschiedensten Typen mit unterschiedlichen Schreibstilen dargestellt hat. Die Sprache war teilweise einmalig und genial. Den Schluss fand ich sehr ... merkwürdig. Ich hätte jetzt nicht noch mit dieser Wendung gerechnet und sie auch lieber aus dem Buch gestrichen. Mehrfach war ich an meine persönliche Ekelgrenze gestoßen und auch darüber hinaus geschubst worden, sodass ich nicht mehr als zwei Punkte geben kann.

Dieses Buch ist nichts für Leute, die sich schnell ekeln und Obzönitäten nicht ausstehen können.
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am 24. Mai 2016
Erst einmal muss ich sagen, dass dies mein erstes Buch von Edward Lee war, das ich in die Finger bekommen habe. Wir waren auf einem Geburtstag und meine Freundin, die ein riesen Horrerfan ist, fragte meine Tante und mich, ob wir Edward Lee kennen und schon etwas von ihm gelesen hätten. Meine Tante kannte den Autor schon, Creekers hatte sie schon gelesen. Jetzt haben sich die beiden ausgetauscht, wie eklig manche Sachen in den Büchern doch wären und dass sie beide mehrere Male das Buch tatsächlich zur Seite legen mussten.
Da war mein Neugier natürlich geweckt und ich musste unbedingt ein Buch von Edward Lee kennen lernen.

Wie immer stöberte ich durch die Amazon Seite und las mir dann mehrere Rezensionen durch und habe mich dann für Bighead entschieden.

Nun, es ist gar nicht so leicht, hierbei die richtigen Worte zu finden.
Das Buch hat mich auf jeden Fall gefesselt, ich hatte es innerhalb von zwei Tagen durch. Ich war permanent hin und her gerissen, zwischen Ekel, Faszination und Neugier, wie es mit den im Buch beschriebenen Charakteren weiter geht und was es mit ihnen auf sich hat.
Ich denke mal, dass es bei den Büchern von Edward Lee kein dazwischen gibt, entweder man liebt ihn oder man hasst ihn.
Da ich ihn vorher wirklich gar nicht kannte und auch noch nie etwas von ihm gelesen hatte, ging ich ganz neutral an das Buch Bighead ran. Also als Horror würde ich es nicht bezeichnen, es war an vielen Stellen äußerst brutal und obszön, aber gefürchtet habe ich mich jetzt nicht. Da hatte ich mir ehrlich gesagt mehr versprochen. Daher kann ich auch nicht 5 Sterne da lassen.

Beeindruckend fand ich, wie viel Phantasie der Autor aufbringt, die verschiedenen Folter-, Tötungs- und Sexpraktiken zu beschreiben. Immer wenn man denkt, mehr geht nicht, setzt Edward Lee noch eins drauf.
Bevor ich mich entschied, das Buch zu kaufen und zu lesen, habe ich hier vorher in einer Rezension gelesen, in der der Leser beschriebe, wie er sich teilweise kaputt gelacht hat, über die absurden Szenen. Und ich muss zugeben, nachdem ich mich an den Schreib- und Erzählstil gewöhnt hatte, musste ich teilweise auch mit dem Kopf schütteln und lächeln, weil ich dachte: "Nee, dass kann doch jetzt nicht wirklich sein!"

Was mich aber ganz besonders beeindruckt hat, war das Ende vom Buch. Mit so einem Ende der Story hatte ich niemals gerechnet. Während dem Lesen gingen mir tausend Dinge durch den Kopf, was es nun mit Bighead auf sich hat. Wo kommt er her, wer sind seine Eltern und und und. Aber mit dem was am Ende heraus kommt, hatte ich keine Sekunde gerechnet. Ganz großes Lob!

Das Buch ist aber ganz bestimmt nichts für Menschen, deren Ekelschwelle sehr niedrig ist. Man muss sich bewusst sein, dass Edward Lee ein Künstler ist und jeder Künstler seine eigene Art und Weise hat, sich auszudrücken. Manche Dinge, die er beschreibt, sind wirklich extrem grenzwertig und abartig, aber das ist ja genau das was Lee erzählen möchte und wovor ausdrücklich gewarnt wird. Wahnsinn, was aus seiner Phantasie entspringt. Man sagt doch immer so schön, der Grad zwischen Genie und Wahnsinn ist manchmal verdammt schmal. Und das trifft mit Sicherheit auch auf Edward Lee zu.

Für mich habe ich auf jeden Fall entschieden, dass dies nicht mein letzter Edward Lee war. Es ist wie bei einem schweren Autounfall mit Schwerverletzten, mein weiß, man soll nicht gaffen und trotzdem kann man die Augen nicht weg lassen. Und so ist es auch bei diesem Buch, man weiß es ist ekelhaft und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen!
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am 24. August 2012
Der neue Roman von Edward Lee handelt von einem deformierten Jungen/Mann mit überdimensional großem Schädel, rasiermesserscharfen Zähnen und einem weniger scharfem Verstand. Er beschließt eines Tages, in die "Welt da draußen" zu gehen, um zu suchen, was seine innere Eingebung ihn finden lassen will. So metzelt er sich fröhlich durch die Wälder Virginias und gibt sich ganz seiner Leidenschaft für frisches Hirn hin. Was immer ihm vor die Futterluke kommt, wird vergewaltigt und verputzt.

Zeitgleich gibt es die beiden jungen Frauen Charity und Jerrica. Charity, die im ständigen K(r)ampf mit ihrer Frigidität steht, möchte ihre Tante besuchen. Jerrica, das genaue Gegenteil von Charity, ist eine drogensüchtige Nymphomanin. Sie bildet mit Charity eine Fahrgemeinschaft, um über deren Heimatgegend eine Zeitungsserie zu verfassen.

Dann haben wir da noch Balls und Dicky, zwei Alkohol schmuggelnde Hinterwäldler, die es Bighead gleich tun. Auch sie morden, vergewaltigen und foltern. Im Gegensatz zu Bighead, der es nicht besser weiss, betrachten die beiden das Ganze als Freizeitgestaltung. Dabei ist Balls die treibende Kraft, der, quasi immergeil, den geplagten Dicky von einem Horrorszenario zum nächsten mitschleppt.

Zu guter letzt ist da noch Pater Alexander, der in dieselbe Gegend abberufen wurde, um eine alte Abtei zu restaurieren.
Hier gibt es auch gleich meinen ersten Pluspunkt. Pater Alexander ist ein fluchender, prügelnder, rauchender und saufender Rüpel mit wunderbar abgefahrenen Halluzinationen. Einfach nur herrlich!

Auf der Rückseite des Buches steht:

Der Verlag warnt ausdrücklich: Edward Lee ist der führende Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.

Ich gebe zu, nach "Haus der bösen Lust" habe ich darüber erst mal breit gegrinst.
Das Grinsen verging mir bereits beim ersten Satz.
Heiliger Bimbam, "Bighead" ist mit Abstand das krankeste, krasseste, ekelerregendste, widerwärtigste und blutigste Buch, das ich je gelesen habe. Klingt negativ?
Aber wirklich nicht! Wenn ich das sage, ist es etwas Gutes, denn ich steh drauf - ich würde es am liebsten gleich noch einmal lesen.
Der Roman ist rasant, direkt und an jeder Stelle unterhaltsam. Lee bietet seinen Lesern hier absolut alles, was in einem anständigen Horrorschocker stecken muss. Ich habe wirklich schon viel gelesen und glaubte bis jetzt, alle guten Schockerszenen schon irgendwo gelesen zu haben. Edward Lee hat mir gezeigt, dass ich anscheinend bisher nur Blümchenhorror gelesen habe. Da gab es Szenen, bei denen ich fast mein Mittagessen wieder weggebracht hätte. Respekt, Edward Lee! Das schafft sonst höchstens noch Bryan Smith. Ich bin wirklich beeindruckt.
Manche Dinge waren so absurd und abgefahren, dass ich sogar lachen musste. Viele finden das vielleicht nicht witzig. Ich schon.

Einige andere Leser lobten den typischen Slang, den Lee für seine Hinterwäldler gerne verwendet. Ich muss zugeben, dass das mein absolut einziger (und kleiner) Kritikpunkt ist. Es ist meisterhaft geschrieben, keine Frage, und man gewöhnt sich auch sehr schnell an den Slang. Dennoch hat es mich ein bisschen genervt, weil der Slang nicht nur in der wörtlichen Rede, sondern auch in beschreibenden Textstellen verwendet wurde, wenn es um Bighead, Balls und Dicky und andere Hinterwäldlern ging. Witzig hingegen waren wiederum die absichtlich falsch geschriebenen Worte, die herrlich die natürliche Doofheit der Jungs rüberbrachte.

Anderer Meinung mit einigen Rezensenten bin ich ebenfalls in Bezug auf das Ende der Story. Ich weiss nicht, wie man daran bemängeln kann, dass es an den Haaren herbei gezogen sei.
Wenn man realistische Stories lesen will, sollte man sich wohl besser keine Horrorstories kaufen. Ich frage mich manchmal wirklich, ob den Leuten klar ist, dass in fiktiven Geschichten unter Umständen völlig unrealistische Dinge geschehen könnten. Leute, was habt Ihr denn erwartet?
Das Ende hat mir tatsächlich supergut gefallen. Ich fand es abgefahren und absolut passend. Ein kleines bisschen hatte ich sogar damit gerechnet. Für mich war es bestens gelöst.

Fazit:
"Bighead" hat mich komplett vom Platz gefegt. Ich war nach dem Lesen total erschöpft, angenehm geschockt und glücklich. Dieses Buch hat jedes bisher gelesene Gore-Spekatakel blass aussehen lassen. Ich bin gespannt, ob das noch getoppt werden kann. Klare Kaufempfehlung für Gleichgesinnte.
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am 16. Dezember 2015
Außer einer ununterbrochenen Reihe von tatsächlich alle Erwartungen erfüllenden Grausamkeiten und Obszönitäten hat das Buch leider nicht
viel zu bieten.
Zugegeben, kein Tabu welches nicht gebrochen wird, Priester, Nonnen, NS, Kaviar, Kannibalismus, Perversitäten aller Art aber ohne jegliche
Spannung, nichts was mich gefesselt hätte.
Ich werde es zu Ende lesen, aber Karl May war spannender.
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am 11. Juli 2015
Wer nach dem ekeligsten und brutalsten Buch sucht ist hier genau richtig. Spannung und eine gute Geschichte such man allerdings vergebens.
Bighead kann leider nicht viel mehr als massenweise widerliche Gewaltorgien, voll Vergewaltigung, Kannibalismus und dem Verzehr diverser Ausscheidungen abzuspulen. Dabei bleibt die absurde und eher hirnrissige Geschichte leider auf der Strecke und Spannung will leider nur selten aufkommen.

Außerdem gibt es so viele Ekelszenen, dass diese nach einer Weile auch nur noch langweilen.

Das Lee es besser kann, hat er glücklicherweise in "Der Höllenbote" bewiesen. .
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am 13. April 2013
Also dieses Buch ist mal nichts für prüde Vorstadt-Mamis oder Jugendliche, die ihren Wortschatz erweitern wollen :-)
Bereits im ersten Kapitel überschlägt sich die Fäkal-Sprache, nichts für schwache Nerven, Spannung wird extrem geboten, immer wenn man denkt es geht nicht mehr, kommts noch dicker ;-)
Ein geniales Buch, empfohlen für Horror-Freaks und all denjenigen, die ihren öden Spießer-Leben mal entweichen wollen und in eine (absolut KRANKE!) Fantasiewelt eintauchen wollen, in der ALLES möglich ist.
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am 18. Mai 2016
Kurz zum inhaltlichen:

Zwei junge Frauen sind unterwegs zu einem sehr abgeschiedenen Dorf im Süden der USA. Die eine um ihre Tante zu besuchen die sie großgezogen hat und die Andere, Jerrica, um einen Artikel in einer Zeitung über das Leben und die Kultur von "Hinterwäldlerdörfern" zu schreiben.

Während ihres Aufenthaltes verschwinden immer mehr Menschen in der Region und werden auf bestialische Art und Weise abgeschlachtet. Irgendwas ist auf dem Weg ins Dorf und zieht eine schneise der Gewalt durch die umliegenden Wälder. Bighead.. Ein zurückgebliebener und durch Inzucht vollkommen entstellter Mann.

Zwischendurch treten immer wieder zwei degenerierte Schnapsschmuggler in Erscheinung, die ebenfalls, teils triebhaft, teils aus purer Langeweile junge, alte, hässliche und hübsche Frauen ermorden.

Immer mehr kreuzen sich die Wege der Pro und Antagonisten um auf unheilvolle Art zusammen zu treffen.

Oh.. Mein.. Gott..

Sowas und ähnliches ging mir immer wieder durch den Kopf während der Lektüre dieses Buches..

Mag die Gewalt und deren plakative Darstellung in dem Buch auch überhöht und beinahe ins Lächerliche gezogen sein..

Mir persönlich ist schleierhaft warum man grade Gewalt an Frauen so sehr in den Mittelpunkt stellen muss.

Da ist die Rolle des fluchenden aber mit einem gewissen Humor ausgestattete Pater, der aus beruflichen Gründen in der Stadt unterwegs ist um eine alte und heruntergekommene Abtei wieder zu eröffnen und dabei teilweise sogar zum Beschützer der jungen Frauen wird, noch ein echter Lichtblick.

Dass der Schluss des Buches so abstrus unerwartet und grotesk daherkommt, was alles vorangegangene als übernatürlich darstellt, half mir persönlich nicht viel weiter..

Es mag von Lee als entschärfend gemeint gewesen sein. Mich lässt es den Rest nicht vergessen.

Und ich bin bei leibe kein Kind von Traurigkeit und lese, wie meine Rezensionen erahnen lassen, eigentlich jedwedes Genre. Auch harten Splatter. Aber dieses hier war mir persönlich beinahe schon zu viel.

Dabei spreche ich Edward Lee jedes Talent für Unterhaltung zu. (Daher auch die drei Sterne. Ansich, wenn man gewisse Aspekte des Buches ausklammern will, ist es sehr gruselig und unterhaltsam) Ich liebe seine anderen Bücher. Aber Bighead tat mir einfach weh ;-)

Daher die ausdrücklich gemeinte Warnung:

Absolut nichts für psychisch angeknackste Menschen und für Jugendliche schon gar nicht geeigneter Hypersplatter.
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