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Kundenrezensionen

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am 6. September 2012
Diese Rezension bezieht sich sowohl auf Band I als auch Band II dieses Werkes und steht folgerichtig bei beiden Teilen. Die zweibändige "Chronik des Cthulhu-Mythos" ist nämlich im Endeffekt nicht voneinander zu trennen und hätte genauso gut in einem Band veröffentlicht werden können. Mit zwei Büchern ist das Ganze aber zumindest etwas handlicher geworden.

Marco Frenschkowski, vom Verlag als "führender deutscher Lovecraft-Experte" bezeichnet, ist eigentlich Theologe und Religionswissenschaftler. Mit "Die Chronik des Cthulhu-Mythos" versucht er, Geschichten von H. P. Lovecraft, die sich mit Dingen wie den "Großen Alten", "Cthulhu" oder dem sagenumwobenen "Necromonicon" beschäftigen, erstmals zu ordnen und gesammelt zu veröffentlichen. Daraus ergibt sich, dass Lovecraft-Fans die meisten - wenn nicht alle - der enthaltenen Texte des Meisters bereits kennen werden; immerhin wurden ja schon reihenweise Sammelbände veröffentlicht und allzu umfangreich ist das Werk des Amerikaners leider ohnehin nicht. Wer sich also nur für die Geschichten selbst interessiert, erhält hier zumindest die Möglichkeit, den "Cthulhu-Mythos" kompakt "unter einem Dach" zu bekommen, ohne mühsam in anderen Bänden nach den Stories suchen zu müssen.

Interessanter, weil so bisher noch nicht vorhanden, sind die Anmerkungen und Kommentare, die Frenschkowski dem Buch selbst und jeder der darin enthaltenen Geschichten voran stellt. Im Vorwort des Buches wird zunächst die Entstehung des von Lovecraft eigentlich nicht so konzipierten "Cthulhu-Mythos" erklärt - eine durchaus interessante und empfehlenswerte Einführung, die auch einen recht guten Eindruck von Lovecraft als Autor liefert.

Die Anmerkungen zu den einzelnen Geschichten sind im Vergleich dazu teilweise ein zweischneidiges Schwert. Zum einen enthalten sie einige große Spoiler - von daher sollten sie zunächst nur gelesen werden, wenn man die Geschichte, die folgt, ohnehin schon kennt. Lovecraft-Neulinge sollten sich die Vorwörter für später aufheben, um sich nicht die Spannung zu nehmen. Ansonsten zeigt Frenschkowski, dass er seine Hausaufgaben gut gemacht hat. Die Kommentare strotzen vor Querverweisen auf andere Geschichten und Autoren, Briefe von Lovecraft werden ebenso zitiert wie es Anmerkungen zur Publikationsgeschichte einzelner Texte gibt. Auch die näheren Lebensumstände des zu Lebzeiten verkannten Autors werden beleuchtet. Jeder, der ein Interesse an Lovecraft hat, das über die reine Literatur hinausgeht, wird hier bestens bedient. Nebenbei stellt der Experte die Texte des Meisters zum Teil in einen größeren philosophischen, historischen und sozialen Zusammenhang. Dabei klingt einiges zwar etwas weit hergeholt, Denkanstöße werden damit aber dennoch geschaffen.

Eine Warnung zu den Kommentaren möchte ich abschließend noch formulieren - in der Hoffnung, dafür nicht belächelt zu werden. Das gesamte Werk von Lovecraft umgibt aus meiner Sicht eine gewisse mystische Atmosphäre. Mehr noch als sein Vorbild E. A. Poe schafft es der Amerikaner, einen subtilen Grusel einzufangen, der nichts mit Blut und "Ekeleffekten" zu tun hat. Dazu trägt nicht unerheblich bei, dass die Geschichten teilweise wie reale Erfahrungsberichte aufgebaut sind und auch wissenschaftlich anmutende Verweise darin nicht fehlen. Um es kurz zu machen: Wer sich darauf einlässt, bekommt bei Lovecraft oft das ungute Gefühl, dass an seinen Geschichten mehr dran sein könnte, als die Vernunft uns glauben lässt. Was wäre wenn es wirklich ein Necromonicon gäbe? Dieses Gefühl einer unterschwelligen, aber doch irgendwie realen Bedrohung kann dem Leser durch die sehr nüchternen Kommentare und Anmerkungen des deutschen Experten durchaus genommen werden. Wenn man sich davon beeindrucken lässt, geht ein Teil des Zaubers unter Umständen unwiederbringlich verloren. Von diesem Standpunkt aus betrachtet hat Marco Frenschkowski vielleicht mehr erreicht, als er wollte - eine Entzauberung des Mythos dürfte eigentlich nicht in seiner Absicht gelegen haben.

Fünf Sterne gibt es trotzdem von mir. Die Anmerkungen sind gut - es kommt nur drauf an, was man als Leser draus macht. Und die Stories, die H. P. Lovecraft geschaffen hat, sind so oder so über jeden Zweifel erhaben. Auch wenn es ein paar Ausreißer gibt, ist sein Werk doch überdurchschnittlich und begeistert zumindest mich immer wieder aufs Neue.

Veröffentlicht auf weltending.wordpress.com.
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am 26. Mai 2012
Bis vor Kurzem hatte ich noch kein Werk von H. P. Lovecraft gelesen, aber als Stephen King Fan hat mich dessen Zitat "Der größte Horrorautor des 20. Jahrhunderts ist H.P. Lovecraft - daran gibt es keinen Zweifel" auf dem Cover des Buches gleich angesprochen.

Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Art und Weise, mit der Lovecraft seinen Geschichten etwas Mythisches, gleichzeitig Bedrohliches verpasst und die Fantasie des Lesers motiviert ohne dabei eine starre Vorstellung des Bösen fest in den Köpfen zu verankern ist mir bisher noch nicht untergekommen.
Auch die Anordnung der Werke innerhalb des Buches ist gut gewählt. So startet man mit sehr kurzen Geschichten ("Dagon" 12 Seiten, "Nyarlathotep" 6 Seiten, "Stadt ohne Namen" 20 Seiten...), die einem die Chance geben, sich auf den Schreibstil Lovecrafts einzulassen. Die längeren Werke (darunter auch "Der Fall Charles Dexter Ward", mit 176 Seiten zugleich das längste des Autors) befinden sich weiter hinten im Buch.

Das Inhaltsverzeichnis im Überblick:
Vorwort 9
Dagon 15
Nyarlathotep 27
Stadt ohne Namen 33
Die Musik des Erich Zann 53
Das Fest 67
Der Ruf des Cthulhu 81
Die Farbe aus dem All 125
Geschichte des Necronomicons 165
Der Fall Charles Dexter Ward 175
Das Grauen von Dunwich 351
Der Flüsterer im Dunkeln 411

Neben dem Vorwort, das im Inhaltsverzeichnis angegeben ist, existieren vor jeder einzelnen Geschichte weitere Vorworte, die interessante Informationen zur Entstehung der jeweiligen Geschichte geben. So wird auf Inspirationsquellen, die finanzielle und mentale Situation Lovecrafts, seine Intuition und viele weitere Aspekte eingeganen.
Natürlich kann man die Kommentare einfach überspringen, aber so würde einem z.B. entgehen, dass "Der Fall Charles Dexter Ward" nie von Lovecraft veröffentlicht wurde (er hat die Geschichte unter Anderem handschriftlich auf verschiedene Zeitungen aufgeschrieben) oder, dass die "Geschichte des Necronomicons" vor allem verfasst wurde, um Widersprüchen bezüglich des vom verrückten Abdul Alhazred geschriebenen, verbotenen Buches vorzubeugen. Das Necronomicon kommt nämlich in sehr vielen von Lovecrafts Geschichten vor.
Weniger schön ist, dass der Kommentar von M. Frenschkowski gelegentlich unglaublich störende Spoiler enthält. Die haben mich zwar nicht vom Lesen abgehalten, sind aber unnötig und nehmen manchen Geschichten Einiges an Spannung. Viel eleganter wäre hier eine Art X-Factor-Kommentar gewesen, indem man vor der Geschichte über deren Entstehung informiert und als Nachtrag weiterführende Überlegungen beilegt.
Bei der vorliegenden Herangehensweise sind Erstleser leider immer hin- und hergerissen zwischen Lesen oder Überspringen des Kommentars. Interessante Inhalte würde man aber vor dem schmökern gerne wissen.

Trotz der nicht ganz astreinen Kommentare hat die "Chronik des Cthulu-Mythos I" definitiv 5 Sterne verdient. Die Geschichten sind toll geschrieben und mit netten Informationen unterfüttert. Ich freue mich jetzt schon darauf, den zweiten Teil dieses Sammelwerks von H.P. Lovecraft zu lesen.
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am 17. Mai 2012
Ich habe mich riesig gefreut, als ich dieses Werk entdeckt habe.

Endlich eine Sammlung von Lovecraft, von dem ich bisher leider nur vereinzelte Werke kannte, welche mir gut zusagten.

Als ich mir dann in der Chronik des Cthulhu - Mythos Teil 1 eine Geschichte raussuchte, las ich als erstes das Vorwort (jede Geschichte ist mit einem Vorwort versehen).
Das war leider ein Fehler, den ich nicht nochmal begehen werde. In diesem Vorwort wurde schlicht und ergreifend "gespoilert", sprich ein spannungsbildender Teil der Geschichte im Vorraus und aus dem Zusammenhang gerissen kundgetan.

Ich habe es somit stets vermieden, die anderen Vorwörter im Vorraus zu lesen.

Dafür gibts von mir einen Stern Abzug, ansonsten ein schönes Werk!
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Juni 2015
Wer H. P. Lovecraft liest, sollte wissen warum. Der US-amerikanische Kultautor, der Zeit seines nicht allzu langen Lebens unter materieller Bedrückung litt, und sich nie seinen größten Wunsch - eine Europa-Reise - erfüllen konnte, stammt literarisch gesehen aus einer anderen Zeit. Und so, obwohl Lovecraft sicherlich zu Recht als einer der Urväter des Horrorgenres gilt, mag mancher Leser der modernen Horrorstoff gewohnt ist, etwas enttäuscht sein. Denn aus diesem Blickwinkel wirken seine Kurzgeschichten und Novellen bisweilen vielleicht etwas langatmig, um nicht sagen zu müssen langweilig. Auch der kaum vorkommende Wechsel der Erzählperspektive kann auf die Dauer etwas ermüdend wirken.

Doch wer Lovecraft kennt und, so wie ich, schätzt, wird mit diesem Werk seine Freude haben. Schön verpackt, mit hervorragenden und interessanten Erläuterungen des Religionswissenschafters Marco Frenschkowski zu jeder einzelnen Geschichte, fühlt der Lovecraft-Freund sich hier einfach pudelwohl, und kann dabei sogar noch Neues erfahren. Doch Vorsicht - manchmal spoilert Frenschkowski in seinen Texten, ich empfehle daher, sie erst DANACH zu lesen.

Die hier versammelten Geschichten sind:

DAGON
NYARLATHOTEP
STADT OHNE NAMEN
DIE MUSIK DES ERICH ZANN
DAS FEST
DER RUF DES CTHULHU
DIE FARBE AUS DEM ALL
GESCHICHTE DES NECRONOMICONS
DER FALL CHARLES DEXTER WARD
DAS GRAUEN VON DUNWICH
DER FLÜSTERER IM DUNKELN

Exakt 500 Seiten, inklusive eines Vorworts, mit tollem Cover, was will man mehr!
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am 21. Dezember 2014
Die Sammlung gefällt mir insgesamt ziemlich gut. Für einen fairen Preis erhält man hier einige Stunden Lesevergnügen und vor allem sind auch die bekannteren Kurzgeschichten Lovecraftsts enthalten - wer sich die "Chroniken des Cthulhu-Mythos" kauft, der erwartet auch, den namensgebenden "Ruf des Cthulhu" lesen zu können. Und genau den gibt es hier und nicht bloß eine Sammlung weniger interessanter/bekannter Geschichten, mit der der Herausgeber Geld machen wollte ohne die großenNamen heraus zu rücken.

Inhaltlich bekommt man natürlich Lovecraft. Und der ist vielleicht nicht mehr ganz frisch, aus heutiger Sicht teilweise etwas clichehaft... aber das liegt eben daran, dass man hier die Werke eines Mitbegründer der modernen Horror-Literatur liest; die Stereotype hat er selbst geprägt. Auf jeden Fall aber echte Klassiker, die gelesen zu haben man sicher nicht bereuen wird.

Das gilt jedoch nicht für die Vorworte, die jeder Geschichte voran gestellt werden. Mich persönlich lassen sie etwas ratlos zurück: mal interessant geschrieben und mal so langweilig, dass ich den Rest schlicht übersprungen habe. In mehreren Fällen jedoch nimmt der Verfasser elementare Teile der folgenden Handlung vorweg - ein absolutes Unding für jeden, der die Geschichte noch nicht kannte. Alles in allem hätte ich recht gut auf sie verzichten können, wenn ich dafür eine weitere Kurzgeschichte bekommen hätte.
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am 1. Dezember 2013
Ja, darauf habe ich lange gewartet. Die wichtigsten Werke meines Lieblingsautors (in Sachen Horror) als Ebook in zwei Bänden vereint. Wer Lovecraft nicht kennt: Seine Kurzgeschichten und längeren Erzählungen sind der eher anspruchsvolleren Literatur zuzuordnen. Lovecraft verquickt wie kein anderer Entdeckungen und Theorien der Wissenschaft (zu seiner Zeit neueste Erkenntnisse) mit übernatürlichem Grauen. Damit führt er den Leser oft recht geschickt hinters Licht. Man kann beim Lesen durchaus das beklemmende Gefühl bekommen, die Dinge könnten sich tatsächlich so zutragen. Lovecraft wirft dabei auch ganz gerne mal mit wissenschaftlichen Fremdwörtern um sich. Generell fand ich in den mir vorliegenden Übersetzungen eine stets gewählte Ausdrucksweise vor. Bekannt ist Lovecraft aber für die Erfindung der Großen Alten; fiese, tentakelbewehrte Gottheiten oder Außerirdische aus anderen Dimensionen, die nach unseren Seelen gieren oder unser Fleisch verwandeln wollen. Schauder!
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am 16. Mai 2013
Ich mag den Stil Lovecrafts. Wohl auch eine Vorraussetzung um seine Geschichten in ihrer Gänze genießen zu können. Ich konnte das Buch teilweise kaum weglegen und es kam vor, dass ich spät nachts vor dem Schlafen gehen noch eine Geschichte lesen wollte und als es draußen langsam hell wurde schnell das Buch weglegte...
Zur Qualität der Geschichten kann ich eigentlich nur 5 Sterne vergeben!!! (Wie gesagt; ich mag den Stil)
Auch zur Anordnung und Auswahl der Geschichten, kann ich 5 Sterne vergeben!

Warum also nur vier Sterne?
Es gibt in dem Buch wohl nichts nervenderes als die Vorwörter Frenschkowski. Normalerweise lese ich alles in einem Buch ohne etwas zu überspringen, aber zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich dazu durchgerungen die Vorwörter zu überspringen. Sie stehen im vollem Kontrast zum Stil Lovecrafts was mich immer wieder aus der "Welt des Cthulhu" herausgerissen hat, sie spoilern, sind teils überzogen lange, langatmig und langweilig. Klar ab und zu bieten sie interessante Informationen, die aber auf Kosten des Lesevergnügens gehen.

Das Buch ist an sich voll zu empfehlen, aber es ärgert mich, dass Herr Frenschkowski durch jeden Kauf "unterstützt" wird.
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am 10. August 2016
Stephen Kings „Revival“ brachte mich vor 2 Jahren auf H.P. Lovecraft.
King betonte, dass sein Roman eine Hommage an Lovecraft sei und er Elemente aus den Werken Lovecrafts in seine Geschichte hat einfliessen lassen.
Stephen King bedachte ihn mit den Worten „Der größte Horrorautor des 20. Jahrhunderts ist H.P. Lovecraft - daran gibt es keinen Zweifel“

Daher gab es für mich keinen Zweifel mich mit diesem Autor näher zu befassen und was soll ich sagen – es/er hat mich gepackt.

Seine Geschichten sind innovativ geschrieben, die Charaktere gut gezeichnet und das „unsagbare Grauen“ kann sich im Kopf des Lesers ungebremst entfalten. Sicher mag der eine oder andere den Lovecraft’sche Schreibstil zu altbacken empfinden, dies ist aber allein der Zeit geschuldet, in dem seine Geschichten entstanden sind.
Zudem mag es einigen auch nicht gefallen, dass Lovecraft die horrorhaften Elemente in seinen Geschichten nie wirklich ausformuliert oder näher beschreibt. Er deutet sie nur an, was dem Leser die absolute Freiheit gibt, sich diese „unsagbaren Schrecken“ so vorzustellen, wie er Willens und in der Lage ist. Ich kann verstehen, dass dies einigen Lesern zu anstrengend ist; man muss sich darauf einlassen können und selbst genug Fantasie entwickeln um das „Grauen“ Gestalt annehmen zu lassen.
Mir persönlich spricht diese Art und Weise des Schreibens sehr an. Weiterhin finde ich die beinahe poetischen Komponenten in seinen Geschichten großartig.

Herausragende Geschichten sind für mich „Der Fall des Charles Dexter Ward“ und „Die Farbe aus dem All“.
Beide Geschichte heben sich für mich vom Rest der Romane/Novellen/Kurzgeschichten dieser Zeit ab.

In „Der Fall des Charles Dexter Ward“ springt die Geschichten ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verknüpft beide auf spannende Art und Weise. Ferner ist der zunehmende Wahnsinn der beteiligten Person(en) "unaussprechlich" gut in Szene gesetzt.

„Die Farbe aus dem All“ ist für mich eher eine utopische Geschichte, als eine klassische Horrorgeschichte und auch hier ist die Fantasie extrem gefragt, sich eben jene Farbe vorstellen zu können.

Nicht zuletzt war es Lovecraft, dem der wohl grösste Clou der Literaturgeschichte gelungen ist. Sein „Necronomicon“ hat sich in so viele weitere Werke (Romane, Filme und Musik) geschlichen und wird von vielen für ein real existierendes Werk gehalten. Das hätte ihm gefallen!

Mittlerweile habe ich wohl alle seine veröffentlichten Geschichte gelesen und muss sagen: ich bin ein Fan!
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am 11. April 2012
Lovecraft ist ein wahrer Meister des Unheimlichen. Ich habe dieses Buch nahezu verschlungen und kann es uneingeschränkt empfehlen.
Der Stil, mit dem er beschreibt wie etwas unheimliches uns böses in die normale Welt seiner Protagonisten dringt, wie sie zweifeln und nach rationalen Erklärungen suchen - Grandios! Keine plumpe Splatter-Horror-Literatur, Lovecraft verzichtet vollständig auf explitzite Gewalt und detaillierte Beschreibungen seiner Monstren und gerade darin liegt der ganz grosse Reiz seiner Geschichten. Das wirklich unheimliche spielt sich in der Fantasie des Lesers ab.

Die Sekundärliteratur zu den einzelnen Geschichten ist überaus interessant und enthält eine Menge Details, sollte aber erst nach Lektüre der dazugehörigen Geschichte gelesen werden, denn oft greift sie Elemente der Geschichte auf und verdirbt dadurch Teile der Spannung beim ersten Lesen.
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am 23. März 2015
Als Fan von Fantasy- und Horrorliteratur darf natürlich auch Lovecraft nicht in meiner Sammlung fehlen. Mein schönes, dickes Buch ist mir leider irgendwie abhandengekommen, sodass ich nun diese Kindle-Version gekauft habe. Die Geschichten sind klasse, da gibt es nichts zu beanstanden. Interessant sind hier die Vorwörter zu den einzelnen Geschichten. So erfährt man auch noch einige bisher unbekannte Fakten und Hintergründe über Lovecraft, was das Gesamtverständnis der Werke noch einmal verbessert. Würde ich wieder kaufen.
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