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am 3. Oktober 2012
Wir schreiben das Jahr 1946. Nachkriegszeit. Hamsterzeit. Hunger und Kälte regieren in Deutschland und die Sorge um die vermissten Angehörigen lässt die Menschen nicht zur Ruhe kommen.
Kommissar Paul Koch ging 1934 nach Spanien, um gegen Franco zu kämpfen.
Nun kehrt er nach 12 Jahren zurück, denn die deutsche Polizei braucht dringend jeden politisch Unbelasteten. Kaum ist er angekommen, wird er sofort mit einem dringenden Fall beauftragt. Bei einem Überfall auf ein Warendepot ist ein Wachmann getötet worden. Eine Spur führt Koch zu dem Bauunternehmer Brunner, der jedoch offenbar eine "reine Weste" hat. Und es gibt einen Zeugen, der noch nicht vernehmungsfähig ist. Doch plötzlich stirbt dieser Zeuge auf mysteriöse Art.

Der Autor erzählt die Geschichte in zwei Erzählsträngen: Er schildert einmal sehr ausführlich die Ermittlungen des Kommissars Koch und dessen autobegeisterten Assistenten Siegfried Maus und zum anderen bekommt der Leser einen Einblick in das Leben der Dorle Becker. Dorles Mann wird in Rußland vermisst und ihr Sohn Rolf ist schwer verwundet aus dem Krieg zurückgekehrt. Er kann ohne Medikamente nicht leben und Medikamente gibt es nur auf dem Schwarzmarkt. Doch Dorle versucht alles, ihm zu helfen.
Der Autor beschreibt sehr lebendig und in beeindruckender Weise die damalige Zeit, schildert die Mühen, die Dorle für ihren Sohn auf sich nimmt und berichtet gleichzeitig spannend über die Fortschritte und Niederlagen der Ermittlungen des Kommissars.
Die Charaktere aller Personen sind sehr gut beschrieben, man kann sich mit ihnen gut identifizieren, man möchte mit ihnen lachen und weinen.
Durch die flüssige Schreibweise gibt es keine langatmigen Kapitel. Spannung ist von Anfang an da und steigert sich bis zum Schluss.
Ein sehr empfehlenswerter Kriminalroman.
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am 18. Oktober 2014
Einmal etwas anderes, dachte ich mir, als ich mit dem Lesen dieses Krimis begonnen habe: Nachkriegszeit, Hunger, Schleichhandel, Kriegswitwen - und ein Kommissar, der sich aus der Sicht der Zeitgenossen die NS-Zeit durch eine Flucht "erspart" hat. Leider hat mich die Lektüre trotz dieser recht interessanten Ausgangssituation dann doch nicht wirklich zufrieden gestellt: Zwar sind die Zeitumstände der späten 40er Jahre sehr eingehend, farbig und glaubhaft dargestellt - aber die handelnden Personen bleiben klischeehaft und werden nicht wirklich "lebendig".
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am 5. Mai 2014
Der Krimi spielt im Jahr 1946 in Mainz, das nach dem Krieg zur von den Franzosen besetzten Zone gehört. Paul Koch, der zunächst in Spanien gegen Franco gekämpft hatte und sich dann in Frankreich der Resistance angeschlossen hatte, ist nach Deutschland zurückgekehrt. In Mainz tritt er seinen Dienst bei der Kriminalpolizei an, wo er auf der einen Seite als aus der Nazi-Zeit politisch nicht Vorbelasteter gerne genommen wird, aber auf der anderen Seite auch permanent aneckt, da er überall - auch in den Reihen der Polizei - ehemalige Nationalsozialisten vermutet. Sein aufbrausendes Temperament führt dazu, dass er nicht nur einmal in tätliche Auseinandersetzungen gerät, was ihm wiederum Ärger mit seinem Vorgesetzten einbringt.

In „Unter Trümmern“ ermittelt Koch zum einen den Überfall auf ein Warendepot, bei dem ein Wachmann ums Leben gekommen ist. Außerdem soll er den Mord an einem jungen Landwirt aufklären. Koch vermutet einen Zusammenhang hinter beiden Fällen. Als ihm sein Vorgesetzter die weiteren Ermittlungen gegen den von Koch verdächtigten Unternehmer Brunner verbietet (der offenbar über hervorragende Kontakte zu höheren Kreisen verfügt), ermittelt Koch auf eigene Faust weiter. Unterstützung erhält er von seinem Assistenten Siggi und seinem Kollegen Reuber.

Ein zweiter Erzählstrang, der teilweise zeitlich etwas versetzt läuft, so dass man manche Ereignisse aus beiden Perspektiven beschrieben werden, greift die Geschichte der 44-jährigen Dorle Becker auf. Ihr Sohn Rolf hat im Krieg ein Bein verloren und Dorle ist ständig damit beschäftigt, auch auf nicht-legalen Wegen Medikamente gegen dessen starke Schmerzen zu besorgen. Dabei ist sie auf sich allein gestellt, da ihr Mann seit zwei Jahren in Russland verschollen ist. Über diesen zweiten Erzählstrang erfährt der Leser wichtige Details, über die Koch nicht verfügt, so dass man als Leser gegenüber den Ermittlungsbehörden einen deutlichen Wissensvorsprung hat.

Das Buch hat mir insgesamt recht gut gefallen. Das Leben mit all seinen Entbehrungen kurz nach Kriegsende ist realistisch und anschaulich beschrieben. Die handelnden Personen sind gut charakterisiert, vor allem Kochs junger Assistent Siggi, der Anfangs unter Kochs Misstrauen leidet, ist mir bei der Lektüre schnell ans Herz gewachsen. Zwei Punkte haben mir allerdings weniger gefallen: Zum einen verlaufen Kochs Ermittlungen teilweise etwas planlos und zum anderen fand ich es störend, dass die Auflösung schließlich auch weniger der guten Ermittlungsarbeit, sondern einem anderen Umstand geschuldet ist, der hier (um die Spannung nicht zu nehmen) jedoch nicht verraten werden soll.
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am 1. September 2012
Es hat 527 Seiten, ist 34 mm dick und wiegt 426 Gramm. Damit ist es Jürgen Heimbachs wuchtigstes - und zugleich gewichtigstes und reifstes Werk. Sein dritter Kriminalroman "Unter Trümmern" ist nicht nur Fiktion, sondern Geschichte, bittere Geschichte: Das Mainz des Jahres 1946 ist immer noch zerstört, ebenso wie viele menschliche Beziehungen. Individuelle Not und soziale Verwerfungen lassen hässliche Gesichter aufscheinen, wo sonst brave Bürger die Trottoirs fegen, und machen eine Kriminalität möglich, die es nur gibt, wenn es nichts gibt. Auch in unserer Stadt. Heimbachs Figuren sind so echt, ihre Konflikte so greifbar, der historische Hintergrund so gut und lebendig ausgeleuchtet, dass der Leser sofort drin ist in der Geschichte. Auch Heimbachs Sprache hat sich noch einmal weiterentwickelt, sie offenbart einen routinierten Erzähler und trägt bemerkenswert den gut ausrecherchierten Stoff. Und der ist nur 66 Jahre von uns entfernt. Nicht nur Trümmer aus Stein wiegen schwer.
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am 25. März 2013
Sehr guter Krimi, nicht nur für Leute die Mainz kennen.
Interessante Beschreibung von Mainz in der Nachkriegszeit.
Kritische Auseinandersetzung mit dem 3. Reich.
Charaktere der handelnden Personen sehr gut herausgehoben.
Sehr empfehlenswert.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2012
Jürgen Heimbach kommt aus der Region, in der er seinen historischen Kriminalroman ansiedelt - und das merkt man ganz deutlich. Aber es sind nicht die geografischen Eckdaten, diese sind meiner Meinung nach nicht sonderlich bedeutsam, denn Orte und Plätze kann jeder Autor benennen. Was in Unter Trümmern" äußerst gelungen ist, ist das Zeitkolorit und das Gespür, das der Autor für die Mentalität seiner Figuren hat.

Nachkriegszeit in Deutschland und wie so viele deutsche Städte liegt Mainz in Schutt und Asche. Anstand und Moral zählt nicht mehr und jedermann ist nur damit beschäftigt, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die alten Seilschaften der Nationalsozialisten funktionieren noch immer und Paul Koch bekommt bei seinen Ermittlungen immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen. Die Frauen müssen sich darum kümmern, dass der Alltag funktioniert, denn sehr viele Männer und Söhne sind nicht aus dem Krieg zurückgekommen. Entweder wurden sie getötet oder sie sind in Gefangenschaft, und wenn dann doch einer den Weg nach Hause findet, ist er an Leib und Seele verwundet. So auch Dorles Sohn, der deshalb dringend Medikamente benötigt. Aber es ist eine Zeit des Mangels, in der fast alles fehlt oder nur auf Umwegen zu beschaffen ist. Und manchmal muss man dafür auch die legalen Wege verlassen, besonders wenn es das Leben eines Sohnes zu retten gilt...
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am 15. August 2014
Das Buch von Jürgen Heimbach ist einerseite ein spannender Krimi über den Schwarzhandel in der Nachkriegszeit mit allen Folgen und Notwendigkeiten, andererseite gibt dieses Buch einen sehr guten Einblick in das Alltagsleben in der Zeit direkt nach dem Krieg. Es wird sehr deutlich das NSDAP-Mitglieder nicht einfach verschwanden, sondern im gesellschaftlichen Leben immernoch oder wieder eine große Rolle spielten.
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am 29. September 2014
Für mich war es nicht das 5-Sterne Buch wie für fast alle meiner Vorrezensenten, auch wenn ich es ganz passabel finde. Aber als unbedingt lesenswert empfehle ich es nicht.

Mainz 1946, Koch hat 12 Jahre im französischen Exil u.a. den Krieg verbracht und ist als politisch unbelasteter in den Polizeidienst wieder eingetreten. Der Roman beginnt im katastrophal kalten Winter 1945/46, die Menschen leiden an der völlig unzureichenden Versorgung mit allem Lebensnotwendigen. Koch hat mehrere Morde aufzuklären, die irgendwie miteinander verbunden sind.

Die Geschichte ist ganz interessant aber nicht wirklich spannend und ich habe auch nicht mitgefiebert und mitgerätselt, wer die Täter sein könnten. Das liegt einerseits am Aufbau und anderseits daran, dass fast alles offensichtlich ist.

Die geschilderten Lebensumstände sind ganz gut dargestellt aber doch bleibt alles etwas an der Oberfläche, wirklich eindringlich fand ich es nicht. Es gibt einen ähnlichen Krimi von Cay Rademacer - der Trümmermörder, den ich v.a. bezüglich der Beschreibung der Lebensumstände deutlich eindringlicher und detailreicher fand.

Die Erlebnisse von Dorle Becker fand ich insgesamt etwas zu sehr aufgetragen und nicht ganz glaubwürdig. Bestimmt ist alles, was ihr widerfährt so oder ähnlich Frauen passiert, aber alles auf einmal ist doch etwas unglaubwürdig.

Weiterhin sind mir die Charaktere nicht ganz schlüssig. Koch gilt als hervorragender Polizist, doch davon merkt man wenig. Außerdem passt das Bild, das andere von ihm haben und was das Buch suggeriert nicht zu seinem Verhalten, er prügelt sich, säuft und handelt oft unüberlegt. Gleiche Diskrepanzen bestehen bei Dorle Becker, die einerseits hilflos und dumm dargestellt wird und dann doch z.B. fließend Französisch spricht.

Fazit: Kann man lesen, muss es aber nicht.
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am 6. Januar 2015
Mit dem zeitlichen Hintergrund der Nachkriegszeit hebt sich der Krimi definitiv von vielen ab, bleibt jedoch hier und da an der Oberfläche. Dennoch konnte man sich gut in die Zeit der Lebensmittelknappheit, der zerbombten Häuser, dem Schwarzmarkthandel, den zum Teil noch in der Nazizeit verhafteten Menschen, den auf ihre Männer wartenden Frauen und den Beziehungen zu französichen und amerikanischen Militärangehörigen hineinversetzen.

Der Schreibstil sowie die abwechselnd erzählte Perspektive der Geschichte aus Sicht von Dorle Becker, die von einem Schlamassel in das nächste gerät und Kommisar Paul Koch hat mir sehr gut gefallen. Besonders sympathisch und authentisch hat der Autor meines Erachtens Dorle mit ihrer Freundin Franzi, den jungen Polizisten Siggi und den schrulligen Bresson geschildert. Bei der Schilderung von Paul Koch hat mich jedoch immer wieder sein Hang zu übertriebener Gewaltanwendung gestört und dieses bei einer Figur, die sich ständig für Gerechtigkeit einsetzt und die willkürliche Gewalt des Naziregimes anprangert und ablehnt.

Die Krimigeschichte selber war gelungen, jedoch nicht fesselnd, da man die Täter und Hintergründe zu jeder Zeit kennt. Vielmehr verfolgt man gespannt, ob - und wenn ja wie - Dorle wohl aus den ganzen Schlamassel herauskommt, in das sie immer tiefer hineingerät und wie sich die Begegnung zwischen Dorle und dem Kommisar Koch entwickelt.

Diesen Krimi würde ich zwar nicht zu meinen Top-Lieblingskrimis zählen, aber insgesamt habe ich ihn sehr gerne gelesen. Jedoch würde ich ihn eher Lesern empfehlen, die auch "leisere" Krimis mögen.
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am 16. April 2016
Historisch gut recherchiert und auch eine interessante und spannende Geschichte.
Sprachlich und in der Erzählstruktur aber erkenntlich ein Erstlingswerk. Das ist noch verbesserungsfähig.
Schwächen in der Rechtschreibung (z.B. das/dass) und der Grammatik sollte ein Lektorat ausbügeln, was hier leider häufig nicht geschehen ist.
Trotzdem macht allein die Wahl des historischen Rahmens neugierig auf den nächsten Krimi des Autors.
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