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am 16. April 2013
Etwas läuft falsch in unserer Wirtschaft. Dieses flaue Gefühl spüren wohl die meisten von uns in der Magengegend angesichts von immer mehr renditegetriebener Arbeitsverdichtung und krankmachendem Arbeitsstress auf der einen Seite und immer mehr Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können oder gar keine mehr finden, auf der anderen Seite.
Wenn man im Buch von Arno Gahrmann erfährt, dass in Deutschland die reichsten zehn Prozent der Bürger mehr als die Hälfte des Vermögens besitzen, die ärmsten fünfzig Prozent aber genau... ja, genau Null (!) Euro (gemäß Daten des DIW von 2007) - eine Tatsache die im Übrigen im aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geflissentlich verschwiegen wird - dann ist die Ursache der eigenen Magenverstimmung im Grunde schon geklärt. Und sie wächst sich zu einem manifesten Reizmagen aus, wenn man weiter liest, das trotz aller staatlichen Transfers - von Harz 4 bis zum Elterngeld - aufgrund unseres Zinssystems jährlich 200 Milliarden Euro von unten (!) nach oben alimentiert werden. Der Autor denkt dieses System konsequent zu Ende und rechnet hoch, wann - wenn das Geld die ganze Erde vereinnahmt (und unterjocht) hat - die Sonne zum Verkauf stünde.
Aber wie machen wir unsere Wirtschaft wieder gerechter und lebenswerter, ohne eine Revolution auszulösen? Arno Gahrmann setzt der heutigen Ökonomie eine menschengemäße Wirtschaft entgegen, wo Menschen die Früchte, die sie ziehen, wieder selbst ernten dürfen und Zeit finden, ihren erarbeiteten Wohlstand zu genießen. Seine Instrumente sind Verantwortung (Familienunternehmen stärken), Bremsen (Preisbindungen, Erlaubnisrechte wie z.B. CO2-Zertifikate), Regionalisierung (Kapitalmobilität beschränken, lokale Wirtschaftskreisläufe stärken z.B. durch Regionalgeld), Solidarität (Genossenschaften stärken) und eine am Gemeinwohl und Gemeineigentum orientierte Politik (Begrenzung der Geldmenge, hohe Grenzsteuersätze wie in Skandinavien, niedrige Besteuerung von Arbeit z.B. durch eine alternative Maschinensteuer, Rentensystem "der Gegenseitigkeit", in das alle Einkommensarten einzahlen, statt private Pensionsfonds und Lebensversicherungen).
Arno Gahrmann stellt unserer Ökonomie als diffusem System der Effizienzsteigerung und Reichtumsmehrung eine Wirtschaft für uns Menschen entgegen: "Schaffen wir vielmehr eine Welt, in der Kinder gerne leben, in der lokal wie global Reich und Arm nicht dermaßen auseinanderklaffen, dass sie nur noch Sicherheitszäune miteinander verbinden, und in der mit der Natur auch alle Menschen zu ihrem Lebensrecht kommen."
Ein Werk, das unzählige spannende "Vorträge" und Diskussionen am elterlichen Abendbrottisch über mehr als zwanzig Jahre vorbildlich zusammenfasst. Ich wünsche dem Werk meines Vaters, dass sich viele Leser zu uns an den Abendbrottisch setzen - und vielleicht so nachdenklich wieder aufstehen, wie ich es oft getan habe. Christian Gahrmann, Sohn
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am 24. Juli 2013
Um dieses komplexe Thema so scheinbar locker und auf nur 200 Seiten zu beackern, muss man das alles wirklich gründlich durchdacht haben, rauf und runter. Und so scheint es ja auch gewesen zu sein, ich denke da u.a. an die Erwähnung der Gespräche am Abendbrotstisch von einem meiner Vorrezensenten, einem Sohn des Autors. Jedenfalls wünsche ich dem Buch die Verbreitung und Anerkennung, die es verdient. Besonders gefallen haben mir die vielen Sprachbilder, z. B. dass die Chinesen über 30 Jahre eine Kreuzfahrtflotte nonstop betreiben könnten/müssten, um den Gegenwert ihrer Dollarreserven aufzubrauchen. Besser kann man den Irrsinn nicht vermitteln. Allerdings war mir dann auch etwas schwummrig, als ich das Buch weggelegt habe. Es ist nicht leicht, dieses Hamsterrad, in dem sich eigentlich alle getrieben fühlen, anzuhalten, insbesondere wenn die an den Schalthebeln es nicht wollen. Aber anders als viele populärwissesnchaftliche Wirtschaftsbüchern, die gerne Crashs und Katastrophen heraufbeschwören, hat der Autor auch ein paar konstruktive Tipps auf Lager, wo man sich weiter informieren und wie man im eigenen Leben gegensteuern kann. Denn jede Veränderung beginnt bekanntlich im Kopf, mit neuen Denk- und Sichtweisen. Dafür gibt dieses Buch wertvolle Anregungen.
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am 23. Juni 2013
Dieses Buch empfehle ich jedem, der die "Irrungen und Wirrungen" unseres Wirtschaftssystems besser verstehen möchte.

Der Autor bringt es auf den Punkt, was in der heutigen Gesellschaft schief läuft. Die Erklärungen sind stets leicht verständlich und durch Beispiele einprägsam.

Der Autor begnügt sich nicht damit die Missstände anzuprangern, sondern gibt konstruktive Lösungsansätze, die jeder auch im Kleinen für sich umsetzen kann.

Chapeau!
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am 2. Oktober 2013
Ein sehr aufschlussreiches Buch zu den Hintergründen der zurückliegenden Finanzkrise und der allgemein krassierenden Krankheit im Finanzsektor. Wärmstens zu empfehlen, danach kann man definitiv kompetenter mitreden als das gros der studierten "Wirtschaftswissenschaftler". Mit konkreten Tipps wie man selbst im Kleinen gegensteuern kann. Spannend und flüssig wie ein Krimi.
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am 5. Juli 2013
Eine für den gebildeten Laien gut verständlich Abhandlung über das Finanzwesen und deren Auswirkung auf das tägliche Leben. Dieser Bereich ist noch immer ein weißer Fleck im schulwissenschaftlichen Bildungssystem.
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am 22. April 2014
Wunderbares Buch. Sollte sich eigentlich jeder " antun ". Sehr informativ. Gut geschrieben. Sehr verständlich. Kann ich gerne jedem Interessierten weiterempfehlen
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am 5. Januar 2014
Das Positive: Arno Gahrmann zeigt in verschiedenen Facetten auf, woran unser Wirtschaftssystem krankt - kurz gesagt, dass die Finanzwirtschaft nicht mehr im Dienst der Realwirtschaft steht, sondern ein verheerendes Eigenleben entwickelt hat und damit letztlich dem eigentlichen "Wirtschaften" der Menschen schadet. Und er tut das in einer durchaus zum Weiterlesen anregenden Form.

Das Negative: Nach meinem Eindruck fehlt diesem Buch der stringente Aufbau, der rote Faden. Am Schluss hatte ich den Eindruck, dass mir zwar viele interessante Aspekte des Problems offenbart wurden, aber weder der große Zusammenhang noch ein alternatives Wirtschaftsmodell (wie im Titel ja versprochen) erkennbar wurden. Allerdings sei zugegeben, dass der Autor mit dem Problem, keine wirklich überzeugende Alternative bieten zu können, nicht allein steht; und dass man dennoch hierüber nachdenken darf und muss.
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