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Vor über 20 Jahren veröffentlichte Jack Schwager seine ersten Interview-Bücher mit Spitzentradern. Wie man bei einigen der in diesem neuen Buch Befragten nachlesen kann, hatten seine drei Bücher wohl bei manchen Tradern eine sehr motivierende Wirkung. Einige aus der "neuen Generation" geben sogar ganz offen zu, dass diese Bücher für sie entscheidend zur Berufswahl beitrugen.

Fast alle der in diesem Buch befragten fünf Trader leiten von ihnen selbst gegründete Hedgefonds. Das macht sie in der leider schlecht informierten Öffentlichkeit nicht unbedingt zu Sympathieträgern. Doch im Gegensatz zu den für die Finanzkrise verantwortlichen Großbanken gehen solche Fonds in der Regel sehr verantwortungsvoll mit dem ihnen anvertrauten Kapital um. Erfolgreiche Trader sind keine Zocker, sondern extrem risikobewusst, denn das ist der Schlüssel für ihren Erfolg.

Das Buch trägt den Untertitel "Die Makro-Gurus". Entscheidend ist dabei nicht die offenbar unvermeidbare Guru-isierung, sondern das Wort "makro". Damit soll die grundsätzliche Strategie dieser fünf Leute umrissen werden. Sie beruht auf der richtigen Einschätzung großer makroökonomischer Trends. Natürlich kann man wie immer bei Schwager nirgends eine wirkliche Strategie erkennen. Vielmehr gehört auch dieses Buch eher zur Sorte der sehr guten Börsen-Unterhaltungsliteratur. Interessierte Leser werden aus ihm für sich genug Bereicherung, Bestätigung oder sogar einige grundsätzliche Ideen oder einfach nur Motivation ziehen können.

Trader können sich die Welt nicht schön denken. Deshalb ist vieles in diesem Buch einfach auch erfrischend. Mir hat das erste Interview mit Colm O'Shea mit Abstand am besten gefallen. Beispielsweise als er sich darüber äußert, wie Volkswirtschaftslehre heute verstanden wird. Ihm passt nicht, dass diese Lehre inzwischen geradezu krampfhaft versucht, die Welt in mathematische Modelle zu pressen, insbesondere in das der effizienten Märkte. Im Unterschied zu Mathematikern begreifen Ökonomen offenbar nicht, dass hinter all diesen Modellen linearisierende Voraussetzungen stecken, damit man überhaupt etwas ausrechnen kann. Diese nicht realistischen Voraussetzungen werden irgendwann einfach völlig ignoriert. Und dann wird so getan, als wären die Modelle die Wirklichkeit. Wenn mit dieser Fehleinschätzung nicht auch weitreichende reale Folgen verbunden wären, könnte man sich über diesen Unfug einfach nur amüsieren.

Es ist übrigens auch O'Shea, der Folgendes von sich gibt: "Ich glaube, das Makro-Missverständnis ist am größten, wenn man das Makro-Investing als Geschichtenerzählen betrachtet. Das Erzählen von Geschichten ist zwar eine nette Art darüber zu sprechen, es stellt aber nur zehn Prozent dessen dar, was wirklich wichtig ist." Besser kann man das, was in Schwagers Trader-Interview-Büchern steht, nicht umschreiben.

Man kann aus diesem Buch auch lernen, dass es zu einem Investmentstil sehr verschiedene Herangehensweisen gibt. Jeder, der Trader werden will, muss selbst herausfinden, was zu seiner Persönlichkeit am besten passt. So war der nächste Interviewpartner Ray Dalio vormals CEO des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater. Bridgewater ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Eben nicht nur wegen seiner Größe, sondern vor allem wegen seiner inzwischen 20-jährigen Erfolgsbilanz. Bridewaters Ansatz wird im Text etwas erläutert.

Von Larry Benedict, der dann folgt, kann man lernen, dass man auch nach einer langen und heftigen Durststrecke doch endlich Erfolg haben kann. In seinen Anfangsjahren als Trader verlor er fortwährend und wurde ständig gefeuert. Inzwischen gilt er als eine Art undurchschaubares Tradergenie, denn er handelt sehr intensiv und sehr kurzfristig und in der Regel ohne Charts. Was er genau macht, bleibt unklar. Dennoch ist auch dieses Interview wegen einiger grundsätzlicher Aussagen lesenswert.

Scott Ramsey hingegen ist ein unorthodoxer, makroökonomisch orientierter Händler für Futures und Devisen mit einer überdurchschnittlichen Erfolgsbilanz. Jaffray Woodriff als Letzter in der Runde benutzt wiederum eigens entwickelte Computermodelle auf der Grundlage von Methoden der Mustererkennung.

Wie bei Schwager üblich, fasst er die Interviews an deren Ende in seinem pädagogischen Überschwang noch einmal zusammen. Auch dieses Buch steht seinen Vorgängern nicht nach, weder in seinem Unterhaltungswert, noch in vielen gut vermittelten generellen Aussagen, aber auch nicht darin, dass man eigentlich nichts über die wirkliche Vorgehensweise der Interviewten erfährt.

(An Übersetzer und Lektor: Der 2. Weltkrieg brach nicht aus, "weil der Erzherzog ermordet wurde", wie auf Seite 46 vermutet wird. Amerikanern sieht man so etwas vielleicht noch nach, in Europa ist es dagegen eher peinlich.)
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am 13. Mai 2016
Ich habe dieses Buch mit der Erwartung gekauft, einen Einblick in das Leben eines Global-Macro-Hedgefons-Managers zu erlangen.
Da ich Jack Schwager noch nicht kannte, waren meine Erwartungen nicht sehr hoch.
-> Doch innerhalb kürzester Zeit war ich von dem Buch begeistert. Es ist nicht nur der Stoff den das Buch hergibt, sondern auch die Kommentare und Zusammenfassungen die Schwager vor und nach Interviews gibt, welche den Charme dieser Börsenlektüre ausmachen.

Mit folgenden Schlagworten kann das Buch gut beschrieben und empfohlen werden:

- Bildend: Man kann sehr viele kleine Tipps mitnehmen, die sich positiv auf das eigene Investieren auswirken -> Klarerweise geben die Manager keine all-zu-genauen Angaben über ihre Strategien, jedoch geben sie hin und wieder explizite Beispiele für Trades die sie in Vergangenheit getätigt haben.

- Fesselnd: Ein Investment-Fan ist von diesem Buch nicht mehr wegzukriegen. Es ist speziell das Streben nach dem Wissen über die Investmentstile der Manager und wie sie auf diese kamen, welches einen fesselt. Der Schreibstil spielt dabei eine sehr wichtige Rolle: Es wurde aus dem original sehr gut und flüssig übersetzt, was sehr stark zum Lesefluss beiträgt.

Das einzige was ich persönlich kritisieren muss ist, dass wenn jemand der sich nur mäßig mit Hedgefonds und dem Spektrum an Finanzinstrumenten auskennt, dieses Buch liest, zwar etwas mitnehmen-, aber nicht so stark vom Wissen der Manager in diesem Buch profitieren konnte, wie jemand der schon über ein hohes Maß an Wissen in diesen Bereichen verfügt.

Es gilt noch zu bemerken, dass jeder der mit der Erwartungshaltung, eine Strategie nachzubilden, jenes Buch kauft, möglicherweise enttäuscht sein wird - aber wie jeder gute Trader/Investor sagt: "Jeder hat seinen eigenen Stil, es bringt nichts die Strategie anderer nachzuahmen wenn sie nicht zu einem passt..."
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am 7. April 2015
Lange ist es her, dass ich Magier der Märkte las. Damals war ich was Trading anging noch grün hinter den Ohren und konnte für mich aus den Büchern nur Motivation herausziehen, denn vieles von dem Gesagten konnte ich nicht nachvollziehen. Jetzt mit einigen Jahren an Erfahrung und Kenntnissen zu den globalen Märkten, lesen sich die Interviews noch spannender. Strategien der Profis lassen sich durch die Interviews im Großen und Ganzen nachvollziehen, ohne das man zu sehr ins Detail gehen muss. Für mich hatte das Buch daher einen deutlichen Mehrwert gegenüber vermeintlichen Profi Trading Büchern, die sich überwiegend mit der technischen Analyse beschäftigen. Es gilt: je mehr Kenntnisse man zu den Märkten vorab hat, umso mehr kann man aus den hier vorgestellten Strategien mitnehmen. Deshalb einer meiner absoluten Favoriten.
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am 28. November 2015
Man kann mit dem Buch nur dann wirklich viel anfangen,
wenn man bereits wirklich gute Trading-Kenntnisse hat.
Ansonsten gibt es ein paar Rosinen, die man auch als
Nicht-Profi rauspicken kann.
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