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Kundenrezensionen

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am 9. Dezember 2012
Die Welten von Deep Space Nine erhalten ihren nächsten Teil, mit einem Besuch auf Trill.
Auch wenn die Ausgangslage sehr spannungsgeladen ist und die Rahmenbedingungen durch die vorherigen Romane geschaffen enormen Appetit auf diesen Roman machen, können diese Schuhe nicht wirklich ausgefüllt werden. Das liegt zum einen daran, dass die kulturellen Probleme/ Eskalationen an den Vorgänger auf Andor erinnert.
Betrachtet man die Geschichte isoliert so ist die Geschichte bestenfalls mittelmäßig, was nicht zuletzt daran liegt, dass die eigentliche überraschende Wendung im Roman durch den Autor schon vorweg genommen wird. Auch wirken manche Aspekte der Erzählung fragwürdig in Bezug auf Realität und Logik. Auch die Schreibweise ist nicht sehr fesselnd, ich würde sie eher nüchtern bezeichnen.
Letzter Kritikpunkt sind die zwischenmenschlichen Probleme zwischen Dax und Bashir, welche in der Geschichte viel zu kurz kommen.
Definitiv positiv zu erwähnen ist der innere Konflikt Ezri Dax' und ihre Suche nach einer Wahrheit, die eigentlich keiner Wissen mag. Auch die Fakten um die Entstehtung der Trill-Heimatwelt unabhängig von ihrer Darstellung sind sehr interessant und auch es gelingt den Autoren auch den Bogen zu Parasiten (s. Einheit) zu spannen und diesen Erzählstrang zu beenden. Ebenso positiv sind die vielen Anmerkungen und Vermeise auf die TV-Serie - somit muss man festhalten, dass die Autoren dieser Reihe enormen Wert auf eine in sich geschlossene Erzählung in puncto TV-Buch legen.
Im Sinne von Star Trek ist ebenfalls eine zwar erwartete, aber immerhin wichtige Moral eingearbeitet worden.
Somit lässt sich zusammenfassend sagen, dass der Roman durchaus lesenswert ist, aber eher als mittelmäßg einzustufen ist.
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am 23. Juni 2014
Wir erfahren in diesem Band sehr viel über Trill und seine Kultur. Die entwickelten Zusammenhänge zwischen den Parasiten und den Symbionten werden sehr spannend erzählt und geben dem ganzen wieder eine völlig neue Richtung. Endlich mal eine tolle und logische Handlung. Auch die Beziehung zwischen Ezri und Dr. Bashir wird weiter beleuchtet, wobei ich nicht hoffe, daß es endgültig vorbei ist...
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Die Nachricht, dass jene Parasiten, die letztendlich zum Tod des bajoranischen Premierministers Shakaar geführt haben, genetisch mit den Symbionten der Trills verwandt sind, hat zu einer Welle der Entrüstung auf der Heimatwelt von Ezri Dax geführt. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung über Jahrhunderte hinweg getäuscht worden ist, was die Kompatibilität der Trills mit den Symbionten betrifft. In Wahrheit sind nämlich mehr als die Hälfte aller Trills in der Lage einen der wurmartigen, langlebigen Symbionten in ihrem Leib zu beherbergen, und nicht nur knapp ein Zehntel. Da die Regierung Trills von der Verwandtschaft der Parasiten mit den Symbionten wusste, diese Information aber nicht mit dem Föderationsrat teilte, wird ernsthaft über den Ausschluss von Trill aus der Föderation nachgedacht. Währenddessen kommt es auf dem Planeten zu immer häufigeren und immer heftigeren Ausschreitungen. Vor allem eine extreme Bewegung, die als Neo-Puristen, bezeichnet wird, schreckt auch vor tödlichen Maßnahmen nicht zurück. Ezri Dax wird nach Trill entsandt, um der dortigen Regierung beizustehen. Dr. Julian Bashir begleitet seine Kollegin und Partnerin auf dieser schweren Reise. Schließlich geraten sie im Senatsturm in eine heftige Auseinandersetzung mit den Neo-Puristen. Julian Bashirs Fähigkeiten als Arzt werden während der gewalttätigen Ausschreitungen dringend benötigt. Währenddessen begibt sich Dax zu den Höhlen von Mak'ala, wo die unvereinigten Symbionten leben, und geht ein lebensgefährliches Wagnis ein, durch dass sie schließlich Wissen erlangt, dass nicht nur die Zukunft ihres Volkes, sondern auch ihr eigenes Leben für immer verändern wird ...

Im dritten Band der WELTEN VON DEEP SPACE NINE, die den Übergang von der achten zur neunten Staffel markieren, geht es um die Heimatwelt von Jadzia und Ezri Dax. Natürlich werden in der Serie jene Welten behandelt, die aufgrund der jüngsten Ereignisse eine schwere Krise zu bewältigen haben. Während es bei Cardassia um den Wiederaufbau nach dem Dominion-Krieg geht, muss das Volk von Andor gegen ihre drohende Ausrottung ankämpfen. Trill indes hat schwer unter dem Parasiten-Zwischenfall zu leiden, bei denen es sich um jene Aliens handelt, die Picard und Co bereits in der THE NEXT GENERATION-Episode „Die Verschwörung“ das Leben schwer machten. Die Hauptfiguren des Romans sind, wen wundert es, Ezri Dax und Julian Bashir. Leser, die mit beiden Charakteren nichts anzufangen wissen, werden an dem Buch auch keine Freude haben, jene, die die beiden jedoch mögen umso mehr. Obwohl der Schreibstil der beiden Autoren Andy Mangels und Michael A. Martin alles andere als leichte Kost ist und stellenweise recht langatmig daherkommt. Dabei ist die Geschichte nicht frei von Action und die terroristischen Anschläge durch die Neo-Puristen sorgen für jede Menge Dramatik. Und trotzdem ist es bisweilen schwer, sich einzelne Settings bildhaft vorzustellen. Die Autoren legen viel Wert auf die Gefühlswelt der Protagonisten, weniger jedoch auf ihre reale Umwelt. Im Gegensatz zur TV-Serie, in der man eine sehr unsichere, naive, aber durchaus fröhliche Ezri Dax erleben durfte, zeigt sich die junge Frau hier von einer sehr widerborstigen, beinahe zickigen Seite, was ihr in Anbetracht der aktuellen Krise aber auch durchaus zusteht. Von ihrer Familie, die ja in der Episode „Die verlorene Tochter“ eine zentrale Rolle spielte, erfährt man in dem Roman bedauerlicherweise überhaupt nichts. Dafür aber ein paar Details über eines von Dax' früheren Leben. Offenbar kannte Dax sogar schon den legendären Enterprise-Captain Christopher Pike. Julian Bashirs Charakter wird von den Autoren indes sehr treffend, sympathisch und glaubhaft beschrieben, und am Ende des Romans gibt es ein sehr bedeutsames und gefühlvolles Gespräch zwischen ihm und Dax. Es ist wirklich schön zu lesen, dass nach der Einstellung der TV-Serien von der alten Gesetzmäßigkeit abgewichen wurde, dass die Stamm-Charaktere sich in den Romanen nicht entwickeln dürfen. Denn allein diese Entwicklung, sowohl die von Dax und Bashir, als auch die der gesamten Bevölkerung von Trill, machen diesen Roman lesenswert.
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am 22. Februar 2013
Kurzweiliger dritter Band der 6-teiligen Reihe, die den Übergang der 8. zur 9. Staffel bildet. Ein "Wiedersehen" mit einigen alten Bekannten. Trill in der gesellschaftlichen und politischen Krise. Bewältigung der bisher geleugneten Vergangenheit und der Verbindung zu den Parasiten. Spannende Geschichte, die die Entwicklungen des Endes der 8. Staffel fortsetzt und am Ende einen Wendepunkt zwischen Julian Bashir und Ezri Dax bildet, deren frühere Dax-Leben beleuchtet werden.
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am 1. August 2014
Achtung, diese Rezension enthält Spoiler.

Inhalt

In der ersten Geschichte des zweiten Bandes mit dem Titel Unjoined haben die Trill ein schwerwiegendes Problem: Im Zuge der zurückliegenden Parasitenkrise hat sich herausgestellt, dass die Machthaber der symbiotischen Spezies Jahrhunderte lang die Öffentlichkeit der Föderation und ihr eigenes Volk getäuscht haben. Es besteht eine enge Verwandtschaft zwischen den Symbionten und den Parasiten. Mit der Lüftung dieses Geheimnisses kündigen sich neue Offenbarungen an, die die politische Führung Trills vielleicht sehr bald leisten muss. Spätestens seit der Ermordung Shakaars durch ein ranghohes Mitglied des Verteidigungsministeriums der Trill, herrscht ein zunehnmend angespannteres Klima auf Ezri Dax' Heimatwelt - die Bevölkerung fordert ihre Regierung auf, endlich reinen Tisch zu machen und verdächtigt sie weiterer Lügen, ohne schon zu wissen, was bald noch ans Tageslicht kommen könnte.

Angesichts der für die gesamte Föderation bedrohlichen Parasitenkrise wird mit Ausklang des Jahres 2376 auch im Föderationsrat der Druck deutlich erhöht. Die politische Kammer der Planetenallianz fordert eine vollständige Offenlegung sämtlicher, die Symbionten betreffenden und bislang von der Trill-Administration gut gehüteten Akten. Endgültig soll Schluss sein mit jener Geheimniskrämerei, die eigentlich nicht mit dem vertrauensbasierten Grundsatz der Föderation konform geht. Es erheben sich sogar Stimmen, die eine Verhängung von Sanktionen über Trill befürworten, sollte sich die Regierung von Präsident Maz nicht kooperationsbereit zeigen. Manch einer droht sogar schon mit einem Ausschluss aus der Planetenallianz.

Der Föderationsrat fällt letztlich den Beschluss, die zurückliegende Parasitenplage müsse säuberlich aufgebarbeitet werden, um sie künftig ausschließen zu können. Daher wird ein Team von DS9 mit einer Mission betraut, die es nach Minos Korva führt – der Ort, wo die ganze Katastrophe ihren Ausgang genommen und wo auch Skakaar Edon von einem Neuralparasiten übernommen worden war. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Außenteam findet in den unterirdischen Eishöhlen Minos Korvas nur mehr tote Kreaturen vor und gelangt zur Feststellung, dass diese nach dem Tod der Über-Königin vor einem Monat ebenfalls verendet sind.

Im Anschluss an den erfolgreichen Ausgang des kurzen Überprüfungseinsatzes wird Ezri Dax von Captain Nerys darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Trill-Regierung sich dazu durchgerungen hat, eine offizielle Investigation bezüglich der zurückliegenden Parasitenplage einzuleiten – natürlich nicht aus freien Stücken, sondern auf Druck der Föderationsadministration. Dax soll nach Trill reisen, um in ihrer Rolle als vereinigte Trill und Sternenflotten-Offizier bei der Aufklärung des Vorfalls zu helfen. Sie bricht sofort auf, kommt aber nicht umhin, dass ihr Liierter, Julian Bashir, sie begleitet.

Während des Flugs nach Trill mit dem Runabout Rio Grande analysiert Bashir ein fragiles Objekt, welches das Außenteam in der Parasitenhöhle auf Minos Korva gefunden hat: eine Art Tonscheibe. Er gelangt zur Erkenntnis, dass es nicht von Minos Korva kommt, sondern von Kurl, einem Planeten, dessen Zivilisation vor fünftausend Jahren ausstarb. Des Weiteren stellt er die Vermutung an, dass jene Kurl vielleicht auch eine symbiotische Spezies gewesen sein könnten und daher eine gemeinsame Wurzel mit den Trill existiere.

Auf Trill angekommen, wird Dax vor dem Senat in Bezug auf die zurückliegende Parasitenkrise befragt – der erste Schritt der Trill-Regierung, die Veröffentlichung streng geheimer Daten hinsichtlich der Verwandtschaft von Symbionten und Parasiten vorzubereiten. Dabei bringt sie auch die jüngsten Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Investigation auf Minos Korva und dem Fund des Kurl-Fragments zur Sprache.

Dann beginnen sich die seit Wochen bestehenden Spannungen auf dem Planeten gewaltsam zu entladen: Es kommt zu Massenaufläufen und Demonstrationen, gewaltsamen Ausschreitungen und sogar terroristischen Anschlägen in allen großen Städten des Planeten. Unbekannten Eindringlingen gelingt es, die Sicherheitssysteme im Senatstower zu sabotieren, einen wichtigen Senator zu töten und einen Sprengsatz zu legen. Dieser kann in letzter Sekunde von Bashir und Dax mithilfe des Runabout-Transporters in den Weltraum gebeamt werden.

Wenig später bekennen sich die unvereinigten Neopuristen als für die Terroranschläge verantwortliche Gruppierung - und es kommt noch schlimmer: Offenbar ist es dieser fanatischen Fraktion gelungen, Dax' Bericht vor dem Senat in die Finger zu bekommen. Nun wird zum einen öffentlich, dass es zwischen den Trill und den Kurl ein enges Verhältnis gibt. Die Neopuristen bestätigten dabei Bashirs anfängliche Theorie und gehen sogar noch einen Schritt weiter, wonach die Kurl nicht nur mit den Trill in Verwandtschaft stünden, sogar ursprünglich Trill-Kolonisten gewesen seien. Zum anderen - und das ist wohl am verheerendsten - wird ein bereits in der DS9-Episode Das Equilibrium erwähntes Geheimnis allgemein bekannt: dass nämlich ein sehr viel größerer Teil der Trill-Bevölkerung zur Vereinigung mit einem Symbionten fähig ist als die Symbiosekommission vorgibt. Diese Wahrheit wurde jedoch verborgen, um den Status quo auf Trill nicht zu gefährden und um fehlerhaften Vereinigungen besser vorbeugen zu können.

All diese explosionsartig an die Öffentlichkeit entlassenen Wahrheiten verwandeln die Welt endgültig in ein Pulverfass und fachen den Hass der Neopuristen weiter an. Diese hegen nun die Absicht, die vereinigten Trill mit einer chemischen Waffe zu beseitigen und die Machtstrukturen auf der Welt ein für allemal umzukrempeln.

Während Bashir im zentralen Krankenhaus der Hauptstadt um das Leben zahlreicher Verwundeter ringt, begibt sich Dax in die Höhlen von Mak‘ala und betreibt Nachforschungen in Bezug auf die Kurl-Parasiten-Verbindung. Um mit den dort lebenden unvereinigten Symbionten in Kontakt zu treten, geht sie ein lebensgefährliches Wagnis ein, durch das sie schließlich Wissen erlangt, das nicht nur die Zukunft ihres Volkes, sondern auch ihr eigenes für immer verändern wird. Es ist das Wissen einer Welt, die zu lange geschwiegen hat…

Kritik

Wenn es neben Andoria eine zweite Welt gibt, auf die der DS9-Relaunch dramatische Auswirkungen hatte, so ist es Trill. Und deshalb hatte ich besonders hohe Erwartungen an die vorliegende Geschichte aus der Feder von Andy Mangels und Michael A. Martin.

Tatsächlich entpuppt sich Unjoined als das Zugpferd des zweiten Bandes. Die Story ist düster, gut geschrieben und äußerst spannend, nimmt die lange Zeit in Selbstverleugnung lebende Trill-Gesellschaft genauestens unter die Lupe. Leider sind manche Handlungsvorgänge ein wenig übertrieben, denn in kürzester Zeit schaffen es die Autoren, den Planeten auf den Kopf zu stellen (was auch damit zusammenhängt, dass das eine oder andere Geheimnis zu viel ist, was hier behandelt wird). Tausende Vereinigte sterben, die Zahl der Symbionten wird auf ein kritisches Niveau dezimiert. Angesichts der Terroranschläge und innenpolitischen Krisen wäre vielleicht etwas weniger mehr gewesen. Trotzdem passt die Geschichte rund um eine extremistische Terrorgruppe hier viel besser als bei der Cardassia-Story (The Lotus Flower) und wirkt auch deutlich glaubwürdiger.

Besonders fasziniert hat mich neben der Aufarbeitung des Canons zu den Trill vor allem die Darstellung dieser einzigartigen Gesellschaft. Bestanden zwischen verschiedenen TV-Episoden, in denen Trill vorkamen, noch Ungereimtheiten und Widersprüche, werden diese nun behoben und in eine Gesamterklärung eingebettet. So zum Beispiel auch, warum die Trill, als sie schon längst Föderationsmitglied waren, nie aus freien Stücken offenbarten, dass sie eine symbiotische Spezies sind (TNG-Episode Odan, der Sonderbotschafter).

Man kann deutlich erkennen, wie diese Welt regelrecht gefangen ist in einem System von Vereinigten und Unvereinigten, einer echten Zwei-Klassen-Gesellschaft, die zudem noch ein Monopol der Geheimnisse etabliert hat. Die Tatsache, dass die höheren Ebenen in Politik, Militär und Forschung ausschließlich von Vereinigten besetzt sind und diese auch einen höheren medizinischen Status haben als Unvereinigte, zeigt die tiefe Spaltung der Gesellschaft. Ebenfalls stimmig reiht sich die Lüftung des großen Geheimnisses der Trill in den ominösen Höhlen Mak‘alas ein.

Natürlich habe ich mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie eine so kompakte und doch so umwälzende Geschichte enden soll. Auch in dieser Hinsicht bin ich von Mangels und Martin nicht enttäuscht worden. Sie präsentieren, wie sich kaum vermeiden lässt, ein offenes Ende, machen aber anhand der gelungenen Ansprache der Trill-Präsidenten an ihr Volk viele Andeutungen für die Zukunft. So wird angesichts der starken Dezimierung der Symbionten bis auf weiteres ein 'Vereinigungsmoratorium' verhängt, das den Trill Gelegenheit gibt, über ihre gesellschaftliche Zukunft nachzudenken und etwas Luft zu schnappen. Dabei geht die Präsidentin mit gutem Beispiel voran. Darüber hinaus kündigt sie an, dass sie alles unternehmen wird, um die soziale Ungleichheit zwischen Vereinigten und Unvereinigten zu beseitigen. Das mögen erst einmal nur Worte sein, doch in Anbetracht der Offenlegung sämtlicher großen Geheimnisse sind es ehrliche Worte, die das Potenzial für einen gesellschaftlichen Neuanfang bergen. Dieser wird lang und hart sein, aber der Leser bekommt doch eine Vorstellung davon, dass mit dem Aussprechen dessen, was war und ist, das, was sein wird, zumindest eine gute Chance hat.

Vor allem für Fans von Ezri Dax ist diese Geschichte vermutlich besonders interessant. Ihr Charakter wird stark ausgebaut, und es gibt wichtige Veränderungen in ihrem Leben. Leider erfahren wir nicht mehr über ihre Familie (DS9-Episode Die verlorene Tochter), dafür immerhin einige Details aus Dax‘ früherem Leben und wie dieses bereits mit den Parasiten in Berührung kam. Tatsächlich war es Audrid, eine frühere Dax-Wirtin, die zur Zeit von Captain Christopher Pike in die Vertuschung der Symbionten-Parasiten-Verbindung verwickelt war.

Julian Bashir hat zwar nicht so viel zu tun wie seine Partnerin, wird dafür aber auch sehr gut getroffen. Besonders eindringlich ist für beide Figuren ein wegweisender Dialog am Ende von Unjoined. Es ist schön zu sehen, wie beide Protagonisten sich immer stärker von den Vorgaben der Serie gelöst haben. Andere Figuren bleiben daneben etwas blass. Wenigstens treten aber aus dem DS9-Relaunch oder anderen Reihen bekannt Charaktere wie Gard, Cyl oder Ranul Keru auf.

Trotz der gelungenen und mitreißenden Geschichte erschien mir der Schreibstil des Autorentandems diesmal ein wenig sperrig und langatmig. Das mag auch damit zusammenhängen, dass sie diesmal besonders stark in die seelischen Tiefen von Bashir und Ezri abtauchen und die Abgrenzung zu realen Vorgängen nicht immer gelingt. Sind Dax‘ aufkommende Erinnerungen auf Minos Korva noch ein beinahe gänsehautähnliches Erlebnis, gelingt dies an späterer Stelle weniger gut. So fällt es bisweilen ein wenig schwer, sich einzelne Szenen bildhaft vorzustellen.

Fazit

Dennoch steht mein Urteil fest: Unjoined ist eine inhaltlich sehr gut durchdachte und handwerklich rundum gut umgesetzte Geschichte mit erdrutschartigen Folgen für die Gesellschaft der Trill. Es werden lose Enden verbunden, und auch die Charaktere verändern sich. Kurzum: Eine Geschichte, die mustergültig zur Worlds of DS9-Reihe passt.
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am 10. Mai 2013
Nach dem Vorfall auf DS9, bei dem ein Trill den Premierminister von Bajor tötete, geht Ezri Dax Hinweisen auf den Ursprungsort der sogenennten Parasiten nach. Dabei handelt es sich um eine den Trill verwandte Speizies, die jedoch keine symbiotische Beziehung zu ihren Wirten pflegt, sondern diese dominiert.

Auf Minos Korva findet Ezri Hinweise auf eine alte Zivilisation, die vor Jahrtausenden ausstarb. Damit scheint der Ursprung der Parasiten offen gelegt zu sein. Ohne der Sache näher auf den Grund gehen zu können wird Dax kontaktiert und nach Trill beordert.

Die Vorkommnisse der letzten Wochen haben auf ihrem Heimatplaneten zu großen Problemen in der Bevölkerung geführt: Die unvereinigten Trill begehren gegen die Vereinigten Trill auf. Auf ganz Trill kommt es zu schweren Aufständen und ein terroristischer Hintergrund bahnt sich seinen Weg ans Licht.

Zusammen mit Julian Bashir macht sich Dax auf den Weg um vor der Regierung ihrer Welt eine Aussage zu machen. Wissend, dass Geheimhaltung für die Trill quasi zur Tradition gehört, wird diese Reise Trill, die symbiotische Beziehung seiner Bewohner und die zwischen Ezri und Julian nachhaltig verändern...

Der vierte Teil der Zwischenseason beschäftigt sich mit der symbiotischen Beziehung der Trill. Die Föderationswelt ist gefangen in einem System von Vereinigten und Unvereinigten. Die Tatsache, dass die höheren Ebenen in Politik, Militär und Forschung ausschließlich von Vereinigten besetzt sind und diese auch einen höheren medizinischen Status haben als Unvereinigte, zeigen die tiefe Spaltung der Gesellschaft.

Das Autorenduo Mangels/Martin schafft es eine kurze, aber spannende Geschichte um die Hintergründe dieser Spaltung und der Entstehung der Parasiten zu schaffen. Dabei haben sie es geschafft mit der Figur des Ranul Keru eine Lücke im Trek-Verse zu füllen. Der Offizier der später auf der TITAN dient ist hier noch vom Verlust seines Gefährten betroffen und sich seiner Zukunft unsicher.

Auch der vierte Teil der Reihe ist inhaltlich sowie handwerklich gut. Er verbindet lose Enden und gibt einen Ausblick auf das kommende. Ein guter Roman, mit interessantem Plot und gut charakterisierten Figuren.
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Oktober 2376 und somit eine Woche nach "Einheit"...: Auf Trill ist die Hölle los. Die Nichtvereinigten glauben weniger Privilegien zu haben als die vereinigten Trill. So haben sie es u. a. auf jene und die Symbionten abgesehen. Außerdem spielt noch die Ermordung des Ersten Ministers Shakaars eine Rolle. Trills Position in der Föderation ist nicht gesichert, weil die Welt es lieber vorzieht, ihre Probleme zu verschweigen und unter sich auszumachen. In diesem Chaos wird Ezri Dax nach Trill beordert. Gegen ihren Willen bekommt sie Gesellschaft ihres Partners Julian Bashir. Obwohl dieser ranghöher ist, wird Ezri ihm vor die Nase gesetzt, weil sie Kommandooffizierin ist und sich in Trillfragen besser auskennt als er. Aufgrund unterschiedlicher Herangehensweisen für die Lösung der dortigen Probleme, wird den beiden klar, dass ihre Partnerschaft auf dem Spiel steht...

- Ist noch die Verbindung zwischen den Parasiten, die erst- und letztmalig in Star Trek TNG - Die Verschwörung auftraten und dann eine Art Aliens-Handlungsbogen in der Mission Gamma-Reihe sowie in Einheit durchlebten, recht interessant, muss ich jedoch sagen, dass das Beziehungsende zwischen dem guten Doktor und Ezri nicht überraschend kam. Mit den Dax-Wirten hat der Mann einfach kein Glück. Jadzia wird ihm von Worf weggeschnappt, Ezri hinterher auch kurzfristig... es war einfach abzusehen. Hier tritt auch der angebliche Lebenspartner von Lt. Sean Hawk aus Star Trek First Contact wieder auf. Meinen Senf zu diesem Klischeecharakter habe ich ja bereits in der Rezension zu Star Trek - TNG: Sektion 31" abgegeben. Was mir bei den Trillgeschichten immer auf den Senkel ging war, dass eine normalerweise interessante Ausgangssituation mit einer fremden Spezies, die aus zwei Wesen eines macht nicht gerade durchdacht war. Man hatte bei jeder Folge, bei jedem Roman das Gefühl, dass mal der Wirt "das Sagen" hatte, mal einer der früheren Wirte, mal der Symbiont und der Wirt überhaupt keine Rolle spielte. Anders war es nicht zu erklären, dass Jadzia z. B. obwohl sie die Frau nicht kannte, Lenara Kahn erneut als Beziehung haben wollte, nur weil ein früherer Wirt aufgrund der Symbiose mit Dax mit dessen Wirt mal liiert war. Oder dass Jadzia den Blutschwur Curzons aufrecht erhalten wollte. Oder dass Ezri sich von Worf "verabschiedete"... Es gibt Dutzende von Geschichten, die man hier kontinuierlich aufführen könnte, wo die Trills eine eher doch widersprüchliche Geschichte haben. Angefangen hat das mit der TNG-Episode "Odan, der Sonderbotschafter". Auch hier war nach der Verbindung mit einem anderen Wirt dieser vollkommen nebensächlich und es wurden gleich wieder die Gefühle des alten Wirtes aktiviert. Natürlich sahen die Trill hier noch anders aus, aber der attraktiven Schauspielerin von Jadzia hätten die Prothesen nicht gestanden, also mussten es dekorative Punkte sein. Die Autoren versuchen hier, auch die Trill aus TNG unterzubringen, netter Versuch, aber wenig erfolgreich, weil Julian ins Unterbewusstsein gelegt wird, dass er ja nur wenige Trill kenne, nämlich die vereinigten Trill. Das war aber vollkommender Schwachsinn, weil er auch Trills kannte, bspw. Jerad, die NICHT vereinigt waren, aber es werden wollten. Im Übrigen war auch Odan vereinigt. Von daher passte es nicht ganz. Auch wenn ein ganzes System noch am Ende von Mission Gamma verschoben wurde, so wurde hier mit keiner Silbe darauf eingegangen, bereits seit einigen Bänden nicht mehr. Es ist zwar klar, dass die Geschichte aufgegriffen wird, aber seltsam war es schon, dass man nicht wenigstens einen Satz darüber verliert.

Cross Cult hat die in den USA eher zusammengewürfelten Welten-Dreiteiler zu einem Sechsteiler aufgebläht. Der Nachteil daran ist, dass man doppelt dafür löhnen muss, um eigentlich einen Band zu erhalten. Der Vorteil ist ein weitaus besseres Cover, dass sich stimmig einfügt.
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