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am 28. April 2014
Vorab muss ich zu meiner Rezension sagen, dass ich ich schon sehr lange mit Ernährung im Allgemeinen beschäftige, Ernährungswissenschaften studiert habe und schon sämtliche Bücher über Ernährung gelesen habe.

Ernährungswissenschaftler Campbell geht in seinem Buch primär auf eine Ernährung "ohne tierisches Eiweiss" ein und die Auswirkungen von einer Ernährung mit tierischem Eiweiss, wobei er sich vor allem auf die China Study stützt. Man darf hier auch nicht vergessen, dass es sich um ein populärwissenschaftliches Werk handelt, das heißt es ist so aufbereitet, dass es auch ein "Laie", der kein tiefgründiges Verständnis für chemische Verarbeitungsprozesse im Körper hat, dies auch ohne Vorwissen lesen kann.

Campbell schildert sehr leserlich geschrieben, was eine tiereiweissreiche Ernährung im Körper verursacht und belegt seine Aussagen mit Werten, die in Studien (und teilweise in Tierversuchen) gewonnen hat. Um ein Beispiel zum leichteren Verständnis zu geben: Campbell vergleicht die Krankheitsraten von Asiaten, die sich vor allem pflanzlich ernähren, mit Asiaten, die in der zweiten Generation in den Vereinigten Staaten leben und ihre Essgewohnheiten an die westlichen Ernährungsgewohnheiten (v. a. hoher Konsum von tierischem Eiweiss) angepasst haben. Hier ist eben sehr auffällig, dass sich eine Umstellung der Ernährung auf westliche Kost auch darin niederschlägt, dass sich die Krankheitsarten ebenso an die typisch westlichen anpassen (z.B. Diabetes, Krebserkrankungen). Genetisch sind beide Asiaten - ob in Asien oder in den Staaten - ja gleich, der große Unterschied ist die Lebensweise, vor allem jedoch die Ernährung, worauf Campbell in seinem Buch eingeht.

Außerdem möchte ich erwähnen, dass ich schon jegliche Art von Ernährungsweise selbst ausprobiert habe, da ich mir meine Meinung gerne durch eigene Erfahrung bilde und somit habe ich sowohl Atkins, Paleo, Trennkost als auch alle anderen Formen der Nahrungsaufnahme selbst getestet und bin in einem langen Trial-and-Error-Prozess bei der veganen Ernährung hängen geblieben. Warum? Weil es mir damit körperlich, als auch seelisch sehr gut geht. Ich wollte einfach stets selbst herausfinden, was die Ernährungsart ist, mit der es mir persönlich am besten geht; hängengeblieben bin ich bei der veganen Ernährung.

Um auch vielen Kritikern einen Absatz zu widmen, muss ich sagen, dass viele bei der Rezension dieses Buches - vor allem bei den negativen - vergessen haben, dass es sich bei diesem populärwissenschaftlichen Buch um eine verständlich aufgearbeitete Schilderung der Ergebnisse einer Studie handelt. Vor allem wird hier auch die Aufnahme von "tierischem Eiweiss" behandelt, was viele zu vergessen scheinen.
Campbell arbeitet das Thema sehr verständlich auf und ermöglicht auch Personen den Einstieg in das Thema, die sich nicht tagtäglich mit Ernährung (außerhalb der Nahrungsaufnahme) beschäftigen. Würde er - wie viele Kritiker es ihm ankreiden - ebenfalls "nicht-tierische Einflüsse", d.h. Lebensweise, Kohlenhydrate, etc., mit auswerten, würde das Buch ein Ausmaß erlangen, dass viele Menschen von der Lektüre abschrecken würde. Zielperson dieses Buches ist ein "Ottonormalverbraucher", dem Einblick in eine Ernährungsform gegeben werden soll.

Außerdem höre ich sehr oft, die vegane Ernährungsweise ist eine Mangelernährung, v. a. stützt man sich hier auf die Vitamin B12-Aufnahme. Vitamin B12 führt man vor allem durch tierische Nahrungsmittel zu sich - warum ist das aber so? Skurrilerweise nehmen "Fleischesser" auch den Großteil von Vitamin B12 auch nur deswegen zu sich, weil Futtermittel mit B12 angereichert werden. Das heißt im Umkehrschluss, dass man durch den Verzehr von beispielsweise Fleisch auch nur B12 aufnimmt, weil das Tier vorher selbst B12 als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt bekommen hat. Unsere Böden sind durch die starke landwirtschaftliche Nutzung sehr ausgelaugt und haben kaum Möglichkeit sich zu regenerieren - zudem kommt unsere starke Neigung zur Sauberkeit, sodass Mikroorganismen, die Vitamin B12 bilden, in einer klinisch sauberen Welt kaum überleben können.
Jede einseitige Ernährungsweise führt zu Mangelerscheinungen: jemand, der jeden Tag nur Müsli mit Sojamilch isst, ernährt sich genauso falsch wie jemand, der jeden Tag Pizza Salami isst. Es kommt stets auf eine ausgewogene Ernährung an.

FAZIT
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann das Buch allen wärmstens empfehlen, die sich über das Thema "Vegane Ernährung / Tiereiweisslose Ernährung" informieren möchten und einfach "mitreden können" möchten. Es zeigt meiner Meinung nach sehr verständlich, wie sich verschiedene Ernährungsweisen auf das körperliche Befinden auswirken. Welche Konsequenz jeder daraus zieht, ist jedem selbst überlassen.
Und an alle, die sich aufgrund dessen auch vegan ernähren möchten, gebe ich auf den Weg: Vegane Ernährung ist ein sehr polarisierendes Thema und leider fahren viele Menschen - egal, ob vegan oder omnivor - vor allem hier nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Viel zu wenige Menschen, machen sich Gedanken, was sie eigentlich ihrem Körper für Bausteine zuführen - tanken aber im Gegensatz nur das beste Benzin für ihr geliebtes Auto.

Wenn das Lesen dieses Buches einen zumindest zur "bewussten Ernährung" führt, hat man womöglich die beste Investition seines Lebens getätigt.
"Take care of your body. It is the only place you have to live in"
4040 Kommentare| 341 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. September 2010
China Study

Dies ist ein wirklich spannendes und interessantes Buch über im Westen häufig auftretende Erkrankungen wie Krebs, Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Diabetes, Adipositas, MS und andere Überflusserkrankungen. Es werden zahlreiche Studien über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und diesen Krankheiten angeführt (Hunderte!), die bislang der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich waren, sondern nur in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Campbell beschreibt auch die politischen und industriellen Verflechtungen und die Macht der Fleisch- und Milchindustrie die Gründe dafür, warum bestimmte Informationen nicht oder nur verzerrt an die Öffentlichkeit gelangten.
Zitiert werden auch tolle Ärzte wie Dr. Dean Ornish, der bereits seit Jahren koronare Herzkrankheit mittels veganer Ernährung plus Bewegung plus Entspannungsübungen rückgängig macht und zwar bei Menschen, die bereits für eine Bypassoperation angemeldet sind, weil der Gefäßverschluss bereits so weit fortgeschritten ist.
Kernstück des Buches ist die China-Study, eine groß angelegte Krebsstudie im ländlichen China. Diese Studie ist deshalb so einzigartig, weil sie Menschen, die hauptsächlich pflanzliche Nahrungsmittel zu sich nehmen mit Menschen vergleicht, die noch weniger tierisches Eiweiß und Fett konsumieren. Unsere westlichen Krebsstudien sind daher verfälscht, weil die StudienteilnehmerInnen ohnehin hauptsächlich tierische Nahrungsmittel konsumieren, und es dann keinen signifikanten Unterschied gibt, ob jetzt jemand weitgehend unbehandelte tierische Produkte zu sich nimmt oder industriell verarbeitete, entfettete, entrahmte Produkte konsumiert. Im ländlichen China zum Beispiel sind die Menschen, die das niedrigste Cholesterin aufweisen, auch glz. die gesündesten. Diese Cholesterinwerte bewegen sich im Bereich von 70 bis 80!!!!
Kernaussage Campbells Werkes ist, dass vollwertige pflanzliche Nahrungsmittel diese im Westen häufig vorkommenden Krankheiten nicht nur verhindern sondern auch rückgängig machen können.
1515 Kommentare| 258 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2010
Endlich gibt es dieses Buch in deutscher Übersetzung! Der von mir fachlich wie persönlich sehr geschätzte Autor hat die meiste Zeit seines Lebens mit der Erforschung von Ernährung und Gesundheit verbracht und ist nach mehr als vierzig Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit zu dem Schluss gekommen: "Selbst geringe Mengen tierischer Produkte haben erwiesenermaßen Einfluss auf die signifikant steigende Zahl chronischer Erkrankungen."

Für diejenigen, welche den Wirkungszusammenhang unserer Ernährung auf Gesundheit und Krankheit herauszufinden bemüht sind, waren die vergangenen beiden Jahrzehnte ein wissenschaftlich außerordentlich spannender Zeitraum. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass nichts was wir essen mehr riskant für unsere Gesundheit ist als Tierprodukte! Forschungsergebnisse bestätigen dies immer aufs Neue - und zwar unabhängig davon, ob es sich um biologische oder konventionelle Produkte handelt.

In seinem Buch "Die 'China Study'" veranschaulicht der Hochschullehrer von der Cornell-Universität im US-Bundesstaat New York, dass es gelungen ist, den Krebs bei Versuchstieren unter Kontrolle zu halten, solange sie mit einer nur zu fünf Prozent eiweißhaltigen Nahrung in Form von Kasein gefüttert wurden; wohingegen sich der Krebs wie ein Buschfeuer ausbreitete, sobald ihre Nahrung zu 20 Prozent aus Kasein bestand.

"Die 'China Study' und ihre verblüffenden Konsequenzen für die Lebensführung" ist eine faktenreiche und aufrüttelnde Pflichtlektüre für alle, die meinen, Tierprodukte seien richtig und notwendig für die menschliche Ernährung. Ein herzliches Dankeschön an Frau Maria Michalitsch dafür, dieses interessante und wichtige Buch ins Deutsche übertragen zu haben!
44 Kommentare| 188 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. März 2011
Mein Freund ist Veganer und hat mir dieses Buch empfohlen. Er wurde damals selbst durch die englische version sehr inspiriert. Ich war amfangs skeptisch wurde aber schnell dank der tollen schreibweise des buches eines besseren belehrt. Ein Buch wie eine für Laien geschriebene Metaanalyse, genial, auch die einzelnen Literaturangaben. Gut an der deutschen Ausgabe ist zudem, dass auch viele Infos über die Deutschen und ihr Essverhalten im Anhang zu finden sind.

Also mich hat's wachgerüttelt, ich ernähre mich DEUTLICH gesünder nach dem Lesen der China Study.
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am 17. Januar 2012
Dieses Buch ist ein ausgesprochen umfangreiches Werk, in dem der negative Einfluss tierischer Nahrungsmittel (also Fleisch und auch Milch und Milchprodukte) auf die menschliche Gesundheit beleuchtet wird. Es wird herausgearbeitet, wie Krankheiten wie Krebs (alle Arten), Gefäßverschlüsse, Diabetes, Adipositas und sogar Autoimmunkrankheiten, die als nicht behandelbar gelten, z. B. Multiple Sklerose, durch Tierprodukte begünstigt werden.
Zunächst muss ich sagen, dass der Titel in zweierlei Hinsicht irreführend ist. Es leuchtet mir nicht ein, was sich die Übersetzerin und der Verlag von diesem denglischen Mischmaschtitel versprechen. Sooft mein Blick auf den Buchdeckel fiel, klang es einfach falsch. Also bei den künftigen Auflagen bitte entweder "The China Study" oder "Die China Studie" wählen. Außerdem gibt der Titel bei weitem nicht den Inhalt wieder. Es geht nicht ausschließlich um die Durchführung einer Vergleichsstudie zwischen amerikanischen und chinesischen Ernährungsgewohnheiten. Vielmehr handeln die beiden Autoren (Vater und Sohn) das Leben und Wirken von T. Colin Campbell (der Vater) ab. Genau genommen werden lediglich einige Ergebnisse der Studie näher beleuchtet.
Und was sind die Ergebnisse? Je höher der tierische Anteil in der Nahrung ist, desto größer ist die Gefahr, eine der o. g. Krankheiten zu bekommen. Aber umgekehrt auch: Ist man bereits erkrankt (außer bei Autoimmunkrankheiten), kann die Änderung der Ernährung die Erkrankung wieder rückgängig machen. Darüber hinaus berichten die Autoren aber auch davon, auf was für massiven Widerstand sie stießen, vor allem Colin Campbell, der diese Studien über Jahrzehnte durchführte, als sie ihre Ergebnisse publizieren wollten. Hier in Deutschland erhält man eigentlich immer eine Ernährungsberatung und wir aufgefordert, mehr Obst und Gemüse und weniger Fett zu sich zu nehmen, sowie mehr Bewegung zu haben. In den USA ist das offenbar nicht der Fall. Hätte ich nicht erst vor ein paar Tagen den Film "Food Inc." gesehen, in dem auch gezeigt wird, wie massiv die Lebensmittelindustrie die Politik beeinflusst und alle unter Druck setzt, die sie diskreditieren, hätte ich nicht glauben können, was hier in dem Buch steht. So wurden die WHO und eine andere Institution regelrecht erpresst, als sie die Empfehlung, 25 % Zucker in der Nahrung pro Tag wären in Ordnung, nicht weitergeben sondern den Wert auf 10 % runtersetzen wollte.
Es wird auch gezeigt, auf welchem Irrweg die übliche Forschung ist. Mir persönlich geht es ja schon lange auf die Nerven, dass in der Medizin immer alles auf den Faktor 1 reduziert werden soll. Der EINE Nährstoff gegen Krebs, das EINE Gen gegen Übergewicht usw. (Widersprüchlicherweise wird ja aber immer Vielfalt und Abwechslung propagiert.) Die Autoren zeigen sehr deutlich, dass man auf diese Weise nie ein zufriedenstellendes Ergebnis erhalten wird.
Vor allem aber wird eines angeprangert: Dass Prävention offenbar als Alternative nicht in Frage kommt, weil eine riesige Schlange von Firmen an kranken Menschen viel mehr verdient als an Gesunden. Weder Politik noch Industrie haben ein echtes Interesse daran, dass wirklich alle gesund sind und bleiben, denn dann würden ganze Wirtschaftszweige wegbrechen.
Dieses Buch ist wirklich Augen öffnend. Deshalb gibt es von mir absolute Leseempfehlung. Angenehm war auch, dass wirklich mit fundierten Ergebnissen begründet wurde und nicht mit den üblichen lächerlichen bis an den Haaren herbeigezogenen Argumenten der Veganer-Vertretung (zu langer Darm, falsches Gebiss, nur wegen der Eiszeit fingen Menschen an, Fleisch zu essen etc.).
Jedoch sollte man die Angaben in diesem Buch auch etwas kritisch betrachten. Z. B. wird von Colin Campbell eine Studie sehr ausführlich angeprangert, die zu dem Schluss kommt, dass zu viel Fett in der Nahrung keinen Einfluss auf Brustkrebs hat. Er meint, das wäre nicht aussagekräftig, da nur Frauen mit hohem Fett- und Fleischkonsum für die Studie untersucht wurden. Man hätte auch Vegetarierinnen für Vergleiche einbeziehen müssen. In Zahlen hat man 340.000 Frauen untersucht, von denen 7.000 und ein paar Brustkrebs bekamen. Mir ist nicht klar, was der Vergleich zu Vegetarierinnen hier hätte ändern sollen.
Ich finde es auch merkwürdig, dass tatsächlich empfohlen wird, überhaupt kein Fett zu konsumieren. Also nicht mal pflanzliche Öle, höchstens ein paar Nüsse. Sicher sollte man damit nicht übertreiben, aber die positiven Seiten von ein paar Tropfen Öl im Salat oder um eine Gemüsepfanne anzubraten, sind nicht von der Hand zu weisen. Und Öl ist sicher empfehlenswerter als ein Klumpen Butter oder Margarine.
Bedenklich finde ich auch, dass - trotz Ablehnung von Vitaminpräparaten - empfohlen wird, Vitamin B12 und Calcium in Pillenform zu sich zu nehmen. Da laut seiner eigenen Studien ein Proteinanteil bis 10 % bzw. 60 bis 100 g in der Nahrung keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat, verstehe ich nicht, dass nicht gesagt wird: Okay, wenn Sie es unbedingt wollen und weil sie diese beiden o. g. Nährstoffe brauchen, essen Sie halt ein Frühstücksei oder eine Scheibe Schinken am Tag.
Ich hoffe sehr, dass den verbrecherischen Machenschaften der amerikanischen Firmen endlich Einhalt geboten wird und dass sich Europa und andere Kontinente nicht weiter von ihnen beeinflussen lassen. Und dass dieses Buch immer wieder aufgelegt und seine Kernaussagen allen in Fleisch und Blut übergehen. Das wird nicht leicht, da der Drang nach hohem Fleischkonsum historisch gewachsen ist. Schon immer gab es in den reichen Haushalten viel Fleisch und in den armen Pflanzenkost. Deshalb ist ein Schnitzel auf dem Mittagstisch so begehrenswert. Vielleicht kommt nun bald eine Wende. Dieses Buch trägt auf jeden Fall ein gutes Stück dazu bei.
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am 1. Januar 2014
Meine Frau ist aus ethischen Gründen in das Veganer Lager gewechselt. Ich habe mich dem lange Zeit verschlossen, da Nahrungsaufnahme und Fleischgenuss (bzw. Milch- und Eiprodukte) für mich einfach zusammengehört haben. Als Kopfmensch interessierte mich aber, welche Gründe Veganer außer dem Tierschutz anführen. Bei meiner Internetrecherche bin ich über dieses Buch gestolpert.
Kurz gesagt, habe ich mir nie vorstellen können, mich ausschließlich vegetarisch geschweige denn vegan ernähren zu wollen/können. Nach der Lektüre der China Study habe ich meine Ernährung aus voller Überzeugung nun innerhalb von wenigen Wochen schrittweise auf Vegan umgestellt.

Habe mehrere Exemplare als Hörbuch zu Weihnachten verschenkt. Schade, dass ich dieses Buch nicht schon viel früher entdeckt habe! Absolute Pflichtlektüre für jedermann!
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TOP 500 REZENSENTam 20. August 2014
Nur selten gibt es Bücher, wo man nach dem Lesen seine ganze Ernährung umstellt. In diesem Buch werden die Wohlstandskrankheiten an vielen Studien gezeigt. Was für mich einerseits sehr interessant war, andererseits auch sehr schockierend. Seit dem Lesen des Buches ernähre ich mich vegan, und es geht mir viel viel besser damit. Ich bin nicht mehr so müde, bin körperlich und geistig fiter geworden.

Ich hoffe meine Rezension war für Sie hilfreich und hilft Ihnen die richtige Kaufentscheidung zu treffen.
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am 9. November 2012
Wäre das Buch als erster Teil einer wissenschaftlichen Studie zu verstehen, könnte man mehr als 1 Stern in Erwägung ziehen. Da Prof. Campbell aber nur jene Daten der China Study für seine Analysen berücksichtigt, welche seine eigenen Thesen untermauern (es werden ausschließlich univariate Korrelationen von tierischen Proteinen, tierischem Fett und Krebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. berechnet), fehlt ein wesentlicher Teil um dem Anspruch einer wissenschaftlichen Studie gerecht zu werden, nämlich der Test mit Vergleichsgruppen. Am schlimmsten ist, dass erschreckenderweise aufgrund von deskriptiven univariaten(!) Korrelationen kausale Zusammenhänge abgeleitet werden, was wissenschaftlich vollkommen untragbar ist.

1.) Zur selektiven Auswahl der Daten:
Auf keiner einzigen Seite des Buches sind Thesen und darauf anschließende Korrelationen über Blutzucker, Alkohol, Weizen, Konsum von Früchten, Gemüse, überhaupt vor allem Konsum pflanzlicher Fette und pflanzlicher Proteine mit Krankheiten zu finden. Um ersten wissenschaftlichen Grundregeln standzuhalten, hätte er vergleichsweise - wenn schon unbedingt ceteris paribus univariat - auch Korrelationen mit pflanzlichen Bestandteilen gegenüberstellen müssen.

2.) Univariate Korrelationen und Ableitung von kausalen Zusammenhängen:
An seine univariaten Korrelationen schließen keine(!) statistischen Tests an und werden sofort, ohne die Thesen mit einer Kontrollgruppe (sollte sich von der Testgruppe idealerweise nur durch die untersuchte Eigenschaft selbst selbst unterscheiden) zu vergleichen, als Kausalzusammenhänge interpretiert. Korrelationen können als erste Indikatoren für vermutete Thesen natürlich berechnet werden, jedoch daraus Ursache-Wirkungen abzuleiten, ist grob fahrlässig, die Gefahr von Scheinkorrelationen bleibt bestehen.

Um das zu verdeutlichen, könnte man beispielsweise auch eine These untersuchen, die folgendermaßen lautet:
"Zu wenig Konsum von Kuhmilch führt zu den weltweit höchsten Magenkrebsraten in China und in Japan" (Die Zahlen für die Magenkrebsraten sind belegt und auf der WHO Website veröffentlicht: globocan.iarc.fr/).

Da in China und Japan tatsächlich sehr wenig Kuhmilch konsumiert wird, gibt es eine stark negative Korrelation zwischen Kuhmilchkonsum und Magenkrebsrate, da z.B. in Europa die Magenkrebsrate weit niedriger ist, der Konsum von Kuhmilch aber sehr hoch. Natürlich kann man nicht auch automatisch behaupten, dass der zu wenige Kuhmilchkonsum zu dieser hohen Magenkrebsrate führt.

Würde man mit der "Methode" von Prof. Campbell analysieren, wären die Arbeiten allerdings hier abgeschlossen und man könnte tatsächlich den Schluss ziehen, "zu wenig Kuhmilchkonsum bedingt eine höhere Magenkrebsrate".

Was ich versuche zu verdeutlichen:
Ohne anschließende Tests können natürlich noch keine Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge aus den Untersuchungen abgeleitet werden, weil eben - wie mein Beispiel zeigen soll - Scheinzusammenhänge nicht ausgeschlossen werden können.

Denise Minger hat ebenfalls ausführliche Analysen gemacht, im Gegensatz zu Prof. Campbell aber weit mehr Daten (insb. pflanzliche Bestandteile als unabhängige Variable) in Betracht gezogen und aus den Korrelationen aber KEINE Zusammenhänge abgeleitet, weil dies ohne statistische Tests gar nicht möglich ist. Sollte nun wieder Kritik an Denise Minger und ihrer scheinbaren Inkompetenz losbrechen, bitte zuerst ihre wirklich sehr umfangreichen Analysen kritisch überprüfen und dann sachliche Einwände bringen, aber nicht bezogen auf ihre Ausbildung, Beruf, sondern ausschließliche auf ihre durchgeführten Analysen.

3.) Nicht im Buch behandelte Themen und offene Fragen

- Warum weist Prof. Campbell nicht auf die weltweit höchsten Magenkrebsraten in China und Japan hin und warum zeigt er keine Korrelationen zwischen Kuhmilchkonsum und Magenkrebs im Ländervergleich?
- Warum erwähnt er in keinem seiner Kapitel, dass im Iran die Brustkrebsrate noch niedriger ist als in China, obwohl der Konsum und Export von Kuhmilch sehr "europäisch hoch" ist: siehe Exportregister und Konsum in den Landesstatistiken)?
- Warum berücksichtigt er bei seinen Korrelationen ausschließlich tierische Inhaltsstoffe?

Fazit:
Ich denke, dass das Buch von Prof. Campbell als Einführung und erster Schritt ein wichtiger Beitrag und Ansatzpunkt für Diskussionen, Untersuchungen, Feldexperimente wäre. Die durchgeführten Korrelationsanalysen müssten aber

- um sämtliche Daten der China Study vervollständigt werden, d.h. nicht nur jene Daten unter die Lupe nehmen, die die eigenen Thesen stützen.
- um anschließend statistischen Tests zu unterwerfen.

Nach den Tests kann man beurteilen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen tierischen Inhaltstoffen und Krebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. besteht oder nicht. Wäre sehr interessant ...

Da dieses Buch aber leider aufgrund von einfachen univariaten(!) Korrelationsanalysen als abgeschlossen zu verstehen ist, sind diese Schlüsse der Analyse aus oben angeführten Gründen - so schade es ist - schwerst anzuzweifeln! Umso weniger verstehe ich die durchwegs hohe Begeisterung für dieses Buch.
181181 Kommentare| 386 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. November 2012
Das Buch trägt zwar den Titel "China Study", aber innerhalb des Buches ist die Auswertung der China-Study nur ein kleiner Teil. Das Buch beschreibt für den Laien einfach verständlich wie einer der renommiertesten Ernährungswissenschaftler der USA alle Erkenntnis-Phasen durchlaufen hat. Zunächst war er, auch als Sohn einer Bauernfamilie, absolut von der positiven Gesundheitswirkung von Fleisch und Milchprodukten überzeugt. Seine Meinung begann sich zu ändern, als er in Forschungsarbeiten auf Zusammenhänge zwischen Kasein (Milchprotein) und dem Krebswachstum bei Mäusen stieß. Diese Forschungsarbeiten verifizierte er anhand eigener Experimente und in wissenschaftlichen Magazinen veröffentlichten Forschungsarbeiten. Zu seiner Verwunderung konnte er die bereits aufgezeigten Zusammenhänge nicht widerlegen, er hatte sie in eigenen Versuchen eindeutig bestätigen und verifizieren können. Dies war dann der Ausgangspunkt für seine weiteren Untersuchungen, er erforschte den Zusammenhang, die Entstehung und das Wachstum von Tumorzellen und brachte dies in einen Zusammenhang mit den bereits bestehenden Forschungsergebnissen. Das Bucht liest sich auch für einen Laien sehr flüssig. Im Kapitel der China-Study werden dann die Forschungsergebnisse noch den historischen Daten zu Krebsarten, entzündlichen Krankheiten, Diabetis und Herz-/Kreislauferkrankungen gegenübergestellt. Auch hier bestätigt sich dann die bereits durch die jahrzehntelange Forschungsarbeit untermauerte und immer wieder belegte These der potentiellen Gefahr tierischer Proteine.

Jeder sollte dieses Buch gelesen haben, es stellt einen sehr wichtigen Beitrag in der derzeitigen Ernährungsdiskussion dar - insbesondere rüttelt es an dem Mythos der gesunden Milchprodukte (im Gegensatz zum Fleisch, über dessen schädliche Wirkungen es in der Ernährungswissenschaft mittlerweile ja bereits einen anerkannten Konsens gibt).
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am 19. April 2015
Bewertung des Inhalts des Sachbuches: 5 Sterne!!!
Der eine Stern Abzug ist für den inkorrekten Titel der deutschen Version. Wie? Nur wegen des Titels? Ja, ich erklär's auch gleich.

Dr. Campbell spricht eigentlich nie von einer VEGANEN Ernährungsweise. Er redet immer nur von einer VOLLWERTIGEN PFLANZLICH BASIERENDEN Ernährung (wholefood plant-based diet). Auch wenn beides am gleichen Strang zieht, so ist das nicht dasselbe.
Der Kernpunkt bei Veganismus ist es eben auf tierische Produkte (bei Ernährung, aber oft auch bei Kleidung, Pflegeprodukten, Gebrauchsgegenständen, etc.) völlig zu verzichten. Doch man kann sich auch sehr ungesund vegan ernähren. So existieren ebenfalls vegane Schokolade und veganer Fleischersatz. Bei häufigem Gebrauch derselben ist das keinesfalls gesundheitsfördernd (ich weiß es genau, denn ich hab das Zeug anfangs gerne und oft verdrückt, mit "schwer"wiegenden Folgen - v.a. auf der Waage und der Haut >< ).
Anders verhält es sich mit vollwertiger pflanzlich basierender Ernährung. Da sind schon mal solch stark verarbeiteten "Lebensmittel" ausgeschlossen. Diese sollte man nur zu sich nehmen, wenn man z.B. wirklich keine Zeit fürs Zubereiten der etwas zeitlich fordernden Mahlzeiten hat (Fleischersatzprodukte) oder wenn man sich mal was Nettes gönnen möchte (vegane Schokolade).

Des Weiteren entnimmt man dem Buch eindeutig, daß eine Ernährung mit bis zu 5% tierischen Eiweißen kein Krankheits-Risiko mit sich bringt. Diese kleine Menge ist gesundheitlich unbedenklich und daher vernachlässigbar. Somit dürften ein Bio-Frühstücksei am Wochenende, oder zwei Becher Bio-Natur-Joghurt die Woche oder einmal im Monat ein paar Pfannkuchen uns nicht sofort ins Grab bringen. Und der Sonntagsbraten (wenn man nun wirklich nicht zur Gänze auf Fleisch verzichten kann und es unbedingt sein MUSS) sollte genau das bleiben: ein SONNTAGSbraten! ^^

Zum Buch selber wurde eigentlich schon alles gesagt, deshalb gehe ich nicht mehr darauf ein.
Ich schreibe diese Rezension, zweieinhalb Jahre, nachdem ich das Buch las. Deswegen KANN ich auch gar nicht genau auf den Inhalt eingehen. *lol* Doch den Inhalt des Buches habe ich (trotz schlechter Anfangsphase, siehe oben) gut umgesetzt und kann sagen, daß es mir besser geht als je zuvor, dank der vollwertigen, pflanzlich basierenden Ernährung, die hier empfohlen wird. Seht diese größere Zeitspanne zwischen Lektüre und Rezension daher als Testphase an. ^^ Meine Gesundheit hat sich (nach anfänglich fehlgeleiteter Phase) jedenfalls enorm verbessert. Dank der vollwertigen pflanzlich basierenden Ernährung.

Deshalb möchte ich eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung aussprechen (außer für das Titelblatt).
Wie gesagt, die Vier-Sterne-Bewertung ist reiner Protest für die kleine Mogelpackung. Der Inhalt verdient ganze fünf Sterne (aber wegen des leicht irreführenden deutschen Titels konnte ich mich nicht dazu durchringen ... sorry!)
Ich halte es für wichtig, diese Rezension zu schreiben, weil ich denke, daß potentielle Leser durch den Titel ein klein wenig fehlgeleitet sein können. Hier geht es nicht um dogmatisches Predigen VÖLLIGEN (!) Verzichts Lebensmittel tierischer Herkunft. Es geht darum, warum diese Lebensmittel der Gesundheit abträglich sind und man diese auf ein Minimum (5%) reduzieren sollte. Ja, sogar bis hin zum Veganismus, aber mit einer sehr kleinen Menge macht man - laut Dr. Campbell - auch nicht unbedingt was falsch.

Inzwischen gibt es auch Kochbücher, welche die China-Study kulinarisch ergänzen:
Das offizielle Kochbuch zur China Study: Über 120 vegane Rezepte
400 Rezepte der veganen Küche: Das Kochbuch zur China Study
Ich habe noch keines davon gelesen, habe es aber demnächst vor.
Ebenfalls interessant zu lesen ist das Sach-und Kochbuch Essen gegen Herzinfarkt: Das revolutionäre Ernährungskonzept von Dr. Esselstyn (ein amerikanischer Herzchirurg im Ruhestand und nun Präventivmediziner aus eigenem Antrieb, hat mit Dr. Campbell zusammen die Doku Gabel statt Skalpell - Gesünder leben ohne Fleisch gemacht). Obwohl es - meiner Meinung nach - in erster Linie für Leute geschrieben wurde, welche Probleme mit Herz und Kreislauf haben. Aber auch zur Verhinderung derselben kann man es hernehmen (zumindest ab und zu, denn es ist ziemlich streng, wenn auch trotzdem schmackhaft).

Ach ja, eines noch!
Wer sich für die genauen medizinischen Prozesse bei ernährungsbedingten Stoffwechselerkrankungen interessiert, dem könnte ich noch folgendes Buch vorschlagen: Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts: Die effektivsten Maßnahmen zur Prävention und Therapie von Zivilisationskrankheiten: Metabolisches Syndrom ... Rheuma Prostata- und Brustkrebs
Blöder Titelanfang ich weiß (ich sag ja schon immer, daß die Deutschen irgendwie gut darin sind, schlechte Buchtitel zu erfinden). Jedenfalls hat dieses medizinische Sachbuch auch einen Ernährungsteil mit vollwertiger pflanzlich basierender Ernährung drin (inkl. Ernährungspyramide) und eine Liste mit 40 Seiten (!) zu Quellenangaben der Unmengen von Studien, die hier berücksichtigt wurden.

Ach und meine Mutter ist nach der niederschmetternden Diagnose einer progredienten MS-Erkrankung inzwischen auch auf diese Ernährung umgesattelt - mit Erfolg. Die Entzündungsherde im Rückenmark sind zurückgegangen. Nach nur einem halben Jahr. Das haben selbst die Interferon-Spritzen (die sie ein ganzes Jahr VOR der Ernährungsumstellung genommen hat) nicht bewirken können. Das halte ich keinesfalls für einen Zufall.
Wobei hier weniger entscheidend war, was sie weggelassen hat (nämlich die tierischen Produkte), sondern was sie stattdessen zu sich genommen hat (nämlich das was Dr. Campbell empfiehlt ... vollwertige pflanzliche Nahrung)! Es wirkt! Absolute Heilung ist zwar in ihrem Fall nicht möglich, aber Lebensqualität-verbessernde Maßnahmen (v.a. solche ohne Nebenwirkungen) sind ihr definitiv willkommen. ^^
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