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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
89
3,8 von 5 Sternen
Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:12,99 €+ Versandkostenfrei


am 26. Februar 2013
Jane ist in ihrem jungen Jahren schon verzweifelt genug, um sich das Leben zu nehmen.
Damit es diesesmal auch wirklich klappt, beschließt sie ihrem Leben mitten auf einer Flugzeugtoilette ein Ende zu setzen. Doch ausgerechnet dieser Ort rettet ihr erneut das Leben, denn das Flugzeug stürzt ab, während sie in der Toilette sitzt.
Nur sie und ein weiterer Passagier namens Paul überleben diesen Absturz und stecken mitten in den Rocky Mountains fest.
Dieser Umstand und vor allem auch Paul, wecken in Jane, genug Kampfgeist und Überlebenswillen.
Gemeinsamen schlagen sie sich durch die Berge und dem Schnee und Janes muss erkennen, das sie alles andere als sterben will!
Diese Handlung war für mich dramatisch und spannend genug um das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Ich fand die beiden Protagonisten Paul und Jane sehr interessant, da sie recht verschieden sind und sich auch einige Wortgefechte liefern.
Auch wenn der Handlungsverlauf für mich schnell vorhersehbar war, hat mir dieser Roman ein echtes Lesevergnügen bereitet.
Zum einen lag es an dem Schreibstil, der nicht nur den Handlungsort wunderbar visuell beschreibt, gemischt mit einem Hauch von Romantik, sondern auch die Personen selbst sehr interessant darstellt.
Es war sehr interessant Janes Weg zu verfolgen, wie sie zu sich selbst findet und plötzlich entdeckt, wie lebenswert das Leben sein kann.
Fazit:
Ein spannender und romantischer Abenteuerroman mit einer wunderbar beschriebenen Hintergrundkulisse, dessen Fokus sich darauf richtet, wie die Angst zu leben plötzlich in den Willen zu Überleben umschlagen kann.
© Michaela Gutowsky
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Februar 2013
Inhalt:
Jane ist 16 und lebt seit ihrem letzten Selbstmordversuch in einer psychiatrischen Klinik. Durch „gutes Verhalten“ hat sie sich für Weihnachten einen Heimurlaub verdient. Doch Jane hat insgeheim alles genau geplant. Sie will nicht lebend zu Hause ankommen. Ausgerechnet ein Flugzeugabsturz im eisigen Gebirge, den sie und der wenig ältere Paul als Einzige überleben, bringt ihren Lebensmut zurück. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die Wildnis.

Meine Meinung:
Das Buch lässt sich sehr schnell und leicht lesen. Der Schreibstil ist flott. Erzählt wird von Jane in der Ich-Form im Präsens. Dadurch hat man den Eindruck, live dabei zu sein. Man bekommt viele von Janes Gedanken mit, trotzdem konnte ich manche Entwicklungen nicht wirklich nachvollziehen, z.B. warum Jane plötzlich doch wieder leben will. Hier hätten ein paar Seiten mehr dem Buch wirklich gutgetan, in denen man genau dies hätte erklären können.

Die trockene, sarkastische Art, mit der Jane erzählt, hat mir gut gefallen. Emotionales rückt dabei nicht unbedingt in den Vordergrund, ist aber trotzdem vorhanden. Die ganze Handlung fand ich sehr interessant und auch von Anfang an spannend, wobei die Spannung im Verlauf noch ansteigt. Jane und Paul müssen natürlich etliche Gefahren überwinden. Dabei kommt sehr schön zum Ausdruck, wie Paul Jane auf seine ganz eigene Art immer wieder motiviert und sie über sich selbst hinaus wächst.

Allerdings fand ich viele Szenen einfach sehr unrealistisch. Schwere Probleme konnten viel zu leicht gelöst werden. Klettern mit nur einem Arm funktioniert hier einwandfrei. Die Selbstmordproblematik war für mich zu oberflächlich dargestellt, was sehr schade ist, da es doch eigentlich ein zentrales Thema des Buches ist.

Fazit:
Ganz nettes Jugendbuch, aber man darf nicht allzu genau hinschauen.
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am 19. Februar 2013
Nach dem Selbstmord ihres Vaters droht Jane immer mehr den Halt zu verlieren. Nach einigen Jahren ist sie psychisch soweit abgerutscht, dass sie versucht, sich umzubringen. Daraufhin landet sie in einer speziellen Klink, dem "Life House", die alles daransetzen, Jane zu helfen. Doch sie machen den Fehler, sie zu unterschätzen, denn während sie nach außen hin das rehabilitationswillige Mädchen gibt, plant sie innerlich prezisiös einen neuen Selbstmordversuch. Hierzu bekommt sie bei ihrem einwöchigen Weihnachtsurlaub, in dem sie ihre Mutter besuchen darf, Gelegenheit. Sie will sich in der Flugzeugtoilette einschließen und mit einem Drogencocktail ins Nirwana abtreten.

Doch während ihres Versuchs geht urplötzlich das Licht in der Kabine aus und das Flugzeug verliert schlagartig an Höhe. Jane wird durch den engen, kleinen Raum geworfen und erwacht mit einer riesigen Beule am Kopf. Entsetzt erkennt sie ihre Lage und macht sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Aber einzig ihr Sitznachbar Paul ist noch am Leben. Ihr Absturzort liegt mitten in der tiefsten Wildnis in den Rocky Mountains. Alles versinkt in Massen von Schnee und die Temperaturen sind jenseits der 0°-Marke. Fernab von der eigentlichen Flugroute kann es Wochen dauern, bis man sie entdecken wird. Für Jane und Paul beginnt ein harter Kampf ums Überleben. Werden sie es schaffen?

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Alex Morel gefällt mir wirklich gut. Er schildert die Geschichte aus der Sicht von Jane in der Ich-Form und verwendet hierbei das Präsens. Dadurch fühlt man sich als Leser mit dem Charakter verbunden und nimmt Anteil an ihren Gedanken und Gefühlen.

Seit dem Tod ihres Vaters ist Jane psychisch angeschlagen und besessen von dem Gedanken, dass der Hang zum Selbstmord in ihrer Familie genetisch bedingt ist. Deswegen und weil ihr Leben eine einzige, unausweichliche Erinnerung an ihren Vater und seine Tat zu sein scheint, ist ihr eigentlicher Lebensinhalt nur noch, es ihm gleichzutun. Doch der Flugzeugabsturz stellt ihr Leben und Denken auf den Kopf. Sie entdeckt in sich einen Überlebenswillen in seiner ursprünglichen Form, der in uns allen innewohnt und versucht, daraus neue Kraft zu schöpfen.

Auch Paul hat mit ähnlichen Dämonen zu kämpfen. Doch im Gegensatz zu Jane, hat er sich stets für das Leben entschieden und seines schon vor langer Zeit selbst in die Hand genommen. Seine anfänglich ruppige Art zwingt Jane dazu, Entscheidungen zu treffen und ihre innere Einstellung zu überdenken.

Der im Egmont Ink Verlag erschienene Roman "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" von Alex Morel ist allein schon wegen seines wunderschönen und ansprechenden Covers seinen Kauf wert. Obendrein hat der Autor es geschafft, mich mit seiner Geschichte zu berühren, obwohl die Handlung ein wenig vorhersehbar war. Gut gefallen haben mir die inneren Zwiegespräche von Jane, die viel über sie preisgeben und ihre Beweggründe offenlegen.

Fazit:

"Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" ist ein Jugendroman mit einer fesselnden und emotional berührenden Handlung. Dem Autor ist es gelungen, die Geschehnisse einfach und realistisch zu beschreiben und dabei auch die Gedanken und Gefühle seiner Protagonistin miteinfließen zu lassen. Janes Entwicklung war dabei sehr schön nachzuvollziehen und ich habe sie auf ihrem beschwerlichen Weg begleitet. Wie wichtig die Unantastbarkeit des Lebens und Vertrauen, sowohl in sich selbst, als auch in andere, ist, hat der Autor dabei meiner Meinung nach sehr schön herübergebracht.
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am 16. Februar 2013
Die Geschichte:
Jane ist eine Planerin. Sie lebt im ‘Life House’, einer Klinik für Jugendliche mit Problemen. Vor kurzem hat Jane zwei Selbstmordversuche hinter sich, die sie selbst ‘Zwischenfälle” nennt. Sie kommt aus einer Familie mit vielen Problemen, denn auch ihr Vater und dessen Mutter haben sich selbst das Leben genommen. Und auch Jane ist mit ihrem Leben nicht zufrieden und plant nun also zum 3. Mal, sich selbst umzubringen, und zwar diesmal in einem Flugzeug. Alles klappt, wenn auch gerade so, doch kaum ist Jane im Flugzeug, beginnt das Dilemma. Ein nerviger Skifahrer sitzt neben ihr und das Flugzeug gerät in Turbolenzen. Sie ist gerade dabei, die verschiedensten Pillen einzunehmen, um dann ins Nirvana abzudriften und zu sterben, als das Flugzeug in Schieflage gerät und beginnt, abzustürzen. Kurz darauf findet sie sich auf dem Boden der Toilette wieder. Sie realisiert, was passiert ist: Das Flugzeug ist abgestürzt und auseinander gefallen. Jane scheint die einzige Überlebende zu sein. Doch dann findet sie ihren Sitznachbarn, den Skifahrer Paul, der in einer Schlucht gefangen ist und aufgrund seines klemmenden Sicherheitsgurtes nicht in der Lage ist, sich zu befreien. Doch mit ihrer Hilfe schafft er es. Von nun an sind beide ein Team und kämpfen ums Überleben. Doch nicht alles läuft, wie es soll, und dass beide zwischen Hass und Zuneigung hin- und hergerissen sind, macht das Überleben nicht einfacher. Jane muss über ihre Grenzen gehen, um sich und Paul zu retten.

Meine Meinung:
‘Survive’ ist ein Buch, bei dem schon das Cover das Interesse weckt. Es ist, wie schon oben erwähnt, ein Traum. Die Geschichte ist jedoch etwas krasser, jedoch nicht weniger interessant. Es thematisiert besonders den Tod durch Selbstmord. Für Jugendliche ein sehr außergewöhnliches Thema. Doch durch die Schreibweise, die aus Janes Sicht geschrieben ist und in der sie zu dem Leser spricht, wird man in ihr Leben hineingezogen. Das hat Herr Morel wirklich gut mit seinem Schreibstil hinbekommen. Man versucht, Janes Gründe für die Selbstmordversuche zu verstehen, was mir persönlich nicht sehr leicht gefallen ist. Sie wollte Aufmerksamkeit, so scheint es. Und das waren ihre Versuche, um sich diese von ihrer Mutter zu verschaffen. Es ist wirklich sehr interessant zu lesen, wie sich nach dem Flugzeugabsturz in Jane der Wunsch nach dem Tod in den Wunsch zu überleben wandelt. Auch ist es toll zu lesen, wie Jane über ihre Grenzen hinaus geht und Dinge tut, zu denen sie normalerweise vermutlich nie in der Lage gewesen wäre. Paul ist für mich schwer einzuschätzen. Mal ist er ein Vollidiot, mal ein echt netter Kerl. Doch nach und nach versteht man, warum er so ist, wie er ist. Was in seiner Vergangenheit passiert ist. Dass sich sogar in solch einer Notsituation tiefe Zuneigung entwickelt, ist für mich beeindruckend gewesen. Teilweise haben sich jedoch manche Klettertouren etwas langgezogen angefühlt, aber es gab immer etwas, das das Lesen spannend gestaltet hat. Vor allem das Ende ist sehr emotionsgeladen, ohne da etwas vorweg zu nehmen. Insgesamt kann ich zu dem Buch sagen, dass es ein wundervolles Cover hat und mit einer sehr emotionalen und aufwühlenden Geschichte doch aus dem aktuellen Dystopierausch herausragt, weil es eben keine futuristische Story ist, sondern um das normale Leben einer Jugendlichen in der Gegenwart geht. Alles ist echt, alles könnte so passieren. Und ich habe nicht lange gebraucht, um es zu lesen, weil es mich wirklich nicht losgelassen hat. Ich wollte wissen: Wie geht es weiter? Für mich ist ‘Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt’ ein sehr gefühlvolles und schönes Buch mit Höhen und Tiefen der Charaktere.

Meine Bewertung:
Zwei Hauptcharaktere, ein Unglück und der Kampf ums Überleben. Mir hat es gut gefallen und ich denke, dass es für alle ein sehr schönes Buch ist, die gerne Einzelbände lesen und viele Emotionen durchleben möchten. 5 Sternchen von mir für ‘Survive’.
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am 10. Januar 2013
Jane ist eine Planerin und sie weiß genau, wie sie aus dem Leben treten will. Doch dann passiert eine Katastrophe, mit der sie nicht gerechnet hat!

Die siebzehnjährige Jane wohnt im Life House unter Aufsicht von Betreuern und Doktoren, denn vor einem Jahr hat die junge Frau versucht, sich das Leben zu nehmen. Damals ist der Versuch kläglich gescheitert, weil ihre Mutter sie rechtzeitig gefunden hat. Sie ist sich selbst nicht sicher, ob der Vorfall mehr ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit war, als die tatsächliche Möglichkeit, dem Leben ein Ende zu setzen. Ihr eigener Vater hatte Jahre zuvor den gleichen Weg beschritten und nun fühlt sich Jane ihm und seiner Tat verbunden.

Heute soll ihr erster Ausflug aus dem Life House sein. Sie soll zurück zu ihrer Mutter fliegen und dort Weihnachten verbringen. Doch für Jane ist das die erste Möglichkeit seit einem Jahr, dem Versuch von damals zu Ende zu bringen. Gut geplant schafft sie es, sich die nötigen Tabletten zu besorgen, um damit in ihr eigenes Nirwana zu reisen. Doch während sie versucht, die Tabletten zu schlucken, stürzt das Flugzeug in der Wildnis ab. Einzig Jane und ihr Sitznachbar Paul überleben die Katastrophe. Doch nun muss Jane sich fragen, ob sie tatsächlich sterben will. Oder möchte sie leben und kämpfen? Für sich, für Paul und für eine Zukunft?

Aus Janes Sicht erlebt der Leser eine sehr emotionale Reise ins Ungewisse. Dabei wird schnell klar, dass es hier um mehr geht, als einen Flugzeugabsturz. Hier geht es um tiefe Gefühle, Leid, Träume und große Ängste. Jane steht unsicher im Leben, weiß nicht wie und ob es weiter gehen soll. Für wen sollte sie bleiben, wer wartet im Jenseits auf sie. Doch plötzlich ist dort mehr, ohne sie kann Paul nicht überleben. Und auf einem Mal wird klar, sie muss sich entscheiden. Kämpfen und überleben oder aufgeben und unter Massen von Schnee und Eis begraben werden. Ihr Kampf ums Leben beginnt.

Eine dramatische Erzählung, die schon auf den ersten Seiten fesselt. Mit jugendhaften Worten und einer sehr bildlichen Sprache fällt es leicht, den Ausführungen zu folgen und sich den Kampf hautnah vorstellen zu können. In Jane sind so viele komplexe Gefühlswelten versammelt, dass sich dieses Buch nicht in eine einfache Kategorie schieben lässt. Es ist so vielschichtig und gefühlsvoll, dass es berührt und nachhaltig bewegt.

Fazit: Eine emotionale Achterbahnfahrt. Kurzweilig, spannend und sehr unterhaltsam. Mit einer soliden Hauptprotagonistin eine lebendige Geschichte erleben und sich auf das Gefühlschaos und eine große Katastrophe einlassen. Große Empfehlungsgarantie!
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am 28. Dezember 2015
Das erste, was mir positiv an „Survive“ aufgefallen ist, ist der Schreibstil von Alex Morel: ungeschönt, ehrlich, aber dennoch sehr gefühlvoll. Dazu die ungewöhnliche Protagonistin Jane, die voller Sarkasmus steckt und das Buch hatte mich bereits nach wenigen Seiten für sich gewonnen.

Die Geschichte ist in zwei Teile unterteilt. Der erste Teil spielt hauptsächlich in der Klinik, in der Protagonistin Jane lebt. Er befasst sich mit ihren Gedanken und dem Plan sich umzubringen. Man erfährt viel über die Hintergründe, aber auch über Jane.
Der zweite Teil spielt nach dem Absturz des Flugzeuges und deutlich spannungsgeladener.

Die Kapitel sind relativ kurz, sodass man schnell durch die Seiten fliegt, weil man immer nur noch ein Kapitel weiterlesen möchte und dabei gar nicht bemerkt wie die Zeit vergeht.

Fazit:
„Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite für sich einnehmen können und völlig von sich überzeugt. Schade, dass es nicht mehr Bücher von Alex Morel gibt. Mein Monatshighlight im Dezember!
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am 31. Januar 2013
"Survive" stand schon lange oben auf meiner Wunschliste, was wohl an dem wunderschönen Cover lag, aber auch an dem vielsprechenden Klappentext. Ich habe das Buch voller Vorfreude begonnen, was jedoch nicht lange anhielt ...

Die Story ist recht einfach erklärt: Selbstmordgefährdetes Mädchen fliegt mit Flugzeug. Flugzeug stürzt mitten in der Pampa ab. Mädchen überlebt. Gutaussehender Junge überlebt auch. Alle anderen tot. Mädchen und Junge verlieben sich und müssen überleben.
Um viel mehr dreht sich die Geschichte wirklich nicht. Gelegentlich kommt der eine oder andere Rückblick von Janes Leben in der Anstalt, aber ansonsten bleiben wir in den frostigen Rocky Mountains.
Das die Geschichte so einfach ist, stört überhaupt nicht, im Gegenteil. Eine gute Geschichte muss nicht immer kompliziert und unglaublich komplex sein. Sie muss einfach funktionieren.
Die Grundidee an sich hat auch funktioniert. Das Konzept war da, nur die Ausführung war ... Naja.

Die komplette Geschichte kann sich einfach nicht auf den, ohnehin schon sehr wenigen Seiten, entfalten. Alles geht einfach viel zu schnell. Nach einem gefühltem Drittel sind Jane und Paul einander schon mit Haut und Haaren verfallen. Beide erleiden einfach nur haarsträubende Verletzungen und das im Minutentakt. Als Leser habe ich mich doch manchmal leicht überrumpelt gefühlt. Die ganze Geschichte drückt einen einfach nur auf die herbeigezogene Liebesgeschichte von Jane und Paul. Die beiden kommen gar nicht richtig dazu, ihre ausweglose Situation richtig anzunehmen. Klar, beide kämpfen ums überleben, sind halb erfrohren, verhungert und verdurstet, aber haben noch Zeit übereinander herzufallen ... Logisch ^^

Ohnehin sind die beiden Hauptpersonen nicht gerade das, was ich Wunsch-Charaktere nennen würde.
Jane ist einfach nur langweilig, nervtötend und vollkommen unglaubwürdig und das in fast allem, was sie macht. Sie soll ja bereits mehrmals versucht haben, sich in der Vergangenheit umzubringen, aber so richtig kaufe ich ihr das einfach nicht ab. Eine richtige Begründung bekommen wir dafür auch nicht. Ja, sie hat einen großen Verlust erlitten (Ihr Vater hat sich an Weihnachten selbst erschossen) und ja, sie hat Depressionen, aber das man sich gleich umbringen muss ... Das hat der Autor sich wohl auch gedacht und so wird noch eine entsprechende "Familienvergangenheit" dazugedichtet, in der sich wohl in jeder Generation von Janes Familie eine oder gar mehrere Personen einfach so umbringen. Oder wie Jane es in ihrem höchst emotionalem Abschiedsbrief *Sarkasmus* ausdrückt: "Sorry Mum, es liegt in der Famile ... " Hallo?! Seit wann sind Suizidgelüste denn vererbbar? Ruft Darwin! Er hat was in seiner Vererbungslehre vergessen ^^ *Hand gegen den Kopf*
Mal ernsthaft, wer kommt auf so etwas? Ich hätte ja noch ein Auge zugedrückt, wenn es einigermaßen glaubwürdig rübergebracht worden wäre, aber Jane fährt immer so auf der Mitleidsschiene und scheint vom Leser auch noch zu erwarten, ihre gestörten Sichtweisen zu verstehen?! Sie erzählt einfach drauf los und ich als Leser denke mir nur: WTF? Was hast du eigentlich für ein Problem Mädchen? Der einzige, der ihr stellenweise die Meinung sagt ist Paul, aber auch das lässt im Laufe des Buches nach, als die beiden "zueinander finden". Anfangs war Paul mir wirklich sympathisch und mit Abstand meine Lieblingsfigur im Buch, aber auch er bekommt eine tragische Vergangenheit und Dramatime aufgedrückt, was einfach nur nervt. Warum können normale Menschen nicht auch solche bleiben? Warum müssen sie immer ihre halbe Familie verlieren und vom Leben einfach nur so gehasst werden? Weniger Drama, mehr Authenzität bitte!

Darüber hinaus ist der ganze Weg, den die beiden im Verlauf des Buches zurücklegen einfach nur vollkommen unlogisch und scheinbar nur dazu da, Jane und Paul Raum zum "Kennenlernen" zu geben. Beide laufen mehr oder weniger planlos durch die Gegend (Etwas, wobei unsere liebe Jane Anfälle bekommt^^) und klettern gefährliche Felswände hoch, vor denen selbst Profis Respekt hätten. Warum genau sie das machen, bleibt mir ein Rätsel. Warum zum Teufel entfernen sie sich soweit vom Wrack des Flugzeuges und lassen soviel Bergungsgut liegen? Jeder normale Mensch würde zumindest in der Nähe bleiben und irgendwie die versuchen, anderweitig auf sich aufmerksam zu machen, oder? Nein, Jane und Paul MÜSSEN einfach weg und ihren eigenen Weg in die Zivilisation finden und um das zu erreichen klettern sie irgendwelchen Klippen hoch ... Is klar ne?
Auch schaffen es die beiden nur ein einziges Mal, ein Feuer zu entfachen. Sie denken nicht mal mehr daran. Lektion Nr. x in der Wildnis: Feuer machen! Die beiden haben sogar Streichhölzer!
Da hätte der Autor ruhig einen Blick in einen handelsüblichen Survivalguide werfen können ^^

Auch sind die körperlichen Zustände der beiden sind einfach nur unlogisch dargestellt worden. Paul kann mit einem gebrochenen Arm, mehreren gebrochenen Rippen und inneren Blutungen noch steile Felsen hochklettern (und anschließend mit Jane rumknutschen) und Jane selbst steht gefühlte hundert Mal kurz vor dem Kältetod, rappelt sich aber irgendwie immer wieder hoch und erleidet keinerlei Erfrierungen und setzt sich mehrmals wirklich tödlichen Witterungen aus. Jeder andere wäre bereits nach mindestens 48 Stunden elendig gestorben ... ^^

Aber ich will nun endlich aufhören, über das Buch herzuziehen ...

Der Schreibstil war im Grunde genommen sehr schön, aber viel zu kurzweilig. Die Kletterpassagen und Janes "Innere Kämpfe" waren einfach zu dick aufgetragen und somit nervtötend.

Emotional war es jetzt keine vollkommene Katastrophe, jedoch haben die vielen Ungereimtheiten einfach die Suppe verdorben. Viel weniger Drama, etwas mehr Realität und eine Brise Kreativität wären die idealen Zutaten gewesen.

"Survive" ist im Fazit kein so schlechtes Buch, wie man meinen mag. Sicher werden einige ihre Freude an dem Buch haben, aber ich gehöre leider nicht dazu. Das Buch beginnt sehr vielsprechend und kann dieses Niveau stellenweise auch halten, versinkt jedoch zusehends in einem Eintopf aus Möchtegern-Drama, Kitsch, absoluter Unglaubwürdigkeit und Realitätsferne ... Schade :/

Wertung
Story: 1,5/5
Charaktere: 2/5
Sprache/Schreibstil: 2,5/5
Emotional: 2/5
Endwertung: 2
Altersempfehlung: 12 Jahre
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am 15. Januar 2013
Handlung:
Wie durch ein Wunder haben die Jugendlichen Jane und Paul einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains überlebt. Sie sind sogar die einzigen Überlebenden.
Ironie pur, denn Jane hatte gerade für den Tag des Fluges ihren Selbstmord geplant.
Um zu überleben müssen sich die zwei durch die eisige Wildnis schlagen, mit kaum Proviant und nur wenig warmen Klamotten. Noch dazu kann Jane so rein gar nichts mit dem Besserwisser und Wichtigtuer Paul anfangen.
Doch mit der Zeit erkennt Jane, dass Paul nur das beste für sie will. Und noch dazu erkennt Jane, dass sie Leben will! In der eisigen Wildnis kommen sich die zwei langsam näher, doch können sie dem Eisgefängnis entfliehen?

Buchgestaltung:
Wow!!! Das Cover von "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" ist einfach unglaublich schön! Ein wahrer Eyecatcher im Bücherregal. Zu sehen ist eine karge Schneelandschaft und zwei Hände, die eine Rosenblüte tragen. Was genau die Rose bedeuten soll, weiß ich leider nicht, aber es passt einfach irgendwie. Auch ohne Schutzumschlag ist das Buch ein wahrer Augenschmaus.

Schreibstil:
Mir gefiel der Schreibstil von Alex Morel sehr gut! Er schreibt kurz und knapp, schmückt alles genau richtig aus und das Buch liest sich sehr flüssig. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jane, sodass man ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachvollziehen kann.

Charaktere:
Es gibt in "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" nicht wirklich viele Charaktere, eigentlich spielen nur Jane und Paul mit.
Jane war mir, trotz ihrer schweren Vergangenheit, von Anfang an sympathisch. Aufgrund zweier Selbstmordversuche ist Jane in der Psychatrie gelandet. Da sie sich aber gut führt, wurde ihr der Weihnachtsaufenthalt bei ihrer Mom erlaubt. Aber Jane hat ihre wahren Gefühle immer verheimlicht und will sich, auf den Flug nach New Jersey das Leben nehmen.
Eigentlich war der Flugzeugabsturz für Jane das Beste, was ihr je passieren konnte, denn dadurch hat sie gemerkt, wie kostbar das Leben wirklich ist, und das man dem Leben nicht einfach leichtfertig beenden sollte.
Jane macht innerhalb des Buches eine sehr schöne Entwicklung durch. Anfangs ist sie noch die psychisch verwirrte, Planerin, die jeden Schritt ihres Lebens genau vorausplant, aber später lässt sie sich einfach auf das Leben ein und handelt, ohne groß nachzudenken.
Mit Paul brauchte ich ein wenig Aufwärmzeit. Paul ist jetzt nicht unbedingt der Typ, den man sofort ins Herz schließt. Er hat einen ziemlich schwierigen, komplexen Charakter. So zieht er z.B. über die Toten her, die die zwei beim Flugzeug finden.
Doch hinter dem taffen, arroganten Auftreten von ihm, liegt eine sehr verletztliche Seele, die schon so manches mitgemacht hat.
Gegen Ende hin habe ich Paul richtig liebgewonnen, denn im laufe der Handlung zeigt er Jane gegenüber sein wahres Gesicht und das hat mir echt gut gefallen.

Meine Meinung:
Schon als ich das erste Mal das Cover von "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" gesehen habe, war für mich klar, dieses Buch muss ich haben! Der wirklich vielversprechende Klappentext war da eher noch das Sahnehäubchen oben drauf.
Und ich muss sagen, das unglaubliche Cover und der Klappentext haben mich nicht enttäuscht!! "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" ist einfach ein wunderbares Buch über die Liebe zum Leben. Außerdem ist es voller Abenteuer, Liebe und Herzschmerz. Also einfach die perfekte Mischung!
Die Handlung beginnt eigentlich noch recht gemächlich. Man findet sich bei Jane in der Anstalt wieder, die sich gerade auf die Reise zu ihrer Mom vorbereitet. Das Jane in der Psychatrie ist, hat den einfachen Grund, dass sie sich schon 2 mal das Leben nehmen wollte. Dafür ist die Familie von Jane prädestiniert, denn ihr Großvater, ihre Großmutter und auch ihr Vater haben ihren Leben selbst ein Ende gesetzt.
Nach den zwei eher halbherzigen Versuchen will Jane es jetzt richtig machen und auf dem Flug nach Hause ein Menge Tabletten schlucken. Doch gerade als Jane dabei ist, stürzt das Flugzeug ab und Jane findet sich in einer wahren Eishölle wieder. Einzig der nervige Paul hat noch überlebt.
Und ab da beginnt eine wirklich unglaubliche Reise durch die karge Schneelandschaft. Dabei erwacht Jane's Lebenwille wieder zum Leben und auf einmal kämpft sie. Das liegt natürlich auch ein wenig an Paul.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden spielt keine allzu große Rolle, sie schmiegt sich perfekt an die actionreiche Handlung ein. Anfangs denkt man, dass Jane und Paul absolut nichts gemein haben und auch gar nicht füreinander bestimmt sein können, aber je mehr Geheimnisse der beiden ans Licht kommen, desto mehr sieht man, wie ähnlich die zwei sich sind.
Die Handlung hat gerade die richtige Portion Spannung. Als Jane und Paul so in den Bergen rumgeklettert sind, habe ich schon das ein oder andere Mal die Luft angehalten, da ich wirklich Angst um die zwei hatte.
Das Ende.. tja.. ich muss leider sagen, dass hat mir überhaupt nicht gefallen. Für mich war es ab einem gewissen Teil der Handlung einfach zu vorhersehbar. Natürlich war dieses Ende die einzige logische Erklärung, aber ich fand es trotzdem sehr traurig und musste doch sehr viele Tränen verdrücken.
Mit "Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" haben wir doch tatsächlich mal einen Einzelband, was mir natürlich super gefällt!

Fazit:
"Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" von Alex Morel ist ein wirklich gelungendes Debüt! Das Buch hat alles was man braucht: Ein tolle Geschichte, tolle Charaktere, Spannung, Liebe und Herzschmerz. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
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am 26. März 2013
"Ich weiß nicht, wohin. Ich bin verloren. ich werde sterben. Auf diesem gottverlassenen Berg werde ich sterben. Nun gut, ist es nicht genau das, was ich wollte? Auf einmal weiß ich darauf keine Antwort mehr. Ist es denn das, was ich wollte? Wollte ich das?" (S. 66)

Es sollte der letzte Tag ihres Lebens werden: auf dem Flug nach Hause wollte die suizidgefährdete Jane eigentlich ihrem Leben ein Ende setzen. Doch dann stürzt das Flugzeug ab und Jane ist die einzige Überlebende, zusammen mit Paul, den sie während des Fluges kennengelernt hat. Gemeinsam müssen sie sich durch verschneite Gebirge kämpfen und sich dabei auf sich selbst verlassen, denn in der zerklüfteten Landschaft besteht kaum Hoffnung auf Rettung. Erst da, frierend und hungernd, lernt Jane wieder den Wert des Lebens zu schätzen...

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Alex Morels Debütwerk "Survive", welches uns an der Seite der suizidgefährdeten Jane und des Abenteurers Paul in eine verschneite, lebensfeindliche Gebirgswelt entführt, konnte mich wirklich überraschen, denn es ist trotz der mädchenhaften Aufmachung keine leichte Kost. Und gerade die ernsthafte Thematik und die mitreißende Erzählweise haben es mir angetan.

Wir lernen Jane kennen, als sie gerade ihren Selbstmord plant. Nachdem sie ihren Pflegern und Therapeuten monatelang etwas vorgemacht hat, darf sie nun zum ersten Mal die Klinik für gefährdete Jugendliche verlassen, um Weihnachten zu Hause zu verbringen. Doch Jane plant nicht, dort anzukommen. Im Flugzeug will sie ihrem Leben mittels Pillen ein Ende setzen, wie ihr Vater es bereits vor 5 Jahren getan hat. Aber es kommt anders als geplant: das Flugzeug stürzt ab und nur Jane und ihr Sitznachbar Paul überleben. Gemeinsam versuchen sie, der Eishölle des verschneiten Gebirges zu entkommen. Doch ihre Chancen stehen schlecht...

Lebensmüde, manipulativ und abgestumpft, so präsentiert Alex Morel uns Jane zu Anfang. Kein Wunder dass man erst einmal warm werden muss mit ihr, denn sie verletzt nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mutter durch ihr abweisendes Verhalten. Seit sich ihr Vater vor 5 Jahren an Weihnachten erschossen hat, plant Jane ihren eigenen Ausstieg. Ich konnte zu Beginn einfach nicht anders als eher Mitleid für Janes Mutter zu empfinden als für Jane selbst, denn ihr Lebensüberdruss und ihr unbedingter Wille, ihr Leben zu beenden haben sie einfach sehr gefühlskalt wirken lassen und haben mich in ein emotionales Tief gerissen.

Erst als Paul nach dem Absturz auf ihre Hilfe angewiesen ist, erwacht Jane aus ihrer Lethargie, denn nun ist sie nicht mehr nur für ihr eigenes Leben verantwortlich. Die Extremsituation schweißt die beiden zusammen, denn sie müssen sich bedingungslos aufeinander verlassen. Daraus entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die mir trotz ihres ungewöhnlichen Settings sehr real und nachvollziehbar erschien.
Und auch wenn die Geschichte kleinere Schwächen hinsichtlich der Logik aufweist (z.B. haben beide die Möglichkeit, Feuer zu machen, ignorieren dies jedoch öfter), erschien mir die Handlung und der Überlebenskampf doch sehr realistisch und ich konnte den Hunger und die eisige Kälte, die die beiden Tag für Tag quält, sehr nachempfinden.

Mich hat dieses Buch unglaublich berühren können, denn die Idee hinter der Survival-Geschichte ist tiefgründig und bringt zum Nachdenken: wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Und wenn du eine zweite Chance im Leben bekommst, ergreifst du sie?
Jane jedenfalls entscheidet sich dafür. Als ihr nur noch die Wahl bleibt "Kämpf um dein Leben oder stirb" gibt sie sich doch noch eine Chance und lernt ihr Leben wieder zu schätzen.

So bleibt "Survive" ein Buch, welches dramatisch, traurig und bedrückend, aber stets auch mit einem Hoffungsschimmer versehen ist, welches mir nicht nur aufgrund des einprägsamen Endes noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 
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am 10. September 2013
Jane ist davon überzeugt das es ihr Schicksal ist, Selbstmord zu begehen, denn auch ihr Vater und ihre Großmutter haben sich das Leben genommen. Nach einem weiteren missglückten Versuch wird sie in eine Klinik weit weg von zu Hause gebracht, wo sie die Chance erhalten soll ihr Leben wieder lebenswert zu finden. Doch für Jane hat sich nichts geändert und so will sie die nächste Gelegenheit nutzen ihrem Leben nun wirklich ein Ende zu setzen. Als ihr ein Besuch zu Hause gestattet wird, macht sie sich mit dem Flugzeug auf den Weg und dort soll die Reise auch für sie enden.
Aber alles kommt anders als geplant. Das Flugzeug stürzt ab und statt zu sterben ist Jane eine der zwei Überlebenden. Nun geht es nicht mehr nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das von Paul, einem Jugendlichen der sich ebenfalls im Flugzeug befand. Aber mitten in einem Bergtal, im tiefen Schnee, erscheint eine Rettung aussichtslos.

"Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt" von Autor Alex Morel hat mir als Abwechslung zwischen der ganzen Jugendfantasy gut gefallen. Hier stehen ein Mädchen, ihre Nöte und ihr Kampf ums Überleben im Vordergrund. Dazu noch eine Liebesgeschichte und ein echtes Drama.
Sonderlich realistisch ist die Geschichte nicht, aber das war glaube ich nicht der Anspruch des Autors. Ich habe daher auch viel mehr Wert auf die Emotionen gelegt und die werden wirklich sehr gut beschrieben. Jane hat große Selbstzweifel und keinen Lebenswillen mehr. Sie wirkt zu Anfang daher eher egoistisch und nicht sonderlich liebenswert. Aber ich habe sie im Verlauf des Buches immer besser verstehen können und empfand sie als sehr starke Persönlichkeit. Paul ist mir sehr sympathisch und er bildet einen guten Gegenpol zu Jane.
Die Liebesgeschichte hat mich sehr berührt, auch wenn natürlich einiges hier recht vorhersehbar ist. Das Buch lässt sich sehr leicht und schnell lesen, hätte aber an manchen Stellen noch etwas ausführlicher sein können.
Jeder Leser sollte sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass "Survive - Wenn der der Schnee mein Herz berührt" keine heile Welt zeigt, sondern einige recht heftige und schwer zu verarbeitende Themen behandelt.
Insgesamt gesehen hat mich die Geschichte sehr gepackt und ich kann sie daher allen Lesern ab ca. 14 Jahren empfehlen die Abenteuer, Drama, aber auch Romantik mögen.
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