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am 25. Februar 2013
"Survive" ist eines der wenigen Bücher unserer heutigen Zeit, vor denen ich ernsthaft den Hut ziehe. Während Depressionen, Suizid und Selbstverstümmelung - trotz in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegener Häufigkeit - nach wie vor ein absolutes Tabuthema sind, spricht dieses Buch ganz direkt und ohne Samthandschuhe eben jene Themen an.

Als absolut kontrovers kann man die Thematik definitiv beschreiben: Nichts für schwache Nerven - doch weniger wegen der nicht wenig vertretenen Action, sondern vielmehr weil von Selbstmord durch Kopfschuss an Heiligabend und körperlicher Selbstverstümmelung die Rede ist und die Darstellung einen extremen Realismusgrad hat. Ein wahrer Belastungstest an die emotionale Robustheit.

Was mir persönlich an diesem Buch nicht gefallen hat, ist die - für meinen Geschmack - viel zu geringe Seitenzahl. Die Geschichte war definitiv weiter ausbaubar und die Dauer des Endes gleicht einem Frontalaufprall bei Höchstgeschwindigkeit. Auch einen Epilog bzw. eine anschließende Äußerung des Autors habe ich sehr vermisst.

Vollkommen befürworten kann ich die Offenheit, mit der die Tabuthemen angesprochen werden, die Präzision bei der perspektivischen Darstellung eines Depressiven (persönliche Erfahrung meinerseits) und den absolut beispielhaften Tiefgang der sich entwickelnden Liebesbeziehungen der beiden Protagonisten.

Wenn ich mich nach dem Lesen (innerhalb eines Tages) nun auch etwas mitgenommen und betroffen fühle, so komme ich doch nicht umhin, eine emotionale Reife zu spüren, die "Survive" mir hinzugegeben hat.

Fazit: Absolut empfehlenswert - für Menschen die sich dafür bereit fühlen!
Mitreißend, verstörend, emotional bildend und mit Tiefgang.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung - Kommentieren Sie hierzu einfach meine Rezension!

Mit freundlichen Grüßen,

JR117XC
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Januar 2013
Jane hat einen Entschluß gefasst: sie will sterben. Und ihr Tod soll nicht irgendwo stattfinden, sondern auf dem Heimflug zu ihrer Mutter. Doch das Schicksal hat anderes mit ihr vor und so findet sie sich nach dem Flugzeugabsturz in einer Eishölle wieder. Kann und wird sie überleben?

Alex Morels Debüt "Survive" bedarf nicht vieler Seiten. Als ich das Buch in Händen hielt, war ich skeptisch, ob die knapp 250 Seiten überhaupt ausreichen um eine berührende Geschichte zu erzählen. Nach Beendigung des Buches kann ich sagen: Ja, sie reichen.

Jane erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive und man merkt schnell, dass sie kein einfaches Leben hatte. Ihr Vater hat sich umgebracht und Jane will den gleichen Weg beschreiten. Doch der Flugzeugabsturz macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Als sie dann auch noch Paul, einem anderen Überlebenden, helfen muss, fängt sie das erste Mal an über sich und ihr Leben nachzudenken.

Im Laufe der Geschichte verändert sich der Erzählstil: von motzig zu nachdenklich, ja fast philosophisch. Durch den wortkargen Stil des Autors wird die bedrückende und lebensbedrohliche Situation von Jane und Paul sehr gut dargestellt. Janes Gedankengänge regen sehr zum Nachdenken über das eigene Weltbild an. Es ist erstaunlich, wie ein Autor mit so wenig Worten und Seiten doch so viel in mir auslösen kann.

Fazit: ein Buch, das mir definitiv in Erinnerung bleiben wird. Eine klare Leseempfehlung.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Januar 2013
Jeder, der in seinem Leben schon einmal mit dem Flugzeug gereist ist, kennt sicherlich das flaue Gefühl in der Magengegend bei dem Gedanken, dass man vielleicht abstürzen könnte. Was, wenn es wirklich passiert? Was, wenn man als einer der wenigen überlebt und sich scheinbar im Niemandsland befindet? Keine Hilfe in Sicht, wenig zu essen, wenig zu trinken, stets die drängende Frage im Hinterkopf: was, wenn einen keiner findet? Der amerikanische Autor Alex Morel schildert in seinem ersten Jugendroman "Survive" solch ein Szenario und lässt seine beiden Hauptfiguren in einem verschneiten Gebirge ums Überleben kämpfen. Ich muss sagen: am Ende hat der Schnee tatsächlich (auch) mein Herz berührt, obgleich die Story mit einigen Turbulenzen zu kämpfen hat.

Die Ironie in der Geschichte liegt rasch auf der Hand - dank des Klappentextes - und ist wohl ein faszinierender Faktor in "Survive". Immerhin schleichen die Gedanken der siebzehnjährigen Jane (Ich- Perspektive) auf den ersten Seiten um den geplanten Selbstmord. Die Stimmung ist demgemäß leicht gedrückt und es braucht, sich in Janes depressive Weltanschauung einzufühlen, die mittels sporadischer Rückblenden/Gespräche mit Old Doc (ihr Therapeut) jedoch verständlich dargestellt wird. Jane bezeichnet sich selbst als eine zwanghafte Planerin sowie geübte Lügnerin und hinterlässt zunächst einen etwas desillusionierten wie unsicheren Eindruck. Zum einen hat sie ihr erlösendes Ziel klar vor Augen, parallel dazu muss sie aber erst einmal ihr Umfeld täuschen, damit der Plan zur Tat werden kann.

Was nach circa fünfzig Seiten folgt, ist keine große Überraschung und das nicht nur dank der informativen Verlagsbeschreibung. Man erahnt noch bevor Jane das Flugzeug besteigt, wer gemeinsam mit ihr den Absturz überleben und in wie fern sich ihre Einstellung ändern wird. Doch anhand der kurzen wie bündigen Kapitel, die ordentlich Speed in die Story bringen, wird es selten langweilig, wenngleich der Plot keine ungewöhnlichen Wege einschlägt. Wer bereits Filme oder Bücher mit ähnlichem Konflikt konsumiert hat, wird gewiss ein Muster erkennen. Dennoch bleibt es spannend und teils emotional, wenn Jane und Paul durch den Schnee stapfen, sich gegenseitig wärmen und versuchen einen Ausweg aus dem "einsamen", ewigen Weiß zu finden.

Die Botschaft des Romans bleibt ebenfalls nicht lange verborgen: oftmals weiß man das Leben doch erst wahrhaftig zu schätzen, wenn es auf Messers Schneide steht. Dementsprechend lässt Morel seine Schlüsselfigur über den Wert des Lebens sinnieren, indes sie sich daran macht Berge zu erklimmen und beginnt an sich selbst zu glauben. Jane wächst hier buchstäblich mit den Aufgaben. Die Glaubhaftigkeit bezüglich Janes Umdenkens könnte dann allerdings im Auge des Betrachters liegen. Sind es die Extremsituation und das damit verbundene Adrenalin im Körper, die urplötzlich den Überlebensinstinkt wecken? Oder wurde der Schalter in ihrem Kopf zu gewollt auf "Ich will es schaffen" umgelegt? Mitunter ist das, von der Ausgangssituation her betrachtet, nicht immer 100% nachvollziehbar. Man begleitet Jane einfach zu stark im Hier und Jetzt, während die Vergangenheit und Nebencharaktere eher temporär und kurz angebunden in die Handlung integriert werden.

Den Schwachpunkt sehe ich persönlich in der straffen Erzählweise. Morel hält sich nicht gerade mit detaillierten Beschreibungen auf. Das erhöht zwar das Tempo, synchron kratz "Survive" jedoch überwiegend an der Oberfläche des Möglichen. Manch ungenau geschilderte Momentaufnahme bleibt vielmehr der eigenen Vorstellungskraft überlassen oder verwirrt. Szenen in der Dunkelheit erschienen mir dadurch zuweilen unlogisch. Ebenso wie das Nachtlager in der Flugzeugtoilette. Mich beschäftigte oftmals die Frage: passt das (von den Größenverhältnissen her) überhaupt? Das dann noch die richtige Survival-Ausrüstung vor Ort ist und Jane sich plötzlich an ihr früheres Klettertalent erinnert, wirkt auch nicht unbedingt immer authentisch, ist aber einfach so.

Die Liebesgeschichte ließ mich ebenfalls unschlüssig zurück. Sie wird recht süß und unverkitscht dargestellt. Zudem schloss ich Paul, trotz seiner anfangs teils unangemessenen Sprüche, rasch in mein Herz und seine Hintergrundgeschichte berührte mich stark. Im Grunde genommen kennt Jane, den coolen wie schneeerfahrenen Snowboarder zunächst jedoch kaum und umgekehrt - bedeutende (charakternahe) Gesprächsthemen werden eher auf ein Minimum reduziert. Trotzdessen entwickeln beide schnell tiefe Gefühle füreinander und l(i)eben diese aus. Einerseits ging mir das ein wenig zu schnell. Andererseits befindet man sich in einer Ausnahmesituation und somit fand ich es wiederum nachvollziehbar und schön. Insgesamt habe ich "Survive" gerne gelesen und wurde vor allem am Ende konsequent überrascht. Es wurde noch einmal emotional, aufreibend und (für mich) tränenreich.

Kurz gesagt:

"Survive" bietet einen straff erzählten Jugendroman mit einer besonderen Botschaft im Gepäck. Ob der Schnee am Ende tatsächlich das Leserherz berührt, dürfte dann im Auge des Betrachters liegen. Alex Morel schildert in seinem ersten Jugendroman eine mitreißende wie teils emotionale Geschichte über die Ironie des Schicksals sowie dem Glauben an sich selbst. Leider stellt sich die Story mittels einer eher oberflächlichen Erzählweise selbst ein Bein und bleibt hinter den gegebenen Möglichkeiten zurück. Mein Herz wurde am Ende dennoch von der schneereichen Erkenntnis berührt und somit rate ich einfach zum Selbstversuch. Pageturnerpotenzial ist absolut vorhanden! Deshalb gibt es von mir 3,5 von 5 möglichen Sternen.
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am 9. März 2013
Zum Inhalt des Buches gibt's eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Die Hauptprotagonistin Jane versucht sich an Bord eines Flugzeuges umzubringen, ironischerweise stürzt das Flugzeug ab und sie überlebt. Der Rest des Buches handelt vom Kampf ums Überleben und dem Wandel den Jane schlagartig durchmacht.

Das Buch hat mich schon gleich interessiert als ich es in der Vorschau des Egmont Ink Verlags entdeckt habe. Schönes Cover, interessanter Klappentext und viele Meinungen. Die gingen allerdings zum Teil weit auseinander, trotzdem war ich neugierig. Leider war ich dann doch nicht so begeistert von dem Buch wie ich es erwartet hatte.

Jane und Paul, die beiden Überlebenden des Flugzeugabsturzes, sind als Protagonisten ganz nett, aber mehr auch nicht. Man erfährt nicht sonderlich viel über sie, es wurde lediglich etwas an der Oberfläche gekratzt. Auch die Gefühle der beiden füreinander kamen etwas zu plötzlich, wobei ich zum Teil schon verstehen kann, dass so ein schreckliches Ereignis zusammenschweißt, aber von Liebe würde ich da dann doch nicht sprechen.

Den Schreibstil fand ich hingegen ganz passabel. Kurz, knapp und man kam ziemlich schnell voran. Die sehr kurzen Kapitel haben natürlich ihr übriges getan und im Handumdrehen war das Buch ausgelesen.

Die Wandlung von Jane war auch noch mal etwas was mir gut gefallen hat. Obwohl sie sich anfangs noch umbringen will, lernt sie dass das Leben wertvoll ist und findet zu sich selbst.

Insgesamt finde ich man kann das Buch lesen, muss aber nicht. Ich persönlich hätte es nicht unbedingt gebraucht. Ich hätte mir einfach mehr Infos über die Charaktere gewünscht, es wurde mir zudem alles zu schnell abgehandelt. Das Buch bekommt von mir:
2,5 / 5 Punkten
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am 21. Februar 2013
Der Cover sieht echt schön aus und auch die Kurzbeschreibung wirkte auf mich sehr vielversprechend. Ich erwartete eine tolle Abenteuerstory mit ein bisschen Wahnsinn, viel Spannung und dem Hauch zur Romantik. Das Buch lieferte zwar die gewünschte Spannung, doch ist die Geschichte einfach nicht besonders harmonisch. Die Protagonistin wirkt sehr unrealistisch und mir fiel es schwer sie zu verstehen. Das Buch ist ein wenig unbeholfen geschrieben und wirkt, als ob der Autor einen Traum hatte den er morgens nach dem Aufstehen noch so halb in Erinnerung hatte und genauso niedergeschrieben hat. Die Geschichte scheint mir noch nicht ganz ausgereift. Insgesamt ganz nett , aber kein Lese Muss.
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am 25. Februar 2014
Inhalt: Jane will sich umbringen. Es soll im Flugzeug passieren. Sie hat schon alles, was sie dafür braucht. Sowie den Mut dazu. Fehlt nur noch der richtige Augenblick. Der aber nie kommen wird, weil das Flugzeug abstürzt und sie, neben dem nervigen Typen Paul, überlebt. Paul und sie müssen sich zusammenraufen, um zu überleben, denn plötzlich merkt Jane, dass Leben vielleicht doch keine so üble Option ist. Hat es vielleicht mit Paul zutun? Oder einfach mit dem vielen Schnee, in dem sie und Paul feststecken? Der Schnee, der ihr so trübes Herz unerlaubter Weise entflammt wie Feuer? Jane ist sich nicht sicher, nur, dass sie so einem Horrortrip nie im Leben gewachsen ist- oder doch?

Zum Buch: Verloren im Schnee. Mit jemandem, den man auf den ersten Blick ätzend findet. Doch dann ist klar: du musst kämpfen. Weil Überleben irgendwie eine besondere Bedeutung bekommt, wenn man auch für das Leben eines anderen verantwortlich ist.
Arme Jane, steht sie doch genau vor diesen Problemen- vor ihrem eigenen Trip der eiskalten Gefühle, furchtbaren Momenten, Chaos im Herzen. Alles dabei. Und der Leser nimmt gleich mal richtig schön Anteil an Janes bizarrem Keine-Lust-mehr-aufs-Leben-Denken. Lernt eine Protagonistin kennen, die trotzig, sauer und wirklich nicht darum gebeten hat, irgendwo ums Überleben kämpfen zu müssen. Und dann noch mit so einem Idioten!
Wunderbar, spritzig, am Ende sogar wirklich berührend ist diese Story, die gar nicht so kalt ist, wie viele Leserstimmen so verlauten lassen. Zumindest mir hat sie rundum gefallen. Komischer Geschmack? Oder einfach begeisterungsfähig für rotzgörige Hauptfiguren mit speziellem Denken? Ich mag sowas. Ich mochte Jane. Ich mochte Paul. Ich mochte den Schreibstil, das Ende und die Idee an sich.
„Survive“ hat mir wirklich super gefallen. Ich fand es nicht langweilig, war streckenweise berührt, fand Jane gerade wegen ihrer Art irgendwie besonders toll und einfach…
Hach, das Buch war klasse! Punkt.
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am 4. März 2013
Ich bin sprachlos.
Zurzeit bin ich auf der Suche nach den einmaligsten Büchern die vom Leben und seinem Sinn erzählen und dieses Buch gehört eindeutig zu den besten dieser Art.
Jeder der auf Drama, Spannung und Liebe steht sollte diese mehr als einzigartige buch lesen.
Mich faszinierte der Kampf janes und Überleben und ihre Gedanken und Gefühle, ihre Erinnerungen und Eindrücke, wie sie den Weg auf den Depressionen und Selbstmordgedanken heraus findet und wieder kennt Leben zu wollen.
Einfach fantastisch, sollte unbedingt gelesen werden!
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am 19. August 2013
... aber zum Glück ist das ja Geschmackssache. Finde die Geschichte einfach nur toll, berührend und sehr sehr spannend. Die weibliche Hauptperson in dieser Geschichte möchte einen Flug für einen lang vorbereiteten Selbstmord nutzen. Als das Flugzeug unerwartet abstürzt erwacht ihr Überlebenswille.
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am 1. Juni 2013
Die Geschichte hat mir gut gefallen, habe die halbe Nacht dran gelesen. Super spannend.

Schön wäre allerdings etwas mehr gefühl in der Beziehung der hauptcharakter gewesen.

Schade fand ich das Ende, für meinen Geschmack häts ruhig ein Happy end geben können.
Im ganzen ist aber alles schlüssig und lässt einen das Buch schwer aus der Hand legen.
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am 18. Januar 2018
Zum Inhalt:
Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals - genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus.

Cover:
Das Cover muss einfach neugierig machen. Wir sehen hier eine Winterlandschaft und mittig, hervorgehoben zwei Hände in Handschuhen, die eine erfrorene Rose halten. Übrigens ist die Rose in dem ganzen bläulich gehaltenen Hintergrund die einzige Farbnuance. Wer die Schutzhülle abmacht, findet auf dem Buchdeckel ebenfalls eine Winterlandschaft, sieht dort aber eine einsam wandernde Person. Das Cover finde ich sehr stimmig zu der hier behandelten Geschichte. Mich hat es jedenfalls sofort angesprochen.

Eigener Eindruck:
Jane Solis ist am Arsch. In einer Irrenanstalt fest zu sitzen war eigentlich nicht ihr Plan. eigentlich wollte sie tot sein, so wie ihr Vater es eben gemacht hat. aber nein, es ist schief gelaufen und nun sitzt sie hier fest. Sie muss Dummschwätzergespräche über sich ergehen lassen und wünscht alle zur Hölle. Doch Jane hat einen Plan und so macht sie mit. Sie ist lieb, sie streuselt sich ein bisschen Asche über ihr Haupt. Und das alles nur, weil sie, wenn sie sich gut führt, zu ihrer Mutter nach Hause kann. Weihnachten steht vor der Tür. Doch Jane hat gar nicht vor, bei ihrer Mutter anzukommen. Sie will sich während des Fluges mit Tabletten ins Nirvana schießen. Doch dann kommt alles völlig anders, denn das Flugzeug in dem sich Jane befindet gerät in Turbulenzen und stürzt ab.
Ironie des Schicksals, denn Jane überlebt und findet sich auf einem Berg bei eisiger Kälte wieder. Ihr Überlebensinstinkte sind geweckt und so macht sie sich auf die Suche nach warmer Kleidung und Dingen die ihr helfen könnten. Dabei trifft sie auf Paul, der ebenfalls den Absturz überlebt hat. Gemeinsam versuchen die beiden sich in die Zivilisation zurück zu schlagen, doch das ist gar nicht so einfach, wenn man Hunger leidet, fast erfriert und der Weg alles andere als einfach ist. Jane muss sich plötzlich mit dem Leben auseinander setzen und lernt, was es heisst Leben zu dürfen.

Was soll ich nur zu diesem Buch sagen? Es hat mich einfach nur geflasht und mir fehlen fast schon ein bisschen die Worte. Der Einstieg in die Geschichte läuft relativ unproblematisch. Man findet sich sofort im Leben von Jane wieder, ganz ohne große Umschweife wird der Leser darüber informiert, dass sie das Leben einfach satt hat, weil sie es einfach nicht planen kann. Immer wieder geschehen Dinge die sie fast wahnsinnig machen. Genau deshalb hat sich Jane nun einen Plan zurecht gelegt und freut sich diebisch, dass niemand sie entlarven kann.
Der Schreibstil des Autors ist jugendlich einfach. Aus Sicht von Jane wird einfach gesagt, was man denkt und das mit einer hammermäßigen Ironie, dass ich so oft schmunzeln musste, obwohl die Problematik rund um Jane eigentlich gar nicht zum Schmunzeln ist. Aber das alles ist wirklich so taff geschrieben, dass man einfach gar nicht anders kann, als Jane Recht zu geben.
Detailliert geht der Autor ebenfalls zu Werke. Man kann sich all das, was Jane sieht oder bemerkt ebenfalls richtig gut vorstellen. Durch die Details werden Emotionen und die packende Spannung durch das gesamte Buch wirklich fabelhaft getragen. Da gibt es Verzweiflung, Wut, Hilflosigkeit, aber auch eine ordentliche Portion Liebe mit einer ganz großen Portion Dramatik oben drauf. Ich hab zum Ende des Buches so geheult. Das passiert mir eigentlich wirklich richtig selten. Aber hier konnte ich die Tränen einfach nicht zurück halten. Auch wenn ich mit dem Ende so nicht ganz einverstanden war, muss ich sagen, dass mich das Buch einfach total in seinen Bann gezogen hat.

Jane als Protagonistin kommt so manchem Leser sicher erst einmal unsympathisch daher, weil sie ihr Leben beenden möchte und einfach keine Lust mehr hat. Das ist zum einen sehr egoistisch und wahnsinnig, aber man interessiert sich für ihre Geschichte und ihre Beweggründe. So richtig mit Jane wird man erst warm, als sie beginnt für ihr Leben zu kämpfen und dabei entdeckt der Leser Seiten an Jane, die man so gar nicht vermuten würde. Sie wird mutig, sie wird einfühlsam. einfach klasse.
Paul als weiterer Protagonist war mit mit seinen blöden Sprüchen am Anfang auch nicht unbedingt sympathisch. Aber er hat ein gutes Herz und er versucht Jane trotz seiner misslichen Lage immer wieder Mut zu zusprechen und ihr zu helfen. Effektiv muss man ihm einfach irgendwann mögen und man kann Janes Empfindungen ihm gegenüber nachempfinden.

Empfehlen möchte ich das Buch allen Freunden der dramatischen Literatur. Ihr bekommt hier einen packenden Überlebenskampf mit einer Portion Liebe. Einfach wahnsinnig gut geschrieben! Das wird definitiv eines meiner Lieblingsbücher für dieses Lesejahr!

Idee: 5/5
Details: 5/5
Emotionen: 5/5
Charaktere: 5/5
Spannung: 5/5

Gesamt: 5/5
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