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Kundenrezensionen

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am 10. August 2013
Zitat:
„Und in diesen Augen war kein Weiß. Überhaupt keins. Sie waren blutunterlaufen und so tiefrot, als hätte man die Augäpfel mit einem Löffel herausgeschabt, sodass nur noch die schmutzig-blutigen Höhlen übrig geblieben waren.
Mein Gott. Der Anblick ging ihm durch und durch. Woher kommst du? Was bist du?“
(S. 198)

Inhalt:
Das Bergwerk droht zusammenzubrechen, als Alex im Schacht hängt, den nahenden Ausgang direkt vor Augen. Dann stürzt sie in die Fluten.
In letzter Sekunde wird sie von Wolf gerettet und hoch ins Freie gezogen.
Die Erde klafft auf, Alex kann sich revanchieren.
Aber sie kann nicht bei den Veränderten bleiben. Sie muss fliehen.
Als die Erde erneut bebt und Lawinen in die Tiefe brettern, wird sie mitgerissen – und befindet sich kurz darauf in einem eisigen Grab.
Das Monster in ihrem Kopf will überleben, sucht eine Verbindung… Alex‘ Geist driftet davon.

Meinung:
Endlich war es so weit. Nachdem Band 2 nur zu einem etwas weniger erschreckenden Ende gefunden hat als der fiese Cliffhanger von Band 1, musste ich natürlich sofort zu „Ruhelose Seelen“ greifen.

Noch vor TEIL I des Buches entführte mich Alex in eine alte Erinnerung an einen Sprung ins tiefe Wasser. Ein Sprung, der ihr vorgaukelte, alles schaffen zu können. Eine Erfahrung, die aber vermutlich bereits die ersten Anzeichen des Baby-Monsters in ihr erkennen ließ. So war mir Alex sofort wieder gegenwärtig.

Gleich darauf befand ich mich im freien Fall. Das Loch, durch das Alex kurz zuvor noch Tom gesehen hat, wird kleiner, Alex‘ Überlebenswille regt sich und der Kampf beginnt.

Ich war sofort wieder mitten in ihrem Überlebenskampf, bekam keine Luft, wenn sie untertauchte, zitterte am ganzen Körper aufgrund des eisigen Wassers, fühlte das Echo ihres Schmerzes, wenn sie sich verletzte.

Schmerzen und nüchterne Brutalität gehören zu Frau Bicks Markenzeichen. Der atemlose Schreibstil tut sein Übriges. Wie bereits in Band 2 wechselte die Perspektive im personalen Stil zwischen verschiedenen Settings und Charakteren hin und her.

Über die Protagonistin Alex erfahren wir nach wie vor am meisten. Ihr Wille, zu überleben, ist stärker denn je. Aber was regt sich in ihrem Inneren? Was veranlasst sie, jemandem wie Wolf zu helfen?

Weitere Charaktere bekommen eine Vergangenheit, verraten dem Leser ein paar Details aus ihrem Leben vor dem Blitz.
Insbesondere Peter war diesbezüglich im Gespräch. Seine Perspektive selbst war einfach nur krank, wirr, eklig, gestört… Halluzinationen, Verwirrung, eine schockierende Erkenntnis.
Jedoch erfuhr ich über zahlreiche Gespräche der anderen sehr viel über ihn, seine Pläne, Andeutungen seiner Abgründe – schon BEVOR alles zusammenbrach.

Es war schwer, der Geschichte einzelner Charaktere zu folgen. Realität vermischte sich mit Erinnerungen, Träumen oder Wahnvorstellungen, die mich ab und zu an meinem Verstand zweifeln ließen.

Die Autorin bot in dieser ersten Hälfte des finalen Bandes die ersten Antworten auf Fragen… Sie wirft neue Theorien ihrer Charaktere in den Raum und verleiht dem Ganzen beinahe einen Hauch „wissenschaftlicher Magie“.

Mit dieser Magie kam ein neues Level an Grausamkeit. Ilsa J. Bick schreibt ihren Charakteren gnadenlos, ohne jegliches Mitleid, Brutalität und Schmerzen zu, quält sie, lässt sie quälen und schildert dies detailreich. Mehr denn je muss bei diesem Buch gesagt werden, dass es KEIN JUGENDBUCH mehr ist. Es übt eine Unfall-ähnliche Faszination aus, ist jedoch jenseits aller geschmacklichen Akzeptanz für Jugendliche. Denn immer mehr kristallisiert sich heraus, dass nicht nur die Veränderten böse sind, sondern dass wahre Monster auch unter dem vertrauenswürdigen Äußeren normaler Menschen zu finden sind.

Die teils kurzen Kapitel enden wie gewohnt meist mit üblen Cliffhangern, die ein Unterbrechen schier unmöglich machen. Zahlreiche Perspektivenwechsel nach einem solchen steigern die Spannung ins Unerträgliche.

Zum Ende sei gesagt, dass es eigentlich nicht das wirkliche Ende ist. Ilsa J. Bicks Original „Monsters“ wurde in der Übersetzung aufgesplittet und endet daher einfach … so. Allerdings lässt sich dies durchaus mit den fiesen Enden der Vorgänger vergleichen.

Urteil:
„Ashes 03 – Ruhelose Seelen“ setzt die Messlatte der Bücher noch einmal höher. Zu den immer blutigeren und ekelerregenden Szenen gesellt sich die Psycho-Schiene, die einen gleichermaßen ins Buch saugt wie am Verstand zweifeln lässt. Neue Erkenntnisse und die Blicke in die Untiefen auch normaler Menschen üben eine morbide Faszination aus, der man sich trotz Gewalt und Brutalität nicht entziehen kann. Schwankend zwischen drei und vier Bewertungspunkten, kann ich den Lesesog und den Drang, mehr erfahren zu wollen, nicht ignorieren und vergebe knappe 4 Bücher für Alex und Co.

Ein Must-Read für Fans der Vorgänger. Wem Band 2 bereits zu brutal und abstoßend war, der sollte sich das Lesen von dieser Fortsetzung aber vielleicht zweimal überlegen.
Dennoch gehört diese Serie (für die richtige Zielgruppe) zu den absoluten Must-Reads des Genres.

Die Serie:
1. Brennendes Herz
2. Tödliche Schatten
3. Ruhelose Seelen
4. Pechschwarzer Mond

©his-and-her-books.blogspot.de
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TOP 500 REZENSENTam 19. September 2013
Inhalt:
Bei dem Zusammensturz des Bergwerkes fehlt nicht viel und Alex wäre gestorben. Dass sie überlebte verdankt sie Wolf, den sie nun mit anderen Augen sieht. Doch zur Ruhe kommen kann sie nicht. Das Monster in ihrem Kopf gibt keine Ruhe und lässt sie Dinge anders wahrnehmen. Während dessen gehen die Überlebenskämpfe weiter und die Veränderten werden zu einer immer größeren Bedrohung.

Meine Meinung:
Ohje, mit diesem dritten Teil habe ich mich wirklich schwer getan. War Band 1 noch für mich eins mit der Besten dieses Genre, war ich schon von Band 2 nicht mehr ganz so überzeugt, konnte aber wenigstens noch verstehen, warum geschah, was geschah. Sah einen Sinn darin, diese Welt näher zu zeigen, die Brutalität und Aussichtslosigkeit die herrscht und die man sich so gut vorstellen konnte. Nun aber bei Band 3 muss ich ehrlich sagen, habe ich total den Faden verloren.

Der Anfang war noch spannend und riss mich mit. Alex Kampf ums Überleben beim Bergwerkunglück und auch das, was direkt danach geschah. Auch viele Szenen mit Tom oder auch mit Chris konnten mich im Verlauf des Buches immer wieder packen und überzeugten mich, weiterzulesen. Doch, alles was dazwischen war, war für mich persönlich chaotisch, sprunghaft und so zähflüssig, dass ich zwar las, aber den Inhalt nicht richtig aufnehmen konnte.

Kämpfe, Kämpfe, Kämpfe .. jeder mit jedem und auch mit sich selbst. Menschen die sterben und dann doch nicht tot sind, die Wahnvorstellungen haben und teilweise ausleben und dann wieder klar sind. Veränderte, die nicht ganz so verändert sind und neue Veränderte, die ganz anders sind. Das alles gepackt in 65 (!!!) Kapitel, die teilweise nur eine Seite lang waren. Die zwischen Situationen und Personen hin und her sprangen. Unzählige Namen, Begriffe .. ich gebe zu, irgendwann habe ich den Faden komplett verloren und konnte ihn auch nicht wieder aufnehmen.

Ich denke, man muss schon ein Freund vieler Kämpfe sein, um diesen Teil zu mögen. Ich habe nichts gegen einen gewissen Anteil, gerade in diesem Genre macht es sehr viel Sinn, aber ich brauche doch auch immer wieder etwas, an das ich mich halten kann. Ein Faden, der durch die Geschichte läuft. Passagen, die mich wieder mal aufatmen lassen, zur Ruhe kommen lassen. Und das fehlt mir hier absolut.

Ich werde diese Reihe hier mit diesem Teil 3.1 sozusagen beenden und den letzten nicht mehr lesen, da ich nicht glaube, dass es mir gelingt, noch einmal in die Geschichte hineinzukommen. Ich finde es zwar sehr schade, wie sich die Reihe entwickelt hat, denke aber, das ist reine Geschmackssache - meinen konnte sie leider nicht mehr treffen.

Fazit:
Teil 3.1 entwickelt sich noch viel extremer als Band 2 in eine Richtung, die nur noch Hass, Kämpfe und Chaos mit sich bringen und damit leider meinen Geschmack gar nicht mehr treffen konnten. War ich noch absolut begeistert von Teil 1 und etwas weniger von Teil 2, bin ich von diesem hier regelrecht enttäuscht und werde die Reihe hiermit abbrechen.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. August 2013
Der Anfang: Einen solchen Sturz in die Tiefe hatte Alex nur ein einziges Mal erlebt.

Es gibt Bücher, die sind wie ein Autounfall. Man mag nicht hinsehen, gleichzeitig hängt der Blick wie gebannt am Schreckensszenario. Unmöglich sich dessen zu entziehen. Die Ashes-Reihe steht an vorderster Front, wenn man (Jugend!)-Bücher mit einem Zusammenprall vergleichen kann. Es sind Bücher höchster Erzählkunst, unglaublich spannend und temporeich. Dann aber wieder so grausam und eklig, dass ein fester Magen schon fast nicht mehr ausreicht. Sie sind kontrovers brillant und vielleicht darum besonders empfehlenswert (aber bitte nur für eine informierte Zielgruppe!).

"Das war der letzte Gedanke, den sie fassen konnte. Sie wünschte sich sein Überleben so sehr, dass es schmerzte ...
Und dann blieb kein Moment mehr. Schluss mit Gedanken und Erinnerungen. Schluss mit Wünschen, Träumen und Reue. Aus.
Sie schlug auf." - S. 16

Mittlerweile sind wir beim dritten Teil der Tetralogie angekommen. Nachdem Band 1 unerwartet hart und grausam war, ließ Band 2 den Leser dann völlig entsetzt zurück. "Ruhelose Seelen" setzt hier direkt an. Wer sich vom dritten Band etwas Gewaltentspannung erhofft ... Nein! Gibt es nicht!
Ilsa J. Bick führt ihren Erzählstil aus dem zweiten Band fort, indem die Erzählperspektiven des Öfteren wechseln. Nicht nach jedem Kapitel, aber in regelmäßigen Abständen wird zu einem anderen Schauplatz innerhalb der nahen und fernen Umgebung der Kleinstadt Rule geschwenkt. Man begleitet altbekannte Figuren, wie Alex oder Tom, aber auch die Perspektiven bisheriger Nebenpersonen werden genauer betrachtet. Das mag wieder verwirrend klingen, schafft aber ein ziemlich rundes Bild der Gesamtsituation. Und auch wenn sich in diesem Buch immer noch kein einziger Erzählstrang trifft, klebt man an den Seiten, da jede einzelne Perspektive Spannung pur verspricht.

Die Erzählkunst ist auf allerhöchstem Niveau, die Handlung komplex und perfekt durchdacht. Die Autorin erscheint zudem wie eine Expertin in Waffen- und Militärkunde. Man glaubt ihr jedes Wort! Eine bildgewaltiges, ausgereiftes Setting, ohne Übertreibungen und Überladungen, erschafft Kopfkino pur. Die bildliche Vorstellung jeder Szene kommt von ganz alleine (Achtung: auch die Vorstellungskraft bei expliziten Ekelszenen kommt von ganz alleine!)
Auch in "Ruhelose Seelen" ist das Tempo hoch und die Spannung mit Händen zu greifen. Durch verkürzte Kapitel und viele Perspektivenwechsel zieht das Tempo an manchen Stellen so sehr an, dass man kaum zum Durchatmen kommt. An jedem Kapitelende befindet sich ein Cliffhangersatz, der es einem unmöglich macht, das Buch zur Seite zu legen. Gibt es dann zwischendurch doch mal ein paar ruhigere Momente, kann man davon ausgehen, dass es ein paar Seiten weiter mit der Ruhe wieder vorbei ist, etwas Unvorhergesehenes passiert oder einem schlicht die Augen aus dem Kopf fallen. (Bitte nicht wörtlich nehmen, das überlassen wir dem Buch.)

Zusätzlich zur expliziten Gewalt setzt die Autorin hier noch verstärkt auf einen psychologischen Aspekt. Man bekommt Einblicke in die Abgründe menschlicher Motivation und Handlungsweisen, die tief verstören können. Abscheulich!

In Deutschland wurde aus der amerikanischen Trilogie eine Tetralogie (Vierteiler) gemacht. Der sehr dicke letzte Band wurde gesplittet. So endet "Ashes: Ruhelose Seelen" ziemlich abrupt, mit einer Szene, die man noch nicht so richtig zuordnen kann. Blickt man auf alle bisher erschienenen Bände, so fragt man sich ganz unwillkürlich, ob man bei der Reihe mit einem "Happy End" rechnen darf, ob aus alle dem ganzen Schlamassel der grausamen Ashes-Welt noch etwas Gutes entstehen kann. Wir werden es sehen. Denn bereits im September 2013 erscheint der finale Band "Pechschwarzer Mond".

Das persönliche Fazit
Ich mag die Ashes-Reihe. Sehr sogar! Ob es moralisch in Ordnung ist, Jugendbücher mit diesem Ausmaß von Ekel und Gewalt zu schreiben, diese Frage muss ich hier einfach so stehen lassen. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Leser bei diesen Büchern wissen MÜSSEN, was auf sie zukommt. Denn hier muss unvorstellbares Übel ausgehalten/ertragen werden. Bei der Rezension des Vorgängerbandes kam ich nicht um den Abzug eines Gewaltsterns herum. Diesmal nicht, kein Abzug für "Ruhelose Seelen". Jeder Leser des dritten Bandes weiß, was er vom Buch zu erwarten hat. "Ashes: Ruhelose Seelen" ist für mich ein großartiges Buch. Der Stil ist gigantisch, die Spannung lässt einen nicht mehr los und das Erzählniveau ist fast nicht mehr zu steigern. Lesen auf eigene Gefahr! 5 ruhelose Sterne.
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am 1. Januar 2014
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich dieses Buch langweilig und noch verwirrender als den zweiten fand (und ich glaubte kaum das dies möglich sei).
Für meinen Geschmack gibt es einfach zu viele Protagonisten und alle wollen die Hauptcharaktere sein. Ich habe da irgendwann einfach nicht mehr durchgeblickt und wusste manchmal nicht mehr, wer wer war. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass es fast ein Jahr zurück liegt, wo ich Nr. 2 gelesen habe. Aber ich persönlich finde, das ein Buch so geschrieben sein sollte, das man zusammenhänge so definiert, das man sich an die zurückliegende Handlung und die darin befindlichen Personen erinnern kann.
Ich finde es auch unglaublich schade, das Alex seit Buch 2 einfach viel zu kurz kommt. Für mich ist sie der Schlüssel und ich will eigentlich mehr wissen was mit ihr passiert und wie oder ob sie überlebt.
Es werden einfach zu viele Geschichten erzählt und ich muss sagen, das mich das Ende genervt hat. Jetzt MUSS ich noch ein Buch lesen um endlich zu wissen wie es endet. Und ich werde es lesen, denn ich WILL es unbedingt wissen - aber man hätte das auch um einiges kürzen können. Viele erzählte Geschichten sind für mich nicht wichtig. Vielleicht werde ich ja noch eines besseren belehrt, wenn ich das letzte Buch lese. Nur leider graut es mir etwas davor, weil ich jetzt erst einmal keine Zeit habe und später sicherlich kaum noch weiß, wer was und wann, wo und wie gesagt hatte, damit ich den Zusammenhang verstehe.
Es ist wirklich schade, denn das erste Buch war soooo gut und ließ auf so viel mehr hoffen. Doch leider ist es auch diesmal wieder ein Beweis, das man Bücher tot-schreiben kann.
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am 28. August 2013
Der dritte Band knüpft nahtlos an den zweiten an und seid schon mal vorgewarnt: Wer auf harmlosere Szenen gehofft hat, wird leider wieder enttäuscht. Allerdings denke ich, dass diejenigen, die die ersten beiden Bände überlebt und gemocht haben auch mit diesem hier klar kommen werden. Auf jeden Fall erwarten hier einen nicht nur blutige und schmerzvolle Szenen, sondern auch welche, bei dem einen das Mittagessen fast wieder hochkommt, da sie einfach nur so verdammt eklig sind. Dabei schafft es Bick auch diese Szenen und Umgebungen in deinem Kopf lebendig werden zu lassen und das ist hier nicht immer ein Vorteil, da man zum Teil unschöne Gerüche beispielsweise nahezu selbst in der Nase hat. Umso mehr zweifle ich an meinen klaren Verstand, da ich dieses Buch und dessen Vorgänger trotz oder vielleicht eben gerade wegen diesen heftigen Szenen einfach nur genial finde.

Ich habe ein paar mal gelesen, wie einige kritisierten, es gäbe zu viele Erzählperspektiven. Klar kommen viele zum Zug: Alex, Tom, Greg, Sarah, Peter und noch einige mehr, darunter auch endlich wieder die liebe Ellie. Doch ich sehe das keineswegs als negativ, ich finde sogar, dass Bick das ziemlich gut gelöst und sogar eine gewisse Struktur rein gebracht hat. Außerdem hat sie diese Geschichte so wahnsinnig gut ausgearbeitet und in gewisser Weise hängen alle Handlungen irgendwie zusammen und da ist das mit den vielen verschiedenen Perspektiven einfach genial. Allerdings könnten sie auch echt eine Folter sein, da die Kapitel alle mit einem schrecklichen Cliffhanger enden und man einfach nicht anders kann, als weiter zu lesen und wenn man dann noch eine Ewigkeit warten muss, um endlich zu wissen was mit einem Charakter passiert ist, ist das schon eine Qual.

Wirklich, sollte unsere Welt mal voll mit menschenfressenden Teenager oder auch stinknormalen Zombies sein und man dürfte sich eine Person aussuchen, mit der man das alles überstehen will, dann wäre das in meinem Fall Ilsa J. Bick. Die Frau scheint für eine solche Apokalypse einfach geschaffen zu sein und hat scheinbar ein wahnsinnig gutes Wissen über militärische Dinge, vor allem was das Thema Waffen angeht. Keine Ahnung, ob all das was sie schreibt wirklich stimmt, aber ich kauf es ihr ab. Auf jeden Fall weiß sie, wovon sie schreibt und das ist schon mal ein riesen Pluspunkt, im Gegensatz zu Autoren, die sich nicht einmal die Mühe machen über solche Dinge zu recherchieren.

Zur Handlung habe ich jetzt gar nicht viel erzählt, doch was gibt’s da noch groß zu sagen? Was mit Alex passiert ist, möchte ich nicht verraten, da ich der Meinung bin, damit zu sehr zu spoilern. Tom jedenfalls gibt Alex noch nicht ganz auf und klammert sich an einen kleinen Funken Hoffnung. In Rule sieht es alles andere als rosig aus und Ellie trifft ohne es zu wissen auf einen Menschen, der ihre einzige Verbindung zu Alex und Tom ist. In Peters Haut möchte man nicht unbedingt stecken, dieser durchlebt nämlich ziemlich viele Dinge, bei dem sich einigen der Magen umdrehen wird. Viele der Charaktere haben aber auch mit etwas zu kämpfen, das tief in ihnen verborgen ist. Jedenfalls passiert allerhand in diesem Buch und ich bin so unendlich gespannt, wie Frau Bick gedenkt diese Quadrologie enden zu lassen. Wobei ich immer mehr bezweifle, dass es schön sein wird…

Fazit:
Wie erwartet konnte mich auch der dritte Band der Ashes Trilogie überzeugen und ich kann es kaum erwarten, den letzten Band, der zum Glück schon in einem Monat erscheinen wird, in die Hände zu bekommen. Wer die Vorgängerbände mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen.
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am 22. August 2013
Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut und habe es dann innerhalb von 3 Tagen verschlungen.
Das Buch ist genauso aufgebaut, wie Band 2. Wieder wechseln die Charaktere, wenn auch von manchen etwas mehr, als von anderen kommt.
Niemand wird ausgelassen. Wir erfahren, wie es mit Alex, Tom, Chris, Peter, Sarah.. weitergeht..
Alt Bekannte, Vermisste tauchen auch wieder auf.
Ich will nicht zu viel verraten, aber Ellie mit ihrem Hund hat mich besonders gefreut, dass sie wieder da war.
Richtig klasse.. ich hatte sie schon seit Teil 1 vermisst.
Sie ist so ein starker Charakter! Unglaublich gut!

Der Schreibstiel ist wieder richtig klasse, schnell, bündig und wahnsinnig spannend..
Trotzdem mit viel Gefühl und Freude am Detail. Für mich gehört Ashes zu den besten Jugendbüchern - auch wenn es vielleicht
gar kein Jugendbuch ist- was es im Moment so zu lesen gibt.
Die Lebenswege führen die Charaktere weiter und weiter und es wird nicht besser für sie.
Jeder leidet auf seine Art, aber jeder kämpft auch auf seine Art. Man kann das Geschehen, wie ein innerlicher Film vor Augen sehen...

Im Englischen erscheinen Band 3 und 4 in einem Buch, was etwas verwunderlich ist.
Dafür haben wir Buch 3 aber schneller, was ein Vorteil ist, aber es handelt sich hier eben auch nur um ein halbes Buch.
Doch das stört nicht, absolut nicht.
Ich habe es sehr genossen und freue mich schon auf Band 4!
Zum Glück müssen wir nicht lange warten.
Einige große Zusammentreffen stehen uns bevor..
Ich bin bereit dazu...
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Zitat(e):

Eine wogende Masse aus glitzernden Augen, glänzenden Federn und schwarzen Schnäbeln besetzte das Gebäude. Krähen wussten wo der Tod zu Hause war. Denn in dem grauen Schädelhaus lagen die Leichen.(Seite 126)

Hunderte leckere Mahlzeiten aus denen man auswählen konnte, aber sie wollten Alex - und nur sie. Doch woher wussten sie es? Die Trillerpfeife war sein erster Anhaltspunkt gewesen, aber er hatte sie erst gehört, nachdem er die Chuckies entdeckt hatte, es war also...Der Geruch?(Seite 132)

Inhalt:

Alex, die nur knapp ihrem Tod im Bergwerk entgeht, da sie von Wolf einem Veränderten gerettet wird, sieht diesen nun mit ganz anderen Augen. Dennoch ist es ihr nicht möglich, auf Dauer bei der kleinen Gruppe von Chuckies zu bleiben, da sich auch das Monster in ihr wieder regt und ungeahntes zum Vorschein bringt.

Die Mutierten sind gefährlicher denn je, denn auch sie haben sich verändert. Dies ist auch Tom aufgefallen, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, das Alex doch irgendwie überlebt hat. Und so versuchen sich die beiden erneut gegenseitig zu finden. Auch Ellie vermisst ihre ehemaligen Gefährten sehr, das kleine Mädchen ist erwachsener, stärker geworden und wächst sogar über ihre eigenen Grenzen hinaus.

Auch in Rule nagt der Zahn der Zeit und die noch verbliebenen Bewohner tun alles um zu überleben, und so beginnt auch hier eine neue Epoche der Veränderung und des Umbruch's, Regeln werden gebrochen und Zusammenhalt neu definiert.

Meinung:

Nach dem extrem fiesen Cliffhänger von Band 2, musste ich Ashes 3.1 natürlich sofort lesen, da ich einfach nur unglaublich gespannt war, wie die Geschichte rund um Alex weiter geht. Gleich zu Beginn steckt man mit ihr erneut in diesem Bergwerk fest, den Tod unaufhaltsam vor Augen, und so steigt das Adrenalin bei jeder weiteren Seite die man liest unaufhaltsam an. Und auch als dann letztendlich Rettung naht, wird die Geschichte keinesfalls ruhiger, da man nur so zwischen den einzelnen Settings und den Charakteren hin-und-her geworfen wird. Und so ist man, wie auch bereits bei den beiden Vorgängerbüchern regelrecht dazu gezwungen, immer weiter zu lesen.

Zunächst stand ich vor dem selben Problem, wie auch schon bei Band 2. Ich musste mich erst wieder an alle Charaktere und deren einzelne Schicksale erinnern, was ohne jegliche Flashbacks seitens der Autorin nicht gerade einfach ist. Die ganze Sache wird einem auch noch dadurch erschwert, dass es eine große Anzahl an Protagonisten gibt und die einzelnen Handlungsstränge zudem auch noch an unterschiedlichen Orten spielen. Hat man es dann aber geschafft, die verschiedenen Puzzleteile wieder zusammenzusetzen, dann gelingt es einem auch wieder einigermaßen in die Geschichte einzutauchen. Dennoch bleibt auch vieles verworren, da Ilsa J. Bicks des Öfteren die Realität mit Träumen und Wahnvorstellungen vermischt, sodass es mir hier oft schwer fiel, richtig zu trennen.

Ahes 3.1 ist wie auch bereits seine Vorgänger sehr blutig und oft auch extrem brutal, eklig und auf eine beinahe schon kranke Art, dennoch fesselnd und faszinierend. Die Protagonisten erleben Grausamkeiten, werden gequält und teilen oft auch richtig heftig aus, um selbst am Leben zu bleiben. Besonders abschreckend und schockierend sind für mich die Szenen mit Peter, die mich oft einfach nur Schaudern ließen. Dennoch erfährt man dadurch auch einiges, Fragen werden geklärt und man beginnt zu rätseln und zu überlegen, wo dies alles noch hinführen wird. Auch einzelne Erinnerungen und Begebenheiten vor dem Blitz, helfen dem Leser dabei zu verstehen und zu begreifen. Die Spannung wird auf altbekannte Weise durch die kurzen Kapitel und die kleinen Cliffhängerchen am Ende eines Jeden stetig gesteigert und so steht man beim Lesen unter Dauerstrom.

Alex die Protagonistin ist unglaublich stark, ihr Überlebenswille ist immer noch ungebrochen, dennoch hat auch sie sich verändert, was zu einem großen Teil auch an dem Monster in ihr liegt. Sie entdeckt weitere Fähigkeiten an sich und entwickelt Sympathien für den Feind, insbesondere für Wolf. Und so fragt sie sich, wie viel des alten Wolfs noch in ihm steckt, wie viel von seiner Seele noch vorhanden ist.

Ich muss auch echt gestehen, ich bin sehr hin und her gerissen, was diesen diesen dritten Band betrifft. Stellenweise war mir das Buch echt zu brutal und zu eklig, sodass man hier schon lange nicht mehr von einem Jungendbuch sprechen kann. Ich bin auch nicht wirklich ein Fan von Gemetzel, auch wenn ich es gern spannend und mitreißend mag. Dennoch hat auch dieser dritte Band einiges zu bieten, da die Charaktere tiefgründig sind und man sich in sie hinein versetzen kann. Und so bin ich trotz allem sehr gespannt, wie die Reise von Alex und Co. enden wird.

Was ich ebenfalls noch bemängeln muss, ist die Aufteilung des dritten Bandes in zwei Hälften, was ich immer noch für unsinnig halte, da es in der Originalfassung nur einen Band gibt. Ich hätte lieber ein dickeres Buch gelesen und dafür alles an einem Stück, als nun wieder zu warten, bis 3.2 erscheint, auch wenn dies nur wenige Wochen dauert.

Fazit:

Für Fans der ersten beiden Bände ist "Ashes - Ruhelose Seelen" definitiv ein Must-Read. Auch mich hat dieser dritte Teil gefesselt und mitgerissen. Gleichermaßen aber auch durch seine Brutalität, ein hohes Maß an Ekel, Grausamkeiten und diversen "Psychospielen" geschockt! Dennoch übt das Buch einen gewissen Sog aus, dem man sich kaum entziehen kann, und so ist man quasi gezwungen immer weiter zu lesen. Neue Erkenntnisse und interessante Hintergrundinformationen lassen mich dennoch gespannt auf das bald erscheinende Ende blicken und so vergebe ich letztendlich 3,5/5 Sternen.
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am 10. September 2013
Der dritte Band hat im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern deutlich nachgelassen, massiv gestört hat mich vorallem der ständige Orts und Charakterenwechsel durch den ich absolut nicht mehr durchgestiegen bin. Schade fand ich auch, dass so wenig Kapitel von Alex selbst handelten und das Geschehen der anderen den Großteil einnahm. Mir fiel es einfach sehr sehr schwer wieder in die Geschichte und in die Charaktere hineinzufinden, zu verstehen wer jetzt wo mit wem ist und wie sich dort die Dinge entwickelt haben. Ständig hab ich mich gefragt, wer war Chris...Peter...Tori etc., ein kurze Zusammenfassung der Ereignisse wären wünschenswert gewesen, für mich der größte Schwachpunkt.
Erst auf den letzten Seiten wird ein kleiner Rückblick gewährt und erst da fügte sich die Geschichte wieder ein wenig zusammen.
In Sachen Brutalität, Gemetzel und Blut steht der dritte Teil allerdings in nichts nach, viele Szenen lassen den Würge und Gänsehautfaktor wieder stark aufleben, ich persönlich bin da gar nich so der große Fan von, allerdings gehört das nun mal zu Ashes dazu...was mir widerrum gefehlt hat war die Spannung, irgendwie sprang der Funke auch dort nicht über, auch etwas das in den Vorgängern deutlich besser war. Bis auf ein oder zwei Stellen hat sich bei mir kein Spannungsgefühl einstellen können und ich dachte immer nur "wann wird's denn endlich mal wieder spannend oder...oh mein gott....was passiert denn jetzt"...auch sehr schade.

Ich hab einfach das Gefühl gehabt der dritter Teil dient einfach nur dazu die Geschichte weiterführen zu können und eine Vorlage für den vierten Teil zu legen, der wie ich stark hoffe einfach fulminanter und aufklärender sein wird, von daher bekommt Ashes immer noch 3 Punkte obwohl er inhaltlich weniger verdient hätte.
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am 21. Oktober 2013
So gut hat alles angefangen - die ersten Seiten von Band 1 waren toll! Das was danach kam, weniger. Da die Hoffnung bekanntlich zu letzt stirbt, dachte ich, vieleicht gehts mit Band 3 wieder bergauf. Jetzt bin ich auf Seite 199 - und da hab ich schon die Hälfte übersprungen. Ist ja eh so vorhersehbar und mittlerweile todlangweilig. Ja, alle sterben, ständig sind die Chukies da, überall nur Blut und Tod und seitenlange Kämpfe, von denen man ja eh weiß, wie sie ausgehen werden. Wie soll das spannend sein, wenn Tom seitenlang mit zwei Chukies kämpft - ich mein, kein Mensch glaubt doch, dass er sterben wird? Oder der Beginn des Buches - Alex in Lebensgefahr. Ja, wirklich, man hat echt solche Angst, dass sie sterben wird, nachdem sie wieder mal (zum gefühlten 100sten Mal) in Todesgefahr schwebt. Wer glaubt ernsthaft, dass Alex am Beginn des 3. Bandes sterben wird, wenn es (warum auch immer) noch weitere Bände von Ashes gibt??? Dann hätten wir ja gar keine Handlung mehr....warum nur, muss man so eine gute Idee nur so zunichte machen. Spannung kommt bei mir keine auf...ich zwinge mich wirklich bis zum Ende zu lesen (besser die Seiten zu überfliegen, damit ich endlich ein neues Buch lesen kann...), weil es Geld geostet hat. Am liebsten würd ich es aber einfach nur noch weglegen. SO SCHADE um die Idee.
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am 16. Februar 2014
Das Cover unterscheidet sich wie erwartet nur minimal von seinen Vorgängern. Wieder das Mädchengesicht und die weißen Raben, diesmal mit einem dunkellilafarbenen Hintergrund. "Ruhelose Seelen" als Untertitel passt sehr gut zur Geschichte, da wir hier unter anderem von einer neuen Seite der "Chuckies" und der "Veränderten" erfahren.

Auch nachdem ich mir die Charakterübersicht durchgelesen hatte, die der Verlag freundlicherweise auf seiner Homepage anführt, kam ich überhaupt nicht in die Geschichte hinein. Warum? Nun, dafür gibt es verschiedene Faktoren:
1. Es ist zu lange her und es gibt keine Atempause.
Dadurch, dass die Bücher immer im 1-Jahr-Takt erschienen sind, mussten eifrige Sofortleser doch etwas schlucken. Nicht dass das bei Trilogien unüblich ist, vielmehr ist das Problem, dass Ilsa J. Bick in Band 2 und 3.1 eine kurze Auffrischung der vorangegangenen Ereignisse komplett auslässt und somit der Leser komplett auf dem Schlauch steht. Zwischen den Bänden gibt es also keine Atempause/Auffrischung in der Handlung, in der sich der Leser nochmal sammeln kann, denn es wird konsequent weitererzählt. Benannte Atempause ist in der Realität bei den Lesern leider ein ganzes Jahr und ich finde, das hätte die Autorin berücksichtigen sollen.
2. Viele Kapitel sind einfach zu kurz und das stört den Lesefluss.
65 Kapitel auf rund 448 Seiten, das sind im Durchschnitt 6 Seiten pro Kapitel (mitsamt den großzügigen Absätzen für die Kapitelnummern) und es gab des öfteren auch "Kapitel" die nur 2 Seiten lang waren. Dieser Umstand störte in meinem Fall erheblich meinen Lesefluss. Das in Verbindung mit Punkt 1, verstärkt natürlich nochmal den konsequenten Eindruck, dass man ziemlich viel davon vergessen hat, was zuvor eigentlich passiert.
3. Es gibt zu viele Perspektiven aus denen erzählt wird.
Dieser Punkt hat auch wieder mit Punkt 1 und 2 zu tun, denn wie um Himmels willen soll ich mir alle Namen, deren Persönlichkeiten, deren momentanen Standorte, deren Handlungsgeschichten und deren Beziehungen untereinander merken? In diesem Band sind es sage und schreibe 10 Perspektiven: Alex, Tom, Ellie, Chris, Greg, Peter, Sarah, Weller, Hannah und Cindi. An die ersten drei konnte ich mich ganz gut erinnern, aber der Rest ist bei mir verloren gegangen. Da frage ich mich einfach: Warum? Warum so viel Verwirrung schaffen, wenn die gesamte Geschichte auch aus weniger Perspektiven erzählt werden könnte? Damit legt man es doch quasi darauf an, dass der Leser irgendwann nicht mehr durchblickt.

Band 1 habe ich verschlungen und absolut geliebt. Die Spannung, die Atmosphäre und dieser ganz besondere und perfekt abgestimmte Ekelfaktor mit einer guten Prise Horror konnten mich einfach fesseln und vollkommen mitreißen. Bei Band 2 nahm dieses gewisse Etwas, was die Geschichte für mich zum Kopfkino werden ließ, merklich ab und hier in Band 3.1 konnte ich es leider gar nicht mehr wiederfinden. Wo ich mir früher fast schon gegen meinen Willen alle gräßlichen Details im Kopf vorgestellt habe, lasse ich sie hier resigniert über mich ergehen und diesmal war es an manchen Stellen wirklich schlimm. Bis auf zwei oder drei Szenen, empfand ich kaum Ekel oder Abscheu, was auch mit meiner allgegenwärtigen Verwirrungung und meinen Verständnisproblemen zu tun hatte, denn das verdarb mir einfach alles.

Was sich aber grundsätzlich nicht geändert hat, ist der Schreibstil der Autorin. Er ist immer noch sehr fließend, wortgewandt, direkt und ohne Erbarmen. Im letzten Band waren es ganze 8 Perspektiven, aus denen erzählt wurde und schon da hatte ich große Probleme und in diesem Band sind es wie schon erwähnt 10 Perspektiven die, - mal mehr, mal weniger - in Er-/Sie-Form und in Vergangenheit erzählen. Nun stellt sich die Frage: Wenn sich diese Perspektiven dann auch noch das ganze Buch über gnadenlos abwechseln, verliert man doch endgültig den Faden, oder? Nein! Denn das hat die Autorin tatsächlich im Griff. Der Handlung innerhalb dieses Buches konnte ich ohne Probleme folgen, denn fast jedes Kapitel endet mit einem "Mini-Cliffhanger" und so klebt man förmlich an den Seiten und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Zudem haben mir ein paar Charakterentwicklungen sehr gefallen, ganz besonders die von Ellie.

Ingesamt muss ich sagen, dass das Buch an sich nicht schlecht war. Leider fehlt dem Leser einfach der Kontext und der ist in diesem Fall enorm wichtig! Dies hätte ganz einfach mit einer einleitenden Zusammenfassung der vorherigen Geschehnisse gelöst werden können, doch die gibt es leider nicht. Für den allgemeinen Schreibstil und für manche Charakterentwicklungen gibt es zwei Punkte und ich muss mir nochmal überlegen, ob ich die Reihe damit nicht abbreche, denn ich glaube nicht, dass die Autorin aus so vielen Handlungssträngen ein lückenloses und zufriedenstellendes "Endnetz" spinnen kann. Außerdem finde ich es echt schade, dass der letzte Originalband in Deutschland geteilt wurde.
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