Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren PR Launch Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Learn more Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Read for free AmazonMusicUnlimited longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 24. Mai 2017
Nathan hat eine sehr gute und zeitlose Botschaft zu vermitteln. Trotzdem (oder weil?) er einer der reichsten Menschen aus seinem Land ist, welcher sehr in der Welt herum gekommen ist, steht er für Liebe, Toleranz und Verständnis ein. Einige Werte, die in unserer Zeit dringend gebraucht werden.

Man merkt an dem Stil, dass die Geschichte sehr alt ist. Es ist wohl auch zur Theateraufführung gedacht. Der Stil ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Wenn sich einem jedoch die Botschaft offenbart, verblasst die Sprache.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2017
Für alle "Nicht Lektüren Leser" oder "Im Internet Nachschauer" dieser Lektüren Schlüssel hilft ordentlich den Unterricht zu überleben. Würde ihn mir wieder kaufen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2004
Dieser Text behandelt eine Thematik wie sie während der Aufklärung jedem ans Herz gelegt wurde, und es heutzutage noch immer werden sollte.
Lessing geht davon aus, dass sich die Welt als Ganzes bessert wenn sich viele einzelne Menschen bessern. So bessern sich in seinem Werk auch verschiedene Figuren, angeregt durch den Juden Nathan, der bei ihnen diesen Prozess der Besserung eingeleitet hat. Nathan ist ein unermüdlicher Kämpfer für dieses Ziel, er könnte also auch als Aufklärer bezeichnet werden, als der ideale Aufklärer, wie in Lessing sich wohl wünschte. Am Ende des Buches sind die Charaktere durch freundschaftliche Beziehungen verknüpft, die keinen Platz für religiösen Fanatismus lassen.
So ist das Herzstück des Buches wohl auch die Frage des Sultans an Nathan:
"[...] - Da du nun
So weise bist: so sage mir doch einmal -
Was für ein Glaube, was für ein Gesetz
Hat dir am meisten eingeleuchtet? "
So beantwortet Nathan dir Frage auch erst nach einiger Bedenkzeit nicht mit einer eindeutigen Antwort, sondern mit einer Geschichte die sich kurz als "Parabel des Ringes" bezeichnen lässt. Diese Parabel hat er von Bocaccio "ausgeliehen" und leicht angepasst. Sie verdeutlicht nochmals Nathans Ansicht, dass es keine richtige Religion gibt, sondern vielmehr das was der Mensch mit seinem Leben und seiner Umwelt macht das ist was zählt, und das sollte in allen Religionen dasselbe sein.
Nathan der Weise ist aufgrund der alten Sprache und der Verse nicht einfach zu lesen, doch nach einer Weile gewöhnt man sich an den Schreibstil und man kann die spannende Geschichte um Toleranz, Frieden, Liebe und Macht geniessen.
Eindeutig eines der bedeutendsten Werke aus dieser Zeit (1779 erschienen) und es repräsentiert auch den Gedanken der Aufklärer, den sich jeder moderne Mensch wieder einmal auffrischen sollte, denn sonst eines der wichtigsten Erbe der Geschichte verloren...
0Kommentar| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. August 2014
Nathan der Weise mal wieder zu lesen, lohnt sich allein schon wegen der Ringparabel. Aber auch die andere Gespräche sind gut und lassen Tief in die Figuren blicken.

Die Version ist kostenlos und dafür ziemlich gut in Layout und Sprache aber leider nicht so gut wie die von Reclam. Denn in dieser sind die Anmerkungen besser als das Kindle Wörterbuch oder Wikipedia es vorschlagen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2014
Eine schöne Liebes- Geschichte! Das Buch ist trotz der alten Sprache sehr schön zu lesen. Eben ein Klassiker den man gelesen haben sollte!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Oktober 2013
Ich musste dieses Buch für meinen Deutschunterricht kaufen. War etwas überrascht, dass ich es nichtt direkt bei amazon kaufen konnte, aber sonst bin ich zufrieden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Mai 2009
Dieses Hörspiel ist leider für eine ernsthafte Arbeit mit Lessings Drama völlig ungeeignet, da an beliebigen Stellen gekürzt wurde und auch häufig Wörter aus nicht erkennbarem Grund durch andere ersetzt werden.
Etliche Stellen werden auch falsch betont,wodurch der Inhalt verändert wird.
22 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2012
"Wieviel andächtig schwärmen leichter als
gut handeln ist? wie gern der schlaffste Mensch
andächtig schwärmt, um nur - ist er zuzeiten
sich schon der Absicht deutlich nicht bewußt -
um nur gut handeln zu dürfen." (S.22)

Zum Inhalt: Jerusalem zur Zeit des Waffenstillstandes während des 3. Kreuzzuges - dies ist der geschichtliche Rahmen der Handlung. Ein christlicher Ordensritter rettet die Tochter Nathans aus dessen brennendem Haus, wodurch sich die Schicksale der Hauptfiguren verquicken; dies rund um die stets wiederkehrende Frage, wer denn nun mit welchem Recht behaupte, dass seine Religion, unter deren Banner Schlachten geschlagen werden, denn die "richtige Religion", die "wahre Weltsicht" sei. Nathan ist nicht nur weitgereister, gebildeter, betuchter Handelsmann, sondern auch der bedachte, humanistische Ruhepol im Geschehen, der nicht müde wird, sein Credo publik zu machen: "Keine der drei Weltreligionen ist absolut. Jede erweist ihre Wahrheit und ihren Sinn erst durch die Kraft mit der sie praktische Humanität stiften kann." (Umschlag)

Fazit: '"Nathans Gesinnung gegen alle positive Religion ist von jeher die meinige gewesen." (S.7), so lautet es bereits im Vorwort und in dieser Weise zieht sich der rote Faden durch die Geschichte. Wer sich an der für unsere Ohren etwas umständlichen Sprache nicht stört, findet in der Erzählung einen interessanten Denkansatz zum Thema, welche Religion denn für sich den Anspruch erheben dürfe die "einzig wahre" zu sein. Dass dieses Thema nichts an Brisanz verloren hat erschließt sich spätestens, wenn man die Zeitung aufschlägt oder aktuelle Nachrichten verfolgt.

Zum Buch: Das 159 Seiten starke Buch ist ausgezeichnet verarbeitet, weißt eine sauberes Druckbild auf, sowie einen liebevoll gestaltetes Umschlaglayout..
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der Jude Nathan kehrt von einer Reise zurück nach Jerusalem und erfährt, dass seine Tochter Recha von dem Tempelherrn vor einem Feuer gerettet worden ist. Nathan macht sich auf seine Suche, um ihm zu danken, doch der Tempelherr vertritt anfangs Züge des Antisemitismus und will mit Nathan nichts zu tun haben. Recha ist in den Tempelherrn verliebt, doch Nathans Gesellschafterin Daja erzählt dem Tempelherrn über die wahre Herkunft von Recha und letztendlich werden große Zusammenhänge zwischen den Figuren deutlich...

"Nathan der Weise" ist natürlich ein Klassiker aus der literarischen Epoche der Aufklärung. Lessing hat dieses Werk geschrieben, um dem Fragmentstreit mit dem Pastor Goeze zu trotzen, der Lessing fortan verbot weiter frei zu schreiben und seine Arbeiten so der Zensur unterliefen. Das dramatische Gedicht ist aufgeteilt in fünf Aufzüge und die jeweiligen und teils zahlreichen Auftritte. Lessing hat noch das ursprüngliche Schema beibehalten mit Einhaltung von Zeit, Ort und Handlung, doch die Orte innerhalb eines Aufzugs wechseln von Auftritt zu Auftritt. Charakteristisch ist hier auch das Benutzen des Blankverses und der Kern des Gedichts bildet die Ringparabel, die nach der Frage der wahren Religion, also Christentum, Judentum oder Islam, um Antwort sucht und Nathan so vor der Figur des Sultans Saladin seine Frage in eine Geschichte, eine Parabel, umwandelt. Lessing verfasste dieses Werk, um sich dem Verbot für das Schreiben von religiösen Schriften zu widersetzen und vertritt also den Deismus und Humanismus, die er in diesem Werk mit der Figur des Nathan und der Geschichte allgemein zum Ausdruck bringt.

Ich kann "Nathan der Weise" jedem nur ans Herz legen, ich finde die Geschichte und die Absichten dahinter noch lange nicht so staubig und trocken wie das Werk "Iphigenie auf Tauris" von Goethe, wobei ich sagen muss, dass ich Goethe als Dichter dennoch liebe, da er mich mit "Die Leiden des jungen Werther" vollends überzeugt hat. "Nathan der Weise" ist absolut nicht schwer zu lesen, zumal im Anhang vielerlei Anmerkungen und "Übersetzungen" stehen, die damalige Begriffe erklären, die im Drama vorkommen. Somit kann ich dieses klassische Werk auch Jugendlichen empfehlen und wenn man den Stoff in der Oberstufe noch dazu behandeln kann, dürfte man es als Geschenk erachten, dass einem die deutsche Literatur so nahe gelegt wird mit allen möglichen Erklärungen und Interpretationen, um das Verständnis hierfür zu erleichtern und nicht zu erschweren, und man somit dieses Meisterwerk und rebellische Arbeit gegen die Zensur damals, in literarischer Form durch Lessing, nicht als Zwang ansehen muss.

~Bücher-Liebhaberin~
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2007
Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise", ein - wie er es selbst bezeichnet - dramatisches Gedicht" entstand 1779 und wurde 1781 uraufgeführt. Lessing soll nach Fertigstellung des Werks sinngemäß gesagt haben, er wisse nicht, ob Deutschland bereits für das Stück bereit sei, aber es wäre ein Glück für jede Bühne, die es wage, es erstmals aufzuführen. Die Geschichte Nathans, des jüdischen Kaufmanns aus Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge, ist eine Geschichte für Toleranz und Offenheit. Lessing selbst wurde und wird unterstellt, er hätte mit dem Werk nur seinen persönlichen Streit mit dem Hamburger Hauptpastor Goeze im Sinn gehabt und tatsächlich kommt in Lessings Ansichten der Weltreligionen die christliche Kirche am Schlechtesten weg. Nichtsdestotrotz ist das Stück ein Meisterwerk der Aufklärung und ein Lehrstück im Umgang der Menschen miteinander.

Nathan, ein wohlhabender Kaufmann aus Jerusalem, erfährt nach seiner Rückkehr von einer erfolgreichen Geschäftsreise, dass es während seiner Abwesenheit einen Brand gegeben hatte und seine Tochter Recha den Flammen nur knapp, und durch Rettung eines christlichen Tempelherrn, überlebt hatte.
Recha, nicht Nathans eigene, sondern angenommene Tochter, eigentlich auch Christin, verliebt sich in Folge in den christlichen Kreuzritter. Der Patriarch von Jerusalem, der durch den Tempelherrn erfährt, dass es einen Juden gäbe, der ein christliches Kind adoptiert habe, pocht auf religiöse Werte und Vorschriften, will den Namen des Juden wissen, erfährt ihn aber nicht. Sultan Saladin, Machthaber in Jerusalem plagen indes Geldsorgen, da der Krieg - es herrscht nur Waffenstillstand - weiter finanziert werden muss. Seine Schwester macht ihn auf den reichen und weisen Juden Nathan aufmerksam und der Sultan lässt ihn zu sich rufen. Er möchte Nathan allerdings nicht um einen Kredit bitten, sondern will ihn in die Enge treiben, auf dass sich der Kaufmann freikaufen muss. Hierzu stellt er Nathan die Frage, welche Religion ihm wohl als die Beste erscheine. Nathan erkennt, dass es für ihn auf diese Frage kaum eine richtige Antwort geben kann und erwidert, indem er dem Sultan mit einer Geschichte erzählt.
Es geht darin um einen König, der - wie die Tradition es erfordert - den Familienring an einen seiner Söhne vererben will, sich allerdings nicht entscheiden kann, welcher seiner drei Söhne ihm der Liebste ist. Darum lässt er zwei weitere Ringe anfertigen und übergibt jedem seiner Nachkommen einen. Jeder der drei ist nun natürlich überzeugt, legitimer Erbe des Vaters zu sein und es kommt zu einem Streit. Ein Richter soll entscheiden, welcher Sohn den echten Ring besitzt. Der Richter sieht sich außerstande dies zu tun, gibt den Brüdern allerdings den Rat mit auf den Weg, nach den Regeln, die ihr Vater ihnen vermittelt hat, zu leben, dann würden sie schon erkennen, wer von ihnen den echten Ring habe. Es würde weiserer Männer bedürfen, meint der Richter, dieses Rätsel zu lösen.
Hier endet Nathans Geschichte und der Sultan erkennt, was der Jude aussagen will. Er ist ergriffen, bietet Nathan seine Freundschaft an, vergisst sogar das Geld, welches er Nathan abluchsen wollte und ist umso mehr erstaunt, als es ihm Nathan selbst anbietet.
Im Laufe der weiteren Geschichte ergeben sich Gespräche, in denen immer mehr klar wird, wie die handelnden Personen miteinander in persönlichen Verhältnissen stehen, egal welcher Religion sie in einem umkämpften Jerusalem angehören. Der Tempelherr und Recha sind Geschwister, der Sultan ein Onkel des Tempelherrn und am Ende bleibt nur ein unversöhnlicher christlicher Patriarch alleine und frustriert zurück.

Lessings Geschichte ist eine Mutige, eine Aktuelle und eine - in der heutigen Zeit - schwierig zu lesende. Die Handlung spielt in einer kurzen Zeitspanne im Jerusalem des Jahres 1192, einer kurzen Zeit des Waffenstillstands in den Epochen der Kreuzzüge. Lessing beschränkt sich auf Gespräche der handelnden Personen und bringt damit alles zum Ausdruck, was er aussagen möchte. Die Weisheit, Menschlichkeit über religiösen Fundamentalismus zu stellen, tätige Hilfe, Ablegen von Vorurteilen, mit der Ringparabel die Wunderkraft", dass jeder vor Gott und Menschen angenehm" erscheinen kann, wenn er selbst danach lebt, und nicht zu Letzt Toleranz. Lessing macht mit Ausnahme des Patriarchen alle Personen seines Stücks zu Helden, da sie alle bereit sind zu lernen und nicht in ihren religiösen Vorurteilen gefangen bleiben.

Es ist Lessing gelungen, eine Parabel der Menschlichkeit, der Toleranz, der Verbundenheit jedes Menschen mit dem Anderen, zu entwerfen. Er bedient sich dabei des Mittels des Theaters und bringt wahrscheinlich fast jedes Vorurteil seiner Zeit ins Gespräch und erschreckender Weise sind es dieselben Vorurteile, die auch heute aktuell sind. Es erscheint mehr als logisch, dass Lessings Nathan" zur Zeit des Dritten Reiches verboten war. Nathan ist - abgesehen von der nicht mehr zeitgemäßen Sprache - aktuell und zeitlos. Ein Meisterstück der Diplomatie und Überschreitung religiöser Vorurteile. Man muss hier wohl auch an die Aufklärer vergangener Epochen denken und egal aus welchen Motiven Lessing sein Werk verfasst hat, ohne Zweifel ist ihm Großes gelungen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden