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Die beiden Brüder Eric und Nick sind um die acht Jahre alt und spielen gerne Superhelden. Während Eric den imaginierten Heroen "Red Bolt" gibt, ist sein blonder Bruder "The Streak". Beim Spielen verunglückt Eric und wird schwer (auch am Kopf verletzt). Eric wähnt sein "Superhelden-Cape" verloren. In der Jetztzeit angekommen sieht man den übergewichtigen Eric, der seinem erfolgreichen Bruder die Freundin ausgespannt hat. Doch das Glück des Paares währt nur gut, und Eric zieht zurück zu seiner Mutter. Dort findet er im Keller das verschwundene Cape - und stellt fest, dass er mithilfe des Umhangs wirklich fliegen kann. Und plötzlich wird aus dem dicklichen Loser ein potenter Held, beziehungsweise das Gegenteil davon, denn Eric sinnt auf Rache. Dafür, dass ihn seine Freundin sitzen ließ, seine Mutter das Cape versteckte, sein Bruder erfolgreich ist...

Das Cape basiert auf einer Kurzgeschichte aus der Feder von Joe Hill, dem Sohn von Stephen King. Die Short Story erschien hierzulande in der vergriffenen Kurzgeschichtensammlung "Black Box". Illustriert wurde die Comic-Adaption von Zach Howard, der einen ganz eigenen Strich mit viel Rasterfolien-Punkten pflegt. Die Zeichnungen sind durch die Bank sehenswert ausgefallen und werten die an sich ein bisschen dünne Handlung auf.

Ich hätte mir nämlich gerne mehr Charakterzeichnung bei den Handelnden gewünscht. Mit wird nicht ganz klar, warum Eric dermaßen durchdreht und vor massiver Gewalt nicht zurückschreckt.

Insgesamt vier von fünf Sternen für diese mitunter sehr blutige Comic-Lektüre. Nichts für Zartbesaitete und zu junge Comic-Fans. Für alle anderen aber auf jeden Fall eine Comic-Empfehlung.
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am 31. März 2013
"Das Cape" ist die Comicadaption der gleichnamigen Kurzgeschichte von Joe Hill, die bereits im Jahr 2008 in der deutschsprachigen Ausgabe des Sammelbandes "Black Box" erschienenen ist. Für die durchaus gelungene Umsetzung dieser Adaption sind der Autor Jason Ciaramella und der Illustrator Zach Howard verantwortlich. Erzählt wird eine düstere, böse Geschichte über psychotischen Wahn und übernatürliche Fähigkeiten, die nicht zum Wohle der Gesellschaft, sondern selbstsüchtig und mörderisch für die eigenen Rachegelüste eingesetzt werden. Das Genre der populären Superhelden wird damit verzerrt.

Die eigentliche Handlung beginnt rasch, da die wesentlichen Ereignisse schon zu Anfang gekonnt in Bild und Text zusammengefasst werden. Somit widmet sich die restliche Geschichte Erics Ausbrüchen und deren Konsequenzen. Er ist ein psychisch labiler junger Mann, der sich von der Welt verraten fühlt. So verhält sich Eric auch den Menschen gegenüber ungerecht, die ihn immer unterstützt haben, was ebenso seinem verzerrten Blick auf die Realität geschuldet ist. Ausgestattet mit seinem magischen Cape und seiner Wut, macht er sich auf einen Rachefeldzug, welcher ihn zum Bösewicht dieser bedrückenden Geschichte macht. Allerdings ist es wiederum genau das, was den Leser weiter gebannt die Geschehnisse verfolgen lässt.
Ob seine seelische Störung mit seinem Unfall zusammenhängt, bleibt ungeklärt, jedenfalls waren die Anzeichen schon in seiner Kindheit da: "Ich fühle mich nicht gut, Nick - irgendwas stimmt nicht". Aber der Hilferuf wurde von seiner Umwelt nicht erkannt und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Erics angestaute Wut und Frustration entladen sich schließlich in seinen wahnsinnigen und mörderisch-kreativen Taten, deren Brutalität sich auch in den Illustrationen wiederfindet. So werden viel körperliche Gewalt und Blut präsentiert, wie beispielsweise durch einen arrangierten Wildtierangriff oder durch Ziegelsteine, die Gesichter zerschmettern. Gleichzeitig sind Zach Howards Darstellungen, in denen er bevorzugt Rasterfolie (Punkte) verwendet, jederzeit ausgefeilt sowie künstlerisch gelungen. Auch sind die Panels mit tollen Bild-im-Bild-Darstellungen, großen Detailansichten sowie ganzseitigen Bildern kurzweilig und wirklich sehenswert gestaltet. Den letzten Schliff erhalten die Illustrationen durch Nelson Daniels passend düstere Farbgebung, die ein Gefühl von Schwere verleiht.

Abschließend finden sich auf den letzten Seiten noch einige Illustrationen verschiedener Künstler zu dieser Adaption, die in ein Softcover gehüllt ist.

Fazit: Abgedreht, düster, brutal - "Joe Hill: Das Cape" ist nichts für Zartbesaitete. Alle anderen, die es auch makaber mögen, sollten diesen Schurken auf seinem Weg begleiten. Zugreifen!
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Das Cape

Joe Hill hat mich in den letzten Jahren wirklich überrascht. Als Fan seines Vaters Stephen King, der King des Horrors, verfolge ich dessen Familiengeschichte schon seit Jahrzehnten. Das erste Bild vom ihm muß ich in den 80ern in einer Biographie über King gesehen haben, auf einem Familienfoto.

Zugegebenermaßen erfreuten mich nicht alle „Kings“ mit ihren Werken. Tabby, Joe Hills Mutter, hat auch einige Bücher herausgebracht, die mir jedoch nicht besonders gefallen haben, so daß ich mich von Joe Hills Romanen wie „Teufelszeug“ oder „Blind“ ferngehalten habe. Offenbar ein großer Fehler, den „Locke & Key“, seine Comicserie über Mysterien in einem alten Herrenhaus, ist für mich die beste Serie, die der Verlag IDW auf dem Markt hat. Doch bevor ich mir die Romane zulegen konnte, erschien ein weiterer Comic von Joe Hill: Das Cape.

Erschienen ist "Das Cape" in Joe Hills Kurzgeschichtensammlung „Black Box“, und wurde von Jason Ciaramella als Comic adaptiert. Gezeichnet wurde der Band von dem bislang recht unbekannten Zack Howard.

„Das Cape“ erzählt die Geschichte von Eric, dem netten jungen von Nebenan. Zumindest ist er das bis zu seinem achten Lebensjahr. Er liebt es, zusammen mit seinem Bruder Nicky Superheld und Schurke zu spielen. Dabei verkleiden sich die beiden mit Masken und Decken als Capes, und ziehen um die Häuser. Eric erklimmt einen Baum, von dem er schließlich herabstürzt, und sich lebensgefährlich verletzt.
Jahre später ist Eric im Leben gescheitert, und krankhaft eifersüchtig auf seinen Bruder Nicky, der etwas aus seinem Leben gemacht hat. Eric glaubt sogar, daß sein Bruder etwas mit seiner Frau hat. Als er zufällig im Keller des Hauses seiner Eltern sein altes Cape findet, zieht er es an und stellt fest, daß er fliegen kann, und außerdem über gesteigerte Kräfte verfügt.
Doch was wird er mit diesen Kräften anfangen? Folgt aus großer Kraft große Verantwortung? Eric tut, was jeder an seiner Stelle tun würde... Er will sich rächen!

Fazit:
„Das Cape“ sucht Antworten auf die Frage, was reale Menschen mit Superkräften in der realen Welt tun würden. Zugegeben, neu ist dieses Konzept nicht; jüngst wurde diese Thematik in „A God Somewhere“ von John Arcudi behandelt. Gerade zu diesem Band bestehen einige Parallelen, z.b. die Konkurrenz unter Brüdern, die schließlich schlimme Folgen für alle Beteiligten hat. Doch Eric ist von Anfang an nicht als Identifikationsfigur ausgelegt, und überrascht den Leser mit seiner irrationalen Gewalt. Niemals zieht er es in Erwägung, sich für „das Gute“ einzusetzen, sondern geht seinen Weg der Zerstörung. Ein herrlicher Spaß für jemanden, der Rachegeschichten mit einem Hauch Ennis mag; Freunde ikonenhafter Superhelden könnten verstört werden.
Die Geschichte läßt viel Raum für Interpretationen; wurde Eric von seiner Frau betrogen, oder bildet er sich das nur ein? Hat der Absturz Erics Psyche angegriffen? Bildet er sich die Sache generell nur ein, während er im Sterben liegt? Die Antworten muß jeder selbst finden.
Insgesamt ist „Das Cape“ nicht ganz auf dem Level der mit dem Eisner Award ausgezeichneten Serie „Locke & Key“, was daran liegen mag, daß die Geschichte adaptiert wurde. Trotzdem deutlich besser als die durchschnittliche Superheldenkost der Gegenwart.
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am 24. Dezember 2014
Wie wundervoll sind doch Geschichten mit Antihelden! Sie zeigen nicht das Idealbild der Menschen, sondern so, wie sie wirklich sind. Einen Clark "Schwiegermamas Liebling" Kent im Strampler findet man hier nicht. Und das ist auch gut so! Ok, den "Helden" hier sollte man sich nicht als Vorbild nehmen. Aber er repräsentiert das ungeschönte Bild des menschlichen Abgrunds. Und das allein macht den Bildroman schon spannend. Ich habe mich schon immer gefragt, ob ein Mensch mit übernatürlichen Kräften umzugehen weiß. Hollywood hat mit den unzähligen Superhelden-Filmen nur vage Andeutungen gemacht, aber noch nie ernsthafte Persönlichkeitsprofile umgesetzt und sich der klischeehaften Gut/Böse-Märchenwelt bedient. Das hier geht deutlich tiefer in die Materie, ist ungleich düsterer und erinnerte mich an das meisterhafte "Akira".

Dazu gesellt sich, der für mich, ansprechende Zeichenstil. Mit seinen Punktrastern erreicht Zach Howard eine herausragende Pop-Art-Note, im Sinne Roy Lichtensteins. Die Zeichnungen sind nicht so klar und detailliert, wie die von Gabriel Rodriguez. Aber besitzen nicht weniger Charme und Kunstfertigkeit.

Die Handlung wird zunächst mit diesem Band abgeschlossen. Daher frage ich mich, ob weitere Bände die Geschichte sinnvoll und spannend ergänzen können oder den bekannten Plot neu aufwärmen. Bitte kein zweites "Walking Dead"!
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am 28. Februar 2013
Der 1972 im US-Bundesstaat Maine geborene Schriftsteller Joe Hill ist Kennern besser bekannt als Joseph Hillstrom King, seines Zeichens Sohn der Schriftsteller Stephen und Tabitha King. Das Schreiben wurde im quasi schon mit in die Wiege gelegt. Er hat bisher mit „Blind“ und „Teufelszeug“ zwei Romane veröffentlicht (sein dritter erscheint noch dieses Jahr in den USA und sicher bald darauf in Deutschland), sowie mit „BLACK BOX“ eine Sammlung von Kurzgeschichten. Außerdem ist er Co-Autor des Comics „ROAD RAGE – Throttle“, die er zusammen mit seinem Vater schrieb. Und er ist Autor der wirklich fantastischen und mehrfach preisgekrönten Comicreihe „LOCKE & KEY“, deren abschließender sechster Band voraussichtlich im Spätjahr 2013 in Deutschland erscheint. Nun erschien bei Panini ein weiterer Comic von ihm. Hierbei handelt es sich um die Umsetzung seiner gleichnamigen Kurzgeschichte „DAS CAPE“ aus seiner „BLACK BOX“ Sammlung.

Der kleine Eric spielt für sein Leben gerne Superhelden und eine alte Decke dient ihm dabei als Umhang, wie er von vielen Superhelden getragen wird. In einer Extremsituation entwickelt die Decke plötzlich geheimnisvolle Kräfte. Es ist, als ob Eric damit fliegen kann. Dies verhindert aber nicht, dass es zu einem tragischen Unfall kommt, bei dem Eric schwer verletzt wird. Jahre später findet er durch Zufall seine alte Decke wieder und entdeckt auch wieder ihre magischen Kräfte. Ist jetzt seine Zeit gekommen? Kann er jetzt ein Superheld werden? Aber Eric spielt schon als Kind gerne auf der anderen Seite, er wollte nie der gute sein, er war schon immer von den fiesen Superhelden fasziniert. Jetzt nutzt er sein Cape für seine Zwecke. Er will sich an allen rächen, die ihm jemals vermeintlich Böses angetan haben. Ob er sich dabei in irgendwelche Halbwahrheiten verrennt ist ihm egal. Dabei macht er auch vor seiner Freundin und seiner eigenen Familie nicht halt.

Neben der Liebe zu Comics hat Hill noch etwas mit seinem Vater gemeinsam, eine sehr bildhafte Sprache bei seinen schriftstellerischen Arbeiten. Deshalb lässt sich auch seine Kurzgeschichte „DAS CAPE“ wunderbar als Comic umsetzen. Jason Ciaramella und Zach Howard hatten also leichtes Spiel mit der Umsetzung und haben einen sehr kurzweiligen Comic geschaffen, der uns ein wenig in die menschlichen Abgründe schauen lässt. Die Story selbst gibt aufgrund der sehr originalgetreuen Umsetzung einer relativ kurzen Kurzgeschichte nicht so viel her, lässt sich aber trotzdem schnell und flüssig lesen. Zeichnerisch wurde eine solide Arbeit abgeliefert, aus der man aber storytechnisch sicher mehr hätte machen können, wenn man sich nicht so genau an die Vorlage gehalten hätte.

Der Story selbst würde ich eine Schulnote drei, der zeichnerischen Umsetzung eine zwei geben.

Joe Hill ist längst aus den Fußstapfen seine Vaters getreten und hat bisher mit seinen Romanen und der „LOCKE & KEY“ Reihe wunderbare Arbeiten abgeliefert. Auch wenn „DAS CAPE“ kein Meisterwerk ist, ist die Story doch originell und zeigt einmal mehr seine Vielseitigkeit als Autor, von dem wir hoffentlich in Zukunft noch viel zu lesen bekommen.

Rezension © 2013 by Gerald Schnellbach
für ComicOla.de/stephen-king.de
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am 22. März 2013
Joe Hill – Das Cape

Story: Jason Ciaramella
Zeichnungen: Zach Howard
(IDW/ Panini Comics)

Das Cape – mit großer Macht kommt große …?!

Joe Hills Kurzgeschichte als bedrückend faszinierende Graphic Novel

Joe Hill, alias Joseph Hillstrom King, hat das Schreiben von Horror-Geschichten im Blut. Sozusagen erblich „vorbelastet“ konnte er eigentlich nur Romanautor werden … und zwar ein verdammt guter. Allerdings ist er auch ein brillanter Comic-Autor, der sowohl direkt für das Genre schreibt, als auch Storys von sich adaptieren lässt. Die Kurzgeschichte Das Cape aus seinem Horror-Sammelband Black Box ist zum Beispiel die Vorlage für den gleichnamigen Comic – Hills düstere Variante von „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“ – der soeben bei Panini erschienen ist.

Schon als sie als Kinder zusammen spielten, war Eric immer der Bösewicht und sein Bruder Nicky der Superheld. Erics Kostüm bestand dabei eigentlich nur aus einem von seiner Mutter selbst genähten Cape. Aber dieses Cape war für ihn viel mehr als nur ein Spielzeug und somit war er untröstlich, als seine Mutter es entsorgte, nachdem er beim Spielen damit einen tragischen Unfall hatte. Als orientierungs- und hoffnungsloser junger Erwachsener findet er seinen Trostspender aus Kindertagen wieder und der Traum jedes kleinen Jungen wird für ihn wahr: Er kann mit diesem Cape tatsächlich fliegen! Doch seine neu gewonnene Superkraft legt im Kopf des psychisch labilen Eric einen gefährlichen Schalter um und es beginnt ein tödlicher Albtraum …

Das Cape erzählt eine finstere Geschichte über menschliche Abgründe, Rache und die Konsequenzen, die übermenschliche Kräfte haben können, wenn sie in die falschen Hände geraten. Joe Hill kehrt damit das zentrale Thema des Superhelden-Genres in seiner ganz eigenen Manier um. Das Comic-Szenario wurde von Jason Ciaramella im Sinne der Kurzgeschichte sehr stimmig bearbeitet und die Zeichnungen von Zach Howard (u. a. Hulk) sorgen für ein bedrückendes aber faszinierendes Lesevergnügen.

Die Graphic Novel wurde im vergangenen Jahr für den Eisner Award nominiert. 2011 hat Joe Hill den Comic-„Oscar“ bereits erhalten, in der Kategorie bester Autor für seine mystische Horror-Comic-Serie Locke & Key. Alle Hill-Comics erscheinen in Deutschland beim Panini Verlag, zuletzt der Titel Road Rage, das erste Comic-Gemeinschaftsprojekt mit seinem Vater Stephen King.
Joe Hill gilt als einer der derzeit besten Genre-Autoren und hat weltweit eine riesige Fangemeinde, die seine Comics und Romane (zum Beispiel Blind und Teufelszeug, die hierzulande bei Heyne erscheinen) verschlingen. In den USA sind Signierstunden mit dem sympathischen Schriftsteller, der stolz ist, ein Comic-Nerd zu sein, stets voll besucht.
Meinung zum Buch:

Joe Hill, bekanntermaßen der Sohn von Stephen King, ist einer der Autoren, die sich souverän in den verschiedensten literarischen Bereichen zu bewegen weiß. Ob es seine Romane oder Kurzgeschichten sind, oder seine Arbeiten im Graphic Novel – Bereich, er beweist ein Gespür für eine dichte, zielgerichtete und fesselnde Erzählung. Die vorliegende Veröffentlichung Das Cape (Panini Comics, 132 Seiten, €16,95) ist dabei ein weiterer Beweis für sein Können.

Panini Comics veröffentlicht Das Cape in einer ästhetisch sehr ansprechenden Aufmachung. Ähnlich der Road Rage – Veröffentlichung liegt Das Cape in einer Soft-Klappbroschur vor, deren Covermotiv zum Teil durch Glanzlackierung the-cape-page-16-colorhervorgehoben wird. Das, in Verbindung mit dem stimmigen Bildmotiv ergibt einen echten Hingucker.
Inhaltlich handelt es sich, wie eingangs beschrieben, um eine Kurzgeschichte des King-Sprösslings Joe Hill, die von Jason Ciaramella sehr gut bearbeitet und dem Comic-Format angepasst wurde. Der düstere Grundton und der teils zynische Blickwinkel des Protagonisten wurde dabei hervorragend beibehalten, so dass es sich um eine inhaltlich zwar sehr straffe, aber durch und durch bedrückend finstere Erzählung handelt, die man als Leser auf verschiedenen Ebenen interpretieren kann.

Auch zeichnerische ist Das Cape über jeden Zweifel erhaben. Zach Howard (Outer Orbit, Shaun of the Dead) erzeugt mit seinem Mix aus sehr detaillierten, künstlerisch ausgefeilten Bildern und den doch niedlich gehaltenen Gesichtszügen, die im krassen Gegensatz zu ihren Handlungen stehen, ein faszinierendes Kontrastprogramm, welches die im Grunde eigentlich simple Rachegeschichte zu einer tiefer gehenden Story erhebt, welche geschickt mit den Klischees der Superhelden – Geschichten spielt und diese mit der „Ein Mann sieht rot“-Thematik vermengt. Hier trifft tiefschwarzer Garth Ennis-Humor auf Horror-Versatzstücke, angereichert mit einer zwar nicht sehr tiefgehenden aber trotzdem greifbaren Charakterisierung einer labilen und traumatisierten Persönlichkeit.

Das Cape ist dabei keine „gute Laune-Wohlfühl-Geschichte“, sondern richtet sich an ein älteres Publikum, welches in der Lage ist, die subtileren Noten zwischen den Bildern zu erkennen. Eine Story, die ich verschlungen habe und deshalb ganz klar empfehlen kann!

Christian Funke-Smolka
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TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2013
"Das Cape" nimmt den Superhelden-Mythos ein wenig auf die Schippe.

Die Geschichte beginnt damit, dass der kleine Eric, in seiner Kindheit, beim Superheld spielen vom Baum fällt. Leider hat sein Superhelden-Cape ihn auch nicht vor dem Sturz bewahren können.
Jahre später - Eric ist inzwischen erwachsen - stellt er fest, dass er mit dem Cape, wider erwarten, doch fliegen kann.

Der Leser verbindet mit einem Superhelden die Assoziation des Guten, des Retters der Menschheit. Um so entsetzter ist man, wenn man feststellt, dass Eric ein böser Superheld ist. Mehr möchte ich im Vorfeld nicht verraten, um den Lesern die Spannung nicht zu nehmen.

Es handelt sich um eine spannende Geschichte im Stil von Joe Hill. Ihm wurde das Schreiben durch seine Eltern (Stephen und Tabitha King) in die Wiege gelegt.

Auch die Zeichnungen sind sehenswert. Einer der Zeichner ist bereits durch den genialen Comic "Road Rage" bekannt.

Ein Punkt Abzug, weil es keine gebundene Ausgabe gibt.

Ich kann den Kauf empfehlen.
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am 10. August 2013
Es geht gar nicht mal um diesen Umhang, sondern mehr um den "Helden", der sich total verliert und nur noch alles schlimmer macht. Fand den Comic eigentlich mehr traurig als unheimlich.
Aber gut ist...wem jedoch Locke and Key gut gefallen hat, könnte evtl. leicht enttäuscht sein...vielleicht weil "Dem Cape" das Herz fehlt...aber das ist bestimmt so beabsichtigt...für mich mehr Sozialstudie als Horrorcomic.
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am 4. August 2013
Ich bin über die Locke & Key-Comics auf dieses Heft/Buch gestossen. Der Zeichenstil lässt sich mit der eben genannten Serie überhaupt nicht vergleichen. Aber die Idee und auch die Ausarbeitung finde ich gelungen. Der Zeichenstil ist nicht 100% mein Geschmack aber die Geschichte reisst das für moch raus.
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