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am 12. März 2015
Zugegeben,ich lese diesen Autor rückwärts - also von seinem letzten Roman "Bilder deiner großen Liebe" über "Tschik" zu "Plüschgewittern". Diese Literatur hat eine Sogkraft sonderlicher Art. Es ist echte Dichtung, trotzdem die Sprache und lineare Erzählweise Herrndorfs auf den ersten Blick unkompliziert und darum fast zu "normal" scheinen, um als große Literatur gelten zu können. Aber gerade in diesem dahinschwebenden Erzählton liegt ein Geheimnis. Salinger übte mit dem "Fänger im Roggen"-Roman auf Autorengenerationen großen Einfluss aus, angeblich auch auf Herrndorf. Wie das? Ich habe als junger Mensch den Roman Salingers gelesen. Schon den Titel habe ich nicht verstanden. Aber diese melancholische Stimmung! Dieses gefühlte Befremden der Welt und dem Leben gegenüber - das spürt man ebenso irritierend bei Herrndorf. Alle Protagonisten in Herrndorfs Romanen - auch der Icherzähler in den "Plüschgewittern" - ist Fremder in einer ihm letztlich unverständlichen Welt. Es geht deshalb gar nicht (primär) um Berlin und eine bestimmte Zeit, die der Roman thematisieret - es geht um ein Adoleszenzproblem, wie der Welt, dem Leben näher kommen? Aber nicht nur für junge Menschen interessant , empfehlenswert für alle Leser!
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am 18. März 2018
Einbahnleser, die sich von Herrndorf in irgendeiner Weise eine Fortsetzungslektüre á la "Tschick" erwartet haben, werden von "In Plüschgewittern" total enttäuscht sein: Hier werden uns lediglich Innenansichten eines Sonderlings geboten, der im Berlin der 1990er Jahre von einer Kneipe (oder WG) in die nächste gespült wird, hier und da seltsame Figuren oberflächlich kennenlernt, aber immer ein Bier am Start hat. Das Ganze wirkt ein bisschen wie Sven Regeners "Herr Lehmann", aber mit dem Unterschied, dass letzterer einen geregelten Job und zumindest einen Freund hat, um den es sich zu kümmern lohnt. Nach zweimaligen Lesen dieses Romans und einer Hörbuchversion erschließt sich mir so langsam, was es mit diesem Typen auf sich hat, der seine Freundin gehen lässt, sich nach der nächsten sehnt, aber keinen Bock hat irgendwelche Gefühle in irgendeine Beziehung zu investieren. Ähnlich wie Herrndorfs zunächst äußerst rätselhaften Roman "Sand", liegt das, was das Verhalten des Helden "In Plüschgewittern" verstehen lässt, auf der Hand. Und das, was so vordergründig klar ist, liegt unter einem ganzen Berg rhetorischer Patina verborgen: Kratzt man all das absichtsvolle Geschwafel und die verwirrenden Reflektionen der eigenen (M)ist-Situation ab, bleibt bemerkenswert wenig übrig. Der Anti-Held ist ein totaler Versager, Egoist und hemmungsloser Nostalgiker und es besteht keine Hoffnung, dass sich daran jemals etwas ändern wird. Nur merkt es der Leser erst relativ spät, oder eben nie! Wenn man es nett ausdrücken will, ist "In Plüschgewittern" das Tagebuch eines scheiternden Permanent-Pubertierenden, wie es allerdings auch Frank Goosen in "Liegen lernen" episch ansprechender erzählt. Also eigentlich nichts Neues! Was Herrndorf aber so lesenswert macht, ist seine detaillierte Nachzeichnung selbst der absurdesten Assoziationen und sein rätselhafter Stil,der mich an der ein oder anderen Stelle an Kafka erinnert. Ein hochgegriffender Vergleich ohne Frage! Aber gerade das Rätselhafte hinter so einfachen Sätzen, wie sie bei Herrndorf allenthalben zu finden sind, und nicht das krude Intellektuellen-Gehabe so mancher aktueller Autoren fasziniert so viele Leser, die sich abseits des "Tschicks"-Hypes auf die Entdeckung eines der bedeutensten Autoren der vergangenen zehn Jahre einlassen.
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am 13. Mai 2015
Nominell ist der Roman 2002 erschienen, aber mich erinnert er an die 90er, eine Quintessenz dieses irgendwie dekadenten, im Umbruch zur Digitalisierung befindlichen Jahrzehnts, in dem Berlin vielleicht so interessant wie nie war. Der Ich-Erzähler treibt durch eben dieses Berlin, immer hart an der Grenze sich selbst wegzuwerfen, komplett die Linie zu verlieren. Seine Selbstnegation spiegelt er auf eine Umwelt, die er zum Großteil verachtet, der er sich aber auch ausgeliefert sieht und liebessehnsüchtig bekämpft. Vielleicht muss man sich mit dem Innenleben des Protagonisten identifizieren können, genau wie mit dem Berlin dieser Zeit, um das Buch richtig toll zu finden.
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am 29. September 2015
OK, ist und ja ganz witzig und flüssig geschrieben.

Wolfgang Herrndorfs "Tschick" hat mich echt begeistert.

Aber die Geschichten von diesem Typen, der in der "Ich"-Form von seinen Erlebnissen schreibt, ging mir dann irgendwann doch ganz schön auf die Nerven.
Recht Intelligent seziert er Alltag, Situationen, Begebenheiten, Hintergründe, nur um sich dann immer völlig beknackt gegen den natürlichen Menschenverstand zu verhalten oder zu bewerten. Empathiefähig ist er, aber verhält sich nicht so.
Und das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch .
Ich verstehe die Leute nicht, die bei den Geschichten völlig aus dem Häuschen geraten.
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am 8. Dezember 2017
Dieses Buch ist etwas für eingefleischte Herrndorf-Fans: Wer derart auf ihn steht, dass er wirklich alles von ihm lesen will, ist damit gut bedient. Alle anderen: "Arbeit und Struktur" und "Tschick" sind um Längen besser und spielen in einer ganz anderen Liga.
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am 30. Dezember 2014
Über Herrndorf ist in den letzten Jahren ja - zu recht - sehr viel geschrieben worden, sodass ich an diese Stelle nur sagen möchte, dass mir In Plüschgewittern noch besser als Tschick gefallen hat. Beides großartige Werke, aber In Plüschgewittern ist nicht so verfilmungsreif szenenhaft geschrieben und wirkt daher auf mich noch eine Spur authentischer und ehrlicher.
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am 27. April 2014
In plüschgewittern ist wohl ein echter " herrndorf".

Tschick ist grandios, arbeit und struktur ist bewegend und in plüschgewittern hat durchaus auch seine momente.
Dennoch war ich froh, als ich es relativ zügig hinter mich gebracht hatte. Hoffentlich hat wolfgang herrndorf nicht zuviel lebenszeit ähnlich vergeudet wie sein antiheld in diesem werk.
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am 17. September 2014
das "leider" in der Überschrift ist provozierend gemeint.
Das Buch beshreibt die Geschichte eines oberflächlich gesehen orientierungslosen jungen Mannes.
Der aber alles andere als oberflächlich ist, denkt und lebt.

Ein Buch mit Tiefgang, daher eindeutig zu empfehlen !
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am 15. Januar 2017
Auf dieses Buch muss man sich einlassen, aber dann finde ich, ist es recht witzig. Wer Herrndorf mag, wird dieses Buch sicher auch "verstehen", ansonsten kann ich mir vorstellen, dass nicht jeder mit die notwendige Fantasie aufbringt, die zum Verständnis dieses Buches notwendig ist.
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am 8. Februar 2015
Gut geschrieben, eigen, mutmaßlich treffend, ein bisschen verstörend, sehr lustig und traurig. Literatur, echte. Am Stück gelesen. Meine Herrendorf Premiere.
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Sand
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