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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
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5,0 von 5 Sternen
Das Leere und das Volle: Reisetagebuch aus Japan 1964-1970 (LP)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 25. Februar 2013
In dieser zweiten Auserinandersetzung Nicolas Bouviers mit Japan dienten seine Tagebuchaufzeichnungen als Grundlage, die in seinen Vorläufer Japanische Chronik nicht Verwendung fanden. Es hat sich trotzdem gelohnt, auch diese Eindrücke und Erlebnisse in Buchform zu bringen. Zwar hat der Autor das Buch in drei Abschnitte aufgeteilt (Kioto, Reise Kap Kioga und Tokio), aber ich hatte trotzdem oft den Eindruck, dass es keine eindeutige Struktur bei der Aneinanderreihung einzelner Gedankenabschnitte gibt. Das spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle, denn wie ein seinem Vorläufer sind Bouviers Beobachtungen und Eindrücke sehr interessant und präzise beschrieben (vielleicht bis auf die Geographie - Amanohashidate und Kap Kioga liegen nicht an der Inlandsee). Bouviers persönliche Auseinandersetzung mit den Tücken und der Verschlossenheit der japanische Psyche sind sehr nachvollziehbar dargestellt und die verschiedenen Facetten der japanischen Gesellschaft sind sehr prägnat beschrieben. Interessant sind auch seine kurzen Darstellungen des japanischen Zen-Buddhismus.
Insgesamt gefällt mir Bouviers erstes Japanbuch "Japanische Chronik" zwar etwas besser, da es stärker wie "aus einem Guß" wirkt, aber trotzdem ist auch "Das Leere und das Volle" eine sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit Japan.
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am 24. März 2012
..und lerne aus dem Fenster zu schauen" erwarten die Japaner. Europäer aber suchen Wege und Verbindungen. So schreibt der Autor: "Man muss sich sehr intensiv mit Japan beschäftigen, um dessen Fremdartigkeit zu verstehen. Ein Land, das wenig mit den anderen fernöstlichen Regionen gemeinsam hat.".
Er beschreibt sein Ringen um gesellschaftliche Akzeptanz, über alltägliche Strapazen und glückliche Momente, über seine Frustration wegen der freundlich höflichen Distanz. Japaner verbeugen sich oft, vermeiden es Blicke auszutauschen, ein Luftkissen trennt sie, verhindert menschliche Nähe. Unter diesem Druck der persönlichen Sprachlosigkeit entladen sich zuweilen angestaute Gefühle, die auch zum Suizid führen können. Die japanischen Schriftsteller seien Meister der Kälte......Er bleibt irgendwie Fremder in der Fremde trotz seiner unermüdlichen Bemühungen durch Verständnis Zugang zu dieser sehr verschlossenen Gesellschaft zu finden.

Einmal mehr empfehlenswerter Lesegenuss!
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