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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
41
Sommer wie Winter
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:22,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 100 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 5. Juli 2013
Sommer wie Winter....ich dachte zunächst, der Titel meine die Jahreszeiten und den gleichbleibenden Trott, der in der Bergwelt, in einem kleinen Dorf in Österreich, vorherrschen würde.
Sommer ist aber ein Familienname und Winter ist auch einer. Der kleine Sommer wurde als Adoptivkind von der Familie Winter aufgenommen.
Allein schon diese Mehrdeutigkeit des Titels gefällt mir als Eröffnung.

Da ist also die Familie Winter, Mann und Frau, hat drei Töchter. Sie leben eng verwurzelt in einem Dorf in Österreich. Vieh, Hof und unendlich viel Arbeit, jeden Tag immer dieselbe öde Arbeit, die kein Ende nimmt. Irgendwann beginnt der Ort sich zu wandeln und man baut die Höfe um und nimmt Gäste auf, um zu überleben. Auch die Winters vergrößern sich und beherbergen Gäste. Noch mehr Schufterei!

Der Vater will endlich einen Buben, die Mutter hat drei Mädchen geboren. Gegen den Willen der Mutter wird das Kind Alexander Sommer in die Familie geholt. Alle Strukturen in der Familie ändern sich, zum Vorteil der drei Mädchen, aber zum Nachteil des Adoptivkindes.

Und da gebirt die Mutter dem Vater doch noch einen Sohn, endlich. Er wird das Lieblingskind des Vaters.

Alexander ist ein stiller Junge, auch als er heranwächst, bleibt er in sich gekehrt. Er erfährt, dass er nicht das leibliche Kind ist und ab da hat er ständig seine Mutter im Kopf. Wo ist seine Mutter? Man sagt, sie sei ausgewandert.

Und dann nimmt die Tragödie ihren Lauf......

Der Roman ist in Form von Therapiegesprächen aufgebaut. Stück um Stück werden alle Familienmitglieder befragt. Stück um Stück setzt sich das Drama zusammen.

Toll, wie die Autorin diese Düsterkeit in dem Alpendorf rüberbringt, diese Sitten, Gebräuche und tägliche Abläufe, die aus Kirche, Vieh, Hof und Alteingesessenen bestehen. Was man darf und was man nicht darf. Wie man mit den Gästen umgehen muss, denn die bringen ja das Geld. Und wie die Kinder getreten werden, denn es sind Arbeitssklaven. Schule zählt nicht, ist verlorene Zeit, überflüssig.
Und die Sicht der Gäste: welche Idylle, wie erdverbunden mit der Natur, wie toll das Stroh, etc.

Ein sehr lesenswerter Roman, der noch lange nachhallt. Nachdenklichkeit bleibt zurück. Klasse!
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. Oktober 2017
TASCHLER, Judith W.: „Sommer wie Winter“, München 2013
Taschler ist eine sehr wandlungsfähige „Schreiberin“. In jedem Buch verwendet sie einen anderen Stil, eine andere Ausdrucksform. Im vorliegenden Roman sind es nur Protokolle von Therapiegesprächen. Zu Beginn ist es schwierig sich zurecht zu finden und die Zusammenhänge zu erkennen. Man muss als Leser selbst herausfinden wer welche Funktion hat. Wenn man sich diese Schwierigkeit erarbeitet hat, wird es zunehmend spannend und wird in den Sog eines sehr guten Romans gezogen. Letztlich verlässt man das Buch mit der letzten Seite nicht nur mit dem Ergebnis des Romans, sondern auch mit einer sehr guten Geschichte.
Ein Waisenkind wächst in einem Tiroler Dorf auf und arbeitet wie ein Knecht am Bauernhof und im Hotel. Der Bub versucht mit zunehmendem Alter seine Mutter zu finden und findet den Vater.
Sehr spannend geschrieben!
Absolut zu empfehlen.
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am 4. Juni 2013
Ich bin eher zufällig auf das Buch gestoßen und fand den originellen Aufbau interessant. In dem Buch wird keine durchgängige Geschichte erzählt, es setzt sich vielmehr aus einzelnen "Kapiteln" (Therapiegespräche der Familienmitglieder) und somit aus verschiedenen Sichtweisen zusammen. Das macht es absolut vielschichtig, tiefgründig und berührend. Am Ende des Buches, wenn die Puzzleteile ein Ganzes ergeben, bleibt man mit einem Kloß im Bauch und Tränen in den Augen zurück. Judith W. Taschler hat ein großes Talent eine tragische Geschichte ganz leise und doch sehr eindringlich zu erzählen.

Absolut lesenswert!
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. März 2013
...das den Leser erst langsam, zum Schluss hin, auf die richtige Fährte führt, und trotzdem hält das Buch zum Ende hin noch eine Überraschung bereit. Sehr spannend, man fühlt mit, bleibt als Leser aber hilflos und fragt sich wie auch die Hauptfigur, warum dies alles so kommen musste. Mehr ein Familiendrama als ein Thriller.
Leider gibt es eine Stelle, die unrealistisch ist, daher nur 4 statt ansonsten wohlverdiente 5 Sterne, ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber es hat etwas mit den Folgerungen aus den Ergebnissen einer Obduktion zu tun. Wenn Sie das Buch gelesen haben, wissen Sie, welche Stelle ich meine.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. März 2018
Ich liebe alle Buecher von Judith W. Taschler! "Sommer wie Winter" ist wieder ein intensiver, trauriger, hoffnungsvoller Roman. Absolut empfehlenswert!
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am 2. September 2014
habe gestern abend das Buch gar nicht mehr weglegen wollen. Es ist ein wenig anstrengend den Figuren im Monolog in ihre Vergangenheit zu folgen, aber grade das macht den Stil des Buches aus.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 15. Juni 2016
Ein absolut empfehlenswerter Roman. Spannend, überraschend und gut geschrieben. Ich warte schon sehr auf den nächsten Roman von Frau Taschler. Bislang waren alle Bücher von ihr große Klasse!
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am 2. Juni 2013
Zu Beginn fand ich sehr befremdlich, dass lediglich die Gespräche aus Sicht der betroffenen Personen bei einem Psychater aufgeschrieben sind. Der Verlauf ist aber äußerst spannend und der Schluss ist verblüffend.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. Februar 2013
Eigenwillig, aber interessant iun der Erzählweise; originell bis in Details; Pflichtlektüre für alle TIROLER und TIROLERINNEN, aber auch für Stammgäste in unserem Tourismusland!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 23. April 2013
Der Aufbau, bzw. die "Erzählweise" ist überraschend, verstrickt einen jedoch, je weiter man liest, in dieses Familiendrama. Der Roman ist sehr lesenswert!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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