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am 28. November 2009
Früher erfreute sich die Literaturgattung Reisebericht großer Beliebtheit. Selbst zu reisen war beschwerlich und teuer, Medien waren noch nicht so weit verbreitet. So verfolgte das Publikum gespannt, was etwa Heinrich Heine über die Stadt Lucca oder Alexander von Humboldt über Südamerika schrieben.
Kann man dagegen heute noch Neues und Interessantes über Reisen berichten? Tex Rubinowitz, der Zeitungslesern als Schöpfer des Schneemanns Wilbur und anderer genial-komischer Zeichnungen bekannt ist, kann:
Er erforscht auf seinen Reisen über den ganzen Globus offensichtlich das, was in Reiseführern oder im Bildungsfernsehen noch nicht thematisiert wurde. So weiß er über chilenische Cafes mit futuristischer Möblage zu berichten, in denen es statt Tischen nur langgezogene Chromtresen gibt. Die Fläche hinter den Stehpulten ist angehoben, so dass das ausschließlich weibliche Service-Personal in engen, uniformen Schlauchdressen die durchwegs männlichen Gäste von oben herab bedient. Weiters schildert Tex Rubinowitz einen Marathon durch die Weingegend Medoc in der Nähe von Bordeaux, wo den kostümierten Teilnehmern, die sich durch die Anwesen von Mouthon Rothschild und Latour Lafitte bewegen, an den Labstationen Weine aus der Region und Champagner nebst Schnecken, Käse und wahnsinnig scharfen Blutwürsten angeboten wird. Die Fähre, mit der Tex Rubinowitz von Odessa nach Istambul gelangen will, gerät in einen Orkan usw. usf.
Zum Beweis, dass er nicht flunkert, legt Tex Rubinowitz seinen Schilderungen reiches Fotomaterial bei. Diese farbigen Abbildungen ergänzen die Texte, stehen aber auch für sich. So ergäbe das Foto des Zementhirschs vor dem Wasserspeicher ein schönes Postkartenmotiv.
Tex Rubiowitz erweist sich in "Der Bremsenflüsterer. Nachrichten von unterwegs" als Nachfahre Amundsens oder Livingstones, hat im Gegensatz zu diesen jedoch kein konkretes Ziel, entdeckt beiläufig noch weiße Flecken auf der Landkarte und berichtet von seinen Erlebnissen innerhalb dieser auf sympathische Art.
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am 1. Juli 2015
Zuerst hab ich "Rumgurken" gelesen und war schon begeistert, dann flugs dieses bestellt und bin noch begeisterter. Die Texte in diesem Buch sind kürzer als in "Rumgurken", und demgemäß irgendwie noch pointierter. Was ich an den Texten liebe ist: der Charme, die Schrulligkeit und Feinheit der Wahrnehmung, das Kleinspurige (im Gegensatz zum Großspurigen). Hier wird mit Klugheit nicht angegeben, da macht einer kein Gedöns um sich selbst, sondern guckt gütig und vergnügt auf die Welt und besonders auf die Leute, Rubinowitz wertet nicht, er beobachtet und kurzum: ich finde eigentlich, dass er der beste Reiseschriftsteller ist, den ich kenne. 5 weitere Bücher dieser Art könnte ich mit Dauervergnügen lesen, aber es gibt leider keine.
Ich liebe diese Art, die Dinge zu betrachten, es tat mir in der Seele wohl. Pathetisch, aber wahr. So was gibt es selten. Und das alles meine ich noch dazu ehrlich.
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