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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
15
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 14. April 2017
Wieder eine ungemein spannende Zusammenfassung vieler Probleme mit Medizin - liest sich fast wie ein Krimi - und sollte Allgemeingut werden - wünsche dem Buch weiteste Verbreitung !
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am 24. September 2012
Wie schon in seinem letzten Buch "Der ohnmächtige Arzt" rechnet der Autor mit dem Gesundheitssystem ab. Hieß es früher immer viel hilft viel, darf man sich heute fragen: Wie viel Medizin überlebt der Mensch überhaupt?

Beispiel: Es werden plötzlich immer mehr neue "Trend"-Erkrankungen entdeckt, diagnostiziert und entsprechende Medikamente oder Therapien verordnet. Kaum zu glauben, dass angeblich so viele Kinder AD(H)S haben sollen!? Denkt nur einmal einer der Kinder-Ärzte daran, was mit ihnen passiert, wenn sie erwachsen werden und jahrelang unter Tabletteneinfluss standen? Nicht alle Kinder, die vielleicht ein bisschen Zappelphilipp oder Träumerle sind, müssen gleich krank sein. Oft hilft es, wenn die ach so überbeschäftigen Eltern ein klein wenig mehr Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen.
Ebenso Alzheimer: Nicht jeder alte Mensch, der vergesslich ist, braucht Psycho-Stimulantien.

Aber manchmal wollen es die Leute auch nicht anders: Auf Teufel komm raus werden Fettsenker, Blutverdünner etc verordnet, bis der Rezeptblock qualmt. Auch wenn natürlich in einigen, wenn nicht sogar vielen Fällen, eine gesunde Ernährung, Sport und Stressminderung ebenso hilfreich wären.

Aber letzten Endes müssen die Milliarden Euro, das Gesundheitssystem zu bieten hat, ja auch ausgegeben werden. Mit dem Effekt, dass wir resistente Bakterien züchten und immer mehr Menschen überflüssig therapiert werden. Tabletten oder Operationen sind nicht immer die Lösung.

Dr. Günter Loewit stellt allerhand unbequeme Fragen. Eine (vernünftige) Antwort wird er darauf nicht bekommen. Wieder einmal aber regt er vielleicht zu Nach- oder Umdenken an. In jedem Fall bietet die Lektüre jede Menge Zündstoff!
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am 29. Juli 2017
sollte in ein Wartezimmer gehen um zu sehen, mit welchen banalen Zipperlein die Menschen zum Arzt rennen und 'eine Pille' verlangen.
Selbst die Notaufnahmen werden von diesen Menschen geflutet.

Das Problem ist der Patient/Kunde, präziser seine Erwartungshaltung.
Woher kommt diese Erwartungshaltung?

Mein Ansatz wäre, die Pharma-Werbung zu verbieten, denn diese redet auch dem gesündesten Menschen das Gefühl ein, lebensgefährdend erkrankt zu sein.
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am 9. Februar 2013
"Man kann doch einen Menschen nicht einfach so sterben lassen." Dr. med. Günther Loewit glaubt eine besondere Betonung in dem Wörtchen "so" herauszuhören und erkennt in dieser einen "subtilen Vorwurf", nämlich den der "Bezichtigung unterlassener Hilfeleistung". Vertreter dieser Art Ethik sieht er in der Gesundheitsindustrie, welche Milliardenumsätze in unserer "alzheimersensibilisierten" Gesellschaft einstreicht. Eindrucksvoll beschreibt er am Beispiel der Alzheimer'schen Demenzerkrankung den kometenhaften "Aufstieg einer Erkrankung". Während die Pharmawerbebranche "Alzheimer" in Anbetracht der zu erwartenden Gewinne regelrecht "pusht", sprechen prominente Kritiker der modernen Medizin ernüchternd gar nicht unbedingt von einer Krankheit im üblichen Sinne, sondern sehen die neue Volkskrankheit einfach als normale Abnutzungserscheinung, also eine "Folge des Altwerdens des Gehirns ab dem 80. bis 85. Lebensjahr".

Die Pharmaindustrie sieht dies alles etwas anders, wobei es primär nicht nur um die Vermarktung sündhaft teurer Medikamente geht, sondern auch und insbesondere um "Heilbehelfe aller Art". Der Autor spannt den Bogen von Arbeitsplätzen in der Ergotherapie und Pflege sowie den angeschlossenen Einrichtungen bis hin zu juristischem Beistand in Sachen Patientenverfügungen, und sieht die Erkrankung somit längst als feste ökonomische Größe etabliert. Während gerade einmal 2% der Erkrankten jünger als 65 Jahre alt sind, steigt die Krankheitsrate mit zunehmendem Alter an, 20% aller 85-jährigen sind schätzungsweise erkrankt, und diese muss man mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln am Leben erhalten, um einen maximalen Profit erzielen zu können.

Dr. med. Günther Loewit spricht sich bei Alzheimerpatienten z. B. generell gegen das Setzen von Magensonden aus, mit welchen das ohnehin nahende Lebensende noch einmal sinnlos hinausgeschoben wird, "denn die gewonnenen Lebensmonate haben keinen Inhalt und keinen Sinn mehr". Vielmehr möchte er den sterbenden Menschen einen würdigen Tod gönnen. Und dieser kommt in jedem Fall, aber nicht deshab, weil Ärzte ("als Marionetten der Pharmaindustrie") derartige lebensverlängernde Maßnahmen unterlassen, sondern weil Menschen eben sterben, "weil ihre Leben zu Ende gehen".

Neben zahllosen weiteren Beispielen beschäftigt sich der Allgemeinarzt u.a. mit weiteren kometenhaft aufsteigenden Volkskrankheiten wie Burnout oder AD(H)S. Noch vor gar nicht allzulanger Zeit wäre ein "Zappelphilipp" nicht sonderlich aufgefallen. In unser aktuelles Bildungssystem und die angeschlossenen Lernanstalten (und deren teils völlig überforderte "Pädagogen") passt ein solches Kind aber nicht mehr, wie er im Abschnitt "Normierte Kinder" eindrucksvoll beschreibt. Als Ursache findet Dr. med. Günther Loewit den Mut, das Offensichtliche anzusprechen, indem er den "fulminanten Aufstieg", den das Krankheitsbild ADHS "feiert", ursächlich in modernen Familienstrukturen vermutet, wo restlos überforderte "Multifunktionseltern" sich in Erziehung versuchen. Mit derlei Thesen wird er sich unbeliebt bei denjenigen machen, die solche Mischmodelle vehement verteidigen. Der Rezensent überlegt in diesem Zusammenhang, ob nicht ergänzend zum Begriff der Teilzeitbeschäftigung der Begriff Teilzeiterzieher etabliert werden könnte.

In seinen leidenschaftlichen Schlussplädoyers kommt der Autor sogar zu der revolutionären Erkenntnis, dass Mütter bis zum Schuleintritt ihrer Kinder wieder ein gesichertes und gesundes soziales Klima anbieten könnten, indem sie zu Hause bleiben, um somit ein unschätzbar wertvolles Fundament für die seelische Gesundheit ihrer Kinder zu schaffen. Das wird einen Aufschrei auslösen bei denjenigen, die ihr Seelenheil eher in einer beruflichen Karriere suchen. Doch mit entsprechender staatlicher Unterstützung ("mitsamt Pensionsanspruch") könnte man das Muttersein (oder Vatersein?) durchaus endlich als handfesten Beruf definieren. Und welche Karriere könnte größer sein, als gesunde Kinder in diese Welt entlassen zu haben!?

"Wie viel Medizin überlebt der Mensch?" stellt eine ganze Reihe von unbequemen Fragen. Wird unser permanent rasanter werdende menschliche Fortschritt mit immer neuen Krankheiten bezahlt werden müssen? "Wieviel Paradies auf Erden ist erträglich?" Hunger bedeutete früher den sicheren Tod (wie in der sog. dritten Welt heute noch immer millionenfach), während "Essen ohne Grenzen" heute oft den vorzeitigen Tod herbeiführt. Wen interessieren noch die Ursachen einer Krankheit? Ein gigantischer Apparat kümmert sich um die Symptombehandlung, und verdient sich dumm und dusselig damit. Altern und Sterben sind out. Der Mensch muss funktionieren, koste es was es wolle. Doch macht es wirklich Sinn, das Leben zu verlängern, selbst wenn für den Betroffenen längst jede Lebensqualität fehlt? Ist nicht Lebensqualität maßgeblich wichtiger als Lebensquantität? Macht es noch Sinn, wenn Menschen nicht an Krankheiten, sondern an Therapien sterben?

Dieses Buch wird wieder die eine oder andere kontroverse Diskussion auslösen, so viel steht fest. Man könnte und wird vermuten, dass die unterschiedlichsten Standpunkte am Ende jede Auseinandersetung mit dem Thema ohne erkennbares Ergebnis im Sande verlaufen lassen. Macht das Buch somit keinen Sinn? Könnte man in Anlehnung an den Titel sogar fragen: "Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch?"

Sieht man es positiv, kann keine Diskussion, wie auch immer sie ausgehen möge, sinnlos sein! Schon gar nicht, wenn sie durch ein zutiefst menschliches Plädoyer, welches mit diesem Buch vorliegt, ausgelöst wird! Sollte es Dr. med. Günther Loewit gelingen, eine Reihe von Denkanstössen zu geben, das Gesundheitssystem etwas menschlicher zu gestalten oder wenigstens in Ansätzen darüber nachzudenken, wäre viel erreicht!
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am 7. Dezember 2012
Ein Buch das zur Reflektion einlädt. Es sorgt für ein Aufrütteln dem Medikamentenkonsum kritischer gegenüber zu stehen. Die angeführten Beispiele sind plakativ und verständlich, bleiben aber an der Oberfläche und bringen keine "aha" Erlebnisse. Ob lebensverlängernde Medizin wirklich lebenswerte Zeit schafft wird pragmatisch aber wenig sensibel abgehandelt.
Ein Buch, das jedoch zum Innehalten und zu Diskussionen animiert. Alleine dadurch ist der Kauf und das Lesen empfehlenswert.
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Schwerpunktmäßig beschäftigt sich das Buch mit dem Gesundheitswesen in Österreich und Deutschland. Dass Günther Loewit ein Querdenker seiner Zunft ist, mutet angesichts des Buchtitels nicht verwunderlich an. Der Allgemeinmediziner kritisiert, offeriert aber auch konkrete Lösungsvorschläge.

Er zeigt schonungslos auf, wie geschickt die Gesundheitsindustrie im Erfinden neuer Krankheiten ist, für die die Pharmabranche auch prompt die richtige Tablette anbieten kann. Ob das immer zum Vorteil der Patienten geschieht, wird anhand von Fallbeispielen eindrucksvoll verdeutlicht. Der Autor nimmt sich auch kein Blatt vor den Mund, was das Abhängigkeitsverhältnis niedergelassener Ärzte von Pharmariesen und Politik betrifft.

Besser ein kurzes, schönes Leben als ein langes Leiden, lässt sich sein Denken auf den Punkt bringen. Die lebensverlängernden Maßnahmen (Magensonden, Chemo, etc.), die oft nur dazu dienen, das Unausweichliche für ein paar wenige Monate aufzuschieben, sieht er extrem kritisch. Vor allem dann, wenn dem Tod quasi um jeden Preis noch ein paar Extra-Tage abgerungen werden, von denen der "Überlebende" aber nichts hat, weil er die Zeit bestenfalls noch im Dämmerzustand erlebt. Verlängertes Leiden ist definitiv nicht gleichzusetzen mit verlängertem Leben, das macht der Autor mehr als deutlich.

Aus seiner Sicht sind viele der bestehenden Ansätze nicht dazu geeignet, die Kostenexplosion im Gesundheitssystem zu stoppen - ganz im Gegenteil. Günther hält im letzten Kapitel ein (zu) emotionales Plädoyer für sich und seinesgleichen. Stellenweise klingt dieser "Abspann" schon recht verbittert und relativiert leider den zuvor gewählten, sachlichen Schreibstil.

Fazit: Das Buch regt zum Nachdenken über die eigene Endlichkeit an. Es fordert aber auch unabhängige, selbstbewusste Ärzte, die ihren mündigen Patienten beratend und lebensbegleitend zur Seite stehen. Die Beziehung Arzt - Patient soll wieder in den Vordergrund treten und die Abhängigkeit von Politik und Pharmaindustrie beenden.
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am 9. Juli 2013
Dicht gepacktes Buch mit vielen Informationen was so alles falsch läuft. Nichts für schwache Nerven. Er beschreibt deutlich, dass die "Medizin eine neue Gattung von Patienten geformt hat. Nämlich jene, die nicht mehr geheilt, aber doch noch am Leben gehalten werden können".

Als Feldenkrais Pädagoge für mich ein sehr interessantes Buch, weil es zeigt, warum es so schwierig ist alternative und "menschliche" Sichtweisen zu etablieren. Die meisten Menschen lassen sich lieber mit einem Messer in den Fuss oder ins Kreuz schneiden, als dass sie ein paar Stunden zu mir ins Feldenkrais kommen - was ja durch die Krankenkassen nicht unterstützt wird und somit nicht Teil von diesem System ist.

Günther Loewit bestätigt auch was ich seit meinem 15 Jahre zurückliegenden Studium der Medizintechnik weiss: Medizin ist ein Markt. Und wie in jedem Markt, muss dieser ausgebaut und hart umkämpft werden. Die Claims sind abgesteckt, und immer mehr kranke Menschen bedeutet *gutes Wachstum* und *positive Bilanz*.
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am 2. September 2013
Sehr interessantes Buch wenn man die Schulmedizin in Frage stellt!
Bestätigt auch meinen Weg bei den Kindern kaum Medikamente zu verwenden!
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am 25. August 2013
Ein unbedingtes Muss für Jeden, der unserer westlichen Medizin nicht blindlinks vertraut und auch Diagnosen und Prognosen unserer Götter in Weiss in Frage stellt.
So Mancher wird überrascht sein über das Geschäft Mensch und Medizin
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am 27. Juni 2016
es sterben ca. 60.000 Menschen pro Jahr an Medikamentenunverträglichkeit allein in Deutschland, daher ist dieses Buch lesenswert und informativ
empfehlenswerte Lektüre
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