flip flip Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive wint17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
2
4,5 von 5 Sternen

am 3. Juni 2010
Auf gut 160 Seiten widmen sich die beiden Autoren (Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk und Prof. Dr. med. Markus Metka) in 13 Kapiteln der Geschichte der Anti-Aging-Medizin. Hierbei ist ein chronologischer Aufbau zugrunde gelegt: Das Buch beginnt mit biblischem und babylonischem und lässt dann über das alte Ägypten, die griechische Antike etc pp bis heute so gut wie nichts aus.

Natürlich enthalten die 160 Seiten nicht alles, was zu Anti-Aging gesagt werden kann, aber die wesentlichen Entwicklungen im Lauf der Zeit sind nachvollziehbar. Allgemein gefallen mir vor allem die schöne Bebilderung des gesamten Bandes sowie die gute Lesbarkeit der Texte; anders als viele solcher sachbuchähnlichen Bücher, regt dieser Band wirklich zum Lesen an. Die Art zu Schreiben macht ihn nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam.
Hierzu tragen speziell auch die immer wieder eingestreuten Einschübe bei: kleine Geschichten über berühmte Persönlichkeiten der Weltgeschichte, Mythen oder wissenschaftliche Details.

Die Autoren machen deutlich, dass schon vor hunderten oder gar tausenden Jahren Erkenntnisse gewonnen wurden, die bis heute gültig sind: Lebensstil und Eigenverantwortung sowie Sport und gesunder Ernährung sind das A und O für ein langes gesundes Leben. Auch wären einigen der heute weit verbreiteten modernen Zivilisationskrankheiten auf diese Art beizukommen.

Nebenbei wird natürlich auch erwähnt, dass die Anti-Aging-Medizin nicht nur als oberflächlicher Kampf gegen optische Alterserscheinungen gesehen werden darf, sondern als wirkliche Medizin gegen Krankheiten (die mit dem Alter auftreten). Botox und Schönheits-OPs sind also nicht alles'
Aber auch alternative Modelle, wie Ayurveda und Taoismus, werden in Grundzügen vorgestellt.

Nicht uninteressant sind auch die Erzählungen der Selbstversuche einiger Ärzte sowie die Art, wie vor unserer Zeit medizinische Erkenntnisse gewonnen wurden.
Zuletzt wird noch unterschwellig kritisiert, welch falsches Verhältnis der Mensch heute zu seinem Körper hat'

Wer noch mehr wissen will und ob eine Lebenserwartung von 1000 Jahren wirklich schon bald realistisch sein könnte, der sollte sich das Buch unbedingt kaufen!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 10. Juni 2010
Wie ich unsterblich werde, beschäftigt mich weniger als die Frage, wie ich in Würde altern kann. Mein Interesse weckte dieses Buch denn auch weniger aus persönlichen Gründen. Auf den Titel stieß ich, weil ich ein Unternehmen bei der Vermarktung von Anti-Aging-Produkten unterstütze. Dabei stellte ich fest, dass die Widerstände gegen Cremen, Salben und Pillen von Chemiemultis vor allem auf dem Vorurteil beruhen, die Anti-Aging-Medizin sei eine Erfindung des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Und genau dieses Vorurteil möchte dieses Buch widerlegen, wie die beiden Autoren Bernd Kleine-Gunk und Markus Metka gleich zu Beginn ihres Vorworts betonen.

Die Beweisführung gehen die beiden Professoren nicht mit wissenschaftlichen Mitteln an, obwohl sie Medizin studierten und in der Forschung tätig sind. Sie nutzen ihre Erfahrung im Verfassen populärwissenschaftlicher Werke und veranschaulichen ihre verständlichen Texte mit ausgezeichnetem Bildmaterial, das zum Teil nur schwer zugänglich ist. Zur hervorragenden Druckqualität kommt eine grafische Gestaltung hinzu, die den Leser führt und seine Augen erfreut.

Bei der Präsentation der Wissensschätze setzte man auf das Ordnungsmuster der Chronologie. Die Geschichte von der Suche nach Unsterblichkeit wird in zwölf Kapiteln erzählt. Die Auswahl der Schauplätze und Epochen entspricht etwa dem, was der humanistische Bildungskanon erwarten lässt. Und wer diesen vergessen hat, wird von den Autoren elegant daran erinnert, welche Ereignisse im kulturellen Gedächtnis haften blieben. Damit wird diese Geschichte der Anti-Aging-Medizin auch zu einem schönen Kompendium der menschlichen Zivilisation.

Da die beiden Autoren die Sehnsucht nach ewiger Jugend nicht moralisch werten, lassen sie sich auch nur schwer von Botox-Anhängern oder Kräutersammlern vereinnahmen. Wo sie kritische Worte für angebracht halten, werden sie auch zu Papier gebracht. So wird zum Beispiel ausdrücklich vor dem blinden Glauben an Naturprodukte gewarnt. Wer liest, dass noch 2007 in Stichproben ayurvedischer Arzneimittel Konzentrationen von Blei und Arsen gefunden wurden, die deutlich über den geltenden Grenzwerten Europas lagen, wird auch vollmundigen Versprechungen der Alternativmedizin etwas skeptischer begegnen. Wie notwendig eine gesunde Portion Skepsis ist, wird im letzten Kapitel "Wie weiter?" nochmals deutlich. Und zu Recht meinen die Autoren, es habe der Anti-Aging-Medizin des 21. Jahrhunderts nicht geschadet, etwas kleinlauter zu werden. Denn seit eine halbseidene Modemedizin nicht nur auf den Traum vom ewigen Leben setzt, leistet sie wieder vermehrt wertvolle Beiträge zur Prävention altersbedingter Erkrankungen.

Mein Fazit: Eine Geschichte der Anti-Aging-Medizin, die vor allem durch ihre ausgewogenen Berichterstattung und das reiche Bildmaterial überzeugt. Die beiden sachkundigen Autoren nehmen ihre Leser auf eine spannende Zeitreise mit und beschreiben die verschiedenen Etappen in einer ebenso unterhaltsamen wie verständlichen Sprache.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken