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am 21. Mai 2014
Das Buch ist toll zum Lesen, wenn man schon ein gewisses Grundwissen hat. Leider ist das Buch relativ groß und schwer. Im Bett zu Lesen ist daher etwas anstrengend! Die Kapitel über Kunst habe ich ausgelassen...
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Nicole Adler, Trautl Brandstaller, Wojciech Czaja, Christian Dirninger, Hermann Fillitz, Michael Frank, Peter Kampits, Manfred Matzka, Beppo Mauhart, Anton Pelinka, Martina Pippal, Peter Rigaud, Marie-Therese Rudolph, Wendelin Schmidt-Dengler, Karl Schwarz, Johann Skocek, Günther Steinbach, Gerhard Stourzh, Wolfgang Straub, Christoph Wagner, Adam Wandruszka, Othmar Wessely - nicht nur die Namen der Autoren des von Hannes Androsch herausgegebenen Prachtbandes sind gewichtig, auch das 592seitige Werk vom Format eines Fotobandes bringt einige Kilo auf die Waage. Doch gewichtige Namen, hohe Seitenzahlen und Großformate sind nicht alles, wichtiger sind die Inhalte.

Befürchtungen dass Androschs "Österreich: Geschichte, Gegenwart, Zukunft" nichtssagende Texte mit übermäßig vielen Fotografien und einer gehörigen Portion Kitsch gepaart haben könnte nimmt dessen 18seitiges und die Geschichte Österreichs nachzeichnendes Vorwort umgehend den Wind aus den Segeln. Im Gegenteil, Androschs Österreich-Prachtband gehört zu jener Sorte die einem schon fast zuviel an Inhalt anzubieten haben, wobei man bedenken muss die fast 600 Seiten auf dem Format eines Fotobandes auf ein "normales" Hardcover-Buch umgerechnet liegen wahrscheinlich deutlich über der magischen 1000 Seiten-Marke und Androsch hat für viele (wenngleich auch nicht alle) Themen durchaus geeignete Experten gefunden. Dafür kostet der Prachtband auch seinen Preis.

Ausgelegt ist das ganze wohl als hochkarätiges Geschenkbuch für Preisträger, Staatsgäste oder Geehrter unterschiedlichster Art. Damit einhergehen würde natürlich sofort der Verdacht dass die Autoren in einem gewissen Rahmen beschönigend gewirkt haben und so ganz unberechtigt ist diese Unterstellung auch nicht, denn Androschs "prächtiges Österreich" soll ja repräsentativ wirken. Kritik am politischen oder sozialen Status quo ist daher möglichst auf ein für das öffentliche Österreich erträgliches Niveau reduziert, aber durchaus vorzufinden. Die Themenbreite ist dessen ungeachtet erstaunlich und umfasst Geschichte, Wirtschaft, Kunst, Musik, Literatur, Architektur, Konfessionen, Medien, Menschen, Kulinarik, Mode und Sport.

Den Beginn bildet allerdings ein Essay Michael Franks mit dem Titel "Ach du schönes Österreich", in welchem bereits wohlformulierte Kritik an der Gegenwart eingebracht wird. Anschließend daran findet sich ein Fotoessay Peter Rigauds, das im Grunde nur aus Fotografien besteht. Die Dominanz der "Bilder" über die Texte endet damit aber auch schon.

Den großen Abschnitt Geschichte behandeln gleich fünf Autoren. Adam Wandruszka schildert in "Im Herzen Europas" die österreichische Geschichte bis 1918, Günther Steinbach beschäftigt sich mit den Katastrophenjahren 1918-1945, ehe Anton Pelinka "Eine historische Erfolgsbilanz" von 1945 bis 2010 entwirft und Gerald Stourzh unter dem Titel "Zeitfenster der Weltgeschichte" dem Mythos 1955 nachspürt. Den Abschluss bildet dann Manfred Matzka zum Thema "Österreich und die EU".

Wandruzskas Kapitel ist das geschichtlich am weitesten ausgreifende und verfolgt zunächst die Spuren der frühesten Zivilisationen auf österreichischem Boden. Von der Hallstattkultur über das Königreich Noricum bis zu den Babenbergern und Habsburgern verfolgt er gewissermaßen die üblichen Stationen österreichischer Geschichtsschreibung, verwirklicht dabei aber einen durchaus spannenden Stil. An das Jahr 1918 knüpft schließlich Günther Steinbach an, der sich als Mit-Autor der Werke "Unser Hitler" und "Kanzler, Krisen, Katastrophen" bereits einen guten Ruf als populärer Autor über die Zwischenkriegszeit und Erste Republik erworben hat, eine Idealbesetzung gewissermaßen. Ebenso wie Anton Pelinka, dessen historische Erfolgsbilanz nicht gar so verklärend ausgefallen ist wie man vom Titel her vermuten würde. Gerald Stourzh Ausführungen zur Vorgeschichte von Unabhängigkeit, Staatsvertrag und Neutralität wissen mit interessanten Details aufzuwarten und sind ebenfalls angenehm lesbar. Warum allerdings gerade der ganz ohne Bezug dastehende Manfred Matzka sich zu "Österreich und Europa" äußern durfte ist mir ein Rätsel. Nimmt Matzka zunächst gar nicht Bezug auf Europa sondern übt sich in Österreich-Verklärung (wobei er sogar von einer korruptionsresistenten Verwaltung und allerlei Segnungen spricht), entsteht schnell das Bild einer achso beschaulichen Insel der Seligen, das so gar nicht zum Rest des eben nicht als Jubelbroschüre konstruierten Werks zu passen scheint. Das Thema EU wird abschließend mit nur 1,5 Seiten abgehandelt und basta.

Wirtschaftshistoriker Christian Dirninger wiederum ist eine geeignete Besetzung für das Kapitel Wirtschaft, welches er unter dem Titel "Der österreichische Weg" aufgearbeitet hat. Dirninger zeichnet nicht nur die Entwicklungen seit dem 18. Jahrhundert nach, sondern wagt auch einen kritischen kurzen Ausblick in die Zukunft, ganz anders als Matzka beim Thema EU.

Das Kapitel Kunst eröffnet schließlich Hermann Fillitz mit "Auf der Suche nach Schönheit" wobei er sich auf die bildenden Künste in Österreich bis zum Endes des 19. Jahrhunderts beschränkt. Martina Pippal knüpft mit daran mit "Bewegung und Bewegwerden" an und zeigt die weitere Entwicklung von Malerei und Skulptur ab 1897.

Auf eine Reise ins Reich der Töne entführt Othmar Wessely bei seiner Vorstellung klassischer Musik in Österreich. Marie-Therese Rudolph die das Kapitel Musik mit ihrem Beitrag "Neue Musik in Österreich" abschließt schwenkt allerdings nicht in Richtung Popmusik (Falco, Christl Stürmer) um sondern bleibt der klassischen Musik treu. Schade eigentlich denn trotz aller Vorbehalte die man gegenüber Pop und dergleichen haben mag, so erhält "Österreich: Geschichte, Gegenwart, Zukunft" eine Wendung, die einen Teil der österreichischen Kultur tatsächlich verborgen hält. Was ebenfalls bemängelt werden sollte ist das Fehlen eines Kapitels über den österreichischen Film oder zumindest österreichisches Theater gewesen.

Ebenfalls wieder mit zwei Autoren besetzt ist der Abschnitt Literatur, in welchem Wendelin Schmidt-Dengler unter dem Titel "Häresie und Tradition" den großen oft schon vergangenen Literaten Österreichs nachspürt, während Wolfgang Straub sich dem Jahrhundertherbst der österreichischen Literatur zuwendet und dabei beweist, dass Österreichs Autoren zwar über Potential verfügen auf dem heimischen Markt aber oft nur über den Umweg nach Deutschland Erfolg haben können. Straubs "Kultur-Beitrag" beschäftigt sich dabei auch mit populären österreichischen Autoren und nicht ausschließlich der Avantgarde.

Auch architektonisch hat Österreich einiges zu bieten, wie Wojcieh Czaaja in seinem Beitrag "Alles ist Baukunst" bezeugt. Mit den Konfessionen und dem Weg Österreichs von der Glaubenseinheit zur religiösen Vielfalt beschäftigt sich anschließend Karl W. Schranz.

Den österreichischen Medien wird überraschenderweise nur ein Autor zugestanden, Beppo Mauhart, der sich mit "Als die Journalisten frech wurden" dafür umso mehr Mühe gegeben hat. Mauharts Mediengeschichte beginnt mit er Ersten Republik als die österreichischen Journalisten gerade einmal 15 Jahre Pressefreiheit erleben durften ehe sie vom Ständestaat wieder einer mehr oder weniger strengen Zensur unterworfen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte sich die heimische Presse vor allem mit einem eklatanten Personalmangel konfrontiert sehen, denn nicht nur fehlte es an materiellem sondern auch am notwendigen Personal, dass oft tot, geflüchtet oder noch in Kriegsgefangenschaft befindlich war. Dass Mauharts Beitrag etwas unbefriedigend wirkt mag daran liegen dass er sich nur mit einigen Grundlagen beschäftigen durfte, die Mediengeschichte Österreichs an sich wäre wohl schon ein eigenes Buch wert.

Ein eigenes Kapitel ist den "Menschen" Österreichs gewidmet. Dass man dabei eine ganz unterschiedliche Vorstellung haben kann was ein solches Kapitel umfassen soll demonstrieren auch Trautl Brandstaller und Peter Kampits. Während Brandstaller sich noch mit der österreichischen Gesellschaft beschäftigt, indem sie "Unterwegs zur Hälfte des Himmels" die Geschichte der Frauen Österreichs von der bürgerlichen Revolution bis ins 21. Jahrhundert nachverfolgt listet Peter Kampits in "Land der Denker und des Wissens" die bekannten österreichischstämmigen Philosophen, Wissenschafter und Mediziner auf.

Zwei überraschende Kapitel bilden darauf folgend Christoph Wagners "Speisereich Österreich" zum Thema Kulinarik und Nicole Adlers "Modenation Österreich" im Kapitel Mode, ehe Johann Skocek "Die mit dem Ernst spielen" vorstellt und das finale Kapitel Sport eröffnet.

- Resümee -
Vom Umfang her eine höchst beeindruckende Lektüre, in der zwar Animositäten hintangestellt wurden um eine gewisse Repräsentationswirkung zu erzielen, doch manche der Kapitel greifen auch zu kurz und nicht jede Themenbesetzung (Matzak) ist ideal getroffen. Dafür passen die Besetzungen in anderen Bereichen umso besser und das ist dann doch die Mehrheit. Allerdings sind manche der Kapitel auch fast schon zu kurz, um das eine oder andere Thema hinreichend aufarbeiten zu können. Das Kalkül mit hochkarätigen Autoren, einem Großformat und einer Vielzahl an Themen ein eindrucksvolles Bild Österreichs zu vermitteln ist jedoch gut gelungen. Als imposantes und auch inhaltlich hochwertiges Geschenkbuch durchaus empfehlenswert.
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am 26. März 2012
Das Buch ist sehr umfangreich aber gut zu lesen. Es werden einzelne Teile sehr detailiert beschrieben und es sind sehr viele Bilder vorhanden. Wenn man sich für die österreichische Geschichte und den Aufbau Österreichs interessiert, ist das Buch zu empfehlen.
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