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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
5
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Schöne Tage. 1914, Vom Neujahrstag bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:22,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 14. November 2013
Im Vorfeld des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs erschienen zahlreiche Bücher zum Thema. Die "Schönen Tage.1914" des TV-Dokumentarfilmers Gerhard Jelinek unterscheiden sich wohltuend von den Geschichtswälzern. Der Autor legt ein buntes Mosaik aus Briefen, Tachebucheintragungen, Zeitungsmeldungen, Wirtschafts- und Sportnachrichten, das sich auf den rund 320 Seiten zu einem spannenden und immer wieder überraschenden Bild einer modernen Gesellschaft im Aufbruch fügt. Die Welt vor der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" war modern, schnell und voll Vertrauen auf den Fortschritt und die Sicherheit Europas. Nur ganz wenige Persönlichkeiten erkannten die Zeichen, sahen das Wetterleuchten am Horizont.
Gerhard Jelinek ist ein spannendes Buch gelungen, das sich leicht liest, aber sehr viele Aspekte aus der damaligen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen dem Leser von heute näher bringt. So soll Geschichte in einer geschichtsfernen zeit aufbereitet werden. Wem "1913" von Florian Illes gefallen hat, der findet hier die kluge Fortsetzung.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Juni 2017
Wo hat der Rat getagt? War er demokratisch legitimiert? Oder war es eher ein eine Art "Kaffeekränzchen"? Wie hießen die Teilnehmer an diesem Rat?
Spaß beiseite - die Titelzeilen stehen im Kriegsmanifest des fast 84jährigen Franz Joseph, Kaiser von Österreich-Ungarn. Er wollte seine "Völker vor den schweren Opfern und Lasten des Krieges ... bewahren" - es kam aber anders.
Warum kam es zum Krieg? "Es sind österreichische Offiziere, Beamte und Minister, die ... seit der Ermordung des Thronfolgers in Sarajewo bewusst auf den Waffengang mit Serbien hingearbeitet haben..." Das Pech war nur, dass daraus ein Weltkrieg wurde.
Dabei hätte es viele Gründe gegeben, keinen Krieg anzuzetteln. Die Armee hätte zB darauf hinweisen können, dass es ihr an Maschinengewehren, Stahlhelmen, Artillerie und an einer effizienten Luftwaffe mangelte - dafür legte man Schlachtschiffe für die Küstenverteidigung auf Kiel!
Damit war das "goldene Zeitalter der Sicherheit" (Stefan Zweig in "Die Welt von Gestern") vorbei.
Die 215 Tage vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges beschreibt Gerhard Jelinek: Von für die meisten Menschen damals eher unwichtigen Dingen (Prozess gegen den italienischen Dieb der Mona Lisa) bis zu ganz essentiellen Sachen, etwa, dass am 27. Juli 1914 alle Bürger der Donaumonarchie "ihre grundlegenden Verfassungsrechte" verloren - oder es schon ab dem 3. August in den Geschäften "weniger Wurstwaren" oder kein "kleines Gebäck" mehr gab (wegen Arbeitskräftemangel).
"Innerhalb von 72 Stunden ist das gewohnte Zivilleben militarisiert" - und damit kann die (anfängliche) Kriegsbegeisterung voll ausgelebt werden (siehe Karl Kraus, "Die letzten Tage der Menschheit"). Zu viele der österreichischen Schriftsteller wollten leider da nicht abseits stehen...
Eine große Frau musste Gott sei Dank den Kriegsausbruch nicht mehr erleben: Berta von Suttner, "Außenseiterin in einer sich stetig militarisierenden Gesellschaft", war am 21.6.1914 gestorben...
Ein sehr informatives, beeindruckendes Buch mit unzähligen Fakten und vielen, sehr leserfreundlichen Literaturhinweisen!
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am 14. Februar 2014
1914, das Jahr, das die Welt für immer verändern sollte, beginnt ganz normal: mit Silvesterfeiern, Opernpremieren und sportlichen Wettkämpfen.
Bertha von Suttner ist mit den Vorbereitungen für eine im September geplante Friedenskonferenz beschäftigt, und die interessierte Öffentlichkeit kann via Medien an politischen Auseinandersetzungen im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn oder auch an der Aufklärung spektakulärer Verbrechen teilhaben.
Doch während die Bürger ihr normales Leben führen und sich an den Segnungen der Moderne erfreuen, wird hinter den Kulissen bereits die Notwendigkeit eines baldigen Krieges erörtert.
Selbst als mit der Ermordung des Thronfolgers der spätere Kriegsgrund eintritt, hat dies zunächst wenig Auswirkungen auf den gewohnten Alltag – bis schließlich tausende junge Männer einberufen werden, für einen Krieg, der sogar von vielen Angehörigen der kulturellen Elite zunächst freudig begrüßt wird.

Von all dem erzählt Gerhard Jelinek in diesem Buch. Er berichtet von weltgeschichtlich bedeutsamen wie auch von banalen Geschehnissen, die sich zwischen dem 1. Jänner und dem 3. August 1914, dem Tag, an dem mit der Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich endgültig der Weltkrieg ausbrach, ereignet haben. Dabei stützt er sich auf Zeitungsartikel sowie auf Briefe und Tagebuchentragungen von Zeitzeugen. Dadurch gelingt es sehr gut, die Stimmungslage jener Zeit einzufangen, wobei der Autor es nicht versäumt, in knappen Kommentaren immer wieder auf das bevorstehende Unheil hinzuweisen.

So ist dieses Werk nicht nur als historische Rückschau interessant, sondern zeigt auch, wie schnell aus scheinbar heiterem Himmel eine Katastrophe hereinbrechen konnte und wie gut es den Mächtigen gelang, das einfache Volk in die Irre zu führen und zu manipulieren.
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am 26. März 2014
ein sehr angenehmes und informatives buch für k.k. freunde die den üblichen sissi kitsch nicht mögen, da es nicht verklärt sondern realistisch berichtet
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am 12. April 2014
Habe ich als Geschenk bestellt und leider noch nicht gelesen! Ist aber lt. Leser ein Top Buch mit vielen Parallen zur heutigen Zeit. Mit lustiger und historischer Aufarbeitung des Lebens in Saus uns Braus.
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