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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
50
4,4 von 5 Sternen
Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 100 REZENSENTam 21. Mai 2013
Dieses Buch sollte jeder, der sich um seine Ernährung bzw. Gesundheit wirklich kümmert, kennen!

Alle aktuellen Diäten werden übersichtlich und vergleichend präsentiert - mit klaren, verständlichen Worten.

Insgesamt geht es jedoch nicht um eine Diät, sondern um eine dauerhafte Lebensweise, die Beweglichkeit, Fitness, geistige Frische und Vitalität sicherstellen soll.

Peter Mersch erklärt meines Erachtens einleuchtend, dass unsere früher vorhandene Fähigkeit - aus körpereigenem Fett Energie für das Gehirn gewinnen zu können - ein zentrales Element gesunder Lebensweise ist, die uns abkoppelt vom Kohlenhydratzwang, also dem dauernden Nachschub von außen (Ess-Tankstellen).

Es gilt diese innere Körper-Batterie wieder zu laden, sie wieder anzulernen, um unabhängig zu werden vom Essenszwang, der einen heute überall verfolgt: an Tankstellen, Coffeeshops, Einkaufszentren, Pizza- und Hot-Dog-Ständen.

Peter Mersch skizziert individuelle Bausteine, die jeder für sich anwenden und so umsetzen kann, dass neue Lebensqualität entsteht. Ich habe mit dem Weglassen von Getreide, Brot etc. und diesem Buch die besten Erfahrungen gemacht. Siehe meine Rezension zu: Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht
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am 14. April 2017
den vorherigen positiven Rezensionen nur anschliessen. nach lesen dieses Buches, sollte jedem klar sein, was er falsch macht und verändern muss, um sein Gewicht wieder auf ein normales Niveau einzustellen.
kein Rezeptbuch oder ähnliches.
der Autor, beschreibt lediglich die Stoffwechselvorgänge. aber dies macht er sehr gut und für jeden verständlich.
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am 22. Juni 2014
Habe ja schon seit dem 18.03.2014 meine Ernährung aut KETOSE umgestellt. Aber mit dem Buch habe ich nun alles verstanden.
Bin begeistert wie es geschrieben ist. Der Autor nimmt auch einige DIÄTEN/Ernährungsformen unter die Lupe und erläutert die Vorteil und Nachteile.
Er geht sehr verantwortungsbewust um und betont immer den Arzt zu fragen und er ist nicht der der "Bestimmt" was zu machen ist, es liegt alles in unserer Hand was daraus zu machen. Ich perösonlich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und es lohnt sich. Wenn man die Umstellung geschafft hat, dann nimmt man auch ab. Ich habe 13 Kilo geschafft und mein Mann 20 Kilo vom 18.03. bis 21.06.2014. also in 3 Monaten. Und das ohne zu Hungern !!!! Nur die ersten 14 Tage waren bei mir schwer, bei meinen Mann nicht. Jeder ist unterschiedlich, wir sind nicht gleich !!! Ich kann nur sagen weg von den Kohlehydraten in MASSEN !!! Übrigens wann man umgestellt ist, kann man auch wieder Kuchen essen in kleinen Mengen und nicht jeden TAG, aber es geht!!!
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am 13. Mai 2014
und wie man das verhindert- ggf, dieser bereits schon entstandenen eigenen körperlichen Entwicklung entgegenwirken kann, beschreibt Mersch in seinem Buch "Wie Übergewicht entsteht...und wie man es wieder los wird". Mersch hat in diesem Buch keine neue Wunderdiät anzupreisen, sondern er beschreibt, aus körperlicher, stoffwechsel-, evolutionstechnischer Sicht, wie es kommt, dass immer mehr Leute zunehmend übergewichtig sind bzw. werden- trotz( bzw. gerade wegen der) von der DGE empfohlenen "ausgewogener" fettarmer, kohlenhydratlastiger Ernährung.

Zum Inhalt:
Kohlenhydrate sind für den Menschen nicht essentiell. Mit der sog. Glukoneogenese- eine innere Stochwechselfunktion zur Herstellung von Glukose (Traubenzucker) aus Aminosäuren (Eiweissen) kann der Körper normalerweise immer soviel Glukose herstellen, wie er zur seiner eigenen Energieversorgung benötigt. (S.7, Abnehmen ohne Jojo-Effekt; Mersch) Man kann sich, wenn man will, lebenslänglich nur von Fetten und Proteinen und ganz ohne Kohlenhydrate ernähren. Gleiches gilt nicht für Kohlenhydrate oder Ballaststoffe.
Säuglingsgehirne beziehen einen erheblichen Anteil ihrer Energie aus Ketonkörpern. Man nennt diese Fähigkeit „Ketolysefähigkeit“. Dies ist allein schon erforderlich, um die sehr fettreiche Muttermilch verstoffwechseln zu können. Ganz auf Glukose verzichten können Säuglingsgehirne- -wie die von Erwachsenen- jedoch nicht.
Stellt man das Kind nach dem Abstillen auf eine kohlenhydratreiche Ernährung um, verliert sein Gehirn mit der Zeit an Ketolysefähigkeit. Ernährt man sich im heutigen Sinne normal, bzw. „ausgewogen“ (mit reichlich viel Kohlenhydraten in den Mahlzeiten)dann stellt das Gehirn auf eine ausschließliche Glukoseversorgung um.
Eine verloren gegangene Ketolysefähigkeit kann später wieder neu erworben werden, laut Mersch jedoch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.

Fast alle überschüssigen Kalorien, die ein ausschließlich von Glukose lebendes Gehirn während des Verdauungsprozesses einer Mahlzeit nicht gebrauchen kann, werden im menschlichen Körper in den Fettdepots(Trygliceride) als Fett gespeichert. Diese Kalorien stehen dem Gehirn und dem Hauptvervebraucher des menschlichen Organismus in den Nahrungspausen nicht mehr zur Verfügung, da der menschliche Körper zwar Glukose in Fett, nicht aber Fett in Glukose (bzw. nur zum minimalen Teil von 6%) umwandeln kann.

Peter Mersch vertritt deshalb die These, dass der Hauptgrund, warum Menschen weltweit mit steigender Tendenz übergewichtig werden, der fehlende Anschluss des Gehirns an den Fettstoffwechsel ist. Ziel einer sinnvollen Vorbeugemaßnahme ist die Aufhebung der Glukoseabhängigkeit des Gehirns bzw. dessen Ketolysefähigkeit wiederherzustellen.

Im letzten Teil des Buches erklärt und beschreibt Herr Mersch kurz die gängigsten Diätformen- vom Fasten, über Trennkost, kohlenhydratreduzierte Ernährungsformen, der Dukan-Diät, ketogene Diäten, FDH, Steinzeit-Diät uvw.- und analysiert diese im Hinblick auf die zuvor besprochene Eignung, die Ketolyse-fähigkeit des Gehirns wiederherzustellen.

Fazit:
Herr Mersch gibt dem Leser das nötige Wissen, um selbst zu entscheiden, welche Diät oder Ernährungsform einem am meisten zusagt. Das gefällt mir an Mersch. Er verkauft einem mit diesem Buch keine neue unötige Wundderdiät, mit Zeit- Essplänen. Vielmehr geht es bei Merschs empfohlenen Maßnahmen um das Nicht-Essen- d.h. Die Essenspausen zwischen den Nahrungsaufnahmen. Die meisten Diäten fokussieren sich jedoch vor allem auf die Nahrungsaufnahme, während die Essenspausen (also die Zeit, in der sich der Körper ohne zusätzliche Energie von außen in Betrieb halten muss) zur Herstellung der Ketolyefähigkeit viel wichtiger sind.

Interessant- im Gesamten kurz gefasst, mit trotzdem mit vielen, unnötigen Wiederholungen. Wenn man nur alle 2 Wochen eine Seite liest, fällt sowas nicht unbedingt auf- wenn man ein Buch aber zügig durchliest, sind überflüssige Wiederholungen des zuvor schon Erwähnten etwas nervig.

Leute, die eine „Diät“ mit Essensplänen erwarten und haben wollen, werden weder mit dieser, noch mit der Light-Version zufrieden sein.

Mein Favorit der beiden Bücher: Das umfassendere „Wie Übergewicht entsteht- und wie man es wieder los wird“.
Aufgrund mancher Rezensionen habe ich mir erst die „Light-Version“ gekauft- und dann erst das Richtige. Ich interessiere mich für Studien und Wirkmechanismen im Körper und genau das liefern beide Bücher: Informationen, die dem Leser -im Gegensatz zu den meisten Diäten mit festen tageszeitlichen Essensplänen, nicht um das eigene Denken entmündigen wollen, im Gegenteil- zum eigenständigem Denken herrausfordern. Das tut Mersch in beiden Büchern.
Allerdings nicht so (im Sinne der Unverständlichkeit) „wissenschaftlich“, wie es hier teilweise beschrieben wird. Auch ein "nur" durchschnittlich gebildeter und durchschnitsintelligenter Mensch wird Merschs Ausführungen folgen können, evtl auch noch mal zurückblättern und nachlesen müssen- Es ist eben(v.a. im Erklärungsteil) kein Buch, dass man wie einen einfachen Zeitungsartikel oder Unterhaltungsroman nebenbei (im Sinne von Multitasking) lesen sollte- oder kann.

(Zum Stichwort "Essenspausen" empfehlenswert: Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten: Wie Sie Ihre Ernährung selbst bestimmen und ganz ohne Diät abnehmen, von Daniel Roth)
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am 21. Juli 2015
Wie in vielen Büchern versucht wird hier ganz gut und verständlich erklärt wie es zustande kommt, und was man dagegen machen kann! vieles weiß man selbst, vieles aber auch nicht!
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am 5. März 2014
... wenn Sie mit folgenden Sätzen nicht viel anfangen können:
"Die Adipozyten nehmen entweder direkt Triacylglycerine (TAGs, Triglyceride) oder freie Fettsäuren, aus denen sie mit Glycerin aus ihrem Stoffwechsel Triacylglycerine synthetisieren." Oder:
"Bei Bedarf können Triacylglycerine mithilfe eines Enzyms (hormonsensitive Lipase) wieder in ihre Bausteine Glycerin und freie Fettsäuren gespalten und an das Blut abgegeben werden." Oder:
"Auslöser der Aktivierung der hormonsensitiven Lipase ist die durch Glucagon oder Adrenalin bewirkte Anhebung des cAMP-Spiegels in der Zelle, der als Hungersignal interpretiert wird."
Wohlgemerkt: Das sind nicht wahllos aus dem ganzen Buch herausgegriffene Aussagen, sondern sie entstammen der ersten Seite des 4. Kapitels "Der Fettstoffwechsel". Ein paar Kapitel sind schon arg überladen mit Fachausdrücken, so dass es schon fast eine Zumutung für den Otto Normalleser ist.

Warum ich das Buch trotzdem empfehle?
1. Es gibt auch einige Kapitel, die deutlich einfacher zu lesen und zu verstehen sind. Ohne zu viele Fachausdrücke.
2. Mersch inhaltlicher Ansatz, der in vielen anderen Rezensionen bereits ausführlich beschrieben wurde, ist für Leute, die auf weniger Kohlehydrate setzen, durchaus nachvollziehbar und eine weitere Motivation, die kohlehydratreduzierte Ernährungsweise weiterzuführen. Dabei geht es Mersch aber nicht darum "sich jeden Tag möglichst kohlehydratarm zu ernähren, sondern die natürliche Fähigkeit des Gehirns, Ketonkörper als Energieträger zu nutzen, wiederzuerlangen."
3. Mersch beschäftigt sich in einem ausführlichen Kapitel (12/"Maßnahmen") mit dem "vermutlichen Wirkmechanismus von Diäten" und möchte damit dem Einzelnen "langfristig mehr Diätoptionen zur Verfügung stellen". Da geht es z.B. um ketogene, anabole oder niedrigglykämische Diäten. Ein sehr interessantes Kapitel, muss ich sagen. Gerade dann, wenn man eine dieser Diätformen aktuell betreibt.
4. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung. Ich seh das so: Wenn jemand nur zwei oder drei gute Gedanken aus dem Buch herausnimmt und in der Praxis dadurch etwas verändert, dann sind die nicht mal 5 Euro gut angelegt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man öfters etwas übers Abnehmen und das gesunde Ernähren lesen muss, um mit seinen Bemühungen nicht nachzulassen.
5. Mersch hat die gleiche Thematik und den teilweise schwer verständlichen Inhalt noch in einem anderen Buch deutlich leserfreundlicher aufbereitet:
"Gesund abnehmen ohne Jojo-Effekt" heißt das Werk. Und dieses Buch ist so geschrieben, dass man den Inhalt auch als Laie versteht. Da das Gesund-abnehmen-Buch noch weniger kostet als das hier Besprochene, kann ich es jedem Abnehmwilligen nur empfehlen. Eigentlich lobenswert, wenn ein Autor die gleiche Thematik auf unterschiedliche Art und Weise aufbereitet!
(Eine Rezension dazu gibt es in wenigen Tagen)

Alles in allem bleibt festzuhalten:
Wer sich nicht mit zu vielen Fachausdrücken herumquälen will, der kauft sich am besten das zweite, deutlich leichter verständliche Mersch-Buch zu diesem Thema ("Gesund abnehmen ..."). Oder er/sie liest sich durch die teilweise sehr ausführlichen Rezensionen hier, die die wichtigsten Fakten des Buches gut wiedergeben. Wer bereit ist, das eine oder andere Fremdwort zu überlesen bzw. die eine oder andere schwer verständliche Seite zu überspringen, der findet auch in diesem Buch viele interessante Fakten und Tipps, die beim Abnehmen helfen können.
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am 19. Mai 2013
In dem Buch stehen sehr logische Dinge und es wird einem erklärt wieso Lowcarb diäten funktionieren. Ebenso viele verweise auf studien. Sehr informativ..
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am 13. Juli 2012
Bei dem Buch "wie Übergewicht entsteht..." handelt es sich um kein klassisches Diätbuch. Wer also ein Buch mit strengen diätvorschriften, erlaubten und verbotenen Lebensmitteln und Rezepten sucht, wird hier enttäuscht sein.

Es handelt sich eher um eine recht wissenschaftliche Herleitung der physiologischen Grundlagen von Übergewicht, Migräne und anderen lästigen folgen aus der mangelnden ketolysefähigkeit des Gehirns, die es wieder herzustellen gilt.

Nicht ganz einfach zu lesen, wenn man nicht mindestens die Grundlagen der Biochemie drauf hat! Da ich wie der Autor selbst seit Jahrzehnten aufs Übelste von Migräne geplagt bin, habe ich mir die wissenschaftlichen Inhalte dieses Buches in leidvoller Erfahrung autodidaktisch erarbeitet und in meine, durch dieses Buch bestätigte individuelle Ernährungsweise konzeptionell umgesetzt. Hätte es dieses Buch schon früher gegeben, wären mir viele Stunden im abgedunkelten Zimmer und ganze Nächte über der kloschüssel erspart geblieben. Insofern also vor allem eine Top-Empfehlung für Migräniker, auch wenn diese schlank sein sollten!

Kernaussage des Buches in kurzform ist: der Körper ist wie ein Hybridmotor, der in zweierlei Betriebszuständen betrieben werden kann. der Modus "Kohlenhydrate" ist für den Körper der leichtere, weil überall schnell & easy verfügbar durch die heute übliche Ernährung, macht aber permanenten Nachschub erforderlich. Abhängigkeit vom Kohlenhydrat-Tropf und Übergewicht sind die Folge.

Alternative ist der Betriebszustand per ketonkörper, erfordert zunächst totalen Entzug, ermöglich dem körper dann aber Zugriff auf fettdepots als treibstoff. Macht schlank und kopfschmerzfrei, bedingt aber zunächst den kohlenhydrat -Entzug und regelmäßiges "Training" dieses Zustandes z.b. durch Fastentage oder zumindest immer wieder tagelang No-carb.

Das Buch überprüft die gängigen Diäten (LOGI, Montinac, Atkins & Co.) auf diese Ursächlichkeit hin, stellt also die Frage nach der Wiedererlangung der ketolysefähigkeit durch die jeweilige Diät, gibt aber in Summe wenig klare Handlungsanweisungen, die man in einem Ernährungsbuch vermutlich erwarten würde. Da ich es jedoch nicht als Diätbuch gekauft habe, für mich vollkommen ok.

Fazit: Aus Sicht eines schmerzgeplagten, aber schlanken Migräneopfers fasst der Autor hier meine eigenen Erfahrungen gut und sehr richtig zusammen und bestätigt mich nochmals in meinem teilweise abenteuerlich anmutenden, aber intuitiv richtigen Tun (nudeln nur mit 200 Gramm Butter,fette Schlagsahne in den Kaffee, aber bloss keinen Zucker, dann mal ein paar Tage null Komma nix etc.) und untermauert das bestens informiert und recherchiert mit den biochemischen Grundlagen. Insofern also. Ein sehr wissenschaftlich fundiertes Ernährungsbuch, welches viele übliche Empfehlungen ad absurdum führt.

Ein netter kleiner Diätratgeber mit dem klassischen Rezeptteil und minutiösen Futtervorschriften für jeden einzelnen Diättag ist es jedoch definitv nicht! Insofern ist der Titel vielleicht etwas irreführend, aber mit "Acetyl-CoA und Ketonkörper als Basis von Ketolyse und Lipolyse zur Vermeidung von Adipositas, Migräne und Epilepsie" wäre ein etwas sperriger Titel gewesen...;-)

(sorry, iPad....groß-/kleinschreibung...!)

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am 16. August 2013
Merschs Buch hat mich überrascht. Er schafft es, recht komplizierte Zusammenhänge in einer angenehm präzisen und verständlichen Sprache darzustellen. Dies gelingt ihm, so hab ich den Eindruck, dank seines guten Überblicks über dieses Themenfeld.
Seine Theorie: Übergewicht und etliche Erkrankungen sind im Grunde ein Stoffwechselproblem des Gehirns, und entstehen aufgrund unserer regelmäßigen, üppigen und kohlenhydratreichen Ernährung.
Dieses überdurchschnittlich energiehungrige und gleichzeitig befehlsmächtige Organ verlernt den nach unserer Geburt noch vorhandenen Weg der Verstoffwechselung von Ketonkörpern, die aus freien Fettsäuren entstehen wenn die Energiequelle Kohlenhydrate bzw. Glukose nicht zur Verfügung steht.
Da überschüssige KH zwar als Fett abgespeichert werden aber dem Fettspeicher nur zum Teil wieder als KH entnommen werden können vergrößert sich der Speicher, also das menschliche Fettgewebe, unter KH-reicher Ernährung ohne Hungertage oder KH-freie Zwischenphasen kontinuierlich.
Wenn das Hirn den Fettverbrauch über Ketonkörper zur Energiegewinnung nicht mehr benötigt und alsbald verlernt, entstehen kurzzeitige Energiemangelsituationen bei schwankendem Blutzuckerspiegel (mgl. Ergebnis: Migräne, Demenz etc.).
Mersch schreibt schlüssig und wäre ich übergewichtig oder hätte Migräne hätte ich es ausprobiert (ich esse ohnehin sehr moderat KH). Es gelingt ihm vor allem, durch den Versuch einer Hintergrundtheorie für „kohlenhydratkontrollierte“ Ernährungsformen, die Dogmatik aus Diäten herauszunehmen. Das wird vermutlich den Einstieg für viele erleichtern.
Etwas schade ist es, dass er Ernährung ausschließlich vom energetischen Standpunkt aus beschreibt.
Das ist sicher gewollt, aber der Leser wird schließlich doch etwas alleingelassen wenn er seine zukünftige Ernährung planen will.
Dass sein Konzept mit verschiedensten Ernährungsformen kompatibel ist mag ein Vorteil sein. Dennoch bleiben Fragen offen, vor allem für die, die bereit sind mehr zu tun.
Ist Obst beispielsweise aufgrund seiner teils hohen Antioxidantien- und Mineralstoffgehalte nicht durchaus langfristig in größeren Mengen empfehlenswert? Sind Ballaststoffe wirklich grundsätzlich und aus allen Quellen eher überflüssiger „Ballast“? Warum sind die Menschen erst in den letzten 100 Jahren fett geworden? Hungersnöte gab es auch um 1850 nicht mehr überall aber durchaus KH-basierte Ernährung.
Ist Getreide nun eher problematisch oder nicht, abgesehen vom hohen KH-Gehalt? Immerhin hat er die entsprechenden Bücher in der Literaturliste und es ist schade, dass er vor zuviel Rohkost warnt, gleichzeitig aber die Mechanismen der Zerstörung der Darmwand durch Getreide und deren Einfluss auf Unverträglichkeitsreaktionen auch gegenüber anderen Nahrungsmitteln nicht erwähnt. Fleischqualität, Vitamine, insbesondere Vitamin D, Mineralstoffhaushalt?
Mersch streift diese Themen durchaus, aber seine Hinweise sind eher vorsichtig verpackt. Da er nicht von der Zufuhr der Nahrungsmittel her denkt, sondern die Zufuhrpausen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt, umgeht er konkretere Empfehlungen.
Ich denke aber, dass die vorliegenden Untersuchungen Mersch genügen sollten sich hier klarer zu äußern.
Zudem fehlt ein, meiner Meinung nach grundlegender Bereich des menschlichen Energiestoffwechsels fast vollständig: Bewegung oder sportliche Betätigung.
Die Erfahrung, dass Ernährungsfehler durch sinnvolles Training/viel Bewegung stark an Bedeutung verlieren können wurde vom Autor wohl nicht gemacht.
Warum nimmt der Körperfettgehalt sportlicher, muskulöser Menschen derart ab, dass ein Sixpack zum Vorschein kommt? Wäre es nicht sinnvoller von der wichtigsten Energiequelle weiterhin noch ein paar Pfund dabei zu haben? Könnte es sein, dass ein muskulöser Körper Energiekrisen entspannter entgegensehen kann, da ja eine zweite umfangreiche Energiequelle (Muskeln) zur Verfügung steht? Bei 8-10% Körperfettanteil (für normale Schnellkraft- oder Kraftsportler „nebenbei“ zu erreichen) schmelzen die verfügbaren Fettreserven auf z.T. weniger als die Hälfte der im Buch angegebenen Werte. Dafür erhöht sich der Energiegehalt der Muskulatur soweit, dass durchaus Speichergleichstand herrschen könnte. Und im Gegensatz zu Merschs Meinung (die er in einem Interview verlauten ließ) bringen für den Fettabbau gerade die Sportarten viel, die kurz und intensiv insbesondere die Glukosespeicher der Muskeln leeren (Stichworte: Nachbrenneffekt, Energieverbrauch nach dem Training, Erhöhung des Grundumsatzes durch Regeneration und v.a. die höhere Muskelmasse)
Hier würde ich mir von Mersch weitere Überlegungen wünschen. Bei seiner offensichtlichen Freude sich in neue Fachgebiete einzuarbeiten hoffe ich auf die nächste Ausgabe.

Schließlich sind zwar die Aufmachung und die graphischen Darstellungen etwas einfach, andererseits ist mir kein Schreibfehler aufgefallen und die umfangreichen Quellenangaben und Fußnoten sind eine Wohltat..
Ein sehr empfehlenswertes Buch.

p.s. ein schlecht gewähltes Cover
33 Kommentare| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2012
Ich beschäftige mich seit längerem mit dem menschlichen Stoffwechsel. Eine so gute Zusammenfassung habe ich bislang nicht gelesen. Wen hingegen nur interessiert, wie er seine Pfunde wieder los wird, kann das Buch auch auf einen Satz reduzieren.

"Kohlenhydrate stoppen die Lipolyse (Fettverbrennung)und damit die Gewichtsabnahme"

Für Einsteiger in das Thema reicht der Satz sicherlich nicht, weil alle Ernährungsempfehlungen der DGE über den Haufen geworfen werden. Die Unsicherheit, etwas falsch zu machen, ist zu groß. Dennoch bleibt der obige Satz gültig. Die Umstellung auf ein Leben ohne KH und Zucker ist sehr schwer. Die erste Woche kommt es zu Migräne, Mundgeruch, Schwitzen, Müdigkeit, Depression. Wer den Entzug (ja KH machen süchtig) allerdings überstanden hat, wird ein neues Körpergefühl erleben. Keine Hunger- und Essattacken mehr. Stabile Energiezufuhr des Körpers, auch bei Mangel. Der Körper speichert Fett für die Zeit ohne Nahrungsaufnahme. Warum wohl? Die Antwort gibt es für alle im Buch, die sich mit Citratzyklus, Lipolyse und Glucogenese beschäftigen wollen. Für alle anderen bleibt der eine Satz gültig, der in vielen guten Büchern unter dem Thema "Low Carb" zu finden ist.
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