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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
91
3,5 von 5 Sternen
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am 25. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Eine Frau liegt im Sterben. Sie wird gepflegt von ihrer Tochter. Diese fängt an, über das Leben ihrer Mutter
nachzudenken, die es nicht immer leicht hatte. Schon als Kind war sie nicht besonders hübsch, und von ihrem
Vater wurde sie zu Höchstleistungen gedrängt. Gefühle durfte sie nie zulassen. Doch eines Tages entdeckt sie
die Liebe.

Das Buch erzählt eine schöne Familiengeschichte. Leider ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und
oftmals schwierig. Meistens plätschert die Geschichte so vor sich hin, ohne dass viel passiert. So wird
der Roman immer wieder etwas langatmig. Auch die Charaktere werden nicht sehr sympathisch dargestellt,
so dass man nicht wirklich mit ihnen mitfühlen kann.

Teilweise ist das Buch ganz nett, teilweise recht langweilig. Man kann es lesen, aber man versäumt auch
nichts, wenn man es nicht gelesen hat.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Inhalt:
Die Mutter der Ich-Erzählerin liegt im Sterben und erzählt ihrer einzigen Tochter von ihrem Leben, von ihrer überängstlichen Mutter und ihrem leistungsbezogenen Vater, von ihrer Kindheit ohne große Emotionalität, doch mit viel Lernen und Streben, von ihren zahlreichen Talenten und Begabungen, von Arno, der sie vom ersten Moment an liebte, den sie jedoch nicht zurück lieben konnte, und von Geheimnissen, von denen sie nie einem Menschen erzählt hat, die sie kurz vor ihrem Tod jedoch mit ihrer Tochter teilen möchte.

Mein Eindruck:
Manchmal weiß man schon auf der ersten Seite eines Romans, dass es sich um ein persönliches Lesehighlight handeln wird. So war es bei 'Fünf Kopeken', obwohl (oder gerade weil) es die Autorin nicht gerade einfach für den Leser macht. 'Fünf Kopeken' ist sprachlich anspruchsvoll, bisweilen wunderbar bissig und boshaft - vor allem der Sprachwitz und der schwarze Humor der Autorin haben mir sehr gut gefallen. Ich bin für gewöhnlich eine sehr schnelle Leserin, doch an 'Fünf Kopeken' habe ich (trotz ausreichender Lesezeit) mehrere Tage gelesen. Die Schachtelsätze und das Schreiben in Dialekt bzw. gebrochenem Deutsch sorgten dafür, dass ich manche Sätze mehrmals lesen musste, dass sich das Buch nicht nebenbei lesen lässt. Doch das ist auch gut so, denn 'Fünf Kopeken' ist eines dieser Bücher, bei denen sich das langsame Lesen lohnt, damit man bloß nichts überliest, und damit man das Buch richtig genießen kann.

Gelungen fand ich auch die Charakterisierung der Protagonisten: bereits auf Seite 50 hatte ich das Gefühl, als würde ich die Personen schon ewig kennen. Obgleich die Figuren bisweilen überzeichnet wurden, wirkten sie auf mich stets überzeugend und realistisch, ihre Sorgen, Nöte und Ängste nachvollziehbar, ihre Beschreibung sehr genau und sehr gut beobachtet.

Den Mittelteil fand ich im Vergleich zum überwältigenden ersten Drittel und dem spannenden Ende etwas schwächer, weniger mitreißend und stellenweise zu ausufernd und weitschweifig.

Mein Resümee:
Großartige Sprache, bewegender und fesselnder Inhalt. Ich freue mich auf den nächsten Roman von Sarah Stricker!
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am 15. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Erzählerin beschreibt das Leben ihrer Mutter, wie diese es ihr auf dem Sterbebett anvertraut. Die Frau, deren Vorname ein Geheimnis bleibt, lebt keineswegs ein normales Leben. Sie ist hässlich und hochbegabt, es gibt nichts, was sie nicht kann - außer mit Männern umgehen. Ihr Vater bestimmt ihr Leben, welche Begabungen sie einsetzt und wie sie dies tut. Selbst als Erwachsene arbeitet sie noch im Familienunternehmen mit. Doch schließlich schlägt die Liebe zu - so stark, dass alles andere unwichtig wird.
Etwas unklar bleibt, warum sie sich in diesen Mann verliebt, mit dem sie kaum etwas gemeinsam hat (vielleicht gerade deswegen), dem sie seltsam gleichgültig zu sein scheint. Die Beziehung besteht hauptsächlich aus Sex, doch auch dabei scheint sie mehr Interesse zu haben als er. Schließlich verstrickt sich die Frau in ein solches Lügengebilde, dass ihr echtes Leben nur noch ein Schauspiel zu sein scheint.
Sarah Strickers Formulierungen sind faszinierend. Wenn man meint, es wird romantisch, kommt eine sprachliche Wendung, die der Romantik den Garaus macht: "er strahlte zurück, wie ein Metzgergeselle, der zum ersten Mal mit bloßen Händen einer Sau den Darm entleert hat." Besonders am Anfang finden sich viele solcher überraschenden Formulierungen, durch welche der Roman sich angenehm von der Masse abhebt.
Die Mutter der Erzählerin erinnert ein wenig an "Homo faber", dem nur die Technik geheuer war. Sie lebt ein durchgeplantes Leben, nur auf die größten Erfolge konzentriert, doch das alles fällt in sich zusammen, als sie ihm begegnet - mit dem sie nicht wirklich zusammen sein kann (auch das erinnert an die Schullektüre Homo faber).
Leider hat der Roman aber auch ein paar Längen. Besonders in der Mitte fließt alles zäh vor sich hin und ich hätte ihn weggelegt, wenn ich keine Rezension darüber verfassen müsste. Gegen Ende nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf.
Dies ist kein Roman für Freunde/innen von schönen Geschichten mit Happy End. Die namenlose Protagonistin wird getrieben von inneren Zwängen – zuerst des Geistes, dann des Herzens. Am liebsten möchte ich sie in psychologische Behandlung schicken. Doch wie das im Leben so ist: Die Mitmenschen sehen nur das Äußere, sehen ein Leben, in dem scheinbar alles glatt läuft, während die Person innerlich zerbrochen ist.
Leider sind der Autorin die Zeiten etwas durcheinandergeraten. Laut Zeitangaben im Buch ist die Protagonistin etwa 1961 geboren. Als hochbegabte Schülerin macht sie spätestens mit 18 das Abi und sollte dann spätestens mit 25 vor dem Examen stehen – also 1987. Stattdessen ist es bereits etwa 1995, als die Haupthandlung einsetzt. Die Erzählerin dagegen sollte dann erst 1996 geboren werden und somit erst gegen 2020 ins Berufsleben einsteigen. Die Zeit, in der die Mutter ihr die Geschichte erzählt, ist aber kurz vor deren 50. Geburtstag, also ca. 2011. Dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch, trotzdem finde ich es schade. Auch das Versenden von Email (also Keramiküberzügen) gehört vielleicht in Laienbeiträge im Internet, aber nicht in einen Roman. Korrekte Schreibung ist E-Mail, auf keinen Fall Email und nur Englisch eMail. Zwischendurch gab es auch ein bis zwei Absätze, die ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht verstanden habe. Da bezweifle ich dann auch, dass es das stilistische Mittel der Autorin war, und vermute eher einen Grammatikfehler. Bei einem so hoch gelobten Roman sehe ich über so etwas nicht hinweg, auch wenn ich dies normalerweise nicht anmerke.
Obwohl es sprachlich ein beeindruckendes Debüt ist, vergebe ich aufgrund der Längen in der Mitte nur 3 Sterne.
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am 19. Juli 2014
Ein Text, der geschrieben wurde, um Lesern ihre Leidenschaft für Literatur auszutreiben?
Jedenfalls ein Text verworren und selbstverliebt, dem es an Handlung, Ideen und Dramaturgie mangelt, was mit einer erschöpfend detaillierten Beschreibung jedes noch so banalen Vorgangs vergeblich kaschiert werden soll.
Die Figuren kommen holzschnittartig daher, Klischee reiht sich an Klischee.
Langeweile macht sich nach wenigen Seiten breit und Frustration, denn unter einer Flut von bemühten Metaphern, sämtlich ausgetreten, schief, unfreiwillig komisch und dem erschöpfenden Bemühen um wenigstens Sprachoriginalität "dopst die Matratze" oder auch Finger, ("Finger sausen sofort zurück wie ein Tennisball, der vom Boden zurückdopst",) "...der Pulli schnalzt zurück..." und so weiter.
Jede Seite ist übersät mit sprachlichem Müll, (und sonst leider nichts und das auf mehr als 500 Seiten), der noch ausgewalzt wird bis zum Überdruss.
Hart an der Grenze zum Kitsch und oft darüber und auf ganzer Linie ein Ärgernis.
Sorry, aber zugunsten von echter Literatur habe ich den Schmarren abgebrochen an der Stelle, als eine "schmutzige Pfütze" aus Tränen auf ein Laken geweint wird...und da stehen bleibt:-)
Partiell wurde dieses Debüt, von dem es hoffentlich keine Fortsetzung gibt, im Feuilleton bejubelt als "keckes Debüt" ...
Ich bin erschüttert und hätte gern zum ersten Mal mein Geld zurück.
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am 22. Dezember 2013
"Die Liebe kämpft nicht mit fairen Mitteln. Sie berauscht den Gegner. Sie täuscht ihm vor, auf seiner Seite zu sein. Sie wiegt ihn im Glauben des Triumphs. Aber die hinterhältigste Waffe von allen ist die Hoffnung." (S.478)

Selten hat mich ein Buch so verzaubert wie "Fünf Kopeken". Über die Handlung wurde hier schon viel gesagt, sodass ich dem nichts hinzufügen möchte, um nicht noch mehr zu verraten - nur so viel: Das Buch fängt nicht nur mit einem Knaller an - "Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt" - es endet auch so überraschend, dass man noch lange darüber nachdenkt. Dazwischen liegen 500 Seiten, auf denen der Leser so wohl lachen als auch weinen darf. Für mich eine der anrührendsten, ungewöhnlichsten und dabei sinnlichsten Geschichten, die ich je gelesen habe.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ich hatte mich – anhand des Klappentextes und der positiven Rezensionen – auf das Buch gefreut.
Aber mein Fall ist es ebenfalls nicht.
Ich lese sehr viel und sehr gern (als Hobby) und Schicksale interessieren mich, ebenso liebe ich auch sehr Humor.
Wie Filme oder Bilder berühren uns ja auch Bücher. Bringen uns zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken, zu Erkenntnissen.

Bei diesem Buch tat ich mich allerdings damit schwer. Auf seine ganz spezielle Art erzählt es über das Leben, Leiden und dem Schicksal dreier Generationen.
Das allerdings auf eine schräge und humoristische Weise, die teilweise, finde ich, nicht immer passt.
Außerdem fiel es mir ab und zu schwer – Dank Schachtelsätzen und Hin- und Hersprüngen in Handlung und Zeit, dem Inhalt zu folgen, obwohl ich Vielleser bin.
Zu dem geht Sarah Stricker oft sehr ins Detail und verstrickt sich in Erklärungen und Kleinigkeiten.
Natürlich hat es mich bewegt.
So ein Schicksal lässt niemanden kalt. Und trotzdem frage ich mich: „Kann es wirklich so gewesen sein? Meint die Autorin es ernst? Oder soll es eine Satire auf das Leben sein?“

Das Buch lässt mich, trotz der vielen Beschreibungen, ziemlich ratlos zurück.
Und ich stelle mal wieder fest, auch jemand der Bücher liebt, mag eben nicht jedes.

Fazit: Ein Buch für ein spezielles Publikum das diese Art von Schreibweise, den Humor und extreme Schicksale mag.
Ich gehöre diesmal - leider - nicht dazu!!!!
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am 21. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sarah Strickers Roman Fünf Kopeken ist eine detailgenaue Beschreibung einer Frau, die mit 49 Jahren an Krebs erkrankt und Ihrerm Tochter, der Erzählerin, die einen tiefen Einblick in Ihren Lebensweg gibt. Schritt für Schritt und mit sprachlicher Wucht und Vielfalt, verzweigt sich die Geschichte, der hochintelligenten Mutter, die von einem leistungsorientierten, kriegsgebeutelten Wehrmachtsoffizier erzogen wird, bis zur großen Liebe des Lebens.
Eine erschütternde Geschichte, eine wunderbare Beschreibung der pomadigen, deutschen Nachkriegsjahre. Die wunderbare Sprache Sarah Strickers punktiert die Seelenwege der Protagonistin und ebnet den Weg für die starken Emotionen, die dieses Buch hinterläßt.

Ein empfehlenswertes Buch
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am 12. Januar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Folgendes ist für einige Leser wichtig, bevor sie sich für ein Buch entscheiden:

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt, allerdings nicht von der Hauptperson, sondern von deren Tochter. Sie gibt die Lebensgeschichte ihrer Mutter weiter, so wie diese ihr auf dem Sterbebett erzählt.

Aus dieser Tatsache ergibt sich, dass das Buch fast ausschließlich aus Rückblenden besteht. Die meisten sind chronologisch, aber manchmal springt die Handlung. Wenige Passagen spielen in der Gegenwart der Tochter.

Die Tempi wechseln. Immer wenn es besonders dramatisch wird, wird im Präsens weitererzählt.

***

Fünf Kopeken ist die Lebensgeschicht einer völlig verkorksten Frau, die unzählige Talente hat, aber keines zum glücklich sein. Der dominante Vater (der Großvater der Erzählerin) liebt und fördert sie, bestimmt aber auch ihre gesamte Entwicklung.

Sympathisch ist eigentlich keine der handelnden Personen, dazu bleiben sie einem zu fremd. Das soll wohl auch so sein, denn für die Hauptpersonen werden kaum Namen verwendet. Man erfährt wohl mal, wie sie heißen, aber bei ihren Namen genannt werden sie meistens nur von Fremden. Außerdem sind viele Figuren stark überzeichnet. (Nicht, dass man nicht genau solche Leute kennen würde...) Das macht am Anfang noch den besonderen Reiz der Geschichte aus, wird aber auf die Dauer anstrengend. Und irgendwann ist auch die Handlung nicht mehr amüsant, sondern eher erschreckend.

Zuerst gefiel mir das Buch ausnehmend gut. Es ist in einer sehr klaren, bildhaften Sprache geschrieben und die Klischees sind so stark herausgestellt, dass man sofort merkt, dass dies Absicht und keine Unfähigkeit ist. Ganz nebenbei laufen einige Jahrzehnte deutscher Geschichte ab, die ich auch so ähnlich miterlebt habe.

Ab dem Moment aber, ab dem die Mutter alles unternimmt, um ihr Glück zu zerstören, fand ich das Buch schwer erträglich. Sicher gab es immer noch genug Situationen, die bei genauer Betrachtung urkomisch sind, aber ich hatte nicht erwartet, dass der Roman so von skuril zu tragisch kippt. Schade.
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am 4. November 2013
„Fünf Kopeken“, ist das beeindruckende Romandebüt von Sarah Stricker. Es ist nicht nur eine Mutter-Tochter-Geschichte sondern auch eine Familiensaga. Literarisch ist es absolut überzeugend und mitreißend vom ersten Satz an. Die Autorin wählte eine freche, frische, heitere und oftmals sehr ironische Sprache - volle Konzentration war gefragt um bei den verblüffenden Satzkonstruktionen nicht den Faden zu verlieren und jedes Wort genießen zu können.

Zitat aus dem Buch:„Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt.“
Erzählt wird die Lebensbeichte der Mutter an deren Sterbebett. In dieser schweren Stunde offenbart sie sich ihrer Tochter und spricht sich alles von der Seele: sie erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Jugend und, vor allem, von ihrer ganz großen Liebe.

Der Vater der Mutter ist ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier und ein Leistungsfanatiker, der seine einzige Tochter auf Erfolg trimmt. Schön muss sie nicht sein, aber klug. Gefühle gewöhnt er ihr vorsorglich ab. Hochbegabt, hochintelligent, hochtalentiert und sehr einsam - so verbringt die Mutter ihre Kindheit und Jugend..

Die Liebesbeziehung, an die sich die Mutter im Krankenhaus in allen Details erinnert und die sie nun unbedingt mit ihrer Tochter teilen möchte steht im Zentrum des Buchs. Die Liebe schlägt erst spät zu, dafür aber umso heftiger. So braucht die Mutter fast ihr ganzes Leben um sich davon zu erholen...

Wahrlich ein Kunstwerk, mal ganz anders und sehr empfehlenswert!
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am 13. November 2013
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, über dass ich noch so lange nachgedacht habe.

Jeder, der in einem Dorf aufgewachsen ist, erkennt die Charaktere, die Sarah Stricker der Familie ihres Debütromans zuordnet, aus eigener Erfahrung wieder. Der vom Krieg geprägte Großvater, der bei der Verwirklichung seiner Ziele jedes Hindernis überrennt, mögen es auch Mitmenschen sein, ist dabei das absolute Highlight in der ersten Hälfte des Buches. Um ihn gruppiert sich die restliche Familie, deren Marotten Sarah Stricker zu einem Gesamtbild einer Familiensaga der ganz anderen Art verwebt. Selten habe ich über einen überraschenden Todesfall so herzhaft gelacht wie bei dieser Geschichte.

Später wendet sich das Buch der Hauptperson, schlicht Mutter genannt, zu. Ihr Erwachsenwerden und Reifen ist überaus fesselnd beschrieben, auch wenn ich Probleme habe, mich in ihre "Liebe"sgeschichte zu Alex hineinzuversetzen. Liebe würden viele anders definieren. Doch man traut ihr den plötzlichen Persönlichkeitswechsel zu, so wild die Erzählung verläuft, kauft man sie der Autorin doch ab, als wäre sie tatsächlich geschehen. Man leidet mit ihr (und mit Arno!) mit, während sich das unvermeidliche Ende nähert.

Ein Buch, das schwer mit anderen zu vergleichen ist. Ich bin schon sehr, sehr gespannt auf den nächsten Roman von Sarah Stricker
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