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TOP 500 REZENSENTam 14. Oktober 2013
Seit Menschen sprechen, wird übersetzt, und seit Menschen übersetzen, ist nur eines entscheidend: Die Information zu vermitteln, auf die es ankommt, und zwar mit der kommunikativen Kraft des gesprochenen oder geschriebenen Originals. Alles andere ist Beiwerk. Dass das Übersetzen trotzdem eine hohe, äußerst vielschichtige Kunst ist, breitet David Bellos in 32 kurzen, aber mit viel Herzblut des erfahrenen Praktikers geschriebenen Kapiteln aus.

Durch diese zieht sich als roter Faden die Überzeugung, dass alles übersetzbar ist, wenn man nur will und kann (und manchmal etwas Glück hat). Wobei man trefflich darüber diskutieren kann, was eine "gute" und "richtige" Übersetzung ist: Für spröde Gesetzes- und Vertragstexte, die in verschiedenen Sprachen exakt das Gleiche aussagen müssen (allein schon ein so vertrauter Begriff wie "Menschenrechte" stellt die Sprachexperten in all den Ländern vor knifflige Aufgaben, in denen zwischen "Mensch" und "Mann" nicht unterschieden wird), gelten völlig andere Kriterien als für Literatur, wo sich die Mittel und Wege, das Andersartige der Quellsprache in der Zielsprache zum Ausdruck zu bringen, sich im Laufe der Zeit stark geändert haben.

Der delikate Aspekt der Sprachhierarchie mit "Aufwärts-" und "Abwärtsübersetzen" wird sehr diplomatisch erörtert, wobei diese Hierarchie weder für alle Zeiten fixiert noch ausschließlich machtpolitisch begründet ist: Latein stand für 1000 Jahre ganz oben, nachdem das Römische Reich längst kollabiert und Latein nirgendwo mehr Muttersprache war. Diese Funktion besitzt heute natürlich das Englische, das Quell- oder Zielsprache von fast 90% aller Literaturübersetzungen der letzten zehn Jahre ist.

Während Bellos sich der Frage, wie Poesie übersetzt werden kann, sehr ausführlich widmet, fällt das Kapitel zur Übersetzbarkeit von Humor leider sehr kurz aus. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht als nur ein funktionierendes und ein nicht funktionierendes Beispiel. Es sind doch wohl nicht nur Wortspiele, die bei der Übersetzung von Pointen Probleme bereiten. In einem Punkt konzediert Bellos übrigens, dass sich nicht alles übersetzen lässt: Dialekt als Charakteristikum der Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsgruppe. Alle Versuche, schottische Hochländer z. B. Bayrisch reden zu lassen, sind zum Scheitern verurteilt. Das gilt für Literatur ebenso wie für Film.

Sehr interessant fand ich auch die Abschnitte zu den geradezu übermenschlichen Leistungen der Simultanübersetzer, deren Beruf überhaupt erst erfunden werden musste, um die Nürnberger Prozesse möglich zu machen, und zu den Entwicklungen bei computergenerierten Übersetzungen - wobei diese umso erfolgreicher sind, je mehr sie bereits vorhandene, von Menschen erstellte Übersetzungen abschöpfen. Ein Umstand, den Google nicht unbedingt in den Vordergrund stellt.

Zum Abschluss noch ein kleiner Kritikpunkt: Zu den zahlreichen Beispielen in kyrillischer und chinesischer Schrift hätte ich mir doch eine Transkription gewünscht. So haben die Zitate oder Begriffe eher dekorativen Charakter.
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am 6. Januar 2015
Ich habe dieses Buch von einer Wunschliste bestellt, weil es ausdrücklich gewünscht worden ist. Es ist mit Freude durchgeschaut worden und hat sehr gefallen.
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