flip flip Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive wint17

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
130
4,2 von 5 Sternen
In Stahlgewittern
Format: Audio CD|Ändern
Preis:25,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


VINE-PRODUKTTESTERam 5. August 2017
Ich bin auf dieses Buch eher durch Zufall bei Audible gestossen und habe sowohl das Hör- als auch das Kindle eBook.

Dieses Buch hat es in sich. Es fängt ganz hamlos an und beschreibt den Entusasmus der jungen Menschen auf dem Wege zur Front. So um die 1896 gebohren sind manche noch Teenager, viele Twens. Blumen und Gesänge aus einer sicheren Zeit begleiten den Weg ins "Abenteuer".

Die jungen Menschen vielieren ihren Entusiasmus schon recht schnell, die Wahrheit ist grausam. Der Alltag hart, dreckig und unmenschlich. In Massen zusammengedrängt, Tote und verstümmelte auf einen Haufen, jeden Tag, an verschiedenen Stellen der Front. Alltag, einfach brutal.

Ernst Jünger beschreibt das kühl und scahlich, und so ist es auch richtig. Es läuft einem der Schauer über den Rücken, wenn man das liest und hört. Schwer zu ertragen. Zu was sind Menschen in der Lage sich auf so vielfältige Weise umzubringen. Mit Granaten, mit Kugeln, mit dem Bajonett oder sonsttwie. Bestialisch. Ja, ja. süß und ehrenvoll.

Dieses Buch ist eine schonungslose und gut gemachte Darstellung (wenn man das so sagen kann) der Wirklichkeit. Ein Aufruf gegen den Krieg, wie unmenschliche können Menschen sein.

Ein Buch dass man ruhig mal gelesen oder gehört haben sollte. Man wird über den Krieg anders denken und froh sein, dass es bei uns ruhig ist. Trotzdem gibt es auf der Welt Kriege. Der Mensch lernt nicht dazu oder aus...... Wie auch immer.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2017
Auf dieses Buch bin ich über das Buch "Kämpfen" von Karl Ove Knausgard gestossen. Gerne die dortige Rezension zu "Kämpfen" lesen.

Ich habe mir das Buch also bestellt, um zu schauen, ob die dortige Beschreibung zum Buch passt um einen Hinweis zu haben wie die Literatur- und sonstigen Analysen zu meiner Befindlichkeit passen. Dort wird aus dem Buch zitiert, um unter anderem zu erläutern welche Kriegserfahrungen Adolf Hitler (ungefähr) gemacht haben muss und um den Kontext von "Mein Kampf" verständlich zu machen.

Die Kommentare hier auf Amazon reichen von "danach will man nie wieder Krieg" bzw. "ich musste mich mehrfach übergeben" (Übertreibung von mir;-) bis hin zu "das ist absolut kriegsverherrlichend und unakzeptabel".

Ich tue mich mit der Einordnung nicht ganz so leicht und das ist auch der Grund, warum ich es ein gutes Buch finde und es mit fünf Sternen bewerte.

Der Autor schildert seine Kriegserlebnisse in einer eher beiläufig, erzählerischen Art. Vermutlich liegt es daran, dass er mit einigem zeitlichen Abstand seine eigenen Tagebücher ausgewertet hat. Und im Rückblick war dann emotional der Kameradschaftsabend ähnlich gewichtig wie die nächsten Einschläge im Schützengraben. Seine Schilderungen sind auch ein wenig heroisierend, allerdings erhöht oder heroisiert er sich dabei nicht selbst. Das passiert nur an einer einzigen Stelle aber auch nur ein wenig, wenn er fast ganz zum Schluss seine eigenen Verwundungen aufzählt.

Also: Kriegsbuch oder Antikriegsbuch? Beides zu Teilen, finde ich.

Einmal ein authentisches Kriegstagebuch, dass viele Details nüchtern und mit hoher Präzision beschreibt. Der Hurra-Patriotismus der ersten Kriegsmonate wird sachorientiert beschrieben und verständlich.

Genau so aber auch in den vielen, sachlich beschriebenen (kleinsten) Details eine Werbung gegen den Krieg. Wer sich die hier beschriebenen Abläufe, Verletzungen, Tatsachenbeschreibung in Bildern vorzustellen versucht, der braucht vermutlich viele Lesepausen. Ebenso wird zum Ende des Buches die Kriegsmüdigkeit bzw. eine Ablehnung des Krieges deutlicher. Auch dies aber fast eine Sachbeschreibung.

Hat also Knausgard - siehe oben - das Buch zutreffend charakterisiert und in seiner Analyse verwendet? Ich finde eindeutig ja.

Überigens: ich habe die ca. 250 Seiten trotz Ferienende in nur zwei Tagen durchgelesen. Also auch ein fesselndes Buch. Und auch in dieser Hinsicht fünf Sterne wert.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2017
Habe noch nie in einer solchen Ausführlichkeit über die Zustände des Graben- und Stellungskampfes im Ersten Weltkrieg gelesen. Besonders während der Herbst- und Winterzeiten waren die Soldaten unvorstellbaren und unlösbaren Herausforderungen ausgesetzt. Das Überleben war reiner Zufall.
Vor diesem Hintergrund wirkt es erbärmlich, wie heutzutage Kriegerdenkmäler würdelos besudelt oder von Kommunen respektlos als störend niedergerissen werden.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2014
Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" ist für mich ein geschichtliches Zeugnis erster Güte. Er schildert darin seine Erfahrungen als junger Frontsoldat im Ersten Weltkrieg mit samt seinen Entbehrungen, Zerstörungen, Schrecken, Gasangriffen und unvorstellbaren Materialschlachten.
Das Buch ist insgesamt sehr nüchtern und sachlich geschrieben und dennoch mehr als eindringlich, denn die geschilderten Erlebnisse bedürfen in keiner Weise einer Emotionalisierung oder Dramatisierung sondern sprechen in ihrer Unfassbarkeit für sich. Zudem wird von ihm der Gegner nie dämonisiert und/oder entmenschlicht, wie dies in vielen anderen Kriegsbüchern oft der Fall ist. Ganz im Gegenteil spricht er meist mit großem Respekt und Anstand von den Kriegsgegnern.
Nicht zu leugnen ist in seinen Beschreibungen trotz aller Brutalität eine gewisse Faszination für den Krieg und den Kampf und das Soldatische. Ihm dies jedoch zum Vorwurf zu machen ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertig, denn wie viele Extreme, ist wohl auch der Krieg speziell für junge Menschen Schrecken und Faszination zugleich. Jeder kann, darf und soll aus diesen Schilderungen zweifelsfrei seine Schlüsse ziehen, aber das Werk deshalb in die "rechte Ecke" zu drängen, geht meines Erachtens an den Aussagen und Einstellungen des Autors vorbei.
Obwohl der Beginn des Ersten Weltkrieges mittlerweile 100 Jahre zurückliegt, reichen seine Auswirkungen und Spätfolgen auch noch in die heutige Zeit hinein, denn der Lauf des gesamten letzten Jahrhunderts wurde durch diesen Krieg maßgeblich und entscheidend beeinflusst. Das vorliegende Buch ist ein wichtiges geschichtliches Zeugnis, das aufzeigt, was die Männer antrieb, erlebten und erlitten, die in diesem Krieg kämpften!
Absolute Leseempfehlung!!!!
55 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2016
Wollte ich schon immer mal lesen, weil der Erste Weltkrieg als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" ein bis heute wirkmächtiges Ereignis ist. Jüngers Blick auf das Kriegserleben ist erfrischend pathosfrei. Immer wieder wird deutlich, wie ausgeliefert das Individuum den entfesselten Gigantenkräften gegenübersteht, wie zufällig das eigene Überleben ist.
Politische Aussagen zur Entstehung des Krieges oder zum Durchhalten oder Aufgeben findet man praktisch gar nicht. Das ist einerseits schade, andererseits angesichts der Werkgenese erwartbar.
Kurz: Ein erfrischend anderer Blick auf das Kriegserleben des "Otto Normalsoldaten", der zusätzlich auch unterhält.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2017
Das Buch ist sehr schwierig zu lesen. Ich musste sehr oft wochenlange Pausen einlegen weil ich den Inhalt nicht mehr ertrug. Es geht hier um die grausame ungefilterte Wahrheit des ersten Weltkrieges. Ernst Jünger beschreibt mit unglaublicher Kälte und Gelassenheit die grausamsten Szenen. Sein Schreibstil ist geradezu genial und sein kalter Humor lässt die harten Tatsachen als belanglose Geschichten erscheinen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2016
Wer den Ursprung sucht für die Metaphern, töten sei die Arbeit des Soldaten und die "Kriegsmaschinerie" ihr Geschäft, wird hier ebenso fündig, wie der, dessen Suche die Philosophie des Krieges und der in ihm kämpfenden Menschen betrifft. "Der Staat, der einem die Verantwortung nimmt, belässt einem doch die Trauer" schreibt er angesichts eines von ihm getöteten jungen Menschen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2016
Jünger bringt seine Erlebnisse wie kein Zweiter herüber. Dabei fehlt jede Spur vom feigen Bedauern, das vielen Werken anderer anhaftet.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. Mai 2011
"In Stahlgewittern" ist das erste Buch Ernst Jüngers. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Januar 1915 bis August 1918. Das Buch begründete in den zwanziger Jahren Jüngers Ruhm als Schriftsteller.

Ernst Jünger wurde im März 1895 geboren - das heißt, bei seinen ersten im Buch geschilderten Erlebnissen ist er noch nicht einmal ganz 20 Jahre alt.

Im Urteil der Zeitgenossen wie auch späterer Kritiker spiegelt sich die Zwiespältigkeit des Werks wider, das den Krieg zwar in all seiner Brutalität beschreibt, ihn aber weder ausdrücklich verurteilt noch auf seine politischen Ursachen eingeht. Man kann es daher als Antikriegsbuch, neutral oder sogar kriegsverherrlichend lesen - letzteres aber meines Erachtens nur mit viel bösem Willen. Fernab jeder politischen oder moralischen Parteinahme wird das Kriegsgeschehen bei Jünger in allen Details geschildert. Jüngers Sprache ist die eines neutralen Berichterstatters, unprätentiös und klar - was den oftmals schrecklichen Inhalt noch plastischer und grauenvoller hervortreten lässt. Etwa, wenn Jünger minutiös den Ablauf und die Folgen eines Giftgasangriffs schildert - oder das Leben im Schützengraben, wenn bei Dauerregen der Schlamm die Leichen der vorherigen Stellungsbesatzung zu Tage fördert.

Das Werk basiert auf den Tagebuchaufzeichnungen Jüngers, die er kurz nach dem Krieg zu einem Buch verarbeitete. Jünger schildert die Kampfhandlungen aus der Perspektive eines jungen Kriegsfreiwilligen, der sich nach seiner ersten, im Frühjahr 1915 in der Champagne erlittenen Verwundung zum Infanterieoffizier weiterbilden lässt und anschließend in der Gegend von Arras den Stellungskrieg kennenlernt. Im Zuge seiner Teilnahme an den Kriegsereignissen der folgenden Jahre (u. a. Schlacht an der Somme, Dritte Flandernschlacht, Schlacht von Cambrai, Deutsche Frühjahrsoffensive 1918) entwickelt er sich zum erfahrenen Stoßtruppführer, der zumeist an vorderster Front eingesetzt und mehrfach verwundet wird und hohe Tapferkeitsauszeichnungen erhält (die der Autor mehrfach erwähnt). Er begibt sich oftmals, häufig freiwillig und dem Anschein nach stärker von Neugier und Abenteuerlust als von Pflichtbewusstsein getrieben, in sehr gefährliche Situationen, die er oft nur mit unerhörtem Glück überlebt.

Alles in allem: Ein packender Tatsachenbericht über das Grauen des 1. Weltkriegs.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 7. Oktober 2014
Erster Eindruck: Krieg aus der Sicht eines Kriegers

Ernst Jünger zieht als junger Mann zu Beginn des ersten Weltkrieges direkt an die Front, begrüßt werden er und seine Kameraden von dem rollenden Donner der tobenden Schlacht. Im Laufe der Zeit erlebt Jünger den ganzen Schrecken des Krieges, erlebt wie seinen Kameraden von Kugeln das Gesicht zerfetzt und Verwundete im Granatenfeuer verbrennen...

Mit „In Stahlgewittern“ hat Ernst Jünger seine eigenen Erlebnisse geschildert, einige Jahre nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Und er tut es, andres an von anderen Werken gewohnt, sehr neutral, fast schon sachlich und beschränkt sich auf seine eigenen Sinneseindrücke. Gerade deshalb wird dieses Werk sehr ambivalent betrachtet, doch genau deshalb ist es auch so erschütternd und eindringlich. Gerade diese Nüchternheit offenbart den wahren Schrecken des Krieges, gerade deswegen spinnen sich die schlimmsten Szenarien im Kopf des Hörers weiter. Zutiefst bewegt wird man zurückgelassen mit den Bildern, die man nicht mehr loswird. Die Sprache ist dabei so wortgewaltig und treffend, sehr lebendig, wobei kaum wörtliche Rede vorkommt, das meiste kommt aus dem Inneren von Jünger. Das Buch beschreibt kaum, was der Krieg mit einem Menschen macht, ist kein klares Statement für oder gegen ihn, sondern lässt einen selbst beurteilen, was er mit einem selbst machen würde. Einige Szenen sind wirklich heftig und blutig, schockieren und erschrecken und sind nicht für zart besaitete Gemüter.

Tom Schilling wurde als Sprecher dieses außergewöhnlichen Werkes gewählt, was er auf seine ganz eigene Weise löst. Auch er nimmt Emotionen aus seiner Stimme, beschränkt sich auf die Beschreibung von Sinneseindrücken. Doch das tut er mit einer Intensität, die beeindruckt und den Hörer völlig einnimmt, die Schrecken hinter all der Nüchternheit offenbart und die Ereignisse lang im Gedächtnis nachhallen lässt.

Das Cover zum Hörbuch wurde sehr schlicht gestaltet, auf rein weißem Hintergrund ist ein Foto des Autors als junger Mann zu sehen, in Uniform und mit ernstem Gesichtsausdruck. Der Banner, der Titel und Autor zeigt, ist ebenso simpel gehalten. Als merkwürdig empfinde ich die restliche Gestaltung der Box, das von comicartigen Explosionswolken auf orangenem Hintergrund geprägt ist und verharmlosend wirkt für dieses schreckensreiche Hörbuch. Als Bonus sind noch einige Originaltöne des Autors auf den 10 CDs vorhanden.

Fazit: Mit klaren, gradlinigen Worten und Schilderungen vermittelt Ernst Jünger hier ein sehr eindringliches Bild vom Krieg, sehr nahbar und packend. Dass er so emotionslos schildert erlaubt dem Hörer, sich selbst anzunähern. Die hervorragende sprachliche Leistung von Tom Schilling unterstreicht dies noch einmal.
22 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden