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Kundenrezensionen

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D a s genau fragt sich unser (Anti-) Held Kimmo Joentaa...

Denn mehr als alles andere in diesem Serien-MordFall interessiert ihn die An- oder Abwesenheit seiner neuen Geliebten, die sich Larissa nennt, die als Prostituierte arbeitet, aber auch halbtags als Eisverkaeuferin.

Im Laufe der Ermittlungen taucht sie immer wieder auf, gibt ihm Ratschlaege, schreibt ihm gewisse Tatsachen, fluestert ihm Geheimnisse zu...
Auf ihrer Seite hat die "Hoellenmaus" sicherlich all diejenigen, die unseren schwer gebeutelten Kimmo endlich wieder einmal gluecklich sehen moechten.
Aber... mit Larissa ist das auch nicht so ganz einfach, die Dame hat ihr eigenes Koepfchen!

Dank eines Bildes, das die Ermittler bei einem Opfer finden, folgt die Polizei einer Kette von Morden; immer hinterher - niemals faehig, den Taeter zu schnappen.
Dieser ist ihnen mit minuzioesen Planungen immer einen Schritt voraus.
Ein Taeter, der alles genauestens geplant hat, um nie erwischt zu werden.

Am Ende wird sich alles klaeren...
Also reicht es, diesen Roman zu lesen, den i c h als durchaus lesenswert empfehlen kann.
Der Autor hat ab und an auch wirklich skurrilen Humor in die Handlung eingebettet, ich sage nur: August!
Nur, einen reinen Killer-Thriller duerfen Sie sich hier nicht erwarten!
Den naechsten Roman um Kimmo werde i c h mir sicher zulegen.
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am 7. Mai 2015
Ich lese nicht sehr oft Krimis, das muss ich sagen, bevor ich meine Meinung zu diesem Buch hier darlege. Zumindest habe ich in letzter Zeit wenige gelesen, früher mehr, aber diese "Phase" war irgendwann vorbei. Aber dieses Buch interessierte mich auf den ersten Blick, der Klappentext klang interessant und anders. Ohne zu wissen, dass der Roman der vierte Teil einer Reihe war, habe ich ihn mir zugelegt - erst später herausgefunden, dass es noch Bände vorher gibt, aber auch ohne sie gelesen zu haben, ist dieses Werk in sich geschlossen und stimmig. Ich denke, ich kann schon zu Anfang sagen, dass mir dieses Buch wieder richtig Lust auf das Genre gemacht hat. Und dass ich vorhabe, mir die ersten drei Teile gleich bei meinem nächsten Einkauf zuzulegen.

Aber der Reihe nach. Schon bei auf den ersten Seiten fiel mir auf: Dieses Buch ist außergewöhnlich. Anders. Knapp. Wenn ich ein Wort suchen müsste, um den Stil des Autoren zu beschreiben, dann würde ich "knapp" wählen, ich habe bisher kein Buch mit einem ähnlichen Stil gelesen - und ich muss gestehen, dass ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich das gut finden sollte. Wenn ich das Buch nun aber nach dem Lesen beschreiben müsste, würde ich an "Knapp" noch "Genial" und "Poetisch" fügen. Und nachdenklich. Ruhig. Stimmig. Leise. Und fesselnd.

Ich habe "Das Licht in einem dunklen Haus" innerhalb von 3 Tagen durchgelesen. Wer jedoch einen spannungsgeladenen Thriller mit wilden Verfolgungsjagden erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Viel mehr ist es gekennzeichnet durch eine tiefe Traurigkeit, einen kühlen Zustand der Nachdenklichkeit. Manchmal wirre Dialoge, die so nah am Leben sind, so seltsam verzerrt und echt, dass es sich surreal angefühlt hat, sie in dieser Form zu lesen. In positiver Art und Weise.

Es gab einen Vorfall. Einen Vorfall, der schon so lange zurück liegt, dass er schon fast vollkommen aus der Erinnerung des Ortes gewichen zu sein scheint - und doch alle Betroffenen und jene, die davon gehört haben, in Ohnmacht versetzt, der in all seiner bedrückenden Schrecklichkeit noch immer über den Seelen derer hängt, die mit ihm zu tun hatten. Hier spielt weniger die Jagd nach dem Mörder eine Rolle, als die Seele des Menschen, die Verletzlichkeit, die so lange andauern kann, dass man selbst Jahre später noch an Erinnerungen zerbrechen kann.

Ein Mörder, der intelligenter und sympathischer ist als seine skrupellosen Opfer. Und Kimmo Joentaa: ein Ermittler, der das einzige "Licht" in seinem Leben - seine Freundin Larissa - verloren zu haben scheint und nicht weiß, wo ihm der Kopf deswegen steht. Wie in Trance durchlebt er immer wieder Erinnerungen an seine eigene Vergangenheit, den Tod seiner geliebten Frau Sanna, an den ihn so vieles immer wieder erinnert und die zerrenden Sorgen um Larissa, die ihm keine Ruhe lassen.
Schritt für Schritt kommen er und seine Kollegen dabei nur den geheimnisvollen Morden auf die Spur, entdecken aufgrund eigenartigster Hinweise die richtigen Spuren, die alle an einem Tag im Sommer 1985 zusammenlaufen. Durchsetzt ist die Ermittlung, die aus verschiedenen Sichten erzählt wird, dabei immer wieder durch verschiedene Tagebucheinträge des Mörders, die zwischen dem Jetzt und dem Sommer von vor 25 Jahren wechseln. Eine berührende und traurige Geschichte - und bald muss man sich fragen: Wer ist der eigentliche Böse in dieser Geschichte? Denn eines steht fest: Erkennt man das Motiv des Mörders und auch die weiteren Opfer sehr viel schneller als die Ermittler, fiebert man - zumindest bei mir war es so - nicht mit den Polizisten, sondern mit dem Mörder mit, dessen Motiv man - verrückterweise - einfach so gut verstehen kann.

Und als sich die Spannung am Ende steigert und alle Spuren immer weiter führen, sich die Fäden verstricken und zu einem Punkt führen kommt der Wendepunkt der Geschichte - so überraschend, war man sich doch die ganze Zeit über sicher, alles genau zu wissen. Ein Ende mit dem ich nie gerechnet hätte und das ich gleichzeitig so erschreckend und berührend fand.

F A Z I T
Ein wundervolles, bedrückendes, berührendes und vor allem außergewöhnliches Buch über Liebe, Gewalt, Rache und die Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Interessante und liebenswerte Charaktere, die man gern begleitet, mit ihnen forscht und leidet. "Das Licht in einem dunklen Haus" bekommt von mir 5 von 5 Sternen.
Ich tue mich immer schwer, 5 Sterne zu vergeben, aber dieses Buch hat sie mehr als verdient. Trotz anfänglicher Zweifel habe ich den Schreibstil zu lieben gelernt und ich bin restlos überzeugt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der offen für einen etwas ruhigeren Kriminalroman ist - versetzt mit viel Menschlichkeit.
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am 12. Oktober 2011
Das war mein erster Roman der Kimmo Joentaa-Reihe. Mir fiel zunächst auf, dass ich ziemliche Probleme hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Wenn ich ein Buch interessant finde, übt es einen Sog auf mich aus. Dann freue ich mich diebisch auf die nächste Lese-Stunde und wie es wohl weitergehen mag. Diesen Sog habe ich hier leider vermisst; das Buch ließ mich seltsam unberührt.

Jan Costin Wagner schreibt zweifellos "schön". Die Geschichte fließt langsam und unaufgeregt dahin, selbst die Morde geschehen dort fast beiläufig. Das ist vollkommen o.k., wenn man diese Unaufgeregtheit sucht und erwartet. Von einem Krimi erwarte ich aber mehr; nämlich Spannung.

Als ein großes Ärgernis empfand ich die vollmundigen Zitate auf dem Buchumschlag, die hier auch in der Produktbeschreibung abgebildet sind. Dort wird ein besonders spannendes Buch suggeriert, aber ich finde, das ist es gerade nicht. Ich bin nicht sicher, ob man dem Autor mit dieser Art Marketing einen Gefallen tut, wenn man ihn, den Deutschen, als "den besten skandinavischen Krimiautor" hochjubelt. Und einen Vergleich mit Mankell anzustellen, ist schlicht dämlich. Wagner ist Wagner und Mankell ist Mankell - wie ein Apfel eben ein Apfel ist, und keine Birne.

Ich nehme stark an, dass sich diese Lobpreisungen auf frühere Veröffentlichungen beziehen. Also werde ich mir sicher mal einen früheren Kimmo Joentaa ansehen; dann aber ganz sicher als Taschenbuch.
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am 2. Dezember 2014
Ich habe mich mit “Das Licht in einem dunklen Haus” etwas schwer getan. Der Schreibstil von Jan Costin Wagner ist kurz und knapp. Teilweise sogar so knapp, dass ich Sätze gleich mehrmals lesen musste, um den Sinn zu begreifen.

Der Autor schafft es mühelos, skandinavisches Flair zu vermitteln und zwar in düsterer, schwermütiger Hinsicht. Raffiniert konstruierte er eine komplexe Geschichte, die den Leser schnell in ihren Bann schlägt.

Ich war mit dem Ende gleichermaßen versöhnt und doch etwas traurig. So richtig sicher, was ich von der Figur des Kimmo Joentaa halten soll, bin ich mir noch nicht. Auf jeden Fall werde ich verfolgen, wie es mit ihm weitergeht.
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am 14. Mai 2014
Erschütternd und ergreifend schreibt Jan Costin Wagner in diesem Krimi, wie psychische, sexuelle und körperliche Gewalt junges Leben zerstört. Unglaublich dabei ist, wie lange diese Missbräuche in Cliquen , Freundeskreisen und Familien geheimgehalten werden können und was vor allem weibliche Personen schlimme Erniedrigungen schlucken. Das Tieftraurige an dem Roman ist, dass diese Vorkommnisse tagtäglich nicht selten in unserer Gesellschaft geschehen mit eben den im Roman geschilderten Folgen, ja oft in der Nachbarschaft. Der Autor besitzt dabei die Fähigkeit, den Leser bis zum Schluss zu fesseln, da erst dann der eigentliche Mörder aufgedeckt wird. Also obendrein ein ganz beeindruckender Krimi.
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am 4. Januar 2012
Eine unbekannte Frau, die bewusstlos in einem Straßengraben in Turku gefunden worden ist und seitdem im Wachkoma liegt, wird im Krankenhaus ermordet. Der Täter hinterlässt Tränenspuren auf der Bettdecke der Patientin.
Ein Softwareberater wird in einem Hotel in Helsinki von einem Balkon im vierzehnten Stockwerk gestoßen. Der Mörder verschwindet unbemerkt.
Ein Politiker wird während eines Fotoshootings an einem belebten Strand durch eine explodierende Schnapsflasche getötet. Der Fotograf verschwindet unerkannt.
Ein an Parkinson erkrankter Gärtner wird von einem als Pfarrer verkleideten Mann in seinem Pflegeheim aufgesucht und stirbt später im Krankenhaus an einer Pilzvergiftung.
Ein Kaufhausdetektiv wird während seiner Arbeitszeit erstochen. Der Mörder kann das Geschäft unbehelligt verlassen.

Diese Fälle hängen zusammen, das spürt Kommissar Kimmo Joentaa schnell. Doch er kann sich nicht auf die Ermittlungen konzentrieren, weil Larissa, die Frau, mit der seit einiger Zeit zusammen wohnt, aus seinem Leben verschwunden ist. Er weiß nicht, wohin sie gegangen sein kann, er kennt den Grund ihres Verschwindens nicht, er weiß nicht einmal ihren richtigen Namen.
Doch Larissas Verschwinden und die Suche nach ihr führen den Kommissar schließlich auf die Spur des Mörders.

Der vierte Kimmo-Joentaa-Roman ist ein in gewohnter Weise raffiniert gestrickter Kriminalroman. Der Autor führt den Leser über lange Zeit gekonnt in die Irre durch die eingestreuten Tagebucheinträge einer unbekannten Person, in denen die Jahrzehnte zurückliegende Vergewaltigung einer jungen Frau durch vier Männer geschildert wird. Schnell wird klar, dass die Ereignisse in der Vergangenheit mit den Todesfällen in der Gegenwart zusammenhängen.
Doch dieses Buch ist mehr als ein gelungener Thriller. Jan Costin Wagner ist ein psychologisch ausgefeilter und komplexer Roman gelungen über Menschen, die in extreme Situationen geraten und an ihnen zu zerbrechen drohen.

Der melancholische Kommissar hat den Tod seiner Frau auch Jahre später nicht verwunden und wird bei seinen Ermittlungen im Krankenhaus von seinen Erinnerungen überwältigt. Die Frau, die sich Larissa nennt, arbeitet als Prostituierte und als Eisverkäuferin und trägt eine Traurigkeit mit sich, die vermutlich in einem traumatischen Erlebnis gründet. Ein Kollege Joentaas wird wegen seiner Wettsucht stationär im Krankenhaus behandelt und stürzt den Kommissar in einen Loyalitätskonflikt, weil er Joentaa um Geld für eine neue Wette anbettelt.

Warum die Personen so zerbrochen und depressiv sind, erfährt der Leser nicht. Jedes Detail, das über sie preisgegeben wird, wirft neue Fragen auf, die der Autor nicht beantwortet. Jan Costin Wagner psychologiert nicht und lässt seinen Figuren ihr Geheimnis.

Die düsteren Seelenzustände seiner Protagonisten schildert Wagner in meisterlich karger und effizienter Sprache. Kein Wort, keine Metapher ist zu viel und hierdurch schafft der Autor mit seiner Sprache einen Rhythmus und eine Spannung, die den Leser unweigerlich mitzieht.

Doch eine Gefahr seiner Kunstfertigkeit deutet sich in diesem vierten Band der Kimmo-Joentaa-Reihe bereits an: Jan Costin Wagners poetische Sprache droht sich in Chiffren zu verlieren, die der Leser nicht mehr zu entschlüsseln vermag.
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am 14. September 2014
Ich bin eine eingefleischte Krimileserin und stets auf der Suche nach Neuem, Überraschendem oder anderen Dingen, die mich fesseln. Hier bin ich eindeutig fündig geworden. Es ist nicht unbedingt so viel Neues an Handlung passiert, aber dennoch hat mich dieses Buch und die Art und Weise wie es geschrieben ist, fasziniert. Es war mein erster J.C. Wagner und wird bestimmt nicht mein letzter sein.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Juli 2011
Wagners nordisch spröder Ermittler Kimmo Joeentaas der schon "Im Winter der Löwen" einen außergewöhnlichen Fall zu lösen hatte, bekommt es mit einer neuen rätselhaften Mordserie zu tun. Eine Frau, die ohnehin bald sterben wird, wird ermordet und nur kurz danach gibt es noch andere Opfer - und niemand kann sich einen Reim darauf machen.
Schnee fällt und es geht auf Weihnachten zu, als Kimmo und seine Kollegen sich mit den Geschehnissen eines Sommers beschäftigen müssen, die lange zurück liegen und die doch jemandem so sehr in Erinnerung geblieben sind, dass er einen unheimlichen Rachefeldzug beginnt.

Joeentaas bleibt auch in diesem Buch dem Leser auf eine sympathische Art immer ein wenig fremd, seine Gedankengänge und sein Handeln oft nicht nachvollziehbar, aber zum Plot und zum etwas düsteren finnischen Winter passt dies sehr gut. Ähnlich wie Kimmo wird auch dessen neue Freundin Larissa nur mit einer gewissen Distanz geschildert - ihr Verschwinden und die wenigen Fragen, die Kimmo stellt, obwohl er sie vermisst, ihr ganzes Verhalten ihm gegenüber waren mir zwar doch ein wenig zu nordisch kühl und nicht verständlich, das hat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, denn wieder hat mich die dichte Erzählung eingefangen, war es die Stimmung, die mich sofort in den Bann gezogen hat und der gut konstruierte Fall, der die Spannung nicht abreißen ließ.

Mein Fazit: Der Beweis, dass man auf der Suche nach guten skandinavischen Kriminalfällen auch bei deutschen Autoren fündig werden kann. Unbedingt lesenswert.
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am 26. Mai 2014
Die Krimis von Jan Costin Wagner heben sich deutlich von der durchschnittlichen Krimikost ab.
Und zwar im positiven Sinne, so auch dieser hier. Schwer ihn vor der letzten Seite wieder aus der Hand zu legen.
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am 2. April 2014
grandios geschrieben, tolle Story, berührende Charaktere - absolut empfehlenswert !
Wagner zaubert einem jedes mal aufs Neue ein Lächeln auf den Mund und Tränen in die Augen - und das sogar gleichzeitig.
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