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Kundenrezensionen

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am 24. November 2007
...dieses in der Buchbeschreibung auf dem Umschlag mehrfach auftauchende Wort beschreibt Richard David Prechts "Wer bin ich? und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise" in meinen Augen soweit treffend.
Ich habe mir das Buch, weil es eingeschweißt war, einfach mal auf gut Glück gekauft und bekam einiges zu lesen.

Precht möchte mit seinem Buch einen Einblick geben, einen Einblick in die großen philosophischen Fragen des Mensch-Seins, verknüpft mit Ergebnissen und Sachverhalten aus Psychologie und Biologie - demnach ist das Buch also der Versuch, den Leser auf eine einleitende vielperspektivische Reise mitzunehmen, wo alles miteinander zusammenhängt.

Rein strukturell hangelt der Autor sich an den berühmten kantischen Fragen "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?" entlang und reißt dabei die unterschiedlichsten Themen an, wie z.B.

Kapitel 1: Was kann ich wissen?
- Was ist Wahrheit?
- Wie funktioniert mein Gehirn?
- Wer ist "Ich"?
- Was sind Gefühle?

Kapitel 2: Was soll ich tun?
- Warum soll ich gut sein?
- Kann ich wollen, was ich will?
- Ist Abtreibung moralisch?
- Warum sollen wir die Natur schützen?

Kapitel 3: Was darf ich hoffen?
- Gibt es Gott?
- Was ist Liebe?
- Was ist Freiheit?
- Hat das Leben einen Sinn?

Auffallend ist die Breite der angelegten Fragen - der Autor verknüpft philosphische Überlegungen mit Biologie und Psychologie, ist bemüht um das vernetzte Denken und Fragen stellen.
Innerhalb der jeweiligen Kapitel stellt Precht verschiedene Aspekte der jeweiligen Disziplinen vor (beispielsweise Kants kategorischen Imperativ, Descartes "cogito ergo sum", Die Experimente Libets), wägt sie ab und entfaltet zum Ende hin eine Art Standpunkt, von dem aus er geschickt zum nächsten Kapitelthema überleitet.
Das Ganze erfolgt auf eine irgendwo spielrisch wie leichte Art und Weise und macht das Buch amüsant lesbar.

Vor allem entfaltet dieses durch diese spielrische Herangehensweise seinen eigenen Charme, der es sowohl für Einsteiger in die Philosophie aber auch für mehr bewandelte Leute interessant macht:

Der Einsteiger findet eine Menge an Informationen, Gedanken und Fragen vor und wird so auf ganz leichte Weise zum Nach- und Weiterdenken ermuntert.
Dennoch kann ein wenig Zeit lassen beim Lesen nicht schaden - die Informationsmenge ist sehr hoch und das Sortieren derselben kann, gerade wenn zum Ende hin die Querverbindungen häufiger werden, dazu führen, dass das Behalten des Überblicks gefährdert sein könnte.

Dem etwas mehr bewandelte Leser kann es Freude bereiten, zu sehen, welche Verknüpfungen Precht herstellt. Sicherlich wird er fachlich nicht allzu viel Neues erfahren, wenn überhaupt, und es mag sich bei manchen Verknüpfungen im Detail Zweifel oder gar Widerspruchsgeist regen - dies ist dem Autor durchaus bewusst - aber kombiniert mit den entfalteten Standpunkten kann man das Werk spielerisch wie ernster als (Neu)Ausgangspunkt zur Selbstreflexion eigener Standpunkte und Anregung von Gedanken betrachten, wo dann mE auch über das Buch hinausweisendes miteinbezogen werden kann - kurzum: ein interessantes und Freude bereitendes Buch.
88 Kommentare| 1.102 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. April 2008
Schon am Titel merkt man, dass es sich hierbei um ein unterhaltsames, ein anderes Buch handelt. Ein Buch, dass einem das Hirn ein wenig verdreht. Und das ist wirklich so. Das Buch ist eine philosophische Reise und streift einige wirklich interessante Fragen: Was ist Wahrheit? Was ist Sprache? Gibt es Gott? Darf man Tiere essen? Brauchen wir Eigentum?... um nur einmal ein paar zu nennen. Das Tolle ist, dass Precht niemals belehrt, sondern vielmehr zum Denken anregt. Dazu vertritt er sehr oft verschiedene Sichtweisen argumentativ so gut, dass man erst der einen, dann der anderen lauthals zustimmen möchte, um am Ende eines Kapitels wirklich ins Grübeln zu kommen. Ganz nebenbei erfährt man auch sehr viel über die großen Philosophen. Die werden aber - anders als in anderen Philosophie-Büchern - nur am Rande erwähnt, etwa, wenn ihr Denken zu einer der Fragen, die Precht stellt, passt. Außerdem werden die Philosophie-Stars sehr menschlich dargestellt, manchmal erinnert das ein wenig an die philosophische Hintertreppe.

Alles in allem: Eine wunderbare Lektüre für zwischendurch, wenn man sich mal wieder um die wichtigen Dinge im Leben scheren möchte.
11 Kommentar| 281 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2008
Dieses wunderbare Zitat von Isaac Newton stelle ich mal voran.Nur um mal eine Alternative zu Sokrates zu nennen. Gut, das Buch ist gut lesbar, aber bei Licht besehen, gibt es für den, der sich beispielsweise auf den Wissenschaftsseiten von der "ZEIT" dem "Spiegel" oder der "Süddeutschen" tummelt, nicht viel Neues. Wenn man ganz gemein ist, könnte man ja sogar sagen, das stand alles schon so oder ähnlich, in GEO - Wissenschaft. Aber, und jetzt kommt das große "Aber": für den, der sich mangels einer wissenschaftlichen oder philosophische Ausbildung - oder sonst welche Studien mit Affinität zum Thema - immer mal wieder, aus reinem Wissensdurst, diesen Themen nähern will, eine Super Lektüre. Da ich ja genau zu diesem Klientel gehöre, kein Abitur, etc., aber eben interessiert am Lauf der Dinge und immer mit dem Bedürfnis, den Kopf über Wasser zu halten, habe ich dieses Buch doch genossen. Uns wird der Stand der Hirnforschung vorgestellt, ebenso wie die entscheidenden und aktuellen Aussagen von Philosophen und Wissenschaftlern früher und heute. Eben zu den Fragen die uns tatsächlich bewegen (sollten): wo komme ich her? Was mache ich hier? Und wo geht es hin? Fragen zur Umwelt-Ethik - dabei wichtig: warum müssen wir nur immer die Wale retten? - Sterbehilfe, mit guten Zusammenfassungen der aktuellen Diskussion, und was soll ich sagen: was ist Liebe, was passiert mit mir, usw.. Aber über allem steht immer wieder, je weiter wir in den einzelnen Kapiteln fortschreiten, dass wir tatsächlich so gut wie nichts wissen über die Vorgänge in unserem Hirn. Immer wieder kommt Precht zu dem Schluss, dass man nichts Genaues sagen kann, und es wohl eine Mischung aus allem ist. Nach dem Motto, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Gut, dass ist jetzt auch schon dermaßen verwurstet worden, aber - im Zusammenhang mit diesem Buch - allemal richtig. Ich möchte ein kleines Zitat aus dem Buch, aus dem Kapitel über Liebe, verwenden, weil es mich doch zum schmunzeln brachte: "Der Verliebte sieht ein Lächeln, alle anderen eine Zahnlücke". Und wer wissen will, was da chemisch, seelisch, neurologisch abläuft, in einem Verliebten, der ist bei diesem Buch zu Hause. Aber nicht oder nie auf eine gültige Antwort hoffen. Auch zum immer mal wieder Nachschlagen geeignet, wenn mal auf einer Party einer mit Wittgenstein Zitaten oder Schopenhauer glänzen will, und man leicht zweifelt, ob der überhaupt irgendeine Ahnung hat und nur enzyklopädisches (oder Kreuzworträtsel-) Wissen reproduziert. Und man erfährt den Beweggrund, warum dieser Partylöwe an dieser Stelle so ist wie er ist. Aber ist es wirklich sein Wille?
Die Moral hält das Buch als roten Faden zusammen. Auf diese kommt Precht immer wieder und die angestoßenen Themen geben uns die Chance zur Reflektion.
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am 18. März 2016
Läßt man sich auf das Geschriebene ein und "saugt" es in sich auf, muss man feststellen, das einem an der ein oder anderen Stelle (gefühlt) der Kopf verdreht wird. Viele Fragen, die sich in ihrer Gesamtheit um "das Sein" drehen. Spannend und zugleich unterhaltsam, aber zugleich auch anspruchsvoll.
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am 8. August 2008
Richard Precht ist nicht witzig. Er ist nur unheimlich selbstverliebt. "Alles ganz anders machen" und "endlich eine gute lockere Einführung schreiben", wo es doch "so viele trockene Einführungen gibt" haben tatsächlich in den letzten Jahren zig Autoren versucht, mit den immer gleichen Vorwörtern. Aber viele sind fachlich besser und vor allem philosophischer als Prechts "Tour de force". Er behauptet, er habe denken gelernt, vom angeblich "einizgen vernünftigen Kölner Philosophen". Schön dass er das so gut beurteilen kann. Aber Argumente findet man in seinen Texten nicht viele, es ist eher ein Salbadern und Name-dropping. Wer wirklich ein interessantes und leicht geschriebenes philosophisches Buch möchte (ansonsten gibt es ja noch die Rubrik "Lebenshilfe" mit "Philosophen" wie Dale Carneggie), der möge zum Beispiel Simon Blackburns "Denken" ausprobieren. Verständlich, argumentativ und spannend zugleich. Oder wer es spielerisch mag, Jens Soentgens "Selbst denken". Oder einfach Sofies Welt lesen. Precht schreibt wie der Journalist, der er ist: Halbwissend, aus anderen Büchern zusammengestückelt, aber mit aufgeplustertem Gefieder.
3535 Kommentare| 577 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2011
Leider hat mich das Buch schon nach wenigen Seiten schwer enttäuscht. In seiner Einleitung verspricht der Autor verschieden Disziplinen, wie die Philosophie, Hirn- und Verhaltensforschung, zusammenzubringen, um die übergreifenden Fragen der menschlichen Existenz zu beantworten.
Ein für mich interessanter Ansatz, dachte ich, selbst vom Gebiet der Hirnforschung kommend. Nach dem zweiten oberflächlichen Kapitel über die Entdeckung des Skeletts von Lucy, wie man es sich in jedem Schul-Biologiebuch durchlesen kann, folgte eine Einführung in die Arbeit des Neuroanatomen Ramón y Cajals. Hier verging mir jegliche Lust das Buch weiterzulesen. Der Autor lobt die Arbeit Cajals und beschreibt den Aufbau einer Nervenzelle unter falscher Verwendung der Fachbegriffe und einer falschen anatomischen Darstellung.
Wenn schon die Beschreibung des Aufbaus einer Nervenzelle so essentielle Fehler aufweist, was soll man dann von der Recherche zu anderen Themengebieten erwarten, die dem Autor fachfremd sind? So wird das Buch seinem eigenen Anspruch leider nicht gerecht.
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Mit Verspätung wollte auch ich erfahren, was ein junger, gut aussehender Philosoph, Journalist und Romanschreiber Neues aus dem Reich der Hirnforschung zu erzählen hat. Denn immerhin wird im Klappentext angekündigt, der Bestsellerautor sei in den Neurowissenschaften auf dem neusten Stand und nehme seine Leser auf eine kluge, humorvolle und unterhaltsame Entdeckungsreise mit. Die überschwängliche Empfehlung von Elke Heidenreich trug wenig dazu bei, dass ich das Angebot annahm, da wir offenbar selten die gleichen Helden verehren. "Wer bin ich?" Auf die Frage aller Fragen umfassend Antworten zu bekommen, ist Reiz genug, in Prechts Buch zu schmökern. Gelohnt hat sich der Aufwand allerdings nur bedingt.

Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Für diese drei Ordnungskategorien hat sich Richard David Precht entschieden, um seine Leser durch die gewaltige Stoffmenge zu führen. Zudem scannte er die Geistesgeschichte nach geeigneten Helfern durch, die dem Reiseleiter zudienen sollen. Aber da beginnt bereits das Problem. Selbst Teilnehmer, die schon vielen der zitierten Autoren zuhörten, werden Mühe haben, vor lauter Stimmengewirr noch klar denken zu können. Dabei wäre doch genau das die Absicht des Autors. Und so wurde ich das Gefühl schon bald nicht mehr los, Herr Precht wolle mir vor allem zeigen, welch toller Hecht er selber ist. Nun sagt Quantität bekanntlich wenig über Qualität aus. Und zur Beweisführung des eigenen Weltbildes sollte man nicht unbedingt Nobelpreisträger in den Zeugenstand rufen, die ihre Auszeichnungen vor einem halben Jahrhundert erhielten. Vor allem nicht, wenn es um ein Wissensgebiet geht, dessen Erforschung relativ jung ist.

Philosophen, die meinen, in der Physik ebenso zu Hause zu sein wie in allen anderen Naturwissenschaften, überschätzen sich. Auch wenn ich interdisziplinäres Forschen wichtig finde, stößt mir mentale Rosinenpickerei auf, wenn mit dieser Methode suggeriert wird, die Wahrheit habe irgendetwas mit der Durchschnittsmenge verschiedener Ansichten zu tun. Selbst wenn der neue James Bond nicht mehr auf den klassischen Dry Martini schwört, sind mir einfache Drinks noch immer lieber als effektvoll inszenierte Mixgetränke mit unzähligen Zutaten. Ich glaube auch nicht, dass der Leser dieses Buches am Schluss weiß, was ihm Precht vorgesetzt hat. Gerade weil sich Richard David Precht so stolz auf die Hirnforschung beruft, sollte er wissen, was von seiner wilden Mixtur in den Köpfen hängen bleibt. Nämlich wenig bis nichts. Oder allenfalls der irrtümliche Glaube, man wisse nun Bescheid, wer man sei.

Mein Fazit: Ganz ohne Zweifel verfasste der Autor ein Buch, das auf großes Interesse stößt. Aber das heißt noch nicht, er könne die geschürten Erwartungen auch wirklich erfüllen. Mir ist der Stil zu salopp, die Beweisführung zu fahrig und der Autor zu selbstverliebt, um das Buch mit der gleichen Begeisterung weiterzuempfehlen wie Elke Heidenreich und andere Fans von Richard David Precht. Vielleicht fehlen mir aber ganz einfach die richtigen Brillen, um das zu entdecken, was so viele zu überzeugen scheint. Drei Sterne betrachte ich als Verlegenheitsnote.
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am 16. Juli 2008
Ich habe natürlich keine neue Schrift erwartet, die man mit Kant oder anderen "richtigen" Philosophen vergleichen kann, aber irgendetwas hat mich dazu verleitet zu glauben, dass es sich hier um ein philosophisches Werk handelt, das einigem Anspruch gerecht wird. Vielleicht Frau Heidenreichs Kommentar, vielleicht die überwiegend guten Meinungen.

Wenn man im Nachhinein den Klappentext betrachtet stellt man fest, dass von dem Versprochenen praktisch nichts erfüllt wird: Ich betrachte es weder als umfassend noch als kompetent, da es sich wirklich als nicht mehr ausnimmt, als eine grobe Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse bekannter Philosophen/Hirnforscher etc. Precht versucht offensichtlich Biographien derselben zu vermeiden, bringt aber nichts besseres zusatande als uns stattdessen deren Tätigkeiten durch Anekdoten näherzubringen. Dies mag für manche vielleicht als nette Informationsquelle dienen, für mehr taugt es allerdings kaum.

Enttäuschend fand ich auch, dass immer wieder vermeintliche Erkenntnisse aufgeführt werden, nur um auf der nächsten Seite als überholt dargestellt zu werden. Precht hat sich offensichtlich keine wesentlichen Gedanken dazu gemacht oder diese nicht eingebracht. Leider erfahren wir dadurch keine wirklichen Antworten auf die großen Fragen, die er zu beantworten oder zumindest fortzuführen behauptet. Ich hatte (leider zu Unrecht) ein Werk erwartet in dem Precht eine eigene Sicht der Dinge vertritt und darlegt, um etwas Produktives zur Philosophie beizutragen.

Jemand, der sich mit diesem Thema beschäftigt, kann diesem Buch nicht viel mehr entnehmen, als dass wir keine Ahnung haben, die bisherigen Erkenntnisse allerdings auch weitestgehend überholt sind.

Fazit:

Es handelt sich bestenfalls um ein Buch über Philosophie, aber keineswegs um ein philosophisches Buch. Für absolute Einsteiger mag es eine nette Informationsquelle über die Fragen der Thematik und deren Vertreter sein, für Leute die sich aber schon vorher damit beschäftigt haben enthält es keine nützlichen Neuerkenntnisse oder gar Versuche neuer Antworten auf die großen Fragen. Enttäuschend.
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am 22. September 2009
Diese Buch habe ich geliehen bekommen, also zum Glück kein Geld dafür ausgegeben.
Nach dem Lesen des Inhaltsverzeichnisses und des Vorwortes war ich zunächst restlos begeistert. Die in den Kapitelüberschriften aufgeworfenen Fragen waren super-spannend, und die Vorgeschichte des Autors verhiessen Leidenschaft für die Philosophie und eine unkonventionelle Herangehensweise.
Leider hielt der Rest des Buches nicht im geringsten, was der Anfang versprach. Zu jeder Fragestellung wird erst mal langatmig eine Kurzbiografie eines (oder mehrerer) Philosophen dargeboten - ein Verfahren, mit dem auch andere Autoren ihre Leserschaft zu Tode gelangweilt haben. Dann versucht der Autor auch noch, die aufgeworfenen Fragen abschliessend zu beantworten, und verliert sich dabei jedes mal in einem "sowohl", "als auch" und "es könnte aber noch anders sein". Bezeichnenderweise kann ich mich bereits jetzt, nachdem ich das Buch gerade ausgelesen habe (innerhalb von 2 Wochen), bei keiner einzigen Kapitelüberschrift an den Inhalt des zugehörigen Kapitels erinnern. Es gibt keine klare oder gar provokante Aussage, keine stichhaltige Begründung, keine Fragestellung ist so präsentiert, dass sie den Leser zu Weiterdenken anregt. Das Buch macht einen zu gross angelegten Rundumschlag, und endet in einem Haufen Informationskonfetti, das den Leser letztlich nicht weiter bringt. Von der grossen Masse anderer Einführungen in die Philosophie unterscheidet es sich lediglich dadurch, dass es ausnahmsweise nicht chronologisch vorgeht, sondern statt dessen entlang der 3 grossen Fragen Kants gegliedert ist (was kann ich wissen - was soll ich tun - was darf ich hoffen).
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am 1. Februar 2016
Obwohl ich gestehen muss, dass ich Bücher kaum lese, hat mich diese Buch in den Bann gezogen. Erste Kapitel waren für mich als ungeübten sehr schwer verdaulich, doch je länger ich mich mit dem Thema Selbstreflexion beschäftige, verstehe ich die Inhalte immer besser.
Eigentlich als Einstiegsbuch nicht geeignet. Thematisch aber sehr gut aufgebaut
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