Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT BundesligaLive Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Man kennt das aus Orwells Farm der Tiere, der Grundsatz "Alle Tiere sind gleich" wurde um "nur die Schweine sind gleicher" erweitert, und die konkrete Interpretation im täglichen Rechtsgebrauch war noch extremer. Entwicklungen dieser Art untersucht Winkler in seinem neuen Buch bezüglich des Deutschen Grundgesetzes, und wer ihn kennt, der kann sich vorstellen, wie im Buch wieder zynisch-bissig die Fetzen fliegen.

Bereits der Beginn des Büchleins (108 Seiten) ist brisant - warum hat Deutschland überhaupt noch ein Grundgesetz, seinerzeit als Provisorium eingesetzt, und niemals die darin vorgesehene "durch das deutsche Volk in freier Entscheidung beschlossene Verfassung" erhalten? Deutschland hat noch immer keinen Friedensvertrag mit den Alliierten und zählt noch zu den "Feindstaaten" der UN-Charta. Deutschland zahlt wie jeder andere, ist aber nur scheinsouverän, was geschickt in den Erweiterungen nach 1990 eingebaut ist. Darum wird's auch nichts mit dem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat.

Etwa das erste Drittel des Grundgesetzes betrifft die Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung, Gleichheit oder Zwangsarbeit, und hier ist das Buch richtig knackig. 2/3 des Grundgesetzes betreffen den Aufbau und die politische Organisation von Bund und Ländern, hier wird es sowohl im Grundgesetz als auch im Buch trockener - wie sich ein System organisiert, das vorne und hinten nicht mehr funktioniert, ist letztlich fast egal. Am Ende sollte man nochmals gut aufpassen, wenn es um den Einsatz der Bundeswehr gegen die eigenen Bürger geht und die präventive Liquidation von Leuten, die möglicherweise eine "1-Mann-Terrorgruppe" gebildet haben.

Der Stil ist wie immer griffig und flott, Winkler ist ein Mann der klaren Gedanken. Er ist aber bestimmt nicht jedermanns Sache, denn er schreibt provokant und direkt. Wer Winkler nicht mag, der kann das Buch als pauschalisiert, polemisiert oder Stammtischgerede abtun. Andererseits schätze ich, je korrupter, kriegerischer und totalitärer die Politiker der Welt werden, das Stammtischgerede immer mehr: hier spricht einer aus dem Volk abseits der gleichgeschalteten Massenmedien. Fazit: Selbst wenn man nicht mit allen Kommentaren übereinstimmt, ist es ein kurzweiliger Einstieg und Streifzug durch das Grundgesetz

ZITATE
Art. 3.3 "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Rasse, seines Glaubens [...] bevorzugt oder benachteiligt werden. - Warum steht da nicht 'wegen seines Geldes'? Beim Milliardär sitzen drei Spitzenanwälte, beim Sozialhilfeempfänger ein Pflichtverteidiger."

"Das Bundesverfassungsgericht müsste eigentlich Bundesgrundgesetzgericht heißen."

"Die freiheitlich-demokratische Grundordnung muss geschützt werden, koste es nun Freiheit oder die Demokratie."

Art. 20.2 "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. - Also, ich gehöre nicht zu diesem Volk, denn sonst würden wir hier noch mit der guten alten D-Mark bezahlen und ein paar andere Entscheidungen habe ich auch nicht befürwortet."
1212 Kommentare| 92 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2009
Im Gegensatz zur (Reichs-)Verfassung der Weimarer Republik (1919 bis 1933) gibt es das Grundgesetz, also die vorläufige Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, inzwischen schon ein paar Jahr länger.

Dieses Grundgesetz darf man im heutigen Deutschland ungestraft besitzen, lesen und sich als Bürger auch seine Gedanken darüber machen. Es wurde und wird von vielen Menschen hoch gelobt.

Was darin steht, bedarf aber meist einer Auslegung und bei dieser Interpretation fragen unsere Volksvertreter und vor allen Dingen die Richter in Deutschland - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nur in den allerwenigsten Fällen das "unwissende" Deutsche Volk, in dessen Namen diese Richter aber vorgeben, Recht zu sprechen und zu urteilen.

Nicht die Bürger unseres Landes definieren also die Menschenrechte, Freiheit, Demokratie und auch die grundgesetzlich garantierte Sozialstaatlichkeit, sondern Juristen, die zu "unabhängigen" Richtern bestellt wurden.

Aber wie "unabhängig" sind die meisten Richter in der Realität oder sind sie nur der verlängerte Arm derjenigen, die als "Volksvertreter" in den Parlamenten sitzen und vorgeben zum Wohle des Volkes zu handeln? Die ist nur eine der Fragen, die der Autor auf 106 Seiten aus der Sichtweise des einfachen Bürgers nachgeht und beantwortet.

Dabei verwendet der Autor gerade keine juristische Fachsprache, die der gemeine Bürger und der größte Teil des deutschen Volkes inzwischen überhaupt nicht mehr versteht, falls dies jemals der Fall war. Was die Bürger regelmäßig aber verstehen, sind die Ergebnisse, sind die Urteile, die bei der Rechtsprechung herauskommen, und diese Urteile haben inzwischen sehr häufig nicht mehr viel damit zu tun, was der normale Bürger als gerecht und sozial empfindet, obwohl es im Artikel 20 (1) Grundgesetz heißt: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."

Sicherlich können auch Juristen und Richter schwerlich definieren, was "sozial" ist. Daraus kann man aber in logischer Hinsicht nicht den Umkehrschluss ziehen, dass man auch nicht definieren kann, was unsozial und ungerecht ist.

Viele Bürger wissen zum Beispiel auch nicht immer genau, was sie einkaufen wollen, wenn sie in den Supermarkt gehen, die meisten wissen aber ganz genau, was sie nicht wollen: Gammelfleisch der Marke "Horst Seehofer", Glykol und Glycerin im Wein, Dioxin in Gemüse und Obst, Salmonellen in Eiern und Wurst und Geräte, die merkwürdigerweise immer dann den Geist aufgeben, wenn die Gewährleistung gerade ein paar Tage oder Wochen abgelaufen ist.
11 Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Januar 2012
Hätte man besser ausarbeiten können. Das mit der Zwangsarbeit z.B. Wenn jemand in Deutschland eine Freiheitsstrafe kassiert ist er zwar verpflichtet zur Arbeit,muß aber nicht. Man kann ihn nicht zwingen. Wenn er arbeitet bekommt er auch ein Entgeld, wenn er die Arbeit verweigert bekommt er auch kein Geld.
Zwangsarbeit sieht da ganz anders aus.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. März 2013
Wenn der Bürger, der sich nicht nur um sich selbst kümmert sondern sich auch dafür interessiert was die politisch Verantwortlichen im GG, nach der Vereinigung von DDR und BRD geändert haben und wie es wirklich gemeint ist sollte dieses Buch lesen.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. September 2010
Ein sehr interessantes Buch, welches eigentlich jeder Bundesbürger lesen sollte, der mit dem Grundgesetz zu tun hat oder sich dafür interessiert.
Das Grundgesetz ohne einen solchen Kommentar zu verstehen, das ist unrealtisch gedacht.
Schon einer der Väter des Grundgesetzes, der bekannte und allseits geachtete SPD-Politiker Carlo Schmid (bis 1972 Vizepräsident des Bundestages) sagte am 18. September 1948 vor dem Parlamentarischen Rat zu Bonn:

"Das Grundgesetz ist keine Verfassung."

"Die Bundesrepublik Deutschland ist die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft".

"Das Grundgesetz für das Staatsfragment muss gerade aus diesem seinen inneren Wesen heraus seine zeitliche Begrenzung in sich tragen. Die künftige Vollverfassung Deutschlands darf nicht durch Abänderung des Grundgesetzes dieses Staatsfragments entstehen müssen, sondern muss originär entstehen können. Aber das setzt voraus, dass das Grundgesetz eine Bestimmung enthält, wonach es automatisch außer Kraft tritt, wenn ein bestimmtes Ereignis eintreten wird. Nun, ich glaube, über diesen Zeitpunkt kann kein Zweifel bestehen: an dem Tage, an dem eine vom deutschen Volke in freier Selbstbestimmung beschlossene Verfassung in Kraft tritt."

Soweit also einer, der am Grundgesetz selbst mitgewirkt und es mitformuliert hat.
Wer besser weiß, wie das Grundgesetz zu verstehen und auszulegen ist als Carlo Schmid?

Womit man hier aus allererster Hand erfährt, daß es ein weit verbreiteter Irrtum ist, das Grundgesetz für eine Verfassung zu halten oder dieses mit einer Verfassung zu verwechseln.
Der Auto stellt in seinem Buch klar, daß wir zwar einen Verfassungsschutz haben, aber keine Verfassung, die geschützt werden könnte.
Und auch, daß das Bundesverfassungsgericht über das Grundgesetz urteilt aber keinesfalls über eine Verfassung, die das Deutsche Volk nach wie vor in freier Selbstbestimmung zu beschließen hätte.
Gerne hätte die Poltik diese heikle Frage dadurch ausgeklammert, indem man dem Deutschen Volk eine "Europäische Verfassung" aufoktroiert, was allerdings auch keine Verfassung gewesen wäre. Denn keineswegs ist immer da eine Verfassung drin, wo auch Verfassung draufsteht.
Der Auto gibt zu jedem, ihm wichtig erscheinenden, Artikel des Grundgesetzes einen interessanten Kommentar ab.
Interssant ist ja auch die Praxis, daß im Grundgesetz zwar die Ausübung des Berufes ebenso garantiert wird, wie die Freizügikeit und Wahl des Wohnortes.
Als Lehrer in Sachsen zum Beispiel kann man sich aber entweder seinen Wohnort nicht frei wählen oder aber man wird an der freien Ausübung des Berufes gehindert, da die Berufsausbildung als Lehrer nur in den jeweiligen Bundesländern, jedoch nicht bundesweit anerkannt sind.
Soviel zum Thema Theorie und Praxis des Grundgesetzes.
55 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. November 2013
Echt Interessantes Buch. Schade das kein besserer Verlag gefunden wurde. Sieht an manchen Stellen bisschen komisch aus. Aber ich kann es ganz klar weiter empfehlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2013
Gute Durchleuchtung der Texte. Einige Hinweise waren sehr interessant.
Wer sich mit der Materie befasst, kann hier bestimmt gute Hinweise holen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2008
Die Lektüre dieses Buches wird denjenigen welche sich nicht ganz durch die veröffentliche Meinung vernebeln haben lassen ' ihren Argwohn bestätigen bzw. verstärken. Mit dem so genannten Grundgesetz stimmt etwas nicht. Schon allein der Termini ist ein Anarchonismus. Nur, wo bleibt die versprochene 'gesamtdeutsche' Verfassung? Diesen und anderen Fragen geht der Autor mit einem kleinen Augenzwinkern nach. Sehr schön sind hier die Unterschiede zwischen der Urversion und der '- ich nenne sie jetzt mal - '"revidierten'" Fassung nach der Übernahme des Gebietes der Deutsch-Demokratischen Republik in den Herrschaftsbereich der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz ist ein alliiertes Werk. Es mag durchaus seine Stärken und Vorzüge haben (wie z.B. die föderalistische Staatsstruktur) -' ABER: Es ist eben keine Verfassung vom deutschen Volk -' für das deutsche Volk und schon gar keine freie. Die Gründungsväter der BRD wußten dies noch ganz genau. Winkler schafft es vorzüglich den provisorischen respektive besatzungsspezifischen Kern des Grundgesetztes herauszuarbeiten. Bei einigen Auszügen 'bleibt einem glatt die Spucke weg! Analog hierzu sollte man sich auch mal die UN-Charta zu Gemüte führen. Willkommen im '"Wir-warten-immer-noch-auf-einen-Friedensvertrag"' Zustand!

Was macht es beispielsweise für einen Sinn in dem einen Absatz ein 'Grundrecht' auf die Unverletzlichkeit der Wohnung zu garantieren um diese bereits im nächsten Absatz wieder auszuhebeln? Das gleiche gilt für die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Forschungsfreiheit usw. - ein Gummiparagraphen-Knüppel ist stets vorhanden.

Selbst der erste Artikel bezüglich der Menschenwürde ist dermaßen pathetisch, allgemein '- und damit letztendlich nichts sagend bzw. unendlich dehnbar formuliert, dass sich das Bundesverfassungsgericht wohl auch in Zukunft um Auslegung und Interpretierung dieses Grundgesetztes kümmern muss.

Fazit: Eine Pflichtlektüre für JEDEN interessierten Bundesbürger der tatsächlich noch glaubt im '"freisten Staat der deutschen Geschichte"' zu leben. Leider werden bei weitem nicht alle Artikel der Pseudo-Verfassung erörtert ' - wohl ein Zugeständnis an den geringen Umfang / Preis. Jedenfalls bleibt einem da fast nur noch die traurige '- und gar nicht mal zynisch gemeinte Erkenntnis: Wenn schon keine echte deutsche Verfassung - 'dann vielleicht doch lieber eine europäische Verfassung?
66 Kommentare| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2011
Herr Winkler vergleicht in diesem Buch unser Grundgesetz in der ursprünglichen Fassung mit dem Grundgesetz der heutigen Fassung. Er verdeutlicht die Bedeutung eines Grundgesetzes und gibt Denkanstöße. Ich betrachte das Buch als durchaus wichtig, jeder Deutsche sollte wissen, was uns Herr Winkler zu sagen hat. Es gibt jedoch zwei Mängel. Zuerst einmal ist er kein Jurist, sondern von Beruf Physiker und Programmierer, so gibt er selbst zu, dass seine Ausführungen vor Gericht nicht viel taugen. Nichtsdestotrotz hat er mit vielen seiner Interpretationen oder Kritiken nicht Unrecht, weil man an der Realität sieht, dass etwas nicht stimmt. Ein anderer Mangel ist, dass obwohl das Büchlein schon nicht sehr dick ist (107 Seiten), baut er zum Ende hin ab und bringt eigentlich relativ langweilige Informationen als Lückenfüller. Da ich jedoch die grundlegenden Informationen in diesem Buch als sehr wichtig betrachte überwiegt der positive Eindruck und ich ziehe deshalb nur einen Stern ab.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. April 2010
Das Buch ist lustig zu lesen. Auch ist so manche Betrachtungsweise gut nachzuvollziehen. Aber so ein bißchen ist es auch übertrieben. Wenn zwei das gleiche sagen, dann kann es trotzdem was anderes bedeuten - oder von anderen nicht so verstanden werden, wie es eigentlich gemeint war. Das ist generell das Problem an Worten. Jeder kann mehr oder weniger hinein interpretieren. Daher sollte man nicht alles für tatsächlich so zu erklären hinnehmen, wie hier beschrieben. Aber wie schon gesagt, so manches sollte man im Hinterkopf behalten um bei Bedarf vielleicht damit zurückzuschlagen. Gut geschrieben - aber kein Evangelium.Was wirklich im Grundgesetz steht...: Eine Hilfestellung für interessierte Bürger
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken