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Kundenrezensionen

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am 6. Oktober 2013
Habe das Hörbuch gerade fertig gehört und sitze gleichermaßen fasziniert wie fassungslos und sprachlos mit offenem Mund da. Alleine des absolut unvorhersehbaren Endes wegen sollte man dieses Buch gelesen/gehört haben.

Ich gestehe jedoch auch offen, dass ich zwischenzeitlich, beim Mittelteil - der ja immerhin so einige Hör-Stunden ausmacht - schon immer wieder mal wegen der dahin plätschernden Handlung und den irre vielen Detailinformationen (zB wer welches gegrillte Fleisch wollte/gegessen hat) genervt war. Ich meine auch, dass der Mittelteil bestimmt um einiges gekürzt werden könnte, ohne dass dies der Story einen argen Abbruch tun würde. Dass mich dann noch so ein Ende erwartet, hätte ich mir niemals erträumen lassen. Das ist auch der Grund, warum ich guten Gewissens vier von fünf Sternen vergebe. Wäre der Schlussteil, also ca. die letzten 180 Minuten des Hörbuches, nicht dermaßen mitreißend und spannend gewesen, hätte ich nur maximal drei Sterne vergeben.

Da über den Inhalt bereits viel geschrieben wurde, gibt es von meiner Seite nun noch spezifische Infos zum Hörbuch an sich:

Die Stimme und die Lesart der Sprecherin Cathrin Bürger ist brillant; sie schafft es, mit ihren exzellenten Betonungen einen unglaublich realen, spannenden und vor allem beklemmenden Eindruck zu hinterlassen. Man zittert so richtig mit und fühlt sich fast live im Geschehen dabei.

Außerdem empfand ich es als sehr angenehm und vorteilhaft, dass sich in der Hülle nur eine einzige MP3-CD befand. Ein komplettes Hörbuch mit einer Laufzeit von insgesamt 9:28 Stunden auf einer CD. Kein Wechseln der CDs notwendig, keine Zeitverzögerung beim Anhören durch verzögerte Abspielzeiten etc.

Insgesamt wirklich sehr empfehlenswert (auch wenn beim Mittelteil mit Abstrichen zu rechnen ist!).
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TOP 500 REZENSENTam 19. November 2012
Marie wurde dafür verurteilt, ihren Freund Patrick nachts im Bett erstochen zu haben. Allerdings befindet sie sich in der Forensik, da sie seit dem tragischen Tod ihrer kleinen Tochter unter Zwangsgedanken leidet und sich nicht an die Tat erinnern kann. Ist vielleicht doch nicht alles so, wie es scheint? Mehr möchte ich zum Inhalt nicht erzählen, um niemandem die Spannung zu nehmen.

Psychothriller gehören eigentlich nicht zu meinem bevorzugten Genre. Zwar lese ich auch immer mal wieder gerne einen Krimi oder gar einen Thriller, doch sind das eher Ausnahmen. Als ich aber „Alles muss versteckt sein“ von Wiebke Lorenz entdeckt hatte, wurde ich aufgrund des rätselhaften Titels, schaurigen Covers und der begeisterten Rezensionen total neugierig und habe es mir gleich gekauft. Zum Glück, hierbei handelt es sich nämlich um einen hochspannenden und sehr guten Psychothriller.

Man merkt dem Buch an, dass die Autorin sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt hat. So wirkt es sehr authentisch auf den Leser und sehr glaubhaft. Auch das Thema Zwangsgedanken ist ein Thema, mit dem ich mich vorher noch nie befasst hatte. Klar kennt man kleinere Spleens, z.B. wenn man ab und zu einfach nochmal kontrollieren muss, ob das Bügeleisen auch wirklich ausgeschaltet ist. Aber dass sich diese Zwangsgedanken bei manchen Menschen noch weitaus schlimmer zeigen und es diese Erkrankungen gibt, wusste ich nicht. Im Nachwort schreibt Frau Lorenz, dass es in Deutschland wohl 1,5 Mio. Betroffene gibt und diese hohe Zahl hat mich doch sehr schockiert. Ich bin wirklich froh, dieses Buch gelesen zu haben und habe dabei sogar noch etwas Neues gelernt.

Außerdem ist „Alles muss versteckt sein“ wirklich von der ersten bis zur letzten Seite total spannend. Der Roman setzt gleich mitten im Geschehen ein bzw. beginnt mit den Gedanken von Marie. Man kann als Leser schon vermuten, dass es sich hierbei um die Gedanken einer Person handelt, die psychisch erkrankt ist, aber so richtig schlau wird man aus dem Ganzen noch nicht. Deshalb kann man das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen und ist sehr schnell davon gefesselt. Nach und nach erfährt man dann auch mehr über Maries Leben und ihre Hintergründe. Dennoch kommt das Ende absolut überraschend und war zumindest für mich überhaupt nicht vorhersehbar und absolut schockierend (um hier zu viel zu verraten).

Fazit: „Alles muss versteckt sein“ von Wiebke Lorenz ist ein erstklassiger Psychothriller: gut recherchiert, durchgehend spannend und intelligent und mit einem fulminanten Ende. Absolut lesenswert, auch für Leser geeignet, die nicht unbedingt Fans von Psychothrillern sind!

Noch eine kleine Anmerkung: Mir wurde der Roman immer vorgeschlagen, als ich hier unter den Jugendbüchern gestöbert habe. Das ist „Alles muss versteckt sein“ aber definitiv nicht, deshalb würde ich es nur erwachsenen Lesern empfehlen. Für Kinder und Jugendliche ist es nämlich definitiv zu krass und brutal.
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am 16. Mai 2015
So fesselnd und so was von nicht erahnen was das Ende bringt, einfach nur wow. Super Schreibweise und extrem spannende Kapitel, von denen ich anfangs dachte, sie enden niemals, ereignisreich schon ein paar Seiten länger sind als gewöhnlich...ich kann nein muss dieses Buch empfehlen. Super geschrieben und spannend ist zum letzten Wort
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am 26. November 2012
super spannendes Buch :-) .. liest sich sehr schnell weg.. einmal in der Hand, möchte man gar nicht aufhören.. Klasse
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Bis zu dem Tag, an dem Marie ein Schicksalsschlag ereilt, den sie nur schwer verkraften kann, scheint ihr Leben recht normal. Sie arbeitet als Kindergärtnerin, liebt ihren Job, ihren Mann und ihre kleine Tochter. Doch schon kurz nach der Tragödie kommen ihr eigenartige Gedanken in den Kopf. Sie schaut beispielsweise kleine Kinder an und sieht in ihrem Kopf, was passieren würde, wenn sie diese umbringen würde. Blutiger, als jeder Film es je sein könnte, gaukelt ihr ihr Gehirn diese schrecklichen Taten vor.

Als sie eines Tages blutverschmiert neben ihrem toten Freund aufwacht, kommt sie in die Psychiatrie, denn durch vorhandene Beweise ist sie die Mörderin. Doch leider kann sie sich selbst nicht mehr an jene Nacht erinnern. Der dortige Psychiater hilft ihr dabei, in die Vergangenheit zu schauen und der Leser erfährt immer mehr Dinge über das Leben von Marie.

Bevor ich das Buch las entdeckte ich im Internet ein Video-Interview mit Wiebke Lorenz. Dort berichtete sie darüber, dass sie selber Zwangsgedanken dieser Art hatte und so kam ihr irgendwann die Idee zu diesem Roman. Hätte ich dieses Hintergrundwissen nicht gehabt, hätte ich den Thriller schon sehr real empfunden, aber mit dem Wissen, dass die Autorin ähnliche Gedanken hatte, wurde die Story noch greifbarer für mich. Und ... sie machte mir richtig Angst.

Denn jeder kennt es wohl, dass man ab und zu Dinge denkt, bei denen man sich dabei ertappt, dass die Gedanken 'komisch' sind, doch nach einigen Sekunden sind diese dann wieder vorbei. Wie aber muss sich ein Mensch fühlen, der in diesen Gedanken gefangen ist? Je mehr man daran denkt, die Gedanken NICHT zu haben, umso mehr müssen sie sich doch ins Gehirn des Betroffenen einbrennen und je mehr muss man sich fühlen, als würde man 'verrückt' werden.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, denn ich liebe Thriller, in denen es um die Psyche eines Menschen geht und die Folgen, die psychische Krankheiten haben können. Der Spannungsverlauf lässt bis zur letzten Seite nicht nach und immer wieder hat Wiebke Lorenz Aspekte ins Buch eingebaut, die plötzlich einen ganz anderen Blickwinkel auf die Story auslösten und die Geschichte immer interessanter machten.

Ein Thriller der Extraklasse, der realer wohl nicht sein könnte! Chapeau!
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am 20. Januar 2013
Alles muss versteckt sein
Cover: Einfach nur bedrückend kommt dieses Cover daher und wenn man das Buch gelesen hat, dann hat das Bild auch seinen Grund, denn das ist nicht nur ein allgemeiner Krimi, sondern das ist ein Psychothriller der besonderen Art. Man sieht ein Mädchen im Kleid, was uns den Rücken zugewandt hat und nach hinten verlaufen ihre Arme, die vor dem dunklen Kleid besonders verletzlich und blass erscheinen. An ihren Händen klebt Blut. Was es mit diesem Blut auf sich hat, wird sich im Buch zeigen.
Inhalt: Wir lernen Marie kennen, die in einer psychiatrischen Anstalt aufwacht und sie weiß nicht so richtig, warum? Sie hat Zwangsgedanken, wie wir später feststellen werden und die nehmen immer mehr Besitz von ihrem Wesen. Denn, wie ihr Arzt Jan ihr mitteilt, ist sie in der Psychiatrie gelandet, weil sie ihren Freund Patrick ermordet haben soll. Aber warum sollte sie so etwas tun, sie war doch glücklich mit ihm oder etwa doch nicht? Gerade in dieser Notsituation kommt ihr Exmann ihr zu Hilfe, was mich am Anfang doch sehr skeptisch machte, denn er war die letzten 3 Monate nicht da und jetzt möchte er ihr helfen. Marie sieht immer wieder ihren Freund vor sich und stellt sich auch dessen Tod vor, aber sie denkt das alles nur. Wie stellt man sich vor, dass man seinen Freund mit siebenundzwanzig Messerstichen brutal zurichtet? Denn in diesem Buch wird klar: „Denken ist nicht tun!“ Im Internet lernt Marie Elli kennen, wie sie denkt, eine Verbündete, aber im späteren Verlauf zeigt sie ihre wahre Identität. Aber sie gibt ihr im Chat sehr nützliche Ratschläge, mit denen Marie ihr Leben ein wenig strukturieren kann und diese Zwänge ein wenig besiegen kann. Sie findet langsam auch Vertrauen zu ihrem Arzt Jan und erzählt nach und nach ihre Geschichte. Und damit stellt sie fest, dass es nicht so glücklich um ihre Beziehung stand und dass eine wichtige Rolle die Geschwister von Patrick spielen. Und diese Rolle ist am Anfang sehr verwirrend und gleichzeitig spielt sie auch eine sehr wichtige Rolle. Das Ende kommt genauso packend und spannend daher, wie dieser ganze nervenaufreibende Thriller.
Fazit: Es ist ein packendes, sehr emotionales packendes Buch, was man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen will. Man fiebert mit Marie mit und auch mit den anderen Patienten aus der Psychiatrie mit und möchte auch gleichzeitig nicht in deren Haut stecken, denn das Leben kann doch sehr grausam sein. Schlimm muss es sein, wenn man mit Zwängen leben muss, denn würde das jeder verstehen, nein, ich glaube nicht, denn die Menschen machen so was nicht, sie bilden ein urteil über dich und dann ist es abgehackt. Ich find es toll, dass eine Autorin es geschafft hat, dieses tolle Buch zu schreiben und vor allem, wenn man weiß, dass sie selbst unter zwängen gelitten hat, das ist schon sehr erstaunlich! Dieses Buch ist so emotional geschrieben, dass man das Buch regelrecht verschlingt und so subtil grausam, wie es seinesgleichen suchen muss. Auch die anderen Patienten in der Klinik sind eigentlich alle gleich stark betroffen in ihrem Leben und das bedrückt doch ganz schön. Auch wenn das Thema düster ist, es war ein total Hammerbuch, was auch absolut stimmig war und alles seine Wertigkeit hatte, alle Protagonisten hatten ihre zugedachte Rolle und die waren alle sehr gut verteilt. Absolut Topbuch!
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am 7. November 2012
"Alles muss versteckt sein" ist ein spannend arrangierter Thriller, der von den Gefühlen seiner Protagonistin lebt und dessen ergreifende Handlung auf einem ungeheuerlichen Komplott basiert. So nimmt der Hörer Anteil am grausamen Schicksal der jungen Marie Neumann, die mit ansehen muss, wie ihre kleine Tochter von einem Auto überfahren wird, begleitet sie auf ihrem steinigen Weg zurück in ein neues Leben und muss mit Erschrecken erfahren, dass sie gestanden hat, am Tod eines Menschen schuldig zu sein. Doch als wäre das nicht schon genug der verhängnisvollen Ereignisse, scheint hinter allem ein perfider Plan zu stecken, den ein Fremder konsequent verwirklichen will. Gut verpackt in einem intelligent konstruierten Plot hält das Geschehen den Hörer bis zum Schluss in Atem und offenbart erst sehr spät die wirklichen Zusammenhänge.

Als Sprecherin für den emotional aufwühlenden Thriller fungiert Cathrin Bürger, die es mit ihrer wohlklingenden Stimme und gut gesetzte Nuancen wunderbar versteht, die sich allmählich aufbauende Spannung akustisch darzustellen. Egal ob sie die aufgeregte Kindergärtnerin Marie verkörpert, als diese verzweifelt nach ihrer kleinen Tochter sucht, oder die Patientin Marie, die sich von Lethargie getrieben nahtlos in das eintönige Klinikleben einfindet: Stets findet sie den passenden Ausdruck, um im Kopf des Hörers eine Frau aufleben zu lassen, der das Schicksal übel mitspielt. Eine gelungene Interpretation, die aus der bereits spannend konzipierten Geschichte einen wahren Alptraum werden lässt

Fazit:
Gemeinsam mit ihrer Schwester unter dem Pseudonym Anne Hertz bekannt, gelang es Wiebke Lorenz schon seit langem, eine breite Leserschaft gut zu unterhalten. In "Alles muss versteckt sein" tritt sie als Thrillerautorin allein ins Rampenlicht und beweist, dass sie es meisterhaft versteht, auch die dunklen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen gekonnt zu durchleuchten. Ein Thriller-Hörbuch, das, von Cathrin Bürger einfühlsam gelesen, spannende Unterhaltung beschert.
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am 25. Januar 2013
..., um das Buch wirklich als Thriller zu bezeichnen und mit 5 Sternen zu bewerten. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Gut gefallen hat mir die Darstellung der Zwangserkrankung und der Psychiatrie. Hier wurde gut recherchiert und eine zunehmende Problematik einleuchtend und wahrheitsgetreu beschrieben. Auch die Mutter der Protagonistin ist super getroffen und auch, wenn sie nur als Randfigur agiert, wird deutlich, welchen Anteil sie an dem Verlauf der psychischen Störung haben muss.
Ebenfalls hat mir gefallen, dass man zwischendurch auf eine falsche Fährte bezüglich des Täters geleitet wird und erst recht spät durchschaut, dass die ersten Vermutungen falsch waren und der Täter jemand anderes war...

Die Geschichte an sich ist ganz nett und lässt sich auch flüssig lesen. Das Ende ist dabei jedoch viel zu überladen und konstruiert und so unwahrscheinlich, dass es bei mir leider nur ein Kopfschütteln erzeugen konnte. Die Idee hinter dem Buch ist super, allerdings hätte die Darstellung verfeinert werden können. Die übertriebenen Konstruktionen hätten durch logische Schritte ersetzt werden können, abschließend mit einem sinnigen Ende und einer anhaltenden Spannung im Mittelteil.

Alles in allem kann man dieses Buch lesen für eine nette Unterhaltung, man darf jedoch nicht zu viel von diesem Thriller erwarten. Definitiv eher ein Roman als ein Thriller.
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am 20. März 2017
Wow was für ein super spannendes Buch und das Ende?! Einfach genial! Konnte das Buch nach der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen.
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am 12. Mai 2013
Alles ist so verwirrend, kaum zu verstehen. Warum soll Marie das getan haben?

Marie findet sich in einer Irrenanstalt wieder, denn vor wenigen Wochen soll sie ihren Freund Patrick Gerlach brutal ermordet haben. Doch an die Tat fehlen ihr sämtliche Erinnerungen. Allerdings kann sie es nicht abstreiten, dass sie unter Zwängen leidet. Immer wieder sieht sie das Gesicht ihres Freundes vor sich und stellt sich seinen Tod vor. Doch denken ist nicht tun! Damit hält sie sich aufrecht und genießt die Worte ihrer neuen Freundin Elli, die sie wenige Monate vor der Tat im Internet kennen gelernt hat. Doch warum ist Patrick dann tot, mit siebenundzwanzig Messerstichen getötet, im Bett neben ihr?

Einzig Maries Ex-Mann Christopher glaubt weiterhin an ihre Unschuld. Er kennt Marie so lange und kann sich das Verhalten nicht erklären, denn Marie ist ein friedlicher Mensch, wenn sie auch unter Zwängen leidet. In der Anstalt muss sich Marie mit den tagtäglichen Abläufen vertraut machen und lernt im Zwiegespräch mit Doktor Jan Falkenhagen wieder an sich zu glauben. Ganz langsam baut sie Vertrauen zu dem Arzt auf und beginnt von der Zeit vor dem Mord zu berichten. Von dem großen Verlust den sie erlitten hat, von dem Vertrauen, das zerstört wurde und von einer Liebe, die gerade erst begonnen hatte.

Auf etwa 340 Seiten schildert die Autorin Wibke Lorentz einen fesselnden Thriller, der durch genaue Details, fundiertes Wissen und eine spannende und realistische Geschichte überzeugt!

Mit Marie leidet der Leser während der gesamten Handlung. Die 38 jährige Frau muss sich von einem Tag auf den anderen mit einer verwirrenden Angst vertraut machen. Nach einem schweren Schicksalsschlag entwickelt sie Zwänge, unter denen sie leidet. Immer wieder hat sie Gewaltfantasien, in denen sie Kinder oder andere Mitmenschen umbringt. Doch statt mit einem Arzt zu sprechen, sucht sie Zuflucht im Internet und wird in einem Forum fündig. Wie auch bei Marie, gibt es dort gleichgesinnte, die ebenfalls vor Scham den Weg zu einem Therapeuten ausschlagen. Von einer Person erhält Marie dabei Zuspruch. In ihren Worten findet sie Kraft und den Mut, weiter zu leben und zu agieren. Bis eines Tages der Mord geschieht.

Neben einer sehr lebendigen Hauptprotagonistin, deren Leben abwechselnd aus der Erzähl- und Ich-Perspektive geschildert wird, gibt es eine Reihe von wichtigen Charakteren, die großen Einfluss auf das Gesamtwerk nehmen. So bietet Doktor Falkenhagen, Patrick Gerlach und seine Geschwister Vera und Felix, sowie der Ex-Mann Christopher Neumann zentrale Rollen.

Auch die Handlung ist wohl durchdacht und bietet perfekte Unterhaltung. Nach einem ruhigen Anfang bildet sich unterschwellig die nötige Dramatik, die den Leser fesselt und in seinen Bann schlägt! Auch das Cover ist ein richtiger Blickfang und macht schon deutlich, dass es sich um einen wahren Thriller handelt. Mit dem Titel "Alles muss versteckt sein" werden die Kinderreime angesprochen, an denen sich Marie, die als Kindergärtnerin gearbeitet hat, festhält. Immer zu wiederholt sie die so vertrauten Sätze, die sie an eine sichere Vergangenheit erinnert.

Fazit: Ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat. Spannung, Action, Dramatik und jede Menge Fachwissen, das glaubhaft eine solide Geschichte widerspiegelt! So lebendig, wie ein Film. Große Empfehlung!
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