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TOP 100 REZENSENTam 26. Juni 2011
Romane oder Sachbücher analysiere ich nach schönsten, lehrreichen, witzigen, beispielhaften Sätzen und schreibe diese auf (meist vorne in den Büchern, auf den leeren Seiten). Sie sind mein Schema für Besrechungen, oft zitiere ich auch diese Sätze. Twitteratur nimmt mir diese Arbeit ab und bringt die Highlights von über 60 Büchern der Weltliteratur auf 140 Zeichen bzw. kurze Sätze, die den Inhalt Revue passieren lassen.

Allerdings in einer anderen, zeitgemäßen, frechen, respektlosen, direkten Sprache. Die Autoren möchten bekannte Weltliteratur damit zugänglich machen, bei der Twittergeneration Neugierde wecken für einen Bereich, den zu viele ausgeblendet bzw. aus schulischen (Frust-) Gründen verdrängt haben.

Vergnüglich, witzig ist diese Tour - z.B:

1984 (George Orwell)
"Mein Boss will mich sehen, das kann nichts Gutes heißen. Vielleicht werde ich gefeuert und muss ins Ministerium für Ironie wechseln."

Robinson Crusoe (Daniel Defoe)
"Ach du lieber Gott! Ein Sturm! Wir sinken. Halt, einen Moment noch, tolle Idee. Wenn ich überlebe bin ich Gott für immer treu."

Das Bildnis des Dorian Gray (Oscar Wilde)
"Sorry war weg. Habe in einem Buch geschmöckert über Inneneinrichtung. Wenn ich so schön bin, soll mein Haus das auch sein."

Tod in Venedig (Thomas Mann)
"Ich bin in Venedig. Hier hängt ein alter Mann mit Schminke, falschen Zähnen und Perücke mit Kindern rum Widerlich."

Am Ende ein Glossar wichtiger Kurzbegriffe und ein Index.

Lesenswert, anders.
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am 26. April 2016
Über das Buch:

ISBN: 9783836302821
Seiten: 201
Verlag: sanssouci
Erschienen: 2011
Gelesen vom 14.12.2015-16.12.2015

Inhalt:

Twitter und Weltliteratur - passt das zusammen? Den Beweis dafür treten Alexander Aciman und Emmett Rensin an, die den Versuch wagen, über 70 große Werke im Twitter-Format neu zu erzählen. Von Beowulf bis Frankenstein, von Homer bis Oscar Wilde und von Kafka bis Kerouac: Verpackt in 140-Zeichen-Tweets lässt sich Literaturgeschichte überraschend zeitsparend genießen. Und nebenbei machen die witzigen Neuinterpretationen Lust darauf, den einen oder anderen Klassiker mal wieder in die Hand zu nehmen. Ein Geschenk nicht nur für Twitter-Fans!

Das Cover:

Das Cover passt gut zu dem Buch. Ich finde den Raben ganz niedlich.

Die ersten 3 Sätze:

Zum letzten Mal Scheiße gebaut! Von der Schule geflogen! Immer noch kein verdammtes Pferd gesehen! LOL! (Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger)

Schreibstil & Aufbau:

Jedes Werk ist auf 2-3 Seiten verteilt und beinhaltet mehrere Twitter Tweets. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Nicht für jedermann.

Meine Meinung:

Das Buch ist nicht so mein Fall. Es ist für mein Fall, mit zu vielen Schimpfwörtern, die ich hier nicht wiederholen möchte. Gott sei Dank, schreibt nicht jeder so seine Twitter. Viele gute Werke sind damit, in diesen Buch kaputt gemacht worden. Das wichtigste ist zwar in den Twittertexten enthalten, aber voll in Ghettosprache. Die ganzen Bücher werden auf 1-2 Seiten verkürzt, so das viele Informationen fehlen. Insgesamt wurden hier 71 Werke neu erzählt.

Fazit:

Für Schüler, die leichte Kost mögen.

Über die Autoren:

Alexander Aciman und Emmett Rensin sind Studenten an der University of Chicago. Alexanders bisherige Arbeiten erschienen in der New York Times und der New York Sun. Er möchte gerne Schriftsteller werden, ein paar maßgeschneiderte Schuhe von John Lobb besitzen und sein Lebtag gemeinsam mit seinen Brüdern beim Lesen und Schreiben am Mittelmeer verbringen. Emmett träumt von einem Leben als Schiffskapitän, arbeitet aber einstweilen an der perfekten Beherrschung von Kartentricks und Endloswitzen, sowie an der Abfassung des Great American Novel. Sie sind beide Anfang zwanzig.
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am 22. Juli 2011
Liest du gerne Kurzgeschichten? Magst du gern moderne Geschichten? Schreckst du vor Klassikern eher zurück, weil dir der Schreibstil zu langatmig ist? Dann bist du hier genau richtig!

Die beiden Autoren Alexander Aciman und Emmett Rensin haben meiner Meinung nach etwas total verrücktes versucht. Sie haben sich unter anderem die besten Klassiker herausgesucht und diese nicht nur gnadenlos gekürzt, sondern auch noch für junge moderne Leser so umformuliert, dass sich auch noch der langweiligste dicke Wälzer nun richtig knackig und witzig auf 140-Zeichen-Twitter-Nachrichten lesen lässt. Und das ohne die Grundgeschichte zu verändern oder gar kaputtzumachen.

Wem das alles noch nicht genügt, oder sogar mit der modernen Sprache in einem Chat oder Twitter nichts anfangen kann, der ist mit dem Anhang bestens bedient. Denn hier finden sich noch einmal alle gängigen Abkürzungen und Bezeichnungen auf einen Blick.

Ich bin anfangs mit großer Skepsis an dieses Buch herangegangen. Wie soll denn bitte schön zum Beispiel der Klassiker "MacBeth" auf so kurze Nachrichten heruntergekürzt werden, so dass die Geschichte nicht nur verständlich ist, sondern auch noch unterhaltsam und für den Leser ansprechend?
Ich wurde positiv überrascht. Ich konnte oft schmunzeln und ehrlich gesagt haben mich einige Kurzfassungen so neugierig auf das Original gemacht, dass ich es kaum erwarten kann es noch zu lesen.

Hier spreche ich eine klare Empfehlung an alle Leser aus, die gerne mal etwas anderes für zwischendurch zum schmökern haben möchten.
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am 1. September 2014
Das Buch ist für alle gemacht, die Literatur als Schnellgericht haben möchte, weil die Geschichten sind modern und knapp verpackt. Allerdings geht dabei auch an Tiefe der Geschichten verloren und das sehe ich als Nachteil an, wenn man den Orginaltext dahinter nicht kennt. Auf der anderen Seite kann das auch ein Anreiz sein, das Orignalwerk zu lesen.
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am 29. November 2011
Hab lang nicht so gelacht wie bei diesem büchlein. zwei junge autorInnen, die an der university of chicago studieren, haben es sich zur aufgabe gemacht, große werke der weltliteratur wie macbeth, 1984 oder ulysses auf ein paar Seiten tweets (twitter-posts) zu verkürzen. Aciman und rensin benutzen die sms- und internetsprache, die primär uns jungen internetuserInnen bestens vertraut sein dürfte. und so wird ein ein lachen gern mit lol" (laughing out loud), ein ausruf der überraschung gern mit wtf" (what the fuck) oder omg" (oh my god) und der wunsch, jmd möge den raum verlassen, gerne mit gtfo" (get the fuck out) zum ausdruck gebracht. Ein buch, das einen humorvollen überblick über unterschiedlichste bücher der weltliteratur bietet - für junge und junggebliebene, garantiert nicht langweilig!
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Mai 2011
*Weltliteratur in 140 Zeichen ... *
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Unglaublich aber wahr! Den beiden Jungautoren Alexander Aciman und Emmett Rensin ist genau dieses Vorhaben gelungen. Sie beschreiben epochale Werke verschiedener Länder, antike Klassiker wie Homers Odysse oder Sophokles' König Ödipus, klassische Werke von Goehte, Shakespeare oder Jane Austen und auch moderne Titel wie Sakrileg, Bis(s) zum Morgengrauen oder 7 Harry Potter Bände in wenigen Sätzen und stellen damit ihre grandiosen Fähigkeiten der Reduktion unter Beweis.
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Twitter gehört mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Onlinekommunikation. Immer mehr Menschen treten dem Netzwerk bei und teilen ihre Gedanken mit. Von der Beliebtheit des täglichen Zwitscherns können auch grandiose, literarische Werke profitieren und zu neuer Beliebtheit finden. Es macht richtig Spaß, die einzelnen Beschreibungen zu lesen. Zu jedem Buchtitel sind mehrere solcher Tweets angeführt, die in chronoligischer Reihenfolge die Handlung des jeweiligen Werkes nacherzählen. Dabei wurde nicht auf humorvolle, ironische oder kritische elemente verzichtet, sodass auch bisher eher langatmige Werke nun eine neue Leichtigkeit enthalten. Zusätzlich erhält der Leser eine neue Perspektive auf einzelne Stücke. Die kurzen Erklärungen können außerdem gut als Quiz verwendet werden, vielleicht sogar als Partygag der besondern Art.
Gut geeignet für diesen Rätselspaß wären etwa folgende Passagen, die jeweils eine Lektüre beschreiben
- "Dieses Land wird von der Herzkönigin terrorisiert. Sie ist eine Spielkarte. Kann ich die Armee zerstören, indem ich sie mische?
- Oh, er will mich heiraten!
- Wahrlich, ich bin so traurig. Ich bin von Verzweiflung überwältigt. Fühle nichts als Kummer und Leid.
- Freitag, sei mein Sklave. Du verdankst mir dein Leben. Tu was ich dir sage! Friss mich nicht. Bist du nicht froh, dass ich dich gefunden habe?"
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Im Glossar am Ende des Buches werden gängige Abkürzungen erklärt, etwa OMG, NM, GTFO oder aber auch Begriffe wie Tweed, damit alle Eigenheiten der heutigen Internetkommunikation keinem Leser Probleme bereitet.
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Fazit: Ein herrlich amüsantes Leseerlebnis für große, kleine, junge und alte Literaturfans.
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Weltliteratur in kurzen Sätzen und wenig Zeichen, neu zusammengefasst und sprachlich in der Höhe der Zeit, ob das wohl funktioniert? Das tut es - sogar erstaunlich gut. Neue Medien und neue Kommunikationswege erfordern neue Maßnahmen, und ein Umdenken in den verstaubten Wegen der Literatur. Wer schon immer über verschachtelte Sätze und unverständliche Aussagen in den sogenannten guten Büchern gestöhnt hat, der kann nun aufatmen, kurz, knapp und prägnant, in verständlichem Deutsch wird er über den Inhalt in Kenntnis gesetzt. Verschrobene Poesie ade, die beiden Autoren haben einen Weg gefunden, geachtete Weltliteratur der heutigen Jugend wieder nahe zu bringen. Und dabei kommt manchmal ein erstaunlicher Wortwitz zustande - versuchen Sie doch mal, ein tausend Seiten fassendes Werk aufs Wesentliche zu reduzieren, wobei man danach erst wirklich erkennt, was das Wesentliche überhaupt ist.

Was ist überhaupt Twittern? Mittlerweile sind die social Networks Seiten wie Facebook und natürlich Twitter in einem kräftigen Aufwind, Kurznachrichten werden in Sekundenschnelle über die Welt verteilt und Nutzer dieser Seiten sind oft hautnah und topaktuell am Geschehen der twitternden Person, sogar, wenn sie vor dem Altar stehen und im Begriff sind, zu heiraten. Selbst Prominente nutzen diese Form der Verbreitung von wichtigen oder belanglosen Mitteilungen, von denen sie meinen, sie könnten für andere von Interesse sein. Ein Tweet besteht aus maximal 140 Zeichen, natürlich kann ein Buch nicht in einem Tweet zusammengefasst werden, dazu sind dann doch noch mehrere nötig. Wie viele man dazu braucht, ist unterschiedlich, hängt davon ab, wieviel Wesentliches im Buch vorhanden ist.

Meistens vermacht ein Mann sein Haus Frau und Kindern. Wenn er es an einen entfernten Verwandten vererbt, guckt die Familie in die Röhre.

Und jetzt stellt euch mal vor, dieser aufdringliche Kerl, ein Geistlicher, versucht auch noch, eine eurer Schwestern zu verführen.

Wer will schon meine Schwestern heiraten? Die haben ja doch nur Offiziere im Kopf. In was für einem Krieg kämpfen die hier überhaupt?

Aber meine ältere Schwester Jane ist nett. Geht ja gar nicht anders. Jane ist so ein schöner Name. Eine Jane muss man einfach mögen.

Es ist sterbenslangweilig hier auf dem Land. Bälle, hysterische Familienmitglieder, endlose Nachmittage ohne große Beschäftigung.

Oh Shit, hier ist ein junger Gentleman aufgetaucht. Volltreffer! (Seite 140)

Na, erkannt? Das war der Anfang von Stolz und Vorurteil, getwittert in höchstens 140 Zeichen pro Tweet. Geht man mit der richtigen Einstellung an die Sachen heran, hat man bestimmt seine Freude an den witzigen Neuschöpfungen. Denn diese Tweets ersetzen in keinster Weise das Buch, denn in dieser Kürze wird ja vieles ausgelassen. Wer ein Gespür für die Weltliteratur bekommen möchte, wird schon selber die Bücher lesen müssen. Das Gefühl der Prosa und die antiquierte Sprache längst verstorbener Dichter gibt diese Form nicht wieder, sie vermittelt keine Poesie oder tiefgründige Abhandlungen. Im Gegenteil, oft ist die Sprache viel zu neu, sie ist derb und obszön, als ob man gewollt nur die Jugendlichen ansprechen möchte. Das wird ältere Leser mit Sicherheit abschrecken, hier hätte man doch mehr den Lektoratsfinger ansetzen sollen. Eine Verrohung unserer Sprache ist auch nicht zeitgemäß, ein Mittelding, mit dem sich alle anfreunden können, wäre erquicklicher gewesen. Sollten noch mehr Menschen von Twitter überzeugt werden, dann bestimmt nicht mit diesem Sprachgebrauch, der bestärkt eher nur die schon herrschenden Vorurteile. Auch die arg kleine Schrift trägt nicht zum Wohlbefinden bei, Adleraugenleser sind bestimmt in der Minderzahl. Es steht sehr viel drin in dem doch recht kleinen Büchlein, bei dem Preis wäre eine größere Ausstattung wünschenswert gewesen, die mit Sicherheit noch mehr Leser anspricht.

Fazit

Weltliteratur in 140 Zeichen? Ja bitte, mehr davon, nach dieser Lektüre überzeugt das Prinzip. In Kürze und in neuer Sprache werden prägnante Geschehnisse eines Romans, einer Tragödie oder eines Schauspiels wiedergegeben, oft mit völlig neuen Erkenntnissen und witzigen Einfällen. Ein Ersatz für das eigentliche Werk ist es allerdings nicht, manchmal ist man nach der Zusammenfassung auch nicht viel schlauer, dafür wird zuviel ausgelassen. Wer aber mit der nötigen Ironie an die Sache herantritt, wird mit Sicherheit viel Freude an den gesammelten Werken haben und für sich selbst auch so manche Weisheit herauspicken können.
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