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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Februar 2012
Habe lange auf das Buch gewartet und bin zufrieden.

Zusammenfassung:
Das Buch ist für Einsteiger geschrieben, nicht Marken- oder Techniklastig.
Die Wirkung von Objektivtypen und die manuelle Kamera-Einstellung sollte man aber kennen. Einfach drüberfliegen beim Lesen geht nicht, man muss sich Zeit nehmen.

Gute (schulmäßige) Vorbereitung, passende Ausrüstung, Wirkung der Technik, psychologische Tips, rechtliche Aspekte, es fehlt nichts (Wie immer kommen die männlichen Modelle aber ein wenig kurz weg). Man wird gezwungen, diszipliniert und kühl an die Materie heranzugehen. -und! man lernt dort genauer hinzusehen, wo Kleinstfehler die Bildwirkung vernichten können.

Auch gut: Die Beispiele "wie mache ich es besser nicht..".

Meine Zusatz-Empfehlung:
Porträts fotografieren im Studio (Galileo Design)
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am 20. August 2012
Ich arbeite das Buch chronologisch ab:

Nach dem üblichen Einführungsgeplänkel (das Beispielfoto auf Seite 19 ist übrigens kein gutes Foto, weder um eine schöne Pose zu zeigen noch eine gute Ausleuchtung) geht es ums Modell. Klar, Kontaktaufnahme usw., und nicht jedes Modell eignet sich für jede Bildidee. Auf den Vergleichsfotos auf Seite 37 gibt es z.B. nicht nur Abweichungen bzgl. der Fußstellung (wobei mich die verkampfte Hand deutlich stört), aber wenn man nur den Fuß betrachtet, ist die Wirkung ok und exemplarisch für den Text.

Das Eingangsbild zum Kapitel Visagie & Styling gefällt bis auf die Falten im Kleid. Allerdings ist mir die Notwendigkeit noch immer nicht klar, wozu ich dieses Kapitel benötige. Als Fotograf werde ich kaum in die Bedrouille kommen, ein Model mit Make-Up zu versehen. Für mich 20 vergeudete Seiten. Das Problem dabei: In diesem Kapitel befindet sich ein wichtiges Thema deutlich unterrepräsentiert: "Figurtypen und was Sie daraus machen" wird auf gerade einmal 4 Seiten angerissen. Für mich ist das ein Hauptthema, welches einen viel größeren Umfang einnehmen sollte! Viele Fotografen bekommen nicht nur Topmodels vor die Linse, sondern sollen und wollen oft Freunde und Verwandte fotografieren, die keineswegs über Modelmaße verfügen. Hierzu wären nicht nur die kurz angerissenen Tipps auf Seite 61 angebracht, sondern ein paar Beispielfotos. Die untersetzte Frau auf S.91, 94 und 100 ist zwar ein Anfang, repräsentiert aber nur einen Figurtypen. Und das auch nur in Ausschnitten.

Das Technik-Kapitel mit fotografischem Basiswissen gehört m.E. nicht in dieses Buch, das muss vorausgesetzt werden können.

Das Kapitel "Das Modell in die richtige Pose bringen" ist von entscheidender Bedeutung und lehrreich! Ich sehe darin einige Dinge und Punkte, die ich bisher nicht immer erklären konnte (warum mir eine Pose nicht gefiel) und Tipps, Posen angemessen zu entwickeln. Gleiches gilt für das Folgekapitel "Posen, Posen, Posen!". Darin habe ich etliches gesehen, worauf ich bei meinen nächsten Shootings achten muss, dann werden die Fotos auch nicht mehr so langweilig wie bisher. Besonders gut gefällt mir dabei die häufige Gegenüberstellung von Anfangspose und finaler Pose und Posenentwicklung. Beim ursprünglichen Foto merkt man sofort, da stimmt etwas nicht, hat aber nicht unbedingt eine Erklärung was und keine Lösung dafür. Hier bekommt man dazu eine Reihe von Beispielen, wie man damit umgeht. Es sind zwar keine wenn-dann-Rezepte, aber gute Hinweise, was man machen kann, wie man evtl. systematisch vorgeht.

Ab "Paare und Gruppen" (S. 222) geht es eigentlich nur noch darum, Bildideen umzusetzen und das Posing passend dazu zu gestalten. Hier wird also fast schon im Vorfeld das Foto geplant. Dafür kann man sich im Grunde genau so gut Fotovorlagen nehmen, auch wenn hier einige gute Vorlagen zu finden sind.

Auf S. 263 finde ich beim Foto unten übrigens keineswegs, dass die Beine "unendlich lang" wirken, wofür der Weitwinkel-Einsatz aber eigentlich gut sein sollte.

Ein Verständnisproblem habe ich mit "Auf Kommando!" (S. 268-269). Hier verstehe ich nicht, wieso sich das Model unbedingt umdrehen muss. Statisch müssten die Fotos genau so aussehen, Bewegung oder Dynamik erkenne ich in den Fotos jedenfalls nicht.

Die Türrahmen-Fotos auf S. 270-271 sind nicht unbedingt Hingucker, zeigen aber wenigstens die Wirkung der Perspektiven- und Posenänderung.

Die Pferdefotos (S. 274-275) eignen sich nicht gerade als Beispiele im Posing-Guide. Beim ersten ist da Licht zu hart und das Gesicht des Models zu verkrampft, das zweite ist als Foto OK, aber Pose? Frau sitzt reitend auf Pferd, RÜcken gerade. Das bekommt jeder Anfänger auch ohne dieses Buch hin. Beim dritten ist die Pose eigentlich OK, doch das harte Licht und der harte Schatten machen das Foto technisch nicht besonders ansehnlich.

Es folgen ein paar lehrreiche Seiten, die man für sich adaptieren kann, ohne ausgefallene Locations oder Visa zu benötigen.

Auf Seite 293 ist mir das Model im Gesicht zu dunkel ausgeleuchtet, und die Pose wirkt im Bauchbereich unvorteilhaft (Falten). Ein stimmungsvolles Bild mit technischen Mängeln gerade im Lehrthema. Nicht gut.

Der auf Seite 298 vom Rezensenten motivkontrast kritisierte "Schuss ins Goldene Dreieck" erschließt sich mir nicht. Die finale Pose in Gegenüberstellung mit zwei etwas weniger gelungenen Varianten ist durchaus stimmig, auch wenn ich die immer wieder betonten "(extrem) langen Beine" nicht sehe, sie wirken normal.

Die letzte Musterpose auf S. 300 überzeugt mich nicht. Das Model wirkt verkrampft, und ihre linke Hand scheint fast in ihrer Pospalte zu reiben. M.E. ziemlich unglücklich.

Mein Fazit fällt also durchwachsen aus. Es gibt viel Lehrreiches ("Das Modell in die richtige Pose bringen", "Posen, Posen, Posen!"), aber auch suboptimale Beispiele und Themen, die ausführlicher behandelt hätten werden sollen (Figurtypen z.B.), ebenso wie m.E. überflüssige Kapitel ("Visagie & Styling" bis auf die Figurtypen, "Kleines Helferlein für gutes Posing" mit Fotografie-Basiswissen). Da das Buch dennoch sehr lehrreich für mich war, viele Tipps, Bild- und Posingideen beinhaltet, vergebe ich 4 Sterne. Mein Wunsch nach einem Posingbuch, welches nicht einfach nur Posen unkommentiert aufzeigt und bei denen man weder weiß, wann und für wen sie geeignet sind und welche die neuralgischen Punkte sind, wurde also recht ordentlich entsprochen, auch wenn es nicht perfekt ist. Ich kann eigentlich jedem empfehlen, statt der weit verbreiteten Posen-Tafeln dieses Buch in Betracht zu ziehen, um nicht stumpf Posen nachzustellen, die nicht wirken und man nicht weiß warum nicht. Ich für meinen Teil werde in Stichpunkten zusammenfassen, was für mich wichtig ist, worauf ich achten muss und ein paar Bildideen für kommende Shootings mitnehmen. Und mit etwas Glück versetzt mich die daraus resultierende Erfahrung in die Lage, "Normalos" bzw. Personen ohne Modelmaße vorteilhaft zu fotografieren.
Dank an Lars Ihring und Kathy Hennig, die mir im Grunde das Buch geliefert haben, welches ich schon lange gesucht hatte. Es findet Platz in meinem Bücherregal und ich werde es sicherlich immer wieder mal zur Hand nehmen.
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der Anfänger, womöglich noch mit einem ebenfalls unerfahrenen Modell konfrontiert, kennt im Allgemeinen weder das Spektrum der möglichen Posen und ihre Wirkung - Fallstricke und besondere Herausforderungen eingeschlossen -, noch die Mittel und Wege, wie er das Modell dazu bringen kann, unverkrampft und genau so zu posieren, wie er es möchte.
Anhand zahlreicher Beispiele erläutern die Autoren, wie die ideale Pose zustande kommt, auch mit einem unerfahrenen Modell. Hierzu gehört vonseiten des Fotografen eine sensible und empathische Haltung, und es gibt einige Verhaltensgrundregeln, etwa, dass Modelle nicht berührt werden sollten, nicht einmal für leichte Korrekturen der Pose. Auch die erwähnten Ausführungen zu Visagie und typgerechtem Styling erweisen sich als nützlich.

Der Hauptteil bietet dem Leser einen detaillierten Überblick über zahlreiche mögliche Posing-Situationen zu verschiedenen Aufgabenstellungen und erläutert, wie aus entsprechenden Ideen stimmige, interessante Bilder entstehen. Den gelungenen Bildern werden Fotos mit fast derselben Pose, aber kleinen, üblichen Posingfehlern gegenübergestellt, mitunter auch solche mit geringfügig geänderter Mimik, die aufzeigen, wie stark sich Eindruck und Aussage durch Kleinigkeiten ändern können. Angaben zur verwendeten Technik werden durch Skizzen zum Technikaufbau ' bei Studioaufnahmen ' ergänzt. Selbstverständlich findet man auch Angaben zu Brennweite, Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert. Häufig skizzieren die Autoren zudem die Linienführung im Bild, um zu verdeutlichen, wie der Blick des Betrachters durch den Bildaufbau und somit mittels der Pose, bisweilen auch von Requisiten, gelenkt wird.
Das Kapitel zur digitalen Bearbeitung der Fotos setzt den Besitz von Photoshop und etwas Erfahrung mit dem Programm voraus; zumindest mit Ebenen sollte der Leser bereits gearbeitet haben. Anhand mehrerer Beispielbilder kann er Schritt für Schritt und mit "eingeblendeten" Screenshots, Werkzeugleisten und anderen Dialogfeldern die Optimierung von Fotos nachverfolgen und auf ähnliche Aufgaben anwenden.
Da Portraits immer auch Geschmacksache sind, wird nicht jeder Leser jedes Fotobeispiel, jedes Modell, jede Pose mögen. Als lehrreich und interessant in ihrer Funktion als "Lehrmaterial" erweisen sie sich allemal. Hervorzuheben sind die Einbindung von Paar- und Gruppenportraits, schwierige Aufgaben, deren Bewältigung hier ausgezeichnet erläutert wird.
Für Anfänger, vor allem Amateure, konzipiert, wird das Buch seiner Zielgruppe voll gerecht und bietet einen spannenden und sehr gut nachvollziehbaren Einstieg in einen höchst abwechslungsreichen und fordernden Bereich der Fotografie.
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am 7. September 2012
Dieses Buch ist klar gegliedert und bringt viele Tipps zum Posing näher. Die einzelnen Posings werden immer wieder durch Bilder verdeutlicht, so dass auch ein Anfänger schnell sieht was welche Haltungen bezwecken. Alles in Allem kann ich dieses Buch nur Empfehlen!
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am 10. Februar 2012
Wer sich mehr mit der People-Fotografie beschäftigen will und ein paar Anregungen brauchen kann, ist mit diesem Buch bestens bedient. Die Erklärungen sind klar und verständlich, jedes Bild wird mit Blende/Belichtungszeit-Daten versehen und wie es beleuchtet wurde wird beschrieben. Warum die eine oder andere Pose für diesen Menschentyp nicht ratsam ist wird genauso logisch erklärt wie die psychologische Wirkung mancher Posen. Ich habe Vieles aus diesem Buch gelernt auch wenn ich manches vorher vielleict intuitiv richtig gemacht habe, jetzt weiß ich auch, warum dieses Bild so wirkt.
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am 11. April 2012
1. das Buch ist in meinen Augen klar als ein Anleitungsbuch für Anfänger- bis Amateurfotografen zu betrachten

2. ich denke, dass es 2 arten von Menschen gibt. Dem einen liegt das Posen im Blut dem anderen nicht, egal ob Fotograf oder Modell. Für die unter euch, die auf Ideensuche sind oder den ein oder anderen Tipp gut gebrauchen können, ist mit diesem Buch geholfen. Das Buch bedient viele verschiedene Bereiche der Modellfotografie, so bekommt man einen guten Überblick. Für zum beispiel ein persönliches Projekt, oder vielleicht gibt es auch Anregungen eine frühere Bildidee neu umzusetzen... wer weiß.

Wo finde ich Modelle? Brauche ich einen Modellvertrag? Was muss ich vor dem Shooting noch so beachten? Wer sich solche Fragen stellt wird mit diesem Buch sehr zufrieden werden!

3. mir hat die Möglichkeit gefallen, das Buch auf Galileo probe zu lesen!

4. große, sehr schöne Aufmachung vom Buchdruck, Layout und natürlich der Bilder.

5. Ein Stern abzug für den, meine Meinung nach, teuren Preis.

PS: ich denke auch, der das ein oder andere Modell kann sich hier gute Infos und Inspirationen holen.

ahoi!
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am 27. Februar 2016
Ich bin sehr zufrieden. Für Einsteiger ist das Buch klasse, gute Erklärung und schöne Fotos. Kann ich nur jedem der sich mit Posing beschäftigt empfehlen.
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am 13. April 2013
Das Buch von Kathy Hennig, Lars Ihring versteht sich nicht als endlose Abfolge von Modelposen sondern mehr als Anleitung für die gezielte Blickführung und die Grundlagen bei gestellten Menschenfotos.
Zunächst war ich etwas enttäuscht über das Fehlen eben dieser typischen Posingbilder aus anderen Büchern oder Scripten. Gibt man dem Buch aber die Zeit und die Aufmerksamkeit der gesamten Bearbeitung, erhält man einen guten Einblick in die Menschenfotografie und u.a. die damit verbundene Blickführung. Kapitel zur Visagie und Styling sind ebenso enthalten wie die digitale Bildbearbeitung. Leider kommt heute kein Buch mehr ohne das Kapitel Bildbearbeitung aus, für den erfahrenen Fotografen sicher ein überflüssiges Kapitel, für den Anfänger eine gute Möglichkeit einen kleinen Einblick in den Workflow zu bekommen. Für eine Abrundung hätte ich mir noch mehr Fotos oder Zeichnungen, verschiedene Posen oder ein komplettes Kapitel mit Beispielposen gewünscht.
Für den Anfänger und den engagierten Amateur ein gutes Grundlagenuch zur Menschenfotografie.
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am 14. April 2013
Das Buch ist sehr gut gegliedert, denn es beginnt mit Tips zur Aufnahmetechnik, zum Styling- wie Schminktips.
Gut fand ich die Ideen für die Gruppenaufnahmen und die Paarfotos für z.Bsp Hochzeiten, denn die kann man immer wieder gebrauchen.
Ein Kapitel übers Aktposen.

Es gibt Posing Tips für die Fotografie im Studio und auch Outdoor.

Toll fand ich die Tips zu den minimalen Veränderungen beim Posen und welche Wirkung diese haben.

Zum Schluss gibt es noch ein paar Tips zur Bildbearbeitung.

Rundum ein hilfreiches Buch für den Einsteiger.
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am 31. Dezember 2012
Zuallererst, weil es hier in bisher jeder Rezension zur Sprache kommt: Wem nutzt dieses Buch?
Dem Profi? Sicher nicht. Wer sein Geld bereits mit der Modelfotografie verdient, wird die Tipps und Hinweise, die sich hier finden lassen, nicht (mehr) brauchen.
Dem fotografischen Einsteiger? In meinen Augen auch nicht. Wer sich direkt nach dem Kauf einer Kamera dieses Buch zulegt und damit im ersten Shooting die Ergebnisse mancher Bildbeispiele reproduzieren will, wird wohl nicht zum Erfolg kommen.
Zielgruppe des Posing-Buches ist vielmehr die ständig größer werdende Gruppe der fotografischen Dilettanten, also der Amateure, die - unabhängig ihrer Fertigkeiten, die zum Teil größer als so mancher Berufsfotograf sein können - die Fotografie aus reiner Freude an der Tätigkeit, nicht aber zum Bestreiten des Lebensunterhaltes betreiben.

Fotografische Grundlagen sollten also bekannt sein und die ersten Shootings im Studio und On Location sollte man auch schon bestritten haben, um mit Kamera- und Blitztechnik entsprechend vertraut zu sein. An dieser Stelle wird man von den Autoren dann abgeholt und zieht am meisten Nutzen aus dem Buch.

Kamera- und Objektivtechnik werden zwar angesprochen, genau wie das ein oder andere Licht-Set-Up, aber nur sehr allgemein und nicht sonderlich detailliert. Da es im "Posing-Buch" aber nicht um Technik und deren Grundlagen geht, sondern der Mensch vor der Kamera im Mittelpunkt steht, ist das nicht weiter tragisch. Im Gegenteil, in einem so spezialisierten Buch möchte ich auch gar nicht mehr von Grundlagen lesen, die bei Bedarf in anderen Büchern zur Genüge vorhanden sind.
Die Autoren beschränken sich also auf das Ansprechen der Objektiv-Brennweiten und ihrer Bildwirkungen, unterschiedlicher Perspektiven und einiger Blitz-Set-Ups. Diese werden am Anfang des Buches einmalig erläutert und finden dann immer wieder Anwendung in den einzelnen Bildbeispielen.

Bevor man zu diesen Beispielen kommt, wird in einem eigenen Kapitel auf das Modell eingegangen. Wie man es findet, erste Absprachen, Shootingvorbereitungen und der Ablauf des Shootings werden jeweils kurz angerissen. Auch der wichtigste Teil der Vorbereitung, der Model-Vertrag, in dem u.a. die Nutzungsrechte des Fotografen geregelt sein müssen, hat seinen Platz im Buch. Es werden die notwendigen Inhalte grob skizziert. Wünschenswert wäre an dieser Stelle ein tatsächlich ausformulierter Mustervertrag gewesen, evtl. auch als Bonusmaterial zum Buch (dazu später).

Ein weiteres Kapitel widmet sich der Visagie, in dem Möglichkeiten von Make-up zur "Problemlösung" mancher Gesichter und Betonung bestimmter Gesichtspartien aufgezeigt werden. Dies wird am gleichen Modell in immer gleicher Lichteinstellung gezeigt, so daß einige der gezeigten Beispiele eine drastischere Wirkung haben, als dies am letztendlichen Bild später der Fall sein dürfte, wenn Licht, Schatten und andere gestalterische Elemente zum Tragen kommen. Insgesamt stellt dieses Kapitel nur die Option Visagie dar, um sie dem Fotografen als weiteres Instrument der Bildgestaltung an die Hand zu geben. Man ist nach dem Lesen keinesfalls in der Lage, sich anhand des Gezeigten selbst als Visagist zu versuchen.

Es folgt die Anleitung zum Posing. Auf jedes einzelne Körperteil wird eingangen und die Bildwirkung durch kleine Änderungen betrachtet. Auch hier sehen wir noch kein "fertiges" Bild in all seinen Elementen, sondern die Nahaufnahmen der jeweiligen Körperteile in einer vorteilhaft/unvorteilhaft-Gegenüberstellung.

Die restlichen zwei Drittel des Buches sind ein fotografisches "Howdunit" - aus einzelnen Shootings der Autoren erklären sie den Weg zum fertigen Bild auf jeweils zwei Seiten in den Kategorien klassisch, Emotionen, Fashion, Styling, Männer, Paare und Akt. Es wird hier nur auf das Posing eingegangen. Bei einigen Bildern wird zwar auch eine grobe Lichtskizze mitgeliefert, aber die einzelnen Elemente, die im ersten Drittel angesprochen wurden, bilden den deutlichen Schwerpunkt und man findet sie hier in einem oder mehreren Elementen wieder. Ich habe mir bei einigen Bildern eine Erklärung zur eingesetzten Blitztechnik gewünscht, aber das Buch ist hier im positiven Sinne stringent: es geht um das Posing, der Rest ist zweitrangig.
Mittels in eine Bildminiatur gezeichneter Linien erklären die Autoren den von ihnen gedachten Blick durch das Bild und stellen damit die im Text angesprochene Blickführung graphisch dar. In meinen Augen eine gelungene Art der Bildbesprechung, die bei mir dazu geführt hat, daß ich dem Vorschlag der Autoren folge und seitdem Bilder (fremde, eigene sowohl vor als auch nach dem Auslösen der Kamera) auf ähnliche Art mit gedanklichen Linien versehe, um deren Wirkung zu prüfen.

Das Buch schließt mit einem kurzen Kapitel über Bildbearbeitung anhand zweier Beispiele. Leider ist dies das Kapitel, daß ich als durch und durch negativ erachte. Zum einen verstoßen die Autoren gegen die vorher erkennbare Leitlinie, sich ausschließlich auf das Posing zu konzentrieren. Zum anderen wird in einem Beispiel eine zwar valide Methode des Dodge & Burn gezeigt, aber dafür ziemlich schnell abgehandelt. Es wirkt insgesamt unausgegoren. Hier kann man wieder die Diskussion der angedachten Zielgruppe führen - für Einsteiger (viel) zu viel, bei Fortgeschrittenen muß man davon ausgehen, daß diese das gezeigte bereits in gleicher oder ähnlicher Weise beherrschen, wesewegen es insgesamt überflüssig wird. Es scheint aber, daß kein Buch über Fotografie mehr ohne dieses Detail auskommt. Hier wäre ein Verweis auf andere Bücher des galileo- (oder eines anderen) Verlages mit genau diesem Schwerpunkt ausreichend. In diesen kann man dann davon ausgehen, daß die Bildbearbeitung im Mittelpunkt steht und nicht beispielsweise Posen korrigiert werden, bevor man an die Retusche geht.
Leider ist gerade hier auch bei der Erklärung des Nach-links-schieben-Werkzeuges im Verflüssigen-Filter ein ärgerlicher Fehler unterlaufen: Um Pixel nach oben bzw. unten zu schieben, wird für beide Möglichkeiten dieselbe Zugrichtung des Werkzeuges vorgegeben.

Als letztes sei noch die Option des galileo-Verlages angesprochen, das Buch auf der Homepage "registrieren" zu lassen, um damit weiteres Bonusmaterial zu erhalten. Beim Posingbuch gab es zum Zeitpunkt dieser Rezension noch kein solches Material, hier wäre ein nach jeweils aktueller Rechtslage gestalteter tfp-Vertrag eine gute Ausgangsbasis dafür.

Als Fazit ist den Autoren ein gutes Buch gelungen, das den fotografischen Blick im eng umfaßten Bereich "Posing" schulen kann und zumindest mir in meinen nachfolgenden Shootings weitergeholfen hat. Der Preis ist hierbei durchaus hoch, ein Erscheinen in der günstigeren broschierten Reihe des Verlages wäre für den Geldbeutel wünschenswerter.
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