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Kundenrezensionen

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am 10. September 2006
Anders als der Titel es vermuten lässt, richtet sich diese Buch nicht an privat Interessierte, die im Selbststudium das Programmieren erlernen möchten. Diesen Anspruch erfüllen nur wenige Bücher. Meist gibt es bei Büchern zu diesem Thema meines Erachtens nach nur die Kathegorien “Blutige Anfägner” und “Fortgeschrittene”. Anfänger möchten das Programmieren allgemein von Grund auf lernen. Andere verzichten gerne auf Grundlagen. Ein perfektes Buch gibt es daher nicht.

Genau deswegen finde ich dieses Buch so genial. Man sollte jedoch zunächst darauf hinweisen, dass es sich zu 99% an Schüler und Studenten richtet, die das Buch parallel zum Unterricht gebrauchen. Es werden minimale Grundlagen der Informatik vorausgesetzt. Zudem sollten die Leser schon einmal mit einem C-Compiler gearbeitet haben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann dieses Werk wirklich zu 100% empfohlen werden.

Als Student, der wirklich das Programmieren von Grund auf lernen musste, war ich von diesem Buch fasziniert. Ich habe sehr viele Bücher zum Thema durchgesehen und bin bei diesem (auf Empfehlung) hängen geblieben.

Die Authoren sind Dozenten an Fachhochschulen, keine “Ultra-Informatiker”. Und das merkt man am Schreibstil. Mit erfrischend viel Text werden die Sachverhalte umfassend von Grund auf erklärt und nicht, wie in den meisten Lehrbüchern, anhand von größeren Beispielprogrammen. Nach der Theorie folgt ein Übungsteil mit Verständnisfragen und Programmieraufgaben. Wie in den vorherigen Rezensionen zu lesen ist, wird hier manchmal ein wenig Wissen vorausgesetzt. Dies ist aber nur selten der Fall. Dafür kann man jederzeit auch mal in der Lösung nachschauen. Ich hatte mit einem der Autoren diesbezüglich schon E-Mail-Kontakt. Für die persönliche Betreuung sollte das Buch einen Extrapunkt bekommen!

Großes Lob auch dafür, dass hier wirklich nur Sprachelemente von “C” vermittelt werden. “C++” wird außen vor gelassen. Die allermeisten Bücher vermischen die beiden Sprachen, was für "C"-Programmierer fatal sein kann! An einigen Stellen werden kurz Unterschiede erklärt, aber nicht ausschweifend.

Zudem ist das Buch als Nachschlagewerk bestens geeignet. Selbst wo ich im Studium nun C++ und Java anwende, blätter ich noch oftmals zu den “Grundlagen” zurück.

Fazit:

Großes Lob für den inhaltlichen Aufbau, Schreibstil, Themenauswahl, Verständlichkeit und Kontakt zu den Authoren.

Ein ganz kleiner Abzug für einige Rechtschreibfehler und die manchmal schwierigen Übungsaufgaben.

Für mich überwiegen die positiven Dinge, daher 5 Sterne!
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am 24. März 2003
Mein Fazit vorab: Ein hervorragendes Buch!
Nach Jahren der C-Abstinenz wollte ich mir ein gutes Buch zulegen, zumal ich noch keins besaß. Aufgrund einer persönlichen Empfehlung bin ich bei diesem gelandet. Das Buch erscheint wie eine Vorlesung und die Wissensvermittlung erfolgt entsprechend universitär. Speziell die Kapitel 1.1 und 1.2 sollen wohl direkt jene Leser abschrecken, die sich von der Lektüre eine schnelle Egosteigerung erwarten. Danach wird es aber schnell interessant:
Es wird dem Leser nichts vorgespielt, die Sprache ist klar und sachlich, und man kann eine ganze Menge dabei lernen. Jedes Kapitel kann man anhand der Übungen direkt nachvollziehen. Es geht in dem Buch um die Grundlagen der Programmierung, und wer hinterher den Stoff des Buchs beherrscht, hat die essentiellen Konzepte verstanden.
In der Uni habe ich durch eine analoge Veranstaltung die ersten Gehversuche im Programmieren gemacht, leider mit ADA und einem DOS-basierten Compiler. Hier aber lernt man C, eine wunderbar ästhetische Sprache, und man kann jedes Beispiel im Buch in der mitgelieferten "richtigen" Entwicklungsumgebung zum Laufen bringen.
Der vermittelte Stoff ist darüber hinaus plattform- und Compilerunabhängig mit der bekannten Konsequenz, dass das Buch nicht wie der Band "Wie verkleinere ich alle Fenster mit Shift-Ctrl-K-F6 auf exakt die Hälfte in Excel 97 SP4 5.22a" beim nächsten Umzug auf dem Müll landet, sondern immer mit umzieht.
Eine glasklare Kaufempfehlung für jeden Einsteiger, der etwas lernen möchte, sowie jeden Programmierer, der so ein Buch noch nicht hat.
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am 9. Dezember 2013
Ich selbst bin wieder Student und habe dieses Buch über die Uni kostenlos bekommen, wie viele andere Vieweg+Teubner Bücher auch.
Es ist den anderen Büchern mit ähnlichem Cover sehr ähnlich. Die Sprache die verwendet wird ist kein normal-Deutsch, es hat einen Touch von Mathe Vorlesungen und enthält in etwa 80-90% Text statt Code und versucht das Studien-wissen auszubauen, anstatt alles neu zu vermitteln. Anfänger werden also nie sehen wie das Gesagte in Code aussieht.

An vielen Stellen wird nur grob auf Inhalte des Studiums verwiesen und damit erklärt.
Selbst die Übungen bauen darauf auf. Z.b. die Arrays, dort gibt es eine Aufgabe wo man in einem Array die Buchstaben der ASCII Tabelle speichern soll.
Wer nun von Java kommt, oder überhaupt erst mit C anfängt, der sieht nur 3 Fragezeichen und fängt umständlich an "a", "b", "c" Strings einzufügen.
Wenn sie allerdings wüssten dass die ASCII Tabellen nummeriert sind und die Zahlen im Array diesen Buchstaben entsprechen, wäre vieles leichter.
Eine Frage später reden sie von Skalarprodukt als ob es etwas selbstverständliches wäre. Da braucht es minimum Abi für :)

Das geht so weiter durch das ganze Buch. Für mich als Student eine gute Sache da man mehr mitbekommt als den Code einfach durch zu nudeln.
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am 25. August 2006
Das Buch kann man auch als Nachschlagewerk benutzen. In dieser Hinsicht ist es sehr gut. Deshalb ärgere ich mich nicht mehr das Buch gekauft zu haben (was anfänglich der Fall war).

Leider ist das Thema verfehlt. Für wirklich "blutige Anfänger" ist es völlig ungeeignet!!!!!

In Verbindung mit einer wirklich für Anfänger geigneten Einführung, wie z.B. C- programmieren von Anfang an von Helmut Erlenkötter, ist es zum Vertiefen prima.
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am 24. Januar 2013
Ich studiere seit Oktober Flug und Fahrzeuginformatik und unser Professor hat uns ans Herz gelegt, dieses Buch nebenbei zu lesen.
Diese Empfehlung war sehr sinnig, das Buch ist für Einsteiger (auch die gar keine Vorkenntnisse in der Programmierung haben) sehr gut geeignet. Alle Kapitel sind sehr gut und ausführlich beschrieben und es gibt jeweils kleine Beispielprogramme und Übungen, die einen dazu anregen, auch selber das Programmieren zu lernen und auszuprobieren, und nicht nur zu lesen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu leicht, man sollte also schon dranbleiben und vieles selber versuchen.
Für Anfänger von mir sehr zu empfehlen, jedoch denke ich, dass auch etwas Fortgeschrittene dieses Buch als Nachschlagewerk nutzen können.
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am 17. Oktober 2001
Nachdem ich schon "Jetzte lerne ich C" durchgearbeitet hatte und danach sehr viel über einzelne Sprachelemente wusste bin ich auf dieses Buch gestossen.
Hier habe ich zahlreiche Sprachelemente die in dem dickeren Buch gar nicht erwähnt wurden erst richtig kennengelernt. Als Nachschlagewerk ist das Buch sehr gut, als Lernbuch sollte man Vorkenntnisse haben aus anderen Programmiersprachen oder anderen Büchern oder es begleitend zu einer Vorlesung nutzen.
Das Buch ist ideal für Studenten die C lernen müssen oder Umsteiger aus anderen Sprachen. Für eine neue Auflage wäre eine etwas weitergehende Besprechung der Routinen in der C Standardlib wünschenswert und ein etwas dickerer roter Faden. Doch dies soll dem "Schnäppchen" Charakter des Buches keinen Abbruch tun.
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am 26. August 2013
Zuerst vorab: C war nicht meine erste Programmiersprache. Ich hatte bereits Erfahrungen in Java und schreibe diese Rezension somit nicht als Einsteiger sondern als Umsteiger.

Zuerst war ich etwas verunsichert über die teilweise negativen Rezensionen hier. Mein Fazit nun ist, dass ich froh bin, mich da doch nicht habe beeinflusse lassen, sondern mir selbst ein Bild machte. Und dieses Bild fällt durchaus positiv auf.

Zuerst einmal die positiven Aspekte:
- Der Schreibstiel ist sehr angenehm und verständlich. Wichtige Definitionen und Hinweise stehen in extra Kästchen, wobei danach so gut wie immer Beispiele folgen, die das eben erklärte aufzeigen. Da kann man wirklich nicht meckern.
- Neben den „Ich bin wichtig Kästchen“ gibt es auch nicht extra Warnkästchen, welche auf typische Fehler hinweisen.
- Allgemein wird das meiste sehr detailliert und ausgiebig behandelt, was mir besonders wichtig ist. Man merkt, dass es den Autoren besonders wichtig ist, auch tieferes Verständnis zu vermitteln.
- Für diejenigen, die nur das Nötigste suchen: weniger relevante Themen sind extra markiert, so dass man diese überspringen kann. Dieses Feature habe ich allerdings nicht verwendet.
- Zu den meisten Kapiteln gibt es Übungsaufgaben mit Lösungen auf der Website zum Buch. Übrigens: dort gibt es auch die unfertigen Dateien zu den Aufgaben, womit man die auch nicht abtippen muss. Zudem finden sich dort auch die Beispielprogramme und alle Grafiken.
- Die Grafiken sind durchwegs gut gelungen und davon gibt es sogar recht viele. Besonders anmerken möchte ich hier die Grafiken und Erklärungen zum Stack: wirklich hervorragend gelungen. Ich habe nun schon häufiger Erklärungen zum Stack bekommen, aber so gut wie hier habe ich es noch nie dargestellt gesehen!
- Wirklich klasse sind die Tabellen auf den letzten Seiten. Hier gibt es neben einer ASCII-Tabelle z. B. auch eine Übersicht über die Konversionen für printf oder eine Prioritätstabelle. Im Buch selbst werden viele Funktionen nach einem einheitlichen Schema beschrieben (Syntax, Beschreibung, Rückgabewert, Beispiel). Das Buch eignet sich daher auch super als Nachschlagewerk.

Ein paar negative Sachen gibt es aber durchaus:
- Hier wird mehrmals angemerkt, dass das Buch ein paar Fehler enthält. Dies stimmt leider. Es kommt schon mal vor, dass ein Beispiel nicht ganz mit dem Text übereinstimmt, wobei es sich hier meistens nur um Kleinigkeiten handelt, wie etwas anderen Funktionsnamen. Auch einige Programmanweisungen sind in der Tat etwas seltsam und sollten so zumindest nicht (ohne Hinterfragen) übernommen werden. Dem aufmerksamen Leser werden diese aber sicher auffallen. Zudem kann man diese auch den Autoren zusenden, welche dann in späteren Auflagen (hoffentlich) nicht mehr vorhanden sein werden.
- Für mich eigentlich nicht negativ, da es aber in anderen Rezensionen auch erwähnt wurde: das Buch wurde von mehreren Autoren geschrieben, daher ist es eigentlich klar, dass jeder Autor auch seinen eigenen Programmierstil mitbringt. Daher gibt es Abweichungen in den Beispielen und mal wird etwas so und mal so gemacht. So schlecht finde ich das insbesondere deswegen nicht, da man auch in der Praxis nicht „den einen“ Programmierstil finden wird, jeder Programmierer löst ein Problem etwas anders.
- Was in der Tat etwas verwirrend war, ist der Umgang mit der Eingabepufferung. Zu Beginn wird das Problem einfach ganz ignoriert und erst bei der Beschreibung zu scanf geht man darauf ein. Eventuell wollte man den Leser an den frühen Stellen nicht überfordern oder die Beispiele kürzer halten. Dann wäre aber auf jeden Fall eine Anmerkung wichtig.
- Dass wirklich nur der C89 Standard behandelt wird, finde ich etwas schade. Insbesondere da es ja auch schon C11 gibt. Ein wenig hätte man hier schon auf die neuen Standards eingehen können.

Alles in allem kann ich das Buch aber durchaus empfehlen. Es bietet einen fundierten Einstieg in die Programmiersprache C und ich denke es ist auch als Anfänger gut geeignet (so wie es der Titel ja verspricht). Für Umsteiger ist es das zumindest auf jeden Fall.

Trotz der negativen Aspekte überwiegen für mich die Vorteile, weswegen ich 5 Sterne vergebe.
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am 3. Dezember 2011
Das Buch ist aufgrund der vielen Fehler, Lücken und Widersprüche für die angestrebte Zielgruppe der Studenten wie auch für alle anderen nicht zu empfehlen, es bleibt unbrauchbar.
Der Versuch der habilitierten Autoren, ein Lehrbuch für Umsteiger/Schüler/Studenten zum fundierten 'präzisen' Einstieg in C zu schaffen, ist gescheitert. Die laienhaft dargestellten Sachverhalte und Lücken im Umgang mit dem C-Standard und die begrenzten didaktischen Fähigkeiten der Autoren im Buchaufbau werden an vielen Stellen sichtbar und ergänzt durch viele Fehler in Aussagen und Beispielcode. Für die angestrebte Zielgruppe von Personen ohne Vorkenntnisse in anderen Programmiersprachen ist das Buch nicht geeignet und nicht zu empfehlen, ebenso für alle anderen Zielgruppen.

Als Basis wird ANSI-C verwendet, wegen der Verbreitung in 'industrieller Praxis'. Die genau für diese 'industriellen Umgebungen' im Standard definierten hosted und vor allem freestanding environments werden überhaupt nicht genannt, geschweige denn erklärt.

Die naiven Vorstellungen der Autoren von der 'Praxis' offenbaren sich in Aussagen wie
'C99 wird nur von wenigen Compilern "in der Industrie" unterstützt',
'ANSI C Standard wurde "zurückgezogen" und durch ISO C 90 ersetzt',
'eine Variable darf bei Berechnungen nicht jeden Wert aus ihrem Wertebereich annehmen',
'Bits (statt Bytes) sind immer irgendwie ausgerichtet',
'const und volatile wurde in C VON C++ übernommen',
'die Aufteilung des Codes in Module ... hat den Vorteil ... bei Änderungen muss der Configuration Manager an den Entwickler nur die zu ändernden Dateien herausgeben'.

Naives Verständnis zu der 'Praxis' kommt auch in Passagen zum Ausdruck wie 'einzelne (struktur)Felder kann man nicht auf die Platte schreiben oder von ihr lesen', und andere Variablen nicht?
Objektmodule haben laut Autoren die Dateiendung .obj und Executables .exe, obwohl mehrfach im Buch durchaus das Wort UNIX vorkommt.

Englische Fachbegriffe aus dem Standard fehlen fast vollständig, z.B. undefined behavior. Stattdessen werden Begriffe aus dem Standard wie interne und externe Variablen kurzerhand zu globalen bzw. lokalen Variablen gemacht, was falsch ist; den Sinn des extern-Deklarators haben die Autoren nicht verstanden. Das standardgemäße 'compound statement' für Codeblocks wird ebenso durch die Autoren ignoriert.

Dass Teile des Buches von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden, ist allerorts zu merken, es fehlt ein koordinierender Zusammenhang. Fachbegriffe wie Array/Vektor werden abwechselnd verwendet, ein simpler Zeiger
int *p = malloc();
wird schon mal zum dynamischen Array.
Mit Array und Pointern stehen die Autoren prinzipiell auf Kriegsfuß, indem sie z.B. behaupten, 'array und &array sind identisch'
oder bei
char *foo() {
static char *p="bar";
return p; }
sei static unbedingt erforderlich, da der Rückgabewert nach Funktionsaufruf ungültig wäre, was falsch ist.

Der Fachbegriff Stringliteral kommt im ganzen Buch nicht vor, stattdessen eigene Wortschöpfungen wie offenes Array, dynamische und statische Variablen (statt Pointer- und Nicht-Pointer Variablen).
Aussagen wie 'Nach IEEE 754 ...' lassen darauf schließen, dass die Autoren ebenfalls nicht begriffen haben,
dass dieser IEEE Standard kein Bestandteil von ANSI C ist, er wird in keinerlei Weise referenziert oder vorausgesetzt, was die Autoren wieder mal 'vergessen' zu erwähnen und sie nicht hindert, diesen Nicht-C-Standard aufwändig durchzukauen.

Lustig ist es schon zu sehen, wie sich die Autoren ohne Kenntnis des standardgemäßen Sachverhalts ( nach for folgt immer ein statement, welches auch immer ) abmühen, das compound statement einem null statement nach einer for-Schleife vorzuziehen ( zur Fehlervermeidung bei Konstrukten wie for(,,); {...} ), natürlich auch wieder ohne Verwendung der Fachbegriffe aus dem Standard.

Ein Faible scheinen die Autoren für die unsichere Funktion gets zu haben, diese wird oft verwendet, auch obskure Konstruktionen wie *&array kommen mehrmals vor.
Falschaussagen ziehen sich durch das ganze Buch, bei den Ausnahmen der impliziten Umwandlung eines Arraynamens in einen Pointer nennen sie unvollständig nur 2, ebenso sind die Autoren nicht in der Lage, die Operatorprecedence aus der Primärliteratur richtig abzuschreiben, simple/compound assignment haben bei ihnen unterschiedliche Prios.

Ebenso durchsetzen Widersprüche das ganze Buch, vorne im Buch werden die üblichen Fehler bei den Wertebereichen der Grunddatentypen gemacht (feste und falsche Bereichsgrenzen für float/double/int/char/...), im Anhang steht dann plötzlich, dass diese zuvor aufgeführten Werte implementierungsabhängig sind und deshalb nicht aufgeführt werden. Die Besonderheiten von CHAR_BIT werden ganz weggelassen, 'runde Klammern charakterisieren eine Funktion' ohne auf for/while/switch usw. hinzuweisen.

Das leidige Thema Eingabepufferlöschung wird nach einer Situationsbeschreibung mit völlig untauglichen Mitteln 'erledigt'
status = scanf("%d",&zahl);
if(status==0)
do
c=getchar();
while(c!='\n');
, u.a. wird der Puffer nur bei fehlerhaftem scanf-Aufruf geleert, eine evtl. stdin-Redirection bleibt berücksichtigt, es wird fehlerhaft nur auf '\n' getestet, statt auch auf EOF. Schon ein simples "123abc" als Eingabe lässt diesen naiven Versuch kläglich scheitern.
Bei allen anderen Codebeispielen im Buch wird die Eingabepufferlöschung ganz weggelassen.

Widersprüchliche und fahrlässig lückenhafte Aussagen durchziehen das ganze Buch, z.B.
- die Empfehlung, keine globalen Variablen zu verwenden, wird von den Autoren in ihren Codebeispielen selbst nicht beachtet und mehrfach verwendet
- mal wird EXIT_SUCCESS/EXIT_FAILURE verwendet, mal nicht
- lokale Variablen werden auf dem Stack angelegt (Ausnahme für static nicht genannt und erklärt, erst im späteren Kapitel zu static, ohne zuvor darauf hinzuweisen)
- die manuelle Initialisierung von Variablen geschieht mit Konstanten (nur für static im Standard so vorgesehen, alle anderen müssen bekanntlich NICHT konstant initialisiert werden, was später im Buch auch so angewandt wird)

Offensichtlich ist auch hier wieder die Abstimmung der einzelnen Autoren in ihren Buchteilen nicht gegeben. Vielleicht hätten sie einfach mal selbst das ganze Buch lesen sollen, dann wäre die Inhomogenität wahrscheinlich aufgefallen.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Implementierung von NULL werden von den Autoren ausgiebig durchgekaut und resultieren in einem Codebeispiel zur Demonstration. Was soll eine solche 'Beweisführung' mit einem Compiler in einer konkreten Umgebung bringen? Wollen die Autoren den Standard beweisen oder die Konformität ihres gerade aktuell verwendeten Compilers? Was soll dies einem Studenten bringen zumal eine Beweisführung eines (allgemeinen) Standards anhand eines konkreten Beispielcodes sinnfrei ist und am Verständnis von Professoren über Beweisführung zweifeln lässt.

Zweifel an der 'Praxis'tauglichkeit der Autoren kommen im ganzen Buch ständig vor anhand der sinnfreien, umständlichen und redundanten Implementierung in Beispielcodes, z.B.
- double d= (double)intvalue*12.34;
- int i = (int) *charPointer + 123;
- fprintf(stderr,...) statt perror
- argv[0] enthält Programmnamen
- feof Verwendung direkt nach fopen
- vergessenes fclose in der Fehlerbehandlung nach fehlgeschlagenem fscanf
- umständliche Umgehungslösung von free(NULL) obwohl dies standardkonform ist
- mittels 1/0 wird Exception forciert statt hierfür das standardkonforme assert zu verwenden; assert kommt im ganzen Buch nicht vor

Falsche Beispielcodes kommen ebenso vor
- Verwendung von strdup und Kennzeichnung als Standardfunktion auch im Anhang (ist nicht C90 oder C99)
- printf("%d") für size_t
- __STDCVERSION__ statt __STDC_VERSION__
wobei hier dann auf C95 verwiesen wird, als 'Ergänzung zum Standard', ohne weitere Erklärung dieser Ergänzung.

Allgemeinere Betrachtungsweisen mit tatsächlich praxisnahem Bezug wie Sourcecoderepositories oder Testframeworks bleiben vollständig unerwähnt, aus Sicht der Autoren wohl nicht praxisrelevant.

Zum Thema struct werden elementare Dinge 'vergessen', Paddingbytes kommen nicht vor, ebenso wird umständlich mit Strukturelementen hantiert ohne Verwendung von offsetof.

Integrale und arithmetic promotion werden in einem Kapitel erklärt, auch hier werden die standardgemäßen englischen Fachbegriffe nicht verwendet, die zugehörige default argument promotion sucht man hier vergebens und findet sie dann erst später bei printf-Erläuterungen, hier aber auch wieder ohne den englischen Fachbegriff dazu. Ein weiterer Beleg zur durchgängigen Inhomogenität in diesem Lehrbuch.
default argument promotion 'verschweigen' die Autoren auch offenbar aus Unkenntnis, wenn sie behaupten, die Verwendung einer Funktion ohne vorherige Definition oder Prototyp wäre undefiniert, was falsch ist, da standardgemäß auch eine nachträgliche Definition mit passender Anzahl konvertierbarer Parameter und Funktionstyp erlaubt ist, und hier auch die default argument promotion greift.

Redundante eigene Implementierungen zur binären Suche werden von den Autoren aufwändig vorgestellt ohne Verweis auf die Standardfunktion bsearch.

Fazit:
Auch in der 7.Auflage ist es den Autoren nicht gelungen, ein brauchbares Werk für u.a. die angestrebte Zielgruppe der Erstsemester anzubieten, sie können ihr eigenes Ziel eines 'präzisen' Werkes zu den Grundlagen von C nicht erreichen, also "non rite".
In einem 7. Umlauf dürfen solcherlei Anfängerfehler in Erläuterungen und Beispielcode nicht mehr vorkommen, zumal die Autoren ihr Werk sogar für den Aufbau eigener C-Kurse anpreisen.
Weitere Umläufe werden nur oberflächliche Fehler beseitigen, den Autoren fehlt es jedoch am Grundverständnis der Sprache C und an der Didaktik für ein 'präzises' Lehrbuch aus einem Guss.
Die mit solcherlei Naivitäten aus dem Buch geimpften Studenten sind beim tatsächlichen Eintritt in die oft strapazierte 'Praxis' zu bedauern.
Nach Lektüre dieses Buches sind die Leser weit von dem genannten Autoren-Ziel des Schreibens 'komplexer professioneller Programme' entfernt, selbst einfachste Grundlagen werden hier falsch vermittelt.
Das Buch reiht sich nahtlos ein in die traurige Riege anderer deutscher Fachbuchautoren zum Thema C.
Das Buch ist niemandem zu empfehlen.
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am 30. Mai 2011
Inhaltlich ist das Buch im Großen und Ganzen ganz ok, was aber sehr ärgerlich ist ist die Tatsache, dass bei der 6. Ausgabe immer noch Fehler enthalten sind wie z.B. andere Bezeichnernamen im Source als in der Beschreibung. Desweiteren muss man sich daran gewöhnen, dass man bei den Übungsaufgaben Funktionen benötigt, die noch gar nicht behandelt wurden und zu einem späteren Zeitpunkt dran kommen, d.h. man blättert dann im Buch rum oder befragt das Internet. Sowas darf in einer soweit fortgeschrittenen Ausgabe nicht sein.
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am 17. Oktober 2001
Es ist sicher keine leichte Kost, doch wer bereits eine Programmiersprache kennt oder in C hereingeschnuppert hat findet in diesem Buch eine einzigartige Kombination von Lehrbuch in dem alle Sprachelemente vorgestellt werden und einem Nachschlagewerk mit praxisnahen Beispielen.
Das Buch ist damit Lehrbuch und Referenz in einem. Man kann dies positiv sehen, denn man bekommt sonst für diesen Preis nur ein Einführungsbuch mit geringerem Inhalt oder negativ - Es muss eben dann etwas kürzer sein. mir persönlich ist dies lieber als ein Laberbuch.
Der Einsteiger sollte sich auf jeden Fall die Beispiele von der Homepage laden und das Buch durcharbeiten - Der Autor schreibt konzentriert und erwartet Einsatzbereitschaft vom Leser. So fehlen seitenschindende Endloslistings weitgehend sondern weichen prägnanten Beispielen.
Wer außerhalb des akademischen Bereichs kommt wird etwas Probleme haben mit den zahlreichen Fachbegriffen und der ausführlichen Erklärung, doch das Buch ist ja auch für Studenten eines Faches wie Informatik gedacht.
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