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am 30. März 2014
Die umfangeichen Studien die Hattie durchgeführt hat und hier plausibel und verständlich vorstellt, sind beeindruckend und sehr, sehr informativ. Sollte in keinem Studium der Pädagogik und in Lehrerfortbildungen fehlen.
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John Hatties Werk ist ein Muss für alle, die sich professionell oder allein aus Interesse mit den Erfolgsbedingungen von Bildung beschäftigen. Denn so umstritten sein methodisches Vorgehen und seine Ergebnisse auch sein mögen, feststeht: Nur wer Hattie gelesen hat, kann in aktuellen Bildungsdebatten angemessen mitdiskutieren. Wieso ist dies so? John Hattie bietet einerseits einen umfangreichen Überblick zur aktuellen empirisch fundierten erziehungswissenschaftlichen und allgemein-didaktischen Forschungslage. Andererseits bringt er seine Ergebnisse präzise auf den Punkt, sodass auch unmittelbare Folgerungen für die Praxis abzuleiten sind.
Trotz dieses positiven Befundes weist der Band jedoch auch einige Problempunkte auf. Erstens: Viele Faktoren lassen sich nur schwer auf den deutschsprachigen Raum übertragen, da dezidiert Studien aus dem englischsprachigen Raum als Grundlage dienten. Hinzu kommt, dass sich - zweitens - dieser Ursprung auch in Begrifflichkeiten festmacht, welche doch sehr in der angloamerikanischen Bildungslandschaft verwurzelt sind. Drittens erscheint die Auswahl der Faktoren etwas willkürlich - letztlich kann Hattie nur auf Bereiche zurückgreifen, die ausreichend empirisch erforscht sind -, sodass einige praxisrelevante Faktoren ausgespart bleiben.
Mag der Band auch durchaus die oben angesprochenen Probleme beinhalten, lesenswert ist er dennoch, da allein die ungeheure Datenmenge, welche in die Untersuchung eingeflossen ist, bemerkenswert ist und eine hohe Aussagekraft verspricht. Gesagt werden sollte zudem noch, dass sich der Band aufgrund der großen Informationsdichte vor allem als Nachschlagewerk eignet. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang vor allem die grafische Darstellung zur Wirksamkeit der einzelnen Faktoren in Form eines Barometers, welche einen schnellen Überblick ermöglichen. Einziger Wermutstropfen bleibt hier das fehlende Register.

FAZIT: John Hatties Mammut-Studie ist sicherlich eine bemerkenswerte Forscherleistung, welche international zu Recht große Beachtung fand. Letztlich sind seine Erkenntnisse jedoch nur bedingt auf die deutsche Bildungslandschaft übertragbar. Doch wieso nicht einmal einen Blick über den nationalen Tellerrand werfen?
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Die Hattie-Studie ist in aller Munde und wird auch von deutschen Erziehungswissenschaftlern als "Bibel" der Verbesserung von (ja von was denn eigentlich: Bildung? Wissen? Lernerfolgen?) zitiert und womöglich noch wortwörtlich ausgelegt, so dass sich fast schon ein Fundamentalismus "Hattie sagt aber..." breit macht.

Unterstützt wird diese Bibelauslegung durch die sehr einprägsame Bewertung der Einzeleffekte auf einer numerischen Skala. Da muss man den Text gar nicht lesen sondern kann sich einfach ein paar Zahlen merken.

Von der Frage, ob so eine Studie auch für das deutsche Bildungssystem gelten muss, mal ganz abgesehen, erscheinen mir viele Einzeleffekte als sehr plakativ formuliert.

Da ist z. B. vom Feedback die Rede, was den Lernerfolg ungemein voranbrächte, andererseits aber wenig finanzielle Mittel seitens der Schule erfordert um die Methode in der Schule einzusetzen und nach außen hin zu kommunizieren "Seht mal, wir machen sogar feedback - wurde ja auch vom Hattie empfohlen."

Doch ob Feedback tatsächlich in der korsettartigen Struktur von regelmäßig ausgeteilten Fragebögen stattfindet und DAS dann das einzige Feedback ist was zwischen Lehrern, Schülern etc. notwendig ist - das möchte ich doch stark anzweifeln. Schule ist ein Geschäft zwischen Menschen und Feedback ergibt sich in einer Klassensituation schon nach wenigen Minuten. Im Gegensatz dazu reflektieren Fragebögen schon längst vergangene Sachverhalte und könnten allenfalls für uni-direktional gehaltene Vorlesungen sinnvoll sein.

An anderer Stelle ist davon die Rede, dass kleine Klassen den Lernerfolg nicht erhöhen. Dies mag zutreffen, wenn sich der Unterrichtsstil bei kleinen Klassen nicht ganz anders darstellt als bei großen Klassen. Kleine Klassen sind im deutschen Schulsystem eher eine Randerscheinung und kommen allenfalls als kostenintensive Notlösungen ins Spiel. In anderen Ländern dürfte das nicht viel anders sein.

Es ist klar, dass sich dann die Haupt-Unterrichtsmethode an eher größeren Klassen orientiert und für kleine Klassen gar keine ausgefeilten Konzepte da sind.

Ursache und Wirkung werden hier also nicht besonders gut unterschieden.

Last but not least möchte ich auf die große Anzahl der ausgewerten Unter-Studien eingehen. Schon der Vergleich von zwei wissenschaftlichen Papers ist außerordentlich schwierig, Studien, die ja stets einen ganz unterschiedelichen Hintergrund haben, ein ganz anderes Layout, ganz andere Bewertungskritieren etc. zu vergleichen dürfte kaum oder nur in Ansätzen möglich sein. Und es stellt sich die Frage, warum eine derart große Anzahl von Studien notwendig ist, um zu den Aussagen zu kommen. Statistik schön und gut, aber die Verwendung von zu vielen Daten machen die Aussagen auch nicht besser.

Insgesamt sollte man die Hattie-Bibel natürlich kennen - doch diese auch vorsichtig und mit Bedacht lesen und interpretieren.
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am 2. Januar 2014
Wenn die Übersetzung nicht grundlegend überarbeitet wurde, gilt auch für diese Auflage:
Natürlich ist es schön und wertvoll, wenn jemand sich die Mühe macht, eine große Zahl von Studien zusammen zu fassen -
ABER:
1. Es sind weitgehend Studien aus dem englischen Sprachraum, also schon auf Grund des Schulsystems nicht ohne Weiteres übertragbar.
2. Vor der Übertragung in andere Schulen muss man sich bei jedem einzelnen Item darüber verständigen, was darunter zu verstehen ist; die rein sprachliche Übersetzung reicht nicht aus.
3. Bitte nicht als Katalog verwenden, nach der Rangliste die wirksamsten Items auswählen und denken, dass jetzt der Unterricht perfekt wird - SONDERN: sorgfältig die Kommentare des Verfassers lesen und das eigene Gehirn einschalten, denn vieles steht zwischen den Zeilen.
Und dann die Übersetzung:
Ich habe beim Lesen das Gefühl, als ob ein englisches Buch fast wörtlich übersetzt wurde. Eine Angleichung an die deutsche Diktion hat weitgehend nicht statt gefunden und so darf man ganz viele Substantive lesen. Fürchterlich!
Vielleicht ist Hatties 2. Buch die bessere Wahl: Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen: Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible Learning for Teachers". Zumindest die Zusammenfassung von Dieter Höfer und Ulrich Steffens (zu erreichen über die Homepage visible-learning.org) lässt das hoffen.
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am 1. April 2015
Ist Interessant und man kommt damit gut zurecht! Hab es nur für eine Prüfung benötigt und hat seinen Zweck erfüllt!
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