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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 19. September 2011
Nachdem Jonathan Safran Foer und Karen Duve zwei populäre Bücher zur Notwendigkeit einer veganen Ernährung in unserer Zeit geschrieben haben, legt Ruediger Dahlke nun Peace Food vor. Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt vor. Seine primäre Botschaft ist wichtig und sollte möglichst viele Menschen die Augen öffnen - Fleisch und Milche (und auch Eier) sind heutzutage Produkte, die auf eine abscheuliche und völlig unhaltbare Weise produziert werden. Mit der Bauernhofidylle, die uns in der Werbung vorgegaukelt wird, haben die Zustände in Tierhaltungsbetrieben und auf Schlachthöfen rein gar nichts mehr zu tun.
Dahlke geht daneben ausführlich auf den gesundheitlichen Aspekt einer veganen Ernährung ein - dabei zitiert er zahlreiche Studien, u.a. die bekannte und aktuelle China Study.
Gegliedert ist das Buch in einen ersten Abschnitt, in dem es um die krankmachende Wirkung von Fleisch und Milchprodukten geht und einen weiteren Abschnitt, in dem die Tiere im Mittelpunkt stehen und das unsägliche Leid, das ihnen Tag für Tag widerfährt, nur damit in den reichen Regionen dieser Welt tierische Produkte im Übermaß essen können. Soweit so gut! Dahlke sensibilisiert hier für ein Thema, das alle angeht. Natürlich vergisst er auch nicht die ökologischen Aspekte, wie etwa die Abholzung der Regenwälder, um Anbauflächen für die Futterpflanzen von Schlachttieren zu schaffen, den Klimawandel und das enorme Gülleproblem. Das kann man sehr gut auch bei Foer nachlesen. Wer Dahlke kennt, weiß, dass er sich stark mit dem Unbewussten beschäftigt und dieser Aspekt des Themas spielt auch eine zentrale Rolle - immerhin ist die Duldung und Befürwortunge der Massentierhaltung, denn nichts anderes tut man, wenn man tierische Nahrungsmittel konsumiert, ein kaum zu überbietendes Verdrängungsphänomen. Folgerichtig hat unser Verhalten auch seelische Konsequenzen.

Zur Kritik:
Leider hat der Autor einen (teilweise) überflüssigen 3. Abschnitt verfasst, der meiner Meinung nach vieles verdirbt. Es ist interessant zu lesen, dass die Sonne eine wichtige Heilquelle sein kann. Hierzu existieren auch zahlreiche Studien. Auch der (Mittags)Schlaf als Quelle der Energie ist vielleicht zwar keine neue, aber immer wieder eine wichtige Entdeckung. Gerne kann man auch das Fasten noch in die Kategorie "Das Beste für Körper und Seele" einordnen. Aber was hat bitte ein Nahrungsergänzungsmittel, das so penetrant beworben wird, dass ich das Buch tatsächlich zur Seite legen musste weil ich peinlich berührt war von der Plumpheit des gebetsmühlenartig wiederholten Anpreisens eines Wundermittels - mit "Peace Food" zu tun? Hier sollte man tunlichst zwischen einer so grundlegend wichtigen Botschaft (weg von Fleisch, Milch und Eiern, die unsägliches Leid hervorrufen) und einer mehr oder weniger schäbigen Werbemessage à la "kauft diese Supernahrung, denn sie macht euch glücklich!" zu trennen wissen.
Für mich hat dieser Abschnitt das Ganze schon ziemlich getrübt!
Auch das kurze Kapitel über die "Unterstützung durch die Weltreligionen" ist (leider!) etwas zu beschönigend. Mit einzelnen Zitaten kann man fast alles "nachweisen", wenn man das möchte. In puncto Vitamin B 12-Versorgung hat mir zudem die Erwähnung von milchsaurem Gemüse gefehlt.

Der Rezeptteil, mit 30 veganen Rezepten von der Haubenköchin Dorothea Neumayr ist wiederum sehr gelungen!

Fazit: Ruediger Dahlke hat mit "Peace Food" ein wichtiges Buch geschrieben, das die Botschaft vieler anderer Autoren unterstreicht, auf Fleisch, Milch und Eier zu verzichten um unzähligen Tieren und sich selbst viel Leid zu ersparen. Leider fand ich die penetranten Werbebotschaften im 3. Abschnitt völlig überflüssig. Diese wären an anderer Stelle (gerne in einem Titel über "Glücksfood" o.ä.) vielleicht noch akzeptabel gewesen. Hier nicht!- Ein Schelm, wer böses dabei denkt...
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am 12. September 2011
Ich habe das Buch 'Peace Food' innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Es ist ein Mix aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, erschreckenden Fakten und guten Tipps.
Ich habe zuvor schon die 'China Study' gelesen und finde, dass Rüdiger Dahlke die Erkenntnisse daraus sehr einfach und konkret beschreibt. Des Weiteren geht er darauf ein wie furchtbar die heutige Massentierhaltung in Tierfabriken aussieht und auf welche grausame Art der Mensch mit anderen Lebewesen umgehen kann.
Dass die Tiere solch entsetzliche Qualen erleiden müssen sprengt wirklich meine Vorstellungskraft und kann an niemandem spurlos vorbeigehen!!

Ich bin kein Vegetarier, doch nach dieser Lektüre möchte ich einer sein! Möglichst sogar ein Veganer! Dass wir als einziges Säugetier Milch (eines anderen Säugetiers) trinken kann nicht gesund sein. Die steigende Zahl der Allergiker spricht dabei auch Bände, wie ich finde. Dazu kommt auch noch, dass die armen Tiere gequält werden, dass sie ständig künstlich schwanger gehalten werden und als Milchmaschinen dahinvegetieren, bis sie schließlich zum Schlachter gebracht werden.... das darf einfach nicht sein! Vom Medizin-Cocktail für die Kühe und dadurch die Verunreinigung der Milch möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen...

Rüdiger Dahlke ist ein sehr spiritueller Mensch. Dies kann ich von mir nicht behaupten und deshalb bin ich über so manche Ausführungen gestolpert, die etwas befremdlich für mich waren. Da die Ansätze aber auch immer wissenschaftlich belegt wurden kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Vor allem für diejenigen, die sich allgemein mit Ernährung und Gesundheit auseinandersetzen und die die Industrie, so wie sie sich in den westlichen Ländern hervorhebt, nicht gutheißen können!

Es könnte so einfach sein den Hunger auf der Welt zu stillen und dabei sein eigenes Körpergefühl auch noch zu verbessern (und vor allem auch den Diätenwahn zu stoppen!)! Der menschliche Körper ist einfach nicht für tierische Eiweiße gemacht - und ein Großteil derjenigen, die dies nicht glauben werden es mit Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Alzheimer, Arthrose etc leider wahrscheinlich erst zu spät verstehen.
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am 21. November 2011
"Peace Food" wird wie immer die Ja-Sager aus Dahlkes Umfeld dazu animieren, haltlos positive Kritiken zu verfassen. Seltsam darf es erscheinen, dass er in Rundbriefen mittlerweile dazu aufruft, unter dem Vorwand der Erstellung eines "positiven morphogenetischen Feldes", möglichst vorteilhafte Bewertungen für seine Bücher abzugeben.

Zweifellos hat Dahlke in den vergangenen drei Jahrzehnten, wie kein anderer im deutschsprachigen Raum zu einem breiteren Verständnis der ganzheitlichen Sichtweise beigetragen. Sein Ideenkosmos ist geboren aus der Esoterikwelle der 80er Jahre. Seine Leserschaft besteht bis heute vornehmlich aus der sich weiter etablierenden spirituellen Szene, Vertretern der Naturheilkunde, einigen wenigen um Weitblick bemühten Ärzten, sowie den in der Krankenpflege Tätigen.

"Peace Food" strotzt vor Konstrukten. Wenn Dahlke 10 Bücher liest, um ein eigenes zu schreiben ist das hoch angesetzt. Die mutmaßliche Notwendigkeit einer veganen Ernährung ist durch die Bücher von Karen Duve und Jonathan Foer meisterhaft abgedeckt. Lesen sie lieber diese authentischen Werke. Dahlke ist lediglich thematischer Trittbrettfahrer. Mittlerweile hat er über 40 Titel aus den verschiedensten Themengebieten und noch mehr CDs mit geführten Meditationen zu jeder Lebenslage veröffentlicht. Für (leicht)gläubige Menschen mag das erscheinen, als habe er eine große Gesamtschau über die Dinge des Lebens. Das übt eine gewaltige Anziehungskraft auf die im Leben und in Gesundheitsfragen unsicheren Menschen aus - und das wird hier mit einem weiteren Titel bedient.

Die Inhalte des Buches basieren auf den (Zwischen)Ergebnissen der "China Study", einer beeindruckend groß angelegten epidemiologischen Studie durch Colin T. Campbell, einen Biochemie-Professor der Cornell University, New York, USA. Zusätzlich finden Sie viele Geschichten der Begegnungen des Autors mit industrieller Tierverarbeitung, allerlei gesammelte Ernährungsweisheiten, weitere Ausführungen über die von ihm ausgerufene spirituelle Philosophie, 30 vegane Rezepte und natürlich massenhaft Verweise auf die Literatur des Autors.
Und: den Hinweis auf ein durch Dahlke ins Leben gerufenes Nahrungsergänzungmittel "Take Me". Eine Protein-Pulvernahrung aus vakuumgetrockneten feinvermalenen Pflanzenbestandteilen.

Hier einige Aussagen im Buch und aus Interviews zu "Peace Food":

"- Ich habe seit dem Abstillen keine Milch mehr zu mir genommen.
- Wo ich auch hinkomme, macht das Buch gewaltig Furore.
- Wenn Sie Fleisch essen, essen Sie Aas.
- Natalie Portman, Gwyneth Paltrow, Richard Gere, Nena, Thomas D., sind langjährige Veganer
- Die Menschheit hätte auch nicht überlebt, wir konnten ja am Anfang letztlich nur vegan leben.
- Wenn ein Kind nach der Muttermilch gar keine Milchprodukte bekommen würde, wäre dem Diabetes Typ I die Grundlage entzogen.
- Milch macht Osteoporose, sie entzieht dem Körper mehr Kalzium als sie zusetzt.
- Milch ist krebsfördernd, weil sie den Wachstumsfaktor IGF1 enthält.
- Wenn man Osteoporose und Prostatakarzinome haben will ist es ganz ideal, viele Milchprodukte zu essen.
- Wir würden an den Stresshormonen der Fische nicht so leiden, wie an denen der Säugetiere.
- Heute werden Fische aus 2000m Meerestiefe geholt. Die sind in der Regel über 100 Jahre alt. Wollen Sie einen Methusalem essen?
- Ärzte, die diesen Ausdruck verdienen, müssten jetzt abraten von Tierprodukten. Es ist eine ärztliche Pflicht den Leuten vom Essen von Tiereiweiss abzuraten.
- Panikattacken haben mit dem erhöhten Konsum von Fleisch zu tun.
- Es kommt jetzt eine Art Revolution in der Ernährung. Die Milch- und Fleischindustrie wird noch ein bisschen dagegen rummosern.
- Das bisschen Fotovoltaik ist ökologisch ein verschwindend kleiner Schritt im Vergleich dazu, dass wir die Leichenteile aus der Küche verbannen.
- Wenn sie die Feldfrüchte von den Biofeldern nicht waschen, haben sie genug Vitamin B12, weil das ja von Bakterien gebildet wird.
- Wir müssen uns nicht um die Vegetarier sorgen, sondern um die Allesesser. Denen steht ein mieses Ende bevor.
- Vegetarier sind bewusstere Menschen, Veganer sind noch einmal sehr viel bewusster.
- Mit veganem Essen sind Ihre Ausdünstungen geringer, sie stinken nicht mehr so.
- Die Ausstrahlung wird auch anders. Ich kann es einem Schweinefleischesser im Gesicht ansehen.
- Veganer sind schlanke, lebenslustige, humorvolle Menschen.
- Unser Darm ist 10m lang, Raubtiere haben einen kurzen Darm. Unser Gebiss ist nicht für das Schlingen geeignet.
- Wir finden keine Hinweise beim Menschen, dass er ein Fleischfresser ist.
- Es ist ein medizinischer Erfolg, dass wir jetzt die Zivilisationskrankheiten durch Vermeidung von Tierprotein verringern können.
- Der Verzicht ist der geringste Teil beim veganen Essen.
- Bis vor ein paar Jahren habe ich noch Käse gegessen, heute würde ich den gar nicht mehr mögen.
- Manchmal fehlt mir ein Stück Butter auf dem Brot."

Bilden Sie sich ihre eigene Meinung oder besser: recherchieren Sie diese Aussagen.

Ich ernähre mich seit einem Jahrzehnt vegetarisch. Grundsätzlich spricht nichts gegen vegane Ernährung bei Erwachsenen. Insbesondere die Aspekte des Verzehrs von industriellen Tierprodukten sind in "Peace Food" in geeigneter Tiefe dargestellt, ebenso die Absurditäten der Massentierhaltung. Dass das fleischlose Essen Frieden bringt, für sich selbst, für andere und für die gequälten Kreaturen, leuchtet jeder halbwegs sensiblen Seele ein. Lebensmittelskandale betreffen fast ausschließlich Tierprodukte. Parasitäre Erregerspektren finden ihre Zwischenwirte vornehmlich hier. Dass Massentierhaltung große Teile der Ackerbauflächen für Kraftfutter verbraucht und die Umwelt mit Stoffwechselprodukten unverhältnismäßig belastet, ist mittlerweile weithin bekannt.

Die Idee, man sei leichter und die Seele könne sich vom "Körperhaus in Meditationen besser lösen", weil tiereiweissfrei ... naja, denken sie sich ihren Teil. Selbst wenn man die spirituelle Tiefe dieser These nicht direkt erfasst, wird man sicher nicht vom Nirwana ausgeschlossen werden.
Die Aussage, der Mensch sei eher ein Pflanzen- als Fleischfresser lässt sich phylogenetisch und historisch durch nichts belegen. Informieren Sie sich in einem beliebigen paläontologischen Museum. Lesen Sie dazu das ausserordentlich sauber recherchierte Buch:

Wolf Schneider, Der Mensch. Eine Karriere.

Lesen sie die "China Study" und setzen Sie sich auch unbedingt mit der Kritik daran auseinander. Nach den Durchführungskautelen für international gültige Standards in wissenschaftlichen Studien enthält sie neben Fakten auch einige methodische Fehler. Nicht weil hier ein absoluter Anspruch der Wissenschaft vertreten sei und damit die Gültigkeit der Ergebnisse sofort nichtig ist. Es geht darum, sich bei grundlegenden Themen - also der Ernährung - nicht allein auf die Konstrukte einer indoktrinierenden Philosophie in der Zeitgeistliteratur zu verlassen. Es soll auch heissen, dass nur weil ein Biochemiker einer renommierten Universität - natürlich aus den USA - eine groß angelegte Studie vorantreibt, die Ergebnisse nicht automatisch hieb- und stichfest sind. Ohne vielfach nachgewiesene harte Fakten glaubt im wissenschaftlichen Umfeld heute kaum noch jemand an "bahnbrechende" Ergebnisse. Setzen Sie sich mit den Tricks und Manipulationen des Wissenschaftsbetriebs auseinander. Geeignet dazu ist z.B.

Ben Goldacre: Die Wissenschaftslüge

Der in "Peace Food" vertretene Anspruch Dahlkes, dass die Dinge schwarz auf weiss, also wissenschaftlich bewiesen seien, ist - wie so vieles in Dahlkes Büchern - bei genauerer Recherche nicht haltbar. Die Beweiskette entspringt gerne einmal dem Bereich des wunschvollen Denkens und dient dem Zweck, Sie zu überzeugen. Und Dahlke ist ein Meister der Polemik. Hier benutzt der Autor das wissenschaftliche Deckmäntelchen, um sich den Anstrich fundierter Seriösität in der populärwissenschaftlichen Zone zu verschaffen. In populärwissenschaftlicher Literatur muss man ja seine Quellen auch nicht so genau belegen.
Die meisten Leser werden soweit aber gar nicht nachforschen und wie immer in ihren Rezensionen huldigende Lobgesänge anstimmen. Sie haben hiermit ein weiteres Buch für sich entdeckt, mit dem sie nun über den Darm heilig werden können. Übrigens war diese "Scheinheiligkeit" etwas, dass Dahlke vor nicht allzu langer Zeit den "Körnerfressern" vorwarf.
In diesem Zusammenhang mag es sie interessieren, dass Dahlke bis vor zwei Jahren noch den Verzehr von Fisch für eine ausgewogene Ernährung propagierte. Natürlich wegen der wichtigen Omgea 3-Fettsäuren und weil der Fisch "evolutionär viel weiter vom Menschen entfernt" sei als die Säugetiere. Spirituell und ethisch war das bis ein Jahr nach seiner Kenntnis der China-Study also durchaus vertretbar.
Es darf Anlass zu allerlei Vermutungen über Dahlkes allgemeinen wissenschaftlichen Kenntnisstand geben, dass er erst jetzt auf diese Ergebnisse stösst. Die Studie läuft seit 1987, die ersten Ergebnisse sind seit 1992 publiziert (siehe PubMed).

Es geht in diesem Buch mehr um Dahlke selbst, als um den Inhalt. Das vegane Leben ist ein weiteres Mittel zu dem Zweck der Inszenierung seiner "spirituellen Philosophie". Ideologie ist eben auch die Lebensweise, die er derzeit in seinen Kreisen populär macht und - natürlich mit einem weiteren Buch - unterstreicht.
Veganes Leben sei hier nicht kommentiert und nicht bewertet. Vielmehr steht es bei Dahke im Lichte der Bildung einer alternativen Lebensgemeinschaft in Gamlitz bei Graz, die sich gegenüber den 'Normalos' abgrenzt. Dahlkes Wunsch ist unübersehbar, mit Visionen von einer besseren, weil alternativen Art des Zusammenlebens doch noch den Traum seiner 68er-Kommunengeneration zu verwirklichen. Eine ökologisch, soziale Revolution aus kleiner Zelle mit Hilfe eines Dogmas. "Peace Food" ist eines der Evangelien, die er für diese Gemeinschaft und die Stammleserschaft geschrieben hat. Man kann sich nun einen weiteren Band der Enzyklopädie des Dahlke-Universums ins Regal stellen.

Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man in verwirrender Vielfalt selbst den Überblick nicht behalten kann
Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man die Führung einer rhetorisch gewandten Persönlichkeit leicht akzeptiert. Insbesondere die eines Arztes.
Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man sich dadurch als besserer Mensch fühlt und natürlich viel spiritueller als die anderen.
Gerne nimmt man diese Dinge an, weil es das nächste Ding ist mit dem man sich auf seinem spirituellen "Weg" beschäftigen kann.
Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man damit scheinbar eine Identität findet.

Mit dem nächsten Dahlke-Buch oder Seminar hat man wieder etwas Wertvolles (weil nicht ganz Billiges) zum Ich dazuaddiert und wird nun sicher noch schneller erleuchtet. Man hat so aber lediglich das alte lästige Selbst, gegen ein neues, spirituell gebildetes Selbst ausgetauscht. Das ist ein uraltes Guru-Strickmuster und ein allzeit boomendes Geschäft (Dahlke wurde durch seine Autorenschaft zum Multimillionär). Und man kann nun trotz aller Schattenbearbeitung nicht mehr anders, als einen Zusammenhang mit diesem Buch und dem von Dahlke angepriesenen Eigenprodukt Take-Me zu vermuten.

Dahlke polarisiert bewusst mit diesem Buch in der Hoffnung, dass eingesessene Fleischesser aus Gewissensgründen ihre Ernährungsgewohnheiten ändern werden. Wer einmal ein Lehrbuch der Ernährungsmedizin zur Hand genommen hat wird leicht im Voraus wissen, dass sich diese grundlegenden Gewohnheitsmuster in der Praxis nur mit äußerstem Aufwand ändern lassen. Allen, die hier "Hurra! Ab jetzt vegan!" schreien, kann man das so leicht garnicht abnehmen.

Möglicherweise ist ja bei Dahlke trotz jahrelangem eisernem Fasten und unerbittlicher Wiederholung von zusammengeklaubten Gesundheitsformeln doch ein Rest Sorge vor eigener Erkrankung geblieben. Die vegane Lebensweise ist, ähnlich wie die Krankheits-Symptomdeutung und die 'Reinkarnationstherapie', letztlich ein Vehikel zur weiteren Untermauerung der von ihm zelebrierten Ideologie, ein weiteres Mittel zur gut gemeinten Machtausübung.
Sozialismus, Konservativismus, Spiritualismus .... Veganismius, jede Art von "-ismus" ist Ausdruck einer ideologischen Grundhaltung, die sich aus vermeintlich höheren Gründen gegen das Andere abgrenzt. Das Theoriengebäude von Dahlkes "Spiritueller Philosophie" ist durch allerlei Dogmen abgesichert.
Lesen Sie dazu auch:

Hubert Schleichert, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren.

Fazit:
Seien Sie mit ihrer Nahrung aufmerksam. Kaufen Sie Produkte, die Sie ökologisch und ethisch vertreten können. Wenn sie Fleisch essen, "nehmen sie das aus biologischer Quelle und essen Sie einfach weniger davon" (Kurt Schweisfurth, Herrmannsdorfer Höfe). Sie haben riesige Macht in den Händen: Sie kaufen Lebensmittel aus fragwürdigen Quellen einfach nicht - und der Markt regelt deren Ende. Es wird nur das produziert, was Abnehmer findet. Die Veränderung beginnt bei Ihnen, sie beginnt in Ihrem Inneren. Wenn Sie es in sich finden können auf Fleisch und Eier zu verzichten und in Maßen zu essen, tun Sie zuerst sich und dann der Umwelt einen großen Dienst.

Machen sie aus dem Essen keine Ideologie, weder für andere, noch für sich selbst. Essen Sie mit Freude und wachem Bewusstsein. Das ist angewandter Frieden beim Essen. Sie sind längst das, was sie suchen, und finden es auch nicht im Veganismus. Sie brauchen keine Ergänzungsmittel und Sie brauchen auch dieses Buch nicht.

Guten Appetit

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am 1. August 2014
Ich befasse mich schon seit einiger Zeit mit dem Thema gesunde Ernährung und dieses Buch ist wirklich sehr gut. Es wird eine vegane Ernährung empfohlen. Wer also darauf hofft für sein Fleisch vom Biobauern die Absolution zu erhalten...leider nein. Gerade wenn es um die Haltung und Schlachtung von Tieren geht, ist der Autor knallhart. Das ist in meinen Augen aber auch richtig so, dann nur so werden wir Verbraucher auch wirklich zum Umdenken animiert. Wem diese schlimmen Worte nicht ausreichen, der wird sich sicherlich aufgrund der ganzen gesundheitlichen Aspekte überlegen, ob er vegan oder zumindest vegetarisch leben sollte. Das Buch ist für mein Empfinden sehr gut geschrieben, der Autor ist Arzt und das merkt man auch. Die schlechten Rezensionen kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich werde dieses Buch jedem empfehlen, der lange gesund leben will.
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am 10. März 2014
Obwohl Dahlke einer Mode folgt (im Jahre 2011 zwar noch nicht ganz so ausgeprägt wie heute), wirken seine Überlegungen authentisch und bestärken jede/n, die/der aus Gründen des Tierschutzes auf Fleisch verzichtet in ihrer/seiner Entscheidung. Auch das Plädoyer für „vollwertige pflanzliche Ernährung“ ist perfekt dazu angetan langjährige Kohlenhydratjunkies zumindest wachzurütteln und somit zu einer Bewusstseinsänderung beizutragen. Die Rezepte tun ein Übriges um einen guten Einstieg in einen veganen Lebensmodus zu geben. Sie sind gut nachzukochen, denn die Zutatenliste kommt ohne Schnickschnack aus. Die Ergebnisse sind entsprechend und so, dass das vegane Kochbuch nun auch auf meiner Anschaffungsliste steht.

Ohne die großartigen Leistungen des Arztes und Psychotherapeuten Rüdiger Dahlke in irgendeiner Form in Abrede stellen zu wollen, sei aber unbedingt darauf hingewiesen, dass die Masche der punktuell immer wieder aufscheinenden Selbstbeweihräucherung sich irgendwann ins schwer Erträgliche steigert. Alle LeserInnen dürften es beim ersten Erwähnen kapiert haben, dass der Autor quasi schon seit seiner Kindheit vegetarisch und seit einigen Jahren vegan lebt. Während der Hinweis auf die eigene Grundlagenpublikation, „Krankheit als Symbol“, gut passt, empfinden kognitiv gepolte LeserInnen die gelegentlich eingestreuten Bemerkungen in Richtung Esoterik als störend. All dem könnte man allerdings noch nachsehen, gäbe es nicht am Ende des Buches eine offene und völlig deplatzierte Werbekampagne für das Nahrungsergänzungsmittel „Take me“, das auch schon vorher mehrfach glorifiziert wurde. Ob nun Dahlke selbst daran verdient oder nicht, sei dahingestellt – eine solch krude Werbebotschaft ist ein „No go“ und hätte sich eigentlich auch der Verlag verbieten sollen.

Zu guter Letzt: Dahlke schreibt im Großen und Ganzen in einem gut lesbaren Stil, den man als populärwissenschaftlich bezeichnen könnte. Insbesondere der Einleitung zu „Peace food“ merkt man jedoch an, dass sie im Schnellgang, vielleicht sogar im Nachhinein, verfasst wurde. In ihr waltet ein missionarischer Grundtenor, der gleich die „Tiere auf dem Teller landen“ und „Brücken vom Körperlichen zum Seelischen schlagen“ lässt, will sagen: der von plumpen persuasiven Strategien und ebensolcher Bildlichkeit durchzogene Eingangstext lädt eher nicht zum Weiterlesen ein. Ich habe es letztendlich doch getan und trotz allem von diesem Buch profitiert. Allerdings rauben die drei Faktoren, die im Titel meiner Kurzrezension genannt sind, auch drei Sterne.
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am 15. Dezember 2011
Nachdem im letzten Jahr Jonathan Safran Foer mit 'Tiere essen' in Sachen Vegetarismus gewaltig vorgelegt hatte, zieht nun Ruediger Dahlke mit 'Peace Food' nach und versucht eine Lanze für den Veganismus zu brechen.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert:

Krank durch Fleisch- und Milchprodukte
Das Leid der Tiere
Das Beste für Körper und Seele
30 vegane Rezepte für ein glückliches Leben
Anschließend folgt ein Anhang, der unter anderem weitere Bücher des Autors auflistet und ein ausführliches Register.

Allem voran steht eine zehnseitige Einleitung, in der Ruediger Dahlke kurz den Inhalt des Buches und seine Beweggründe, sich mit dem Thema zu befassen, erläutert. Dieser Teil hat mir wirklich sehr gefallen und würde ' für sich stehend ' auch sicher 4 Sterne verdienen.

Bis dahin war ich also noch wirklich begeistert. Die weiteren Teile allerdings haben mich (als Veganerin!) nicht überzeugen können und ich befürchte, dass 'Peace Food' bei Nicht-Veganern eher auf Ablehnung stoßen wird, als auf Zustimmung. Warum?

Teil eins beleuchtet die negative Wirkung, die der Verzehr tierischer Produkte in körperlicher und seelischer Hinsicht auf den Menschen haben kann. Dort zitiert Dahlke seitenweise Studienergebnisse, packt ein paar Allgemeinplätze und ein bisschen Pathos dazu. Der Leser wird erschlagen von Zahlen und Namen, statt von der an sich so wichtigen Botschaft überzeugt zu werden. Weiter geht es in Teil zwei mit dem Leid der Tiere, wo dem Autor scheinbar auch wenig Eigenes einfiel und er stattdessen die grausamsten Szenen aus 'Tiere essen' und des erschütternden Berichts von Christiane Haupt über die Zustände in einem deutschen Schlachthof zitiert. Im dritten Teil erfährt der Leser noch etwas über Sonne und Schlaf als Heilquelle und es werden auf fünf Seiten Aussagen verschiedener Weltreligionen zum Thema abgearbeitet.

Fast im gesamten Buch finden sich außerdem sehr gehäuft nicht besonders subtile Hinweise auf andere Bücher des Autors, sowie ein von ihm kreiertes Nahrungsergänzungsmittel. Insgesamt wirkte 'Peace Food' dadurch leider eher abstoßend als ansteckend.

Aus dem Rezeptteil habe ich bisher nichts gekocht, einige der Rezepte von Dorothea Neumayr klingen aber wirklich gut; wie zum Beispiel: Karotten-Ingwer-Suppe mit karamellisiertem Apfel oder Pasta mit Kirschtomaten und Rucola.

Fazit: Hier wurde ein extrem wichtige Botschaft für reine Selbstvermarktung missbraucht. Leider also nur 2 Sterne.

Zitate:

Mir scheint, nach ungezählten Fleischskandalen, nach Giftorgien im Futter und im Verbraucher, nach aus der Tierzucht stammenden Vogel- und Schweinegrippeviren ist die Zeit reif für ein Umdenken und einen Neuanfang. Letzerer aber kann nur vom Einzelnen ausgehen, von ihm aber kann er sich ausbreiten wie ein Lauffeuer, von Mund zu Mund und Herz zu Herz. (Seite 11)

Es ist für die Seele wichtig, nur das zu sich zu nehmen, was wir von Anfang bis Ende problemlos und ohne Widerwillen selbst verarbeiten können. Da fallen dann für die meisten schon alle Geschöpfe weg, die ein Gesicht haben und eine Mutter, die sie geboren hat und ihr Gesicht erkennt. Für Körper und Seele einfacher wird es auch, wenn man sich auf Pflanzen beschränkt, die gewachsen sind, Wurzeln geschlagen und Blüten gebildet haben ' etwas, das für Mars, Bounty und die meisten Süßigkeiten nicht gilt. Sie werden auch weder dazu beitragen, uns zu verwurzeln, noch unser wahres Wesen zur Blüten bringen. (Seite 91)

Der im Osten durchaus geläufige Gedanke, all jene Wesen, die unter uns gelitten hätten, erwarteten uns auf der anderen Seite zusammen mit denen, die wir gefördert und geliebt haben, mag erschrecken und trösten zugleich. So ernten wir spät, was wir beim Einkaufen entscheiden. (Seite 141)

[Nach einem Abschnitt über die Rinderschlachtung:] Das Ganze liest sich schon zum Wände hochgehen. Stellen Sie sich vielleicht besser nicht vor, so etwas mit ansehen zu müssen. Sie müssen nicht und Sie müssen das auch nicht weiter beim einkaufen und essen unterstützen. (Seite 150)

Insgesamt kann ich mich hier nur den Worten des Schweizer Arztes Dr. Ernst Walter Henrich anschließen: '(') ich möchte und kann nicht wegschauen ('). Ich verabscheue das verbrecherische Treiben, das dazu führt, dass täglich etwa 40.000 Kinder an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben, weil man mit der pflanzlichen Nahrung lieber die gequälten Tiere füttert, um Fleisch, Milch und Eier zu gewinnen. Mit diesen tierischen Produkten (fr)essen sich die Wohlstandsbürger ihre Wohlstandskrankheiten an, die dann als Gipfel der moralischen Verwahrlosung in der Gesundheitsindustrie zu fast immer nutzlosen Tierversuchen führen.' (Seite 154)

Wir leben in einer absurden Zeit, in der es als normal gilt, Tiere wie Dinge zu behandeln, in der entsetzlichste und unmenschlichste Tierquälerei hingenommen wird, allenfalls als nicht zu ahndendes Kavaliersdelikt. Wo Konzerne, die Millionen Wesen industriell quälen lassen, von Politiker und Gesetzen geschützt und mit großzügigen Subventionen aus Steuergeldern bedacht werden. Wohingegen Tierschützer, Vegetarier und Veganer als unnormal gelten, als Verrückte und jedenfalls nicht ernstzunehmende Außenseiter oder Sektierer. Bestenfalls werden sie belächelt. Aber unsere Haltung und unser Engagement erlauben es uns, hinsichtlich dieses Themas in den Spiegel zu schauen. Und die Zeiten werden sich ändern. Als Atomkraftgegner der ersten Stunde erinnere ich mich daran, wie wenige und wie isoliert wir vor 30 Jahren waren ' inzwischen sind wir die Mehrheit und staunen, wer sich so alles zu uns gesellt. (Seite 179)
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Friedensarbeit durch BEWUSSTES, VEGANES ESSEN! Was für eine Vision!
Ja, wir können viel reden, viel in der Welt beklagen; nicht mehr fernsehen, um nicht mehr hinschauen zu müssen; Petitionen unterschreiben; an WWF spenden - oder eine andere Organisation; was immer wir für die Beruhigung unseres Gewissens tun. Doch wenn es ans EINGEMACHTE geht! Wenn es darum geht, HINZUSEHEN, dass wir selbst ein Teil des Systems sind, ...
Wer das Buch von Ruediger Dahle PEACE FOOD liest und sich davon berühren lässt, der kann in seiner Ernährung nicht mehr weiter machen wie bisher. Dem ist bewusst: Du bis ein Teil der Kriegführung gegen die Tiere und unseren Planeten Erde. SCHLUSS DAMIT!

Was Ruediger Dahlke unter PEACE FOOD vesteht:

"Peace Food ist ein anspruchsvoller Titel, und er berührt viele Ebenen. Wenn wir inneren Frieden finden wollen, müssen wir aufhören, uns das Leben mit den Angst- und Stresshormonen aus dem Fleisch der Schlachttiere zu beschweren. Wenn wir äußeren Frieden auf dieser Welt schaffen wollen, müssen auch alle Menschen genug zu essen haben, und das gelänge leicht, wenn wir auf den Konsum von Tierprodukten verzichten. Tiere dürfen nicht mehr gequält und gefoltert werden. Aber nicht nur mit Menschen und Tieren ließe sich Frieden schließen, auch mit Mutter Erde wäre es möglich. Eine weltweite Ernährungsumstellung könnte entscheidend helfen, die Klimakatastrophe doch noch abzuwenden. Statt unserem eigenen Körper, anderen Menschen, den Tieren und der Erde den Krieg zu erklären, könnten wir Frieden schließen und essend verwirklichen." S. 6

Das Buch appelliert vordergründig gar nicht so sehr an unsere Moral, sondern greift harte Fakten auf: Wie vor allem die "China-Studie" (2004) nachweislich und wissenschaftlich belegt, machen uns Fleisch und Milchprodukte ganz einfach KRANK. Es liegt in unserem ureigenen Gesundheitsinteresse, das zu essen, was unserer Gesundheit, Vitalität, Langlebigkeit und Lebensqualität gut tut!

Der zweite Teil lässt uns nicht mehr wegblicken: DAS LEID DER TIERE.

Die Schlachthöfe sind "eine Art von Konzentrationslager für Tiere" (S. 183) und zeigt, dass das Böse in uns immer noch bereit ist abzuschlachten (abschlachten zu lassen). Man kann die Reife einer Gesellschaft daran erkennen, wie sie mit Kindern, Kranken, Alten und Tieren umgeht. PEACE FOOD ist Friedensarbeit "für die Gesundheit der Erde" (S. 2047 ff)

Das Buch ist natürlich nicht nur Anklage. Es stellt im dritten Teil DAS BESTE FÜR KÖRPER UND SEELE dar und hat im 4. Teil 30 VEGANE REZEPTE FÜR EIN GLÜCKLICHES LEBEN von Dorothea Neumayr.

Mein Fazit: Wer es ernst meint mit der Friedensarbeit in der Welt, der beginne beim ESSEN. Das Buch ist ein wirklich starker IMPULS, den neuen Weg im Frieden mit den Tieren und der Erde zu geben. ein Weg, der auch uns Menschen gut tut durch die Lösung des Welthungers und der Klimakatastrophe.
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am 7. März 2016
Ich möchte dieses Buch allen Nicht-Veganern und Nicht-Vegitariern empfehlen.
Dieses Buch zeigt sehr anschaulisch die Lügen der Werbung der Milchbarone und Großkonzerne auf.
Das gleiche gilt für Kroßkonzerne der Fleischindustrie und Pharmakonzerne.
Unsere schlimmsten Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Herz-Kreislauf lasen sich durch bewußte Ernährung in den Griff bekommen.
Krebs verliert seinen Schrecken, Krebs ist heilbar.
Dieses Buch ist eine Bakrotterklärung unseres Pharmakonzern orientiertem Gesundheitswesens
Peace Food gibt sehr gut verständlich hintergrundinformation,
gibt einen Einblich in ganzheitliche Heilkunst in der die Gesundheit im Mittelpunkt steht.
Dahlke wirbt für eine vollwertige Vegane Ernährung aus wissenschaftlich medizienischer Sicht.
Aber auch für Menschen die sich nicht vegan oder vegetarisch ernähren wollen ist dieses Buch ein muss.
Es hilft die Ernährungsgewohnheit zu überdenken und neu zu gewichten. Es hilft die Propagande der Großkonzerne zu durchschauen.
Peace Food richtet sich an alle erwachten und erwachenden, die spühren das mit unserer Welt etwas nicht stimmt.
Peacs Food gibt uns sehr einfache Wege und Mittel das Leiden der Tiere und unser Leiden zu beenden.
Peace Food zeigt einen Weg in eine bessere Welt, wo Mensch und Tier wieder im Einklang leben.

Begleitend zu diesem Buch empfehle ich:
die Bücher und DVDs von Wolf Dieter Storl, der einen tiefen einblich in die Welt der Pflanzen gibt.
Das Thema: Gesund durch Entsäuerung, Säure - Basen Gleichgewicht / Haushalt, Basische Ernährung
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am 18. Februar 2012
Ich habe mir dieses Buch erst nach einigem Zögern angeschafft, da ich mich seit 15 Jahren an der Traditionellen Chinesischen Ernährungslehre (5 Elemente Ernährun) orientiert habe. Ich habe fest daran geglaubt, obwohl es mir, zumindest in den letzten Jahren nicht mehr nur gut damit ging (bleierne Müdigkeit nach dem Essen, manchmal schon nach dem Frühstücksbrei). Rohkost lehnte ich total ab, vor allem weil ich leicht friere. Jetzt trinke ich seit 4 Wochen Grüne Smoothies zum Frühstück, esse sehr viel Obst und Salate und siehe da, es geht mir blendend (keine Blähungen, kein Frösteln). Ich führe es darauf zurück, dass ich Fleisch und Milch ebenfalls weggelassen habe.Ich kann nicht sagen, dass ich jetzt topfit bin, aber dass kann man nach so kurzer Zeit auch nicht erwarten. Nie hätte ich gedacht, dass ich mich einmal gegen die 5Elemente Ernährung wenden würde. Rüdiger Dahlke hat es mit diesem Buch geschafft, dass wir als 6köpfige Familie nun auch kein Biofleisch mehr essen. Auch wenn meiner Meinung nach Veganismus bei Naturvölkern wenn überhaupt nur selten vorkam, so ist es einfach nicht mehr zeitgemäß, Tierprodukte unter diesen Umständen zu verzehren. Danke Herr Dahlke, dass Sie mir die Augen geöffnet haben.
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am 18. Januar 2015
Diese Frage stellen sich vermutlich einige, die sich letztlich für dieses Buch entscheiden. Und ihre Frage wird erschöpfend beantwortet. Auch wenn gewisse Argumente immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt werden und man teilweise den Eindruck hat, Dahlke würde eine Gehirnwäsche an einem versuchen, so versucht er dies doch für eine eigentlich gute Sache. Wie man das Buch findet, hängt ganz entscheidend davon ab, was man Dahlke glaubt bzw. inwiefern man die Ergebnisse der "China Study", auf die er sich im Wesentlichen stützt, für glaubwürdig und zuverlässig erachtet. Denn viele medizinisch oder biologisch begründete Abläufe und Prozesse innerhalb des menschlichen Körpers wird man nicht in aller Tiefe verstehen, da einem das nötige Fachwissen fehlt. Doch hierin besteht auch eine Stärke des Buches, denn dem Autor gelingt es, komplizierte Sachverhalte so darzustellen, dass sie für die Mehrheit der Bevölkerung zumindest nachvollziehbar werden.
Inhaltlich setzt er sich mit dem Effekt und den Wirkungen auseinander, die tierische Lebensmittel, im Besonderen Fleisch, Milch und tierische Eiweiße, auf den menschlichen Organismus haben. Viele Ergebnisse haben mich überrascht, manche haben mich fasziniert und einige haben mich getroffen. Darin besteht sicherlich auch eine der Aussageabsichten des Buches, nämlich sich über sein eigenes Konsum- bzw. Ernährungsverhalten Gedanken zu machen. Er liefert Einblicke in die Gegebenheiten der Tierhaltung und erklärt die Prozesse, die nötig sind, um beispielsweise eine Milchkuh über einen derart langen Zeitraum Milch geben zu lassen. Es folgen Angaben darüber, welche Nährwerte in welchem Nahrungsmittel enthalten sind und wie man eine gelungene vegane Ernährung gestalten kann. Ein kleiner Rezeptteil mit durchaus schmackhaften und leicht nachzukochenden Rezepten rundet das Büchlein ab.
Der Leser merkt recht schnell, dass es Dahlke eine Herzensangelegenheit zu sein scheint, die Menschen über die Grausamkeiten der Tierzucht aufzuklären und sie zu einer idealerweise rein pflanzlichen Ernährung zu bewegen. Für Letzteres liefert er äußerst viele Argumente, die meist entweder mit Studien zu häufigen bzw. typischen Krankheitsbildern zusammenhängen oder an die moralische Empfindsamkeit der Menschen appellieren.
Ich habe "Peace Food" mit Begeisterung gelesen, viele neue Impulse und Einsichten erhalten und Motivation geschöpft, noch mehr auf Nahrung tierischen Ursprungs zu verzichten, als dies sowieso schon der Fall war. Ich bin während der Lektüre auf eine vegane Ernährung umgestiegen, um die neuen Erkenntnisse in meinen Alltag einfließen zu lassen und sie auf ihre Machbarkeit hin überprüfen zu können. Schön finde ich, dass Dahlke nicht versucht, all die Menschen zu verteufeln, die weiterhin Fleisch essen wollen, sondern ihnen nahelegt, in diesem Falle wenigstens auf eine faire und artgerechte Aufzucht des Tieres zu achten. Sicherlich offenbart dieses Buch einen gewissen Missionarscharakter, und die Argumente werden so konsequent und glaubhaft, wie auch selbstverständlich, dargeboten, dass man nach seiner Lektüre kaum noch Lust auf Fleisch und Milch verspüren dürfte; nichtsdestotrotz handelt es sich nicht um ein "Alle-Fleischfresser-sind-schlechte-Menschen"-Buch.
Einen Stern Abzug gibt es leider für die Tatsache, dass Dahlke in einem kleinen Abschnitt Werbung für ein Produkt macht, dass er in Zusammenarbeit mit einer Firma (?) entwickelt hat und dass die Serotonin-Ausschüttung begünstigen soll. Auch wenn es sich um ein rein pflanzliches und biologisches Produkt handelt, hat es doch einen ernüchternden Beigeschmack, zumal Dahlke zuvor darauf hingewiesen hatte, dass die meisten Nahrungsergänzungsmittel nicht bringen würden, weil die Stoffe meist nur aus der Pflanze verwertet werden könnten, wenn man sie im Ganzen verzehren würde. So hätten beispielsweise Vitamin-C-Kapseln keinen Sinn. Seine Mixtur besteht aus pulverisiertem Pflanzensaft, den man z.B. Getränken beimischen kann. Naja, schade eben. Noch bitterer wird dieser Beigeschmack, wenn man sich vor Augen führt, dass dieses Produkt um die 45 Euro kostet, was für ein (wenngleich biologisches) Nahrungsergänzungsmittel horrend ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man in "Peace Food" viele nützliche Erkenntnisse erhält, sowohl über den menschlichen Organismus im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme, als auch über die Gegebenheiten der Tierhaltung und die Auswirkungen tierischer Nahrung auf unseren Körper. Wie bei den meisten "Ratgeber"-Büchern sollte man dieses Buch kritisch lesen und das eine oder andere, für die eigene Person bedeutsame, Argument durch Recherche prüfen, statt alles Geschriebene blind zu glauben. Ich denke jedoch, dass Dahlke in vielen Punkten Recht hat und seine Argumente meist sehr logisch und nachvollziehbar begründen kann. Gegen eine Vitamin B12-Supplementierung oder den sozialen Faktor hat er aber auch noch kein wirklich zufriedenstellendes Mittel finden können, leider.
In meiner bisher kurzen Zeit als Veganer habe ich es nie erlebt, dass Veganer und Vegetarier die Welt bekehren wollten. Ich habe es aber des Öfteren erlebt, dass manche "Normalesser" die Info zum pflanzlichen Ernährungsverhalten zum Anlass nahmen, sich darüber lustig machen zu wollen und sie als "verfehlt" hinstellen zu wollen. Auch in diesem Bereich fühle ich mich nun in die Lage versetzt, sinnvoll und logisch argumentieren zu können, sodass in aller Regel zumindest ein gewisses Verständnis für die Entscheidung hin zum Veganismus entsteht. Selbst wenn es nur dazu reichen sollte, ist das Büchlein ein Gewinn. Mir hat es in mancherlei Hinsicht die Augen geöffnet, auch wenn ich nicht glaube, für immer Veganer bleiben zu können oder zu wollen.
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