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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 25. Oktober 2016
1890, ein Mann mit dem Namen Edmund Carstairs betritt die Wohnung von Holmes, er berichtet davon dass ihm ein Banden Boss aus Amerika gefolgt ist. Dieser wollte sich mit ihm treffen, ist jedoch nicht erschienen, nun beauftragt er Holmes und Watson herauszufinden was dieser von ihm will, doch kurz darauf landen Holmes und Watson noch in einem viel größerem Fall.

Dies ist der erste Sherlock Holmes Roman, der von der Conan Doyle Estate Ltd bestätigt wurde und soll so eine Ergänzung zu den originalen Sherlock Holmes Geschichten sein, anscheinend basiert die Geschichte auf einer Vorlage von Conan Doyle, die er allerdings nicht fertigstellte. Der Autor versucht sich möglichst nah an den originalen zu halten, die Geschichte spielt kurz nach der Geschichte "Der Detektiv auf dem Sterbebett" somit stimmt alles schon mal wieder nicht mit den originalen überein, denn "Der Detektiv auf dem Sterbebett" spielt entweder 1887/1888 oder erst im Jahr 1903 je nachdem ob sich Watson in seiner ersten oder seiner zweiten Ehe befand, dazu gibt es keine genauen Infos. Im ersten Kapitel wird jedenfalls auf diese Erzählung Bezug genommen, dann noch auf "Das Zeichen der vier" und ich glaube auf noch eine Erzählung, kann mich aber gerade nicht genau daran erinnern. Der Autor nimmt auch danach noch sehr oft Bezug zu den Erzählung Conan Doyles, meines Erachtens zu oft. Außer dem besagten Zeitfehler kommt bald auch der nächste hereingeschneit, Watson erzählt Sherlock Holmes wäre um 1908 gestorben, da habe ich mich gefragt: >>Hä? Sherlock Holmes ist doch in den Erzählungen nie wirklich gestorben<<. Außerdem wäre da ja noch die letzte Erzählung von Conan Coyle "Seine Abschiedsvorstellung", diese spielt 1914 kurz vor dem ersten Weltkrieg und was kommt heraus wenn Holmes 1908 verstorben ist und 1914 einen weiteren Fall gelöst hat? Ganz eindeutig ein Fragezeichen, außer der Autor hat noch was für kommende Geschichten im Sinn und will Sherlock Holmes noch einmal abtauchen lassen, es hatte sich aber nicht so angehört, und sollte man den Film "Mr.Holmes" berücksichtigen lebt Holmes 1943 immer noch und hat Watson überlebt. Egal, jetzt lasse ich diese Fehler erstmal beiseite und gehe auf andere Dinge ein. Der Autor klärt auf wie Watsons Ehefrau Mary Watson verstorben ist, in den original Geschichten war das eine ungeklärte Info. Watson berichtet einige Jahre nach dem Fall über diesen Fall, da er den Fall, da er so düster ist, erstmal zurück gehalten hat und ihn nun nachträglich aufschreibt.

Ich denke die Bezeichnung Sherlock Holmes düsterster Fall ist angebracht, passt ja schließlich auch zum Cover. Der Fall wird sehr spannend erzählt und ich habe die gesamte Geschichte in 2 Tagen durchgelesen, das Buch fesselt sehr und auch die darstellte Intelligent von Sherlock Holmes erinnert stark an die Erzählungen von Conan Coyle. Kleinere Stellen im Buch sind etwas zu übertrieben und wirken ein wenig wie für einen Modernen Action Film, allerdings ist das zum Glück nicht zu häufig. Absolut großartig ist die Wendung zum Schluss, diese war absolut.... unerwartet, das hat Anthony Horowitz wirklich großartig hinbekommen. Ich würde das Buch jedem Sherlock Holmes Fan Empfehlen, aber auch wer generell Krimis mag, der wird wahrscheinlich Freude an diesem Buch haben. Aufgrund der genannten Probleme die ich mit diesem Buch hatte bin ich mir noch nicht gant sicher ob das Buch 5 Sterne verdient hat, daher gebe ich erstmal 4 und werde die Bewertung eventuell ändern. Ich hoffe der Autor wird noch viele weitere Sherlock Holmes Bücher verfassen und "der Fall Moriarty" ist nicht wirklich ein Sherlock Holmes Roman.

Auf jeden Fall zu Empfehlen!
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am 10. März 2017
"Das Geheimnis des Weißen Bandes" kam in der Adventszeit 2016 als über Tage hinweg gesendetes mehrteiliges Hörspiel im Radio. Das, was wir zufällig zu hören bekamen - denn wir hören Radio nicht geplant, sondern nur beim Autofahren -, war so spannend, dass wir uns entschieden, das Buch zum Hörspiel zu kaufen, um die Geschichte "am Stück" lesen zu können. Ein wunderbarer Sherlock-Holmes-Roman - so gut, dass er immer noch fasziniert und spannend ist!
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Ich wurde sofort in der Bann dieses Romans gezogen. Die Sprache und die Handlung waren fesselnd. Ich werde unbedingt die Fortsetzung lesen!
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HALL OF FAMEam 7. Januar 2015
In den letzten Jahren an Sherlock Holmes vorbeizukommen, war wohl fast unmöglich. Sowohl die beiden neueren Hollywoodverfilmungen mit Robert Downey Jun., sowie Benedict Cumberbatch’ moderne Interpretation von Sherlock in der gleichnamigen BBC Serie, haben Arthur Conan Doyles Detektiv wieder zum Thema gemacht. Ich gestehe, ich kenne die Originalromane (noch) nicht, bin aber seit “Basil, der Mäusedetektiv” von Walt Disney von Holmes und Watson (aka Basil und Dr. Wasdenn) fasziniert. Mit gerade einmal neun Jahren hatte ich zwar eine Heidenangt vor Professor Rattenzahn und vor allen Dingen vor dem gruseligen Greifer, aber schon damals hat mich das Flair des alten Londons gefangen genommen.

So habe ich 2011 nicht lange gezögert, als bei Insel “Das Geheimnis des weißen Bandes” von Anthony Horowitz erschien. Zum ersten Mal überhaupt bekam ein Autor Unterstützung vom Arthur Conan Doyle Literary Trust. Tja und dann lag es über drei Jahre ungelesen auf meinem Bücherstapel, bis mich das kürzliche Erscheinen des zweiten Bandes wieder daran erinnerte und ich es endlich zur Hand nahm und sich dann zu einem meiner Jahreshighlights 2014 entpuppte.

An diesem Buch ist so ziemlich alles perfekt. Angefangen von der liebevollen äußeren Gestaltung des Hardcovers. Blütenweiße Seiten und ein schwarzer Leinenband mit geschwungener weißer eingeprägter Schrift, der sich allein schon beim Berühren nach der guten alten Zeit anfühlt. Tut Euch einen Gefallen und kauft Euch dieses Buch nicht als ebook und auch nicht als Taschenbuch!

Ich kann nicht abschließend beurteilen, in wie weit Horowitz den Ton der ursprünglichen Geschichten um Sherlock Holmes trifft. Da ich aber gerade den ersten Originalroman “Eine Studie in Scharlachrot”angefangen habe, würde ich nach den ersten Seiten sagen, er hat es wohl ziemlich gut hinbekommen. Sherlock ist ein merkwürdiger, wenngleich genialer kluger Kopf. Eigenbrötlerisch und geheimnisvoll sieht er Zusammenhänge, wo ein normaler Mensch vermutlich nie welche sehen würde. Faszinierend, wie sich dann am Ende alles zusammfügt.

Die Handlung besteht aus mehreren Strängen, die erst einmal nichts miteinander zu tun haben und ehrlich gesagt, habe ich mich noch auf den letzten 50 Seiten gefragt, wie Horrowitz das Geflecht aus Verrat, Mord und Schuld zusammenfügen will. Aber er tat es und das auch noch überzeugend. Ich bin ehrlich gesagt nicht auf die Lösung des Falles gekommen, fand das Ende jedoch sehr schlüssig und vor allen Dingen nicht aus dem Hut gezaubert. Es ergibt einfach alles seinen Sinn.

Dabei gelingt es dem Autor die viktorianische Zeit farbenfroh oder sagen wir besser nebelverhangen zum Leben zu erwecken und diese in so manch packende Wendung zu integrieren. Soziale und gesellschaftliche Missstände werden aufgezeigt, die am Ende ihren fürchterlichen Höhepunkt finden.

Watson ist ein formidabler Chronist der Geschehnisse und ein guter Biograph, der Holmes Eigenarten bis ins kleinste Detail wiedergeben kann. Dabei wird auch die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden fühlbar und bei Horrowitz hat sie durchaus innige Momente, wie sie bei Doyle höchstens angedeutet wurden. Auch Holmes selbst ist trotz aller Verschrobenheit ein fast liebenswerter Zeitgenosse, der sowohl Mitleid als auch freundschaftliche Zuneigung zeigt. Hier unterscheidet sich der Horrowitz-Holmes vielleicht vom Doyle-Holmes. Er wirkt in “Das Geheimnis des weißen Bandes” einfach ein bisschen weniger unnahbar und soziopathisch, verliert dabei aber nicht seine Genialität und Außergewöhnlichkeit. Holmes-Puristen werden dies vielleicht nicht mögen. Auf der anderen Seite, wo bliebe die schriftstellerische Freiheit und vor allen Dingen Horriwitz’ eigene Stimme, wenn er einfach nur ein Plagiat aufs Tapet gebracht hätte.

Stilistisch ist das Ganze so wunderbar verpackt, dass man nicht weiß worauf man sich mehr freuen soll. Auf Watsons ausufernde, aber niemals langweilige Beschreibungen von Geschehnissen und Personen oder auf so manchen skurrilen Dialog, der die Eigenarten jeder Figur aufs Herrlichste zu Tage bringt.

Für mich ist Anthony Horrowitz erster Ausflug in die Welt von Sherlock Holmes eine perfekte Hommage an den Klassiker, aber eben auch genug Eigenes, um es zu einem eigenständigen Werk zu machen und ich hoffe, es wird noch weitere Fälle geben. Ich ziehe jedenfalls vor Begeisterung meine Deerstalker-Mütze vor der Leistung des Autors.
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TOP 500 REZENSENTam 22. Dezember 2011
Inhalt:
Dr. Watson erzählt von Ereignissen, die so schockierend waren, dass sie nach der Aufzeichnung 100 Jahre in einem Safe lagen, bevor eine Veröffentlichung gewagt werden konnte. Diese ungeheuerliche Geschichte beginnt im Jahre 1890. Edmund Carstairs, ein Kunsthändler, stellt sich bei Sherlock Holmes vor und bittet um dessen Hilfe, da er sich von einem Mann verfolgt fühlt. Er vermutet, dass es sich um Keelan O'Donaghue handelt, welcher in einen Überfall auf einen Zug in den USA verwickelt war und der vermutlich Rache für den Tod seines Zwillingsbruders sucht und aus diesem Grunde Carstairs nachstellt. Bald wird Keelan O'Donaghue erstochen in einem Hotel gefunden - doch damit fängt der Fall erst an, und Sherlock Holmes und Dr. Watson kommen einer Verschwörung auf die Spur und geraten bei ihrer Recherche selbst in gefährliche Situationen.

Mein Eindruck:
Ich habe erst ein Buch von Sir Arthur Conan Doyle gelesen und habe nicht viele Vergleichsmöglichkeiten, doch meiner Meinung nach ist Anthony Horowitz ein Roman gelungen, der tatsächlich wie ein neuer Fall von Sir Arthur Conan Doyle wirkt. Die Rahmengeschichte, dass die Ereignisse so bestürzend waren, dass sie geheimgehalten werden mussten, hat mir gefallen und wirkte sehr authentisch auf mich. Auch Horowitz' Schilderung des Viktorianischen London ist dem Autor hervorragend geglückt. Horowitz' London ist düster, atmosphärisch, nebelverhangen, von Gaslaternen erhellt, unheimlich und geheimnisvoll - genauso, wie ich mir die Stadt an der Themse im Jahre 1890 vorstelle. Der Fall selbst ist spannend und komplex, die Personen und Handlungsorte sind überzeugend und wirken lebendig. Kleinere Ungereimtheiten (z.B. die Verwendung des Begriffs 'Roboter') sind mir zwar aufgefallen, trüben das Lesevergnügen jedoch nicht.

Mein Resümee:
Macht Lust auf die Sherlock Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle und auf eine Reise nach London. Sehr zu empfehlen.
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Auch nicht selbst von Sir Arthur Conan Doyle verfasste Sherlock-Holmes-Romane gibt es mittlerweile jede Menge. Spontan fällt mir dazu „Sherlock Holmes taucht ab“ von Sören Prescher und Tobias Bachmann ein, das die beiden Ermittler im Jahr 1890 auf eine höchst phantastische Reise mitnimmt.
Nur wenige Wochen nach dessen Handlung spielt „Das Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz. Ein Fall, der ziemlich unspektakulär und unspannend anmutet, im Laufe der Handlung jedoch immer tückischer wird. Spätestens nachdem Holmes wegen Mordes verhaftet wurde, dämmert einem allerdings, wieso Dr. Watson diesen düsteren Fall viele Jahre unter Verschloss gehalten hat.
Auch Horowitz‘ Schreibstil orientiert sich sehr am Doylschen Original. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus anderen Holmes-Geschichte und selbst das Schicksal von Dr. Watsons Frau Mary wird geklärt. Die Auflösung des Falls könnte man einer vielleicht als etwas zu konstruiert bemängeln, ich habe hatte damit keine Probleme und habe das Lesen dieses Romans sehr genossen.
Für Holmes-Fans dürfte sich der Griff zu diesem Buch – ebenso zum eingangs genannten „Sherlock Holmes taucht ab“ sehr lohnen. Man bekommt gelungene Unterhaltung mit dem genialen Ermittler-Duo.
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am 16. März 2012
Als ich das Buch kaufte, war ich ein bisschen mistrauisch. Bis jetzt kannte ich diesen Anthony Horowitz nicht und ich gehe mal davon aus, da bin ich nicht der Einzige. Und ich dachte mir, nur annähernd so gut zu erzählen, wie es Doyle getan hat, hmmm....das würde keiner schaffen. Aber da habe ich mich komplett getäuscht, schon von der ersten Seite an vergisst man sofort, dass es kein Werk von Sir Arthur Conan Doyle ist. Als wäre der alte Doyle in Horowitz wiedergeboren worden. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, nach alter Tradition.
Bravo Horowitz!!
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am 8. November 2016
Klappentext:
Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes' Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, dem einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist ihm der Mann über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise reicht - und den berühmten Detektiv ins Gefängnis bringt, verdächtig des Mordes §Erstmals seit dem Tod von Arthur Conan Doyle erscheint ein neuer Roman um den genialsten Detektiv aller Zeiten, aus der Feder des internationalen Bestsellerautors Anthony Horowitz. Es ist Sherlock Holmes' spektakulärster und dunkelster Fall. Jetzt endlich kommt er ans Licht.

Der Autor:
Das Leben – ein Abenteuer: Für den halbwüchsigen Anthony Horowitz sieht es zunächst eher düster aus. Obwohl er in einer wohlhabenden Familie aufwächst, ist seine Kindheit alles andere als glücklich. Komplizierte Verhältnisse zu Hause, schreckliche Erlebnisse in der Internatsschule – Anthony erfindet Geschichten, die ihn der lieblosen Enge entkommen lassen, und macht dies später zum Beruf. Mit 23 veröffentlicht der 1956 in Stanmore, Middlesex, geborene Horowitz sein erstes Buch. Seitdem produziert er geradezu manisch, z. B. neue Episoden seiner Serienhelden. Mittlerweile sind der junge Agent Alex Rider oder Matt aus der Reihe „Die fünf Tore“ weltbekannt. Neben Abenteuerromanen verfasst Horowitz Drehbücher und Theaterstücke. Er lebt mit Frau, Kindern und Hund im Norden von London.

Meine Meinung:
Dr. John Watson ist mittlerweile alt, Holmes tot, aber unvergessen. Watson will es noch einmal wissen - und schreibt die Ereignisse eines verzwickten Falles nieder, der den Meisterdetektiv sogar unter Mordverdacht gebracht haben.
Es beginnt damit, dass Edmund Carstairs Sherlock Holmes aufsucht, weil er dessen Hilfe dringend benötigt. Carstairs handelt mit wertvollen Bildern und hat einige bei einem Raubüberfall verloren. Diese wollte er in Amerika einem einflussreichen Mann verkaufen, der sich nicht scheut, ein Kopfgeld auf die Verbrecherbande auszusetzen. Und so nimmt die Geschichte ihren unheilvollen Lauf, denn einer dieser Kerle scheint dem Gesetz entkommen zu sein, und lauert nun Carstairs auf.
Als dann auch noch ein Straßenjunge umgebracht wird, den Holmes auf den ebenfalls getöteten Verdächtigen angesetzt hat, wird die Sache immer mysteriöser. Er fühlt sich verantwortlich für den Jungen, und will dessen Ermordung unbedingt aufklären, auch wenn sein Bruder Mycroft ihm davon abrät. Höchste Kreise scheinen involviert. Wird Holmes diesen Fall vollständig aufklären?

"Das Geheimnis des weißen Bandes" ist ein typischer Sherlock Holmes-Roman. Horowitz trifft die beiden Charaktere - Holmes und Watson - sehr gut.
Leider fühlte ich mich von den ausufernden Beschreibungen der Umgebung, der Personen, der Vergangenheit, öfter mal erschlagen, die offenbar Seiten füllen sollten. Das war zu viel des Guten.
Außerdem hat sich schon recht früh ein Verdächtiger herauskristallisiert, dessen Spur Holmes zuerst gar keine Bedeutung schenkt. Wenn man schon bei den Ermittlungen dabei ist, sollten diese auch nachvollziehbar sein. Normalerweise hechelt Holmes nach solchen Hinweisen wie ein Bluthund.
Zuletzt gab es noch eine Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte, aber bis es soweit war, musste ich mich schon durch einige Längen quälen.

Insgesamt entwickelte sich die Story anders als erwartet, was ein großes Plus war, dennoch konnte sie mich nicht vollständig fesseln. Dafür war sie zu langatmig und beschrieb unwichtige Dinge; die Zeit dafür hätte man sich sparen können, und die Handlung lieber vorantreiben.

3 Sterne.
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am 19. Juni 2012
Das Buch war zwar nicht schlecht aber leider auch nicht wirklich für mich. Es lässt sich sicher nicht bestreiten, dass Horowitz sich mit dem Holmes-Canon sehr gut auskennt, die Stimme seines Watson ist nicht von der Doyles zu unterscheiden und die Geschichte ist gespickt mit Anspielungen auf die Original-Geschichten. Allerdings war mir das schon fast ein wenig zu viel des Guten. Wenn in fast jedem Kapitel Watson erklärt 'Das war ja fast genauso wie damals bei...' wirkt das auf mich als ob der Autor seine Kenntnis ein bisschen zu sehr raus hängen lässt. Das ist allerdings durchaus noch verzeihlich.
Leider hat mich aber die ganze Geschichte einfach generell nicht gepackt. Es ist schwer zu erklären was mir nicht besonders gefallen hat ohne zu viel über die Handlung zu verraten aber der Klappentext verspricht ja schon 'eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird' und Holmes' 'spektakulärsten Fall' und genau da liegt mein Problem. Für mich passen Sherlock Holmes und großangelegte Verschwörungen einfach nicht zusammen und deswegen hat sich für mich, trotz Horowitz' Fähigkeit Doyles Stil wirklich gut zu imitieren, nie so wirklich das 'Holmes-Feeling' eingestellt, es war eher ein (für mich persönlich eher mittelmäßiger) Krimi, in dem die Hauptfiguren zufällig Holmes und Watson heißen.
Für mich ist einfach ein Teil des Reizes der Original-Geschichten, dass es oft um Dinge geht, die eben nicht spektakulär sind, zumindest nicht in dem Sinn das hochgestellte Persönlichkeiten verwickelt sind, höchstens die Art wie das Verbrechen ausgeführt wurde ist herausragend, aber es bleibt doch eine einfache Entführung oder ein Raub. Auf den Leser macht es trotzdem Eindruck, weil Holmes so clever ist und den Leser immer überrascht. Horowitz bemüht sich ein bisschen zu sehr den Leser durch schockierende Enthüllungen und Plot-Twists zu begeistern.
Dann ist da noch das Problem, das häufig in historischen Romanen vorkommt: Der Hauptcharakter hat überraschend moderne Ansichten für seine Zeit, die eher in die Zeit in der der Roman geschrieben wurde passen. Auch Watson (und bis zu einem gewissen Grad auch Holmes) hat plötzlich ganz überraschende Ansichten zu einigen Themen. Da wir aber aus den Original-Geschichten wissen, dass Holmes nun mal wenig von Frauen hielt und auch an seine 'Baker Street Irregulars' (Notiz am Rande: Musste das unbedingt mit 'Baker Street Irregulären' übersetzt werden?) nicht all zu viele Gedanken verschwendet hat wenn er sie gerade nicht gebraucht hat wirkt es ein bisschen sehr verzweifelt wenn Watson plötzlich lange Reden schwingt warum er die Themen früher nie ausführlicher angeschnitten hat und das er eigentlich ganz anderer Meinung ist.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. Januar 2012
Zum Inhalt:

Sherlock Holmes kriegt Besuch von Dr. Watson. Dieser hat seine Frau zum Bahnhof gebracht und verbindet dies mit einem Aufenthalt in der Baker Street 221 b. Holmes freut sich sehr über den Besuch und stellt erst einmal fest, was Watson dazu bewogen hat. Er zählt haarklein auf, wieso, weshalb und warum. Während ihres netten Gesprächs kommt aber ein Mann zu Holmes und bittet ihn um Hilfe. Als dieser nun seinen Fall geschildert hat, sind Holmes und Watson bereit, ihm zu helfen. Die Vorkommnisse führen die Beiden in den Hochadel und ins tiefste Milieu.

Straßenkinder sind genauso beteiligt an dem Fall, wie viele angesehene Personen. Als Holmes sich in eine Falle locken lässt, wird er des Mordes an einem jungen Mädchen beschuldigt und in den Kerker geworfen. Bei der Verhandlung sagen Zeugen aus, die ihn gesehen haben wollen, als er das Mädchen erschossen hat. Erschwerend hinzukommt aber, dass Holmes mit der Tatwaffe aufgefunden wurde. Watson tut sein Möglichstes um Holmes zu helfen. Auch Holmes Bruder versucht sein Bestes. Als Sherlock dann aber aus dem Gefängnis verschwindet, wird allmählich klar, dass hier nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht.

Eine große Rolle spielt hier auch das House of Silk. Aber was ist das und vor allem wo ist es? Wer mehr dazu erfahren möchte, sollte diesen tollen Krimi selbst lesen, denn mehr werde ich jetzt nicht verraten.

Fazit:

Der Autor Anthony Horowitz hat hier Sherlock Holmes letzten Fall veröffentlicht. Watson schrieb ihn nieder und er sollte erst nach 100 Jahren veröffentlicht werden. Nun ist es soweit ! Ihm ist es gut gelungen, die Spannung dieses Krimis von Anfang bis Ende hoch zu halten. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und mit vielen ausführlichen Details versehen. Holmes und Watson waren mir sofort bildlich vor Augen. Auch die anderen Protagonisten konnte ich mir recht gut vorstellen. Die Straßenkinder, wie sie um jeden Penny kämpften und auch die oberen Zehntausend sind gut gezeichnet.

Der Fall ist brisant und auch heute noch hoch aktuell. Viele Irrwege bin ich gegangen und kam dem ganzen Ausmaß nicht einmal nahe. Das Ende ist heikel und absolut spannungsgeladen.

Die Sprache des Autors gefiel mir gut, ein paar kleine Übersetzungsmacken stören aber nicht wirklich. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man kann es schwer aus der Hand legen, weil man einfach wissen möchte, was es nun eigentlich mit dem House of Silk auf sich hat.

Alles im Allem ein vorzüglicher Krimi, der mich vollauf zufriedenstellte. Hier vergebe ich gerne 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
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