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am 11. März 2013
Vielen Dank an den Autor, der eine fundierte, fachlich sehr kompetente und in sich schlüssige Kritik am "Ratzinger Papst" sowie der katholischen Kirche, aber auch der evangelischen Kirche abgibt und umfassende und für Laien klar nachvollziehbare Enthüllungen detailliert aufarbetiet. Jeder Katholik und Kirchenanhänger, dem viele Dinge über die Jahre immer komischer und mit dem modernen Leben zunehmend unvereinbar vorkommen, findet hier reichlich Material. Natürlich sind diese Wahrheiten über die "Kirchenmanager" für einen von klein auf in der Kirche aufgewachsenen Katholiken ernüchternd und bitter und man muss sich fragen: an wen/was glaube ich jetzt eigentlich? Der Autor hat darauf allerdings für sich auch Antworten finden müssen, weil er 20 Jahre lang Pfarrer war, daher ist es ein wirklicher Insider Enthüllungsroman. Wie gesagt, man muss das Buch gelesen haben, ich kann es uneingeschränkt empfehlen, es liest sich spannend und leicht. Ich werde es meinen Söhnen wenn sie 18 Jahre alt sind auch zum Lesen geben MÜSSEN, dann können sie sich eine eigene Meinung bilden. Endlich ergeben meine viele kirchenkritischen Gedanken ein Gesamtbild - und ich bin froh, dass ich schon seit vielen Jahren keine Kirchensteuer mehr bezahle.
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am 5. November 2009
Ein Opfer der Schwierigkeiten, die der Katholizismus mit der Moderne hat, hat das vorliegende Buch geschrieben.

Hubertus Mynarek schreibt als Priester und Theologieprofessor 1972 einen offenen Brief an Papst Paul VI und beklagt darin das Zölibat, sowie ein allgemeines Demokratiedefizit in der Kirche. Noch im selben Jahr tritt er aus und heiratet. Seitdem veröffentlicht er kirchenkritische Literatur.

In diesem Buch nimmt er sich beide Volkskirchen des dt. Sprachraums vor, denen er nicht einmal die Existenz Jesus von Nazareths als historische Tatsache zugesteht. Das Christentum sei, wegen des Dogmas von der Trinität, auch nicht wirklich eine monotheistische Religion, was zumindest das Judentum und der Islam von sich behaupten könnten. Von daher greift er den Vernunftbegriff Benedikts und sein Gottesbild in dessen Regensburger Rede vom 12.09.06 an. Die schlechte Meinung von der menschlichen Vernunft, welche nicht als "Magd der Theologie" auftrete, teile er sich, nebst einer leidverherrlichenden Kreuzestheologie, mit keinem Geringeren als Martin Luther. Im übrigen sei das Abendmahl ein kannibalistischer Ritus. Von einem Theologen erwarte ich Kritik dann doch auf etwas höherem Niveau.

Hubertus Mynarek möchte den Papst entzaubern und die Koryphäe der Theologenzunft als biederen Handwerker ausweisen, was ihm nur unzureichend gelingt. Stattdessen kloppt er das Christentum in die Tonne. Der amtierende Papst wird sowohl als solcher als auch als Präfekt der Glaubenskongregation ("Inquisitor") ab 1981, an den sattsam bekannten üblichen Baustellen nicht ohne Grund entscheidend für den Reformstau mitverantwortlich gemacht. In seiner Enzyklika "Deus Caritas Est" könne der Papst nur "theologisch abgehoben" über die Liebe referieren. Seine Ausführungen entbehrten der Empirie. Daß auch Hans Küng, Kommillitone und Konzilskollege, späterer theologischer Gegner Benedikts, von Herrn Mynarek sein Fett abkriegt, beweist aber die aufgezeigte Stoßrichtung des Buches. Zudem: Was erwartet er in einem päpstlichen Lehrschreiben zu finden? Its the theology, stupid!

Der Autor wird dem Papst biographisch nicht gerecht. Kein Wort über Benedikts Zeit als Schüler im katholischen Bayern über dieses Attribut hinaus, übrigens auch kein Wort dazu, daß sich die Schulzeit des späteren Kirchenführers fast komplett mit der Nazizeit deckt, was sicher ebenso Einfluß auf seine Gesinnung erlangt haben dürfte, wie seine religiöse Überzeugung und seine kritische Einstellung zur Studentenrevolte. Fast schon komisch mutet dann an, daß Herr Mynarek die, gern konstatierte, Weltfremdheit des Papstes auch daran festmacht, daß dieser den "FIFA-Weltfußballer des Jahrhunderts," Pele, nicht einordnen kann, als ihm der Brasilianer 28 Jahre nach Beendigung seiner Laufbahn vorgestellt wird.

Benedikt XVI steht einer Institution vor, die ein seltsames Talent dazu hat, sogar hauptberufliche Anhänger zu erklärten Gegnern zu machen. Hinterher ist man sich dann keiner Schuld bewußt, wenn auch das Evangelium von Jesus Christus Schaden nimmt.

Ohne Zweifel tut es das, wenn in einer Kirche des Gottes, der die Liebe ist, Dinge wie der Fall Mynarek zuhauf vorkommen. Es würde ausgezeichnete Auslegung dieser Schriftstelle bedeuten, wenn dem Bischof von Rom unter bezug darauf endlich klar würde, wie sehr er sich gerade als Theologe während der letzten 40 Jahre schuldig gemacht hat. Trotzalledem schüttet Herr Mynarek das Kind in diesem Buch mit dem Bade aus. Es ist nicht wirklich Benedikt, den er hier der Scharlatanerie zeiht, sondern seine Religion, das Christentum. Dieses jedoch zurück bis zu dessen Gründervätern, Jesus und Paulus. Sagt er ersterem nur sinngemäß einen ambivalenten Charakter nach, nennt er letzteren einen "genialen Erstfälscher." Die Stiftung einer Religion durch Paulus sei nicht im Sinne des Nazareners gewesen.

Das vorliegende Buch von Herrn Mynarek ist eher eine grundsätzliche Kritik des Christentums, als eine Entzauberung des Pontifex Maximus, welcher ihm weitgehend als Sündenbock dient, dem er die Allerweltserklärung "Früher Wachhund, heute Hirte" nicht zugutehält, den er hier auch mit "Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI" bezeichnet. Ein Ausdruck aus der Kriminalistik also, wie schon bei Paulus.

Ein Schelm der Böses dabei denkt!
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am 7. November 2007
Warum muss ein ausgewiesener Kenner der katholischen Kirche, ein exzellenter Religionswissenschaftler, der noch dazu einen brillanten Schreibstil pflegt, sein Buch bei einem sogenannten Autorenverlag herausbringen? Die Erklärung ist einfach: Die Bücher von Hubertus Mynarek ließen sich zwar mit der PR-Maschinerie der großen Verlage problemlos zu Bestsellern machen. Doch der Preis dafür wäre zu hoch - man würde sich den geballten Unmut der katholischen Kirche zuziehen. Und dieser Unmut könnte sich sehr schnell in den Geschäftszahlen auswirken. Allgemein gehaltene Religionskritik ist zwar gern gesehen und lässt sich gut als angeblicher Tabubruch verkaufen, wie die neuesten Bücher von Richard Dawkins ("Der Gotteswahn") oder Christopher Hitchens ("Der Herr ist kein Hirte") zeigen. Aber von Büchern, bei denen es konkret wird und gar Sankt Joseph (Ratzinger) vom Sockel des obersten Intellektuellen der deutschen Republik gestoßen wird, lässt man lieber die Finger. Das erlebte Hubertus Mynarek vor fast 35 Jahren bei seinem von einer Prozessflut begleiteten Buch "Herren und Knechte der Kirche", das immerhin in einer einzigen Auflage bei Kiepenheuer & Witsch erschien. Das erlebte er unter anderem mit dem Buch "Die neue Inquisition", das Mynarek, um es überhaupt veröffentlichen zu können, in einem Verlag herausbrachte, der einer umstrittenen Sekte nahesteht. Bezeichnend ist, dass ihm Letzteres noch immer von Beckmessern zum Vorwurf gemacht, der Boykott durch die Großverlage hingegen großzügig übergangen wird. Und das erlebte der heute 78-Jährige mit seiner kritischen Wojtyla-Biografie "Der polnische Papst", die nach dem Tod des De-facto-Heiligen schließlich in dem kleinen Freiburger Ahriman-Verlag erschien. Da es der ehemalige Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien nicht bei der medienüblichen weich gespülten Kirchenkritik belässt, sondern den "Wir sind Papst"-Deutschen auf dem Thron Petri nach Strich und Faden theologisch, politisch und intellektuell demontiert, blieb ihm kein anderer Weg, als die Veröffentlichung seiner "Papst-Entzauberung" selbst zu finanzieren.
Auch beim neuesten Werk von Hubertus Mynarek gilt: In einer Zeit der Gegenaufklärung, der immer stärkeren Verfilzung von Staat und Kirche und eines erneuerten Bündnisses von Thron und Altar sind seine Bücher Lichtblicke. Lichtblicke für Menschen, die angesichts der veröffentlichten Meinung an ihrer eigenen Meinung irre zu werden drohen, sich aber bei Mynarek an einer Haltung unbeirrbarer Vernunft aufrichten können.
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am 2. September 2013
Ein Buch, dessen Thematik auch nach dem Rücktritt des deutschen Papstes nichts an Aktualität verloren hat. Scharfsinnig, tiefgründig und lesbar geschrieben. Ein Muss für jeden, aus welchem "Lager" auch immer!
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am 10. September 2007
Das Buch ist eine fundierte und scharfe Kritik an den Papst und an die Kirche. Es ist zielsicher formuliert, wenn auch hier und da ein wenig emotional. Kritisiert werden auch die Medien, die den Papst während der letzten Zeit hofiert haben.

Wahrscheinlich wäre der Papst mit seiner Kirche längst vergessen worden, wenn er nicht immer wieder in den Medien erwähnt worden wäre. Fast in jedem Buchladen gibt es Bücher über Benedikt XVI. Und was steht in diesen Büchern? Bis jetzt nur Positives, oder nichts Kritisches. Fast das Gleiche gilt für Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge - solidarische Reliögisität, wohin das Auge blickt.

Ganz anders in diesem Buch. Hier werden der Papst und die Kirche kritisiert - und zwar vehement. Auch Zeitungen, Fernsehsender und Journalisten kriegen ihr Fett weg. Doch der Autor weist überzeugend nach, wie sehr die Presse mit voreingenommenen, unkritischen, opportunistischen und fragwürdigen Beiträgen die Kirche hofiert. Hohe Auflagen und Einschaltquoten scheinen die einzigen Grundsätze dieses Journalismus zu sein.

Die Kritik geht freilich noch tiefer. Es geht auch um die Person Ratzingers, seinen Werdegang, seine Behauptungen und Lehren; dazu geht es um das System Kirche, die enge Verquickung von Kirche und Politik, um kirchliche Heuchelei, Geld, und Macht.

Die vielen Punkte trägt der Autor fachlich fundiert und zielsicher vor. Man merkt, dass sich Mynarek schon seit langer Zeit mit der Kirche beschäftigt. Schließlich war er selbst einst Priester und Theologieprofessor, ja sogar theologischer Dekan, und kennt den Papst persönlich. Dies sind Punkte, mit denen bis jetzt kein zweiter Schreiber aufwarten kann.

Auf der anderen Seite ist Mynarek auch etwas emotional, und es scheint an vielen Stellen durch, dass ihn das Thema noch etwas bewegt. Auch präsentiert er keine Alternative zum Papst, kein alternatives spirituell-religiöses Weltbild. Ein vermeintlicher "Schwung" in eine andere Richtung bleibt hier also aus.

Vielleicht hätte der Autor hier ein wenig auf die Ideen eingehen können, die er an anderer Stelle schon entwickelt hat. Doch somit bleibt es zunächst einmal bei dieser fundierten Kritik am Papst und der katholischen Kirche.
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am 1. Oktober 2008
Ungeachtet aller (berechtigten) Kritik, die man an H.Mynarek vorbringen kann: sein Buch über Papst Ratzinger ist hervorragend recherchiert und von einer unbeirrbaren kritischen Rationalität getragen (soweit das bei theologischen Auseinandersetzungen überhaupt möglich ist). Mynarek weist nach, dass bei näherem Hinsehen nichts, aber auch gar nichts übrig bleibt von der hochgelobten Intellektualität des bayerischen Papstes. Was übrig bleibt, sind die ebenso erzreaktionären wie ebendeshalb völlig unbrauchbaren Auslassungen eines ewigvorgestrigen Soutanenträgers zu den Anforderungen und Konflikten der Zeit. Was Ratzinger etwa zum Verhältnis Mann./.Frau sagt, ist so hanebüchen, dass man sich fragt, wie es Verlage geben kann, die das auch noch drucken. Mynareks Buch ist die Entlarvung einer modernen Wanderlegende, die nämlich eines Intellektuellen auf dem sogenannten "Stuhl Petri".
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am 1. September 2013
Einem Mynarek ist ein ehemaliger Niederbayrischer Landpfaffe nicht gewachsen. Dieses Buch liefert den Beweis, dass sich dieser kirchliche Emporkoemmling nur durch Intrigen in die Position als Papst hochhieven konnte denn allein mit seiner bescheidenen Intelligenz und seinen vorgestrigen Ansichten ueber Glaube und Kirche waere er in seiner Gemeine Marktl am Inn verstaubt.
Seine Forschungen ueber Galileo Galilei klammerten sich wahrscheinlich an die letzte Hoffnung, die Erde doch noch als Scheibe zu erklaeren. Arm!!
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am 25. September 2007
Als "Standardwerk der Aufklärung in Sachen Ratzinger" wird Hubertus Mynareks Buch beworben. Der Autor selbst sei einer der profiliertesten Kirchenkritiker. Viel Vorschusslorbeeren für den Autor.

Gerne vergessen wird die tatsächliche Vita Mynareks. So hat der ominöse Theologe kein Problem damit, sein Werk "Die neue Inquisition" im "Verlag des weißen Pferdes" erscheinen zu lassen. Dieser Verlag steht der Psycho-Sekte "Universelles Leben" der selbst ernannten Prophetin Gabriele Wittek nahe. Die Methoden dieser Sekte werden von Aussteigern als totalitaristisch beschrieben.

2005 wurde Mynarek von der Aktion "Heidenspaß" zur Gegenveranstaltung zum Weltjugendtag eingeladen. Er sollte dort einen Vortrag mit dem Thema "Kardinal Meisner - der heilige Narr vom Rhein" halten. Daraus wurde aber nichts. Die Veranstalter begründeten die Ausladung folgendermaßen: "Herrn Mynarek haftet ein rechtsesoterischer Ruf an".
Diese Gesinnung zeigt sich auch durch die Nähe Mynareks zur rechtsgerichteten "Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft".

Kritik an einem Papst muss jederzeit möglich sein. Man sollte aber darauf achten, aus welcher Richtung sie kommt. Dass das auf sehr seriöse Art und Weise geschehen kann, zeigt beispielsweise Thomas Södings Aufsatzsammlung: "Das Jesus-Buch des Papstes". Dort setzen sich renommierte Neutestamentler kritisch mit dem Werk Benedikts auseinander.

Der Herr verschone uns aber vor so dubiosen Schreibern wie Hubertus Mynarek.
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am 19. September 2011
Es gelingt Mynarek scheinbar mühelos in diesem Werk mittleren Umfangs den Papst als einen würdigen Vertreter der römisch-katholischen Kirche erscheinen zu lassen, der mit allen theologischen Mitteln des Herrschens und Beutemachens ausgestattet ist. Mynarek beschreibt Ratzingers Lebensweg seit seinen frühen Jahren als Student der Theologie und deckt Schritt für Schritt die alles andere als christlichen Bestrebungen auf, die Ratzinger schließlich auf den Papstthron setzen. Erst durch die Nähe zu Bischof Rudolf Graber und durch ihn zu Reaktionären aus dem Hause Habsburg gelingt es Ratzinger in eine einflussreichere Position zu gelangen.

Mynarek zeigt, wie sich hinter der Maske des gütigen, zurückhaltenden und wortreichen Papstes das ganz andere Gesicht eines ehrgeizigen und gefühlarmen Mannes versteckt, der vom Machtwillen getrieben wird. Das Buch ist spannend zu lesen und wartet mit vielen Hintergrundinformationen auf, es ist keine vollständige Biographie und soll wohl auch keine sein.
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am 5. Oktober 2007
Die Zahl und auch die sachliche Qualität der Argumente zur "Papst-Entzauberung" sind überwältigend und akribisch recherchiert. Insofern wäre diesem Buch eine möglichst große Auflage zu wünschen. Nicht zuletzt ist der Mut des Autoren hervorzuheben, unverblümt Darstellungen zu bringen, die sich gleich gegen alle drei großen Machblöcke in unserer Bundesrepublik richten: Die Kirchen, die Politiker und die Journalisten. Insofern sind auch die Analysen und finanz-politischen Informationen in diesem Buch erschreckend und sollten die Leser nachdenklich machen.

Jedoch hat der Rezensent Bedenken, ob der oft extrem hemdsärmelige Stil dieser auf Entzauberung, also Meinungsbildung angelegten Veröffentlichung bei den Lesern so ankommt, wie der Autor es sich wohl erhofft. Der entzauberte Papst, seine demütigen Diener und deren evangelische Entsprechungen wurden beim Namen genannt, aber werden es für unter ihrer Würde halten, zu antworten - und damit auf Verständnis stoßen. Denn der Verfasser enthebt sie quasi selbst dieser Herausforderung durch die Wahl seines Schreibstils.

Im Gegensatz dazu schreibt Gerd Lüdemann in seinem Buch "Das Jesusbild des Papstes" in einer Weise Kritik zu Joseph Ratzingers "Jesus von Nazareth", die dieser gar nicht ignorieren kann, ohne sich selbst zu schaden.

Mynarek erwähnt dieses letzte Buch des Papstes nur in einem Nebensatz, obwohl es ebenfalls zur "Entzauberung" beiträgt. Beide hoch gebildeten Autoren wollen das durch Show-Business und unterwürfige Betrachtungen verzerrte Bild des deutschen Papstes korrigieren, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Wem das im Endeffekt besser gelingt, bleibt abzuwarten. Im Mittelalter wären alle beide längst auf dem Scheiterhaufen gelandet!
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