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am 1. April 2017
Wer eine Reise durchs All im Stile von Jules Verne oder Hans Dominik erwartet, wird enttäuscht werden. Eher kontemplativ als spannend geschrieben. Eine elegische Darstellung, mit welchem Selbstverständnis schwäbische Professoren und Marsmenschen unerwartete Herausforderungen angehen. Nix Abenteuer.
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am 30. August 2004
Der Kleinverlag Dvr veröffentlicht mit dem Neudruck eines vermutlich um 1910 erschienenen utopischen Roman ein weiteres Kleinod deutscher oder besser schwäbischer Vorkriegsliteratur. Der Autor wanderte nach Chile aus und schrieb den Roman wahrscheinlich schon in seiner neuen Heimat. Zu Beginn brechen sieben tapfere schwäbische Professoren in einem gewaltigen Zeppelin - Der Weltensegler- zum Nachbarplaneten auf. Dort treffen sie auf eine den antiken griechischen Idealen entsprechende geistig hochüberlegene Zivilisation, die sie als Gäste empfängt, ihnen aber klar macht, daß weitere Besuche unerwünscht sind.
Nach ihrer Rückkehr auf die Erde sind sie sechs Erdenbürger- einer hat sich entschlossen, auf dem Mars zu bleiben- geläuterte Menschen, die kritisch mit den herrschenden Veränderungen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts umgehen möchte. Der grundsätzlich optimistische Tenor utopischer Literatur aus dieser Zeit -sicherlich stärker durch Jules Verne Abenteuerstoffe denn H.G. Wells pessimistische Visionen geprägt-findet sich nur zu Beginn des unterhaltsam geschriebenen Romans. Damit entspricht das gesamte Werke auch eher den klassischen Märchen und Fantasy-Stoffen und wird nicht von aus heutiger Sicht vollkommen veralteter Technik beherrscht. Auch halten sich die Protagisten wohlwollend im Hintergrund, wenn es um die Suche nach Erklärungen für die fremdartige und doch ungemein vertraute Zivilisation auf dem Mars geht.
Hinzu kommt bei diesem Ban die liebevolle Gestaltung, ein ausführliches und sehr informatives Vorwort, einige Zeichnungen und Reprodutkionen der Originalausgabe, die das Lesevergnügen abrunden. Der Text wirkt nicht steif oder altbacken, sondern liest sich flott und ausgesprochen "modern".
Wer gerne mehr über die Wurzeln deutscher utopischer Literatur erfahren möchte, liegt mit den handlichen Ausgaben dieses Kleinverlages genau richtig. Wahrscheinlich haben auch Hans Dominik und Rudolph Daumann diesen Roman für die reifere Jugend verschluingen, bevor sie knappe dreißig Jahre später ihre Werke schufen.
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