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am 25. Mai 2014
Allerdings sind die "Leistungen" eines Ego-Bewußtsein kaum in (Wissen erweiternde) lesbare Sprache zu fassen, ohne zu versimpeln.
So empfand ich das Buch v. Prof. Metzinger als schwer erlebbar; was zur eingeschränkten Sterne-Bewertung führte.
Verdienstvoll ist, daß überhaupt immer wieder versucht wird, Subjektives (Privates) greifbar zu machen.
Insoweit auch "Dank".
Nicht zuletzt eine moderne Fortführung des Freudschen "Unbehagens".
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am 2. Dezember 2009
Der etwas abstoßende Name "Ego-Tunnel" kann nicht darüber hinwegtäuschen, was für ein großartiges Buch Thomas Metzinger geschrieben hat. Geschickt verknüpft er neuste neurologische Erkentnisse mit ethischen Vorstellung und gibt durch kritische Fragen Denkanstöße, um ein Bewusstsein für das "Bewusstsein" zu schaffen. Diese Buch ist ein Muss für alle Menschen, die sich ernsthaft mit Philosophie und der Frage nach dem Ursprung des Menschen beschäftigen! Allerdings sollte man sich über die Konsequenzen dieses Buches im Klaren sein. Thomas Metzingers Idee des Ego-Tunnels zertrümmert auf erschreckend rationale und wissenschaftliche belegte Weise das allgemeine Menschheitsbild. Nach diesem Buch sieht man die Welt buchstäblich mit andern Augen! Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sollte auf jeden Fall zugreifen und diese Erfahrung machen.
Insgesamt ist Metzinger ein grandioses Buch gelungen, das sich zwar zum Teil in zu vielen Details verliert und auf keinen Fall als "Gute Nacht-Lektüre" geeignet ist, dafür den Horizont ungemein erweitert und ein paar weitere Puzzleteile für die ganz großen Fragen liefert.
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am 12. Dezember 2011
Dieses Buch regt dazu an, sich nicht nur mit dem eigenen Bewusstsein auseinanderzusetzen, sondern sich auch der ethischen und moralischen Herausforderungen zu stellen, die mit dem hier beschriebenen Verständnis des Bewusstseins einhergehen. Metzinger hat dabei eine eigene Theorie des Bewusstseins entwickelt und versteht es, diese auch dem Nichtfachmann und der Nichtfachfrau auf diesem Gebiet verständlich zu machen.
Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit dem allgemeinen Problem des Bewusstseins und räumt mit dem Vorurteil auf, es wäre ein nicht lösbares Rätsel. Metzinger gelingt es, dieses Thema verständlich darzulegen.
Der zweite Teil handelt von den Ideen und Entdeckungen bezüglich des freien Willens, Empathie, Körpererfahrungen und Träumen.
Abschließend behandelt Metzinger die Themen der künstlichen Intelligenz, die ja schon deutlich in unseren Alltag eingedrungen ist, empfindungsfähige Geschöpfe, das Vorhandensein von Leid und die Auswirkungen von Pharmazeutik und anderer Technologien, die sich dann wieder auf die ethischen Entscheidungen des bewusstseinsbegabten Geschöpfes auswirken.
Für den Nichtfachmann und die Nichtfachfrau ist dieses Buch klar verständlich, und es bietet trotzdem die nötige Tiefe, um sich mit dem Thema Bewusstsein gründlich auseinanderzusetzen.
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am 1. Dezember 2015
Für den Autor ist das Bewusstsein nicht mehr als ein EGO-Tunnel, ohne göttliches Licht an seinem Ende und abgedunkelt von einem Pessimismus, der hoffnungslos in nicht mehr als die Verfeinerung der Selbsttäuschung führt. Das Buch ist ein besonders unschönes Beispiel dafür wie das Korsett des Glaubens, dass alles durch Zufall und Auslese evolutiv erklärt werden sollte, eine Verengung des Denkens erzeugt, die ihrerseits voraussagbare Ergebnisse mit Merkmalen dieser evolutiv weiterentwickelten Verengung zu noch mehr Verengung hervorbringt.
Das Buch wimmelt von Thesen und Hilfsthesen und Zusatzthesen, an deren Ende doch wieder nur das "nichts genaues weiß man" steht. Und es quillt über von Mutmaßungen und Deutungen aufgrund von gesicherten Erkenntnissen über das, was man gewiss nicht weiß, aber hofft noch besser verifizieren zu können. Zum Teil unterhält es mit unfreiwilliger Komik, wenn man Passagen liest, wo etwas denklogisch bewiesen wird, was gar nicht bewiesen werden musste, weil es sowieso schon klar war.
ZB: "Deshalb müssen wir zuerst verstehen, wie Homo sapiens es geschafft hat - sowohl im Verlauf der biologischen Geschichte als auch in der individuellen Säugetierentwicklung-, die faszinierende Eigenschaft zu erwerben, die darin besteht, dass wir unser subjektives Leben erfolgreich innerhalb des Ego-Tunnels leben und uns dieser Tatsache nicht bewusst sind." Wenn wir uns einer Tatsache nicht bewusst sind, - vielleicht liegt das ja daran, dass es keine Tatsache ist! Immer wieder wird man mit diesen Zirkelschlüssen begegnen. Das Gehirn, dass durch Evolution entstanden ist, hat sich so lange entwickelt, bis es sich fragen konnte, warum es durch Evolution entstanden sein konnte, ohne schon zu wissen wie es vor sich gegangen ist. Und dann gibt es Hirne, die das bezweifeln. Eigenartig! Aber nicht sehr geistreich!
Oft werden auch einfach nur Plattitüden verabreicht und man hat den Eindruck, der Autor merkt das gar nicht. "Nur wenn uns überhaupt eine Welt erscheint, können wir schrittweise die Tatsache erfassen, dass eine äußere Wirklichkeit existiert." Er hätte auch schreiben können: "Nur wenn wir Sinne für die Außenwelt haben, können wir auch etwas davon wahrnehmen!" Aber warum wir diese Sinne haben, die nicht irgendwo im sinnlosen Nichts enden, das was uns eigentlich interessiert und was wir noch nicht aus der Naturwissenschaft erklären können, das sagt uns der Autor nicht. Oder "Bewusstsein... ist ein subjektives Phänomen. Jemand hat es!" Aha! Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Jetzt geht es uns besser!
Bei der Lektüre mancher Werke, die von Wissenschaftlern geschrieben sind, kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass man nur dann als ausgefuchst gilt, wenn man denkt, dass etwas, was nicht geht, doch geht. Bei diesem Philosophen auch. Man sucht nach Denkmodellen, in denen gelingt, zu beweisen, dass Ja Nein ist und Nein in Ja transformierbar ist. Das gemeine Volk ist zu dumm, wenn es meint, man könne ihnen kein u zu einem x machen.
Ich bin es leid, solche langweiligen Ausbreitungen des pseudo-wissenschaftlichen Herumtappens in den Jahrmillionen der Evolution von Jenseits der Amöbe bis ins allein real existierende Diesseits des Hirns eines Evolutionsphilosophen angehäuft zur Kenntnis zu nehmen. Bisweilen werden diese Hochglanzdenker utopisierend, aber deshalb nicht unterhaltsamer: ""In jedem Fall ist es sicher vorstellbar, dass wir eines Tages in der Lage sein werden, künstliche Agenten zu konstruieren. Dies werden Systeme sein... die ihre eigene Existenz aufrechterhalten können." Aber was heißt schon "vorstellbar"? Hollywood lässt grüßen und belächeln! Wie immer die Hybrid Bioroboter konstruiert sein werden, das menschliche Hirn hat sie ausgedacht! Da ist noch weniger Raum für Zufall als in der Natur! Auch den sogenannten postbiotischen Systemen ist der Entwicklungsrahmen vorgegeben. Der Autor faselt auch seine unausgegorenen Vorstellungen von einer "Glückseligkeitsmaschine", deren Ingenieur man werden könne. Wie denn, wenn man noch nicht einmal erfasst hat, was "Glückseligkeit" überhaupt ist oder sein soll. "Die Evolution nimmt keine Rücksicht auf das Leiden der Einzelwesen", für den Autor muss daher unser menschliches Opponieren gegen das Leiden eine psychologische Erscheinung sein, die evolutiv sich ebenso hätte nicht einstellen müssen, oder sich auch wieder wegentwickelt. Immerhin bekennt Metzinger sich nicht für die Abschaffung des Mitleids: "Wir sollten alles unterlassen, was zu einer Erhöhung der Gesamtmenge des Leidens und der Verwirrung in der Welt führt." Ob dieses Buch so viel zur Entwirrrung der Welt beiträgt? Dass Leiden nicht erwünscht sind in der Welt, solange es bei einem selbst geschieht, ist nichts Neues. Das Problem dürfte eher sein, wie wir das Leiden, das irgendwer irgendwem anderem zufügt, verhindert werden kann. Man merkt, die kalte Logik der Evolutionsphilosophen ist nur eine scheinbare Logik und baut auf einem naturalistischen Wirklichkeitsbild auf, das ebenso falsch sein kann, eigentlich muss, denn konsequent zu Ende gedacht, müsste Chaos sein, auch in den Hirnen.
Und immer wieder wird am Ende aller Erklärungsversuche, die nichts wirklich erklärt haben, wird gesagt, "aber weil es so ist wie es ist, muss es sich so entwickelt haben". Immer wieder werden unbewiesene Behauptungen als Denkvoraussetzungen aufgetischt: "Intelligenter Werkzeuggebrauch war ein wesentlicher Durchbruch in der Evolution des Menschen." Diese Behauptung verliert schon deshalb an Glaubwürdigkeit, weil es auch Affen gibt, die intelligenten Werkzeuggebrauch kennen und anwenden. Bei ihnen gab es keinen wesentlichen Durchbruch. Also war er auch nicht notwendig.
Alles soll durch Evolution erklärt werden. An jener Stelle hat der Zufall weitergeholfen und dort war es die natürliche Auslese. Das Gehirn hat sich gebildet, weil es sich zufällig so ergeben hat und es die Auslese zugelassen hat. Aus dem gleichen Grund hat es sich höher entwickelt, logisch! Und dann ist irgend wann das Bewusstsein mit der Fähigkeit über sich selbst zu reflektieren emergiert, zufällig und TÜV-abgenommen durch die natürliche Auslese. Da wir "wissen", dass es so ist, müssen wir jetzt nur noch die Einzelphänomene - z.B. das Unbewusste im Schlaf - interpretieren, dann haben wir ein umfassendes Bild von unseren kognitiven Fähigkeiten. So stellt es sich der Autor in einer kaum zu überbietenden Naivität vor. Man weiß sehr viel über die innere Struktur des Gehirns, sagt er wie ein ABC -Schütze, der am ersten Schultag nach Hause kommt und sagt, er weiß jetzt alles schon über den Buchstaben A. Ja, man hat schon viel nachgeforscht, über Neuronen und Funktionen. Aber noch viel mehr weiß man nicht und es bleibt dabei, es gibt keine Beweise dafür, dass die Vorstellung des Nobelpreisträgers John Eccles falsch ist: das Gehirn ist ein hochkomplexes Instrument, das einerseits das Körperliche steuert und andererseits dem Geist dient, der sich des Gehirns bedient - oder auch nicht. Das Gehirn ist völlig frei, es nimmt sich die Freiheiten für Dummheiten und intelligente Einsichten zur Verfügung zu stehen. Die Bibel sagt, der Geist weht, wo er will. Genau so ist es! Und nicht einmal die Naturwissenschaft kommt zu einem anderen belegbaren Ergebnis. Dass ihre Interpretationen und Deutungsversuche in eine andere Richtung gehen, ist verständlich, da der Naturalismus als Denkvoraussetzung nichts anderes zulässt. Aber es wird ein Fischen im Trüben bleiben. Hin und wieder zieht man etwas aus dem Trüben heraus und weiß dann: es gibt noch Fische im Teich. Und jedes Mal weiß man nur: es könnte noch mehr Fische im Teich geben. Aber wie sie in den Teich reingekommen sind, das kann man durchs Fischen nicht erklären.

Der Autor schreibt verständlich und bekennt ehrlich, dass man weiß, dass man nicht viel weiß, auch wenn man zu wissen glaubt, dass man viel mehr weiß als jemals zuvor, was man natürlich, streng genommen, nicht wirklich wissen kann. "Das Evolutionsproblem ist eines der schwierigsten Probleme für eine Theorie des Bewusstseins." Er ist allerdings nicht auf die Idee gekommen, dass das daran liegen könnte, dass die Denkvoraussetzungen nicht richtig sind. Inzwischen sind viele Evolutionsforscher davon abgekommen nur den Zufall und die Auslese als ausreichend für die Evolution anzusehen. Zu komplex sind die Entwicklungsstände, zu wenig Zeit gab die Zeit her. Man kann nicht auf den Zufall warten, er ist ein unsicherer Lieferant. Viele befassen sich daher mit Theorien und Modellen, wo es innerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Zufalls Konditionierungen und Strukturierungen gibt, die bereits informativ formatiert sind, der Zufall ist lediglich noch ein unbestimmbares Gerüst, ein Theorem ohne Aussagekraft und Messbarkeit. Was messbar ist, sind gewachsene Strukturen und Programmierungen, die nicht rein zufällig variieren. Der Zufall wird immer mehr entzaubert, weil er zu viel Sinn macht. Was nach Zufall aussieht, ist, wenn man nur genauer hinschaut, genau das, was gebraucht wird. Trotzdem hat die Wissenschaftsgemeinde noch ein Denkproblem: Zu denken, dass etwas, was nicht geht, dennoch geht, gilt als besonders ausgefuchst. Ich empfehle dem Autor mal tiefer in die Quantenphysik einzusteigen. Das könnte für sein philosophisches Denken bewirken, dass es Quantensprünge macht, sonst bleibt es möglicherweise determiniert in Endlosschleifen auf eine zufällige Emergenz von Lux zu warten. Er schreibt ja selber, "Das kollektive Selbstbild der Gattung Homo Sapiens wird immer stärker auch das eines in evolutionär entstandenen Mechanismen der Selbsttäuschung gefangenen Opfers des eigenen Verhaltens werden." Interessant, dass die Evolution uns zu sich selbst täuschenden Wesen gemacht hat. Dann wäre aber die Evolutionsidee auch ein Kandidat der Selbsttäuschung.
Selbsttäuschung wäre dann auch, was der Autor in seinem Nachwort unter der Forderung der intellektuellen Redlichkeit behauptet, dass organisierte Religion den Standpunkt eines Mangels an innerem Anstand vertrete, von Paranoia und vorsätzliche Selbsttäuschung gekennzeichnet sei, die vorsätzliche Kultivierung eines Wahnsystems. Wenn man beachtet, dass seine Begründung dafür die Forderung nach "rechten Argumenten" und "Beweisen" ist, dann muss man sich fragen, warum sein philosophisches Argumentieren nur so strotzt vor Glaubenssätzen, Thesen, unbewiesenen Behauptungen und willkürlichen Schlussfolgerungen. Nach seiner eigenen Definition mangelt es ihm an intellektueller Redlichkeit, was er noch unterstreicht, indem er sich in einer kaum zu überbietenden Arroganz zu der Behauptung versteigt, "dass intellektuelle Redlichkeit das ist, was Theologen und die Vertreter der organisierten Religionen aller Art einfach nicht haben können." Was intellektuelle Redlichkeit ist, bestimmt Metzinger. Er sagt, es gehe darum, "dass man seine Würde und seine geistige Autonomie nicht verliert". Aber wo ist in seinen Worten Würde sichtbar? Wo geistige Autonomie, wenn man nur das nachleiert, was andere vorgereihert haben? Nicht überraschend, dass sich Metzinger auch noch als Atheist und Anhänger der spirituellen Sekte der "Naturalisierer der Religion" outet. Religiosität ist evolutionär entstanden, ohne Gott, denn es gibt ja auch nützliche Formen der Selbsttäuschung. Der Autor unterliegt den weniger nützlichen Formen der Selbsttäuschung. Teilweise ist das, was er behauptet, gemeingefährlich und asozial, zB. würden Paare mit Kindern eine geringere emotionalen Lebensqualität, Zufriedenheit und Sinnerfahrung erfahren, als Paare ohne Kinder. Wo lebt der eigentlich?
Ich habe das Buch angefangen zu lesen. Dann habe ich mich eine Weile gequält, wirklich Neues habe ich nicht erfahren. Schließlich habe ich nur noch darin geblättert. Es gibt nützlichere Lektüre. Wenn das alles ist, was es zum Thema Bewusstsein zu sagen gibt, dann lohnt es sich nicht, sich lange diesen endlosen Litaneien an Mutmaßungen und sinnlosen Schlüssen auszusetzen nach dem Muster von "angenommen 1 und 1 wäre 3, wäre es dann nicht möglich, dass 3-4 auch 3 ist". Möglicherweise ist diese Kritik überzogen, weil ich nicht das ganze Buch gelesen habe, aber das vorliegende Buch scheint mir ohne Ende langweilig und inhaltlich reichlich nichtssagend zu sein. Am Ende seines Buches wird er schamlos. Er entblößt dreist seine kultivierte Neigung zu intellektueller Überheblichkeit, auf die die Menschheit leicht verzichten kann. Der Autor sollte vielleicht einmal ein Praktikum in einer Großfamilie machen, damit er wieder auf den Boden der Menschlichkeit zurückkehrt.
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am 4. März 2010
Lesbare(!) Erklärung des Selbst und des Bewusstseins, basierend auf dem (neuesten) neurowissenschaftlichen Wissensstand - aber nicht dort einfach stehen gelassen, sondern von einer fundierten philosophischen Perspektive aus betrachtet, sortiert und beurteilt.
Wer immer ernsthaft und aufrichtig etwas mit Philosophie, Psychologie, Psychotherapie, oder auch Management-Beratung, oder Rechtssprechung, uvm. zu tun hat, sollte alles andere zur Seite legen und erst einmal dieses Buch lesen. Und dann entscheiden, wie er/sie weiter macht. Bahnbrechend zu einem höherstufigen Weltbild - übrigens auch und gerade für solche, die eine "natürliche" Phänomenologie betreiben wollen!
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am 1. Dezember 2013
Das Buch beginnt mit „werde ich Sie davon zu überzeugen versuchen, daß es so etwas wie „das“ Selbst nicht gibt. Im zweiten Satz steht die Behauptung, kein Mensch „war oder hatte je ein Selbst“.
Das Weiterlesen kann man sich sparen, denn auf endlosen Seiten wird als Beweis allen Forschen pauschal auf die Eingangshypothese verwiesen. Das Buch strotzt von Zirkelschlüssen und tautologischen Beweisen. Man nehme nur einmal einen Satz wie „die Aufgabe des Gehirns ist es, den Körper für den Körper zu simulieren“. Karl Kraus formulierte vor Zeiten den gleichen Gedanken präzise. Er nannte das Gehirn "den Doppelgänger, den sich der Körper organisiert hat für eine Vereinigung aller spezifischen Energien, derer er selbst fähig ist". Wenn gar nichts mehr geht, wird der Mythos „Mutter Natur“ als letzte Instanz angerufen oder man hat an "tanzende Muster aus neuronaler Aktivität“ als Ersatz für Ich und Selbst zu glauben.
Arme Studenten, die sich durch solche Blindgänger die Gehirne verbiegen lassen müssen. Am Ende dieses „Egotunnels“ ist kein Licht, es ist allenfalls ein toter Gang im menschlichen Bewußtseinsgebirge.
Übrigens, wer sich schlicht und bescheiden über OBE’s (out-of-body-experiences) informieren will, ist bei GigiYoung ([...]) bestens aufgehoben.
Ein Punkt für den Mut, solch undiszipliniertes Denken als Philosophie unter die Leute zu bringen.
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am 4. März 2013
Sehr informativ. Gibt einen Querschnitt über den heutigen Stand der Forschung in Neurobiologie, Psychologie und Philosophie zur Bewusstseinsfrage des Menschen wieder. Und die damit verbundene Auseinandersetzung über das menschliche Bewusstsein "Ist" und Fragen zum zukünftigen Bewusstsein "Soll". Das Buch macht weckt das Interesse, sich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen.
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am 26. Februar 2011
sehr gut lesbare einfuehrung in die problematik die zum eigenen denken anregt. auch fuer laien wie mich gut verstaendlich. ich haette noch etwas ueber die entwicklung des "ichs" vom foetus bis zum erwachsenen erwartet, denn alles hat ja mal einen anfang, auch das "ich".
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am 6. Mai 2010
Geht es auch ohne die Annahme, daß das Selbst, so wie wir es "subjektiv" wahrnehmen, auch substanziell exisitiert? Metzinger zeigt, wie dies möglich sein könnte und was das für unser Selbstverständnis bedeutet. Ein äußerst inspirierendes Buch.
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am 13. Juni 2012
Metzinger

Dienstag, 12. Juni 2012
08:04

Betr.: Persönliche Philosophie + Hirnforschung

Lebe ich in einem Tunnel - wie auch immer ? Mein Gefühl sagt: nein. Ein PSM kann ich postulieren, da ich den Forschungsergebnissen der Hirnforschung gegenüber aufgeschlossen bin.
.
Meine Wirklichkeit ist eine private , persönliche. Wenn ich auf Grenzen stoße, sehe ich voreilig (!) immer auf die wissenschaftlichen Veröffentlichungen, soweit es mir möglich ist.
Wenn z. B. Astronomen von der Existenz von schwarzen Löcher berichten, weiß ich um meine Grenzen, ein solches Phänomen richtig einzuschätzen. Wissenschaftliches wird dann, mehr zum Glauben, als zum Wissen.

Ähnlich ergeht es mir auch mit dem vom Autor angesprochenen Wissen der Hirnforschung. Es ist ein beachtenswertes Experiment und es ist typisch für eine Persönliche Philosophie. Eine Persönliche Philosophie wird von Thomas Metzinger als neue Philosophie des Selbst vorgestellt

Da es sich bei mir um Glaubens/Wissen handelt, kann ich nicht fachgerecht auf das Buch reagieren.

Was bleibt, ist der Vergleich mit dem Buch von Detlef B. Bartel: "Das zeitlose Selbst" Danach ist das Selbst substanz- und formlos . Es existiert außerhalb von Raum und Zeit und bildet die Quelle unseres Bewusstseins. Mit meinen Worten: zeitlos = Ewigkeit. Spekulation oder logische Weiterführung von Ergebnissen der Hirnforschung?

Mit dem Hirnforscher und Philosophen Gerhard Roth: "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" taucht für mich die metaphysische Fragestellung in eine Debatte ein, die noch zu führen sein wird.
Roth spricht von der Realität und stellt thematisch die Frage: "Kann man sinnvoll über eine bewußtseinsunabhängige Welt sprechen?"
Er bejaht dies. Ethische Fragen sind Fragen nach Metaphysik und deshalb sollte das Metaphysische zunächst einmal geklärt sein. Das ist bis heute leider nicht der Fall. Wovon man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen? Genügt nicht mehr, und ist durch die Hirnforschung hoffnungslos überholt .
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