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Kundenrezensionen

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am 17. März 2013
„Das Jahr der Flut“ spielt in derselben Zeit und im selben futuristisch-dystopischen Kosmos wie schon das geniale „Oryx und Crake“, allerdings aus einer anderen Perspektive, mit einigen Überschneidungen. Offene Kreise aus „Oryx und Crake" werden geschlossen, andere neu begonnen.
Erneut gelingt es Margaret Atwood, einen atmosphärisch dichten, lupenreinen Science-Fiction-Roman vorzulegen, der seinesgleichen sucht. Melancholisch, merkwürdig, morbide, fantasievoll, pessimistisch, abgründig – selten hat mich ein Autorin bzw. eine Autorin so gefesselt. Plastische, plausible Charaktere mit Tiefe.
Beruhigend, dass trotz der Thematik (unter anderem die Gärtner-Alternativ-Religion) der Roman niemals ins Kitschige oder Esoterische abdriftet oder die Handlung hinter den nicht zu übersehenden Subtext gestellt wird.
Da auch hier wieder mehr Fragen gestellt als beantwortet werden, bleibt zu hoffen, dass Atwood abermals in diesen düsteren, apokalyptischen Kosmos eintaucht. Ich würde den handelnden Figuren jedenfalls gerne wieder begegnen.
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Die Menschen haben sich also mal wieder dank eigener Dummheit, Rücksichtslosigkeit, Selbstüberschätzung und Gier an den Rand des Ruins gebracht, wenn nicht gar darüber hinaus, und nur ein wackeres Häufchen Aufrechter kämpft ums Überleben und Fortbestand von Menschheit wie Welt. So neu ist diese Geschichte nicht, gegenteilig hat sie bereits zahlreich Eingang gefunden in Literatur, Film und sonstige Disziplinen. Ist es also vonnöten oder lohnend, sich mit "Das Jahr der Flut" nochmals oder schon wieder auf dieses Thema einzulassen? Ja, das ist es zweifellos und zwar aus mehreren Gründen: Zum Einen ist es eine helle Freude, Margaret Atwood in ein Universum zu folgen, welches nicht nur feinsinnig und klug, sondern auch ausgesprochen phantasievoll gestaltet ist und in welchem viele bedenkliche, aktuelle Entwicklungen aufgegriffen und konsequent weitergedacht werden - und zwar ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Anderen entwirft die Autorin lebendige, hochspannende, daher auch brüchige Protagonisten und bedient sich einer anspruchsvollen, vielseitigen, sehr lesbaren und nie eintönigen Sprache. Und schließlich bietet die Geschichte der Gärtner ausreichend Gelegenheit, über Sinn und Unsinn von Parallelgesellschaften, Sektierertum und religiös begründeter Hierarchien nachzugrübeln. Fazit: ein utopischen Roman der Extraklasse.
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am 19. Juni 2014
Eines der eher schwächeren Bücher von M. Atwood, das mich trotz seiner Längen (die "Predigten" von Adam Eins oder die langatmigen Schilderungen von Ren) trotzdem aufgrund seiner Sprache und den Zukunftsvisonen wieder fasziniert hat und wirklich spannend war. Und auch das, was ich als langatmig bezeichne und was dem Leser Geduld abverlangt, paßt wiederum zu den dargestellten Charakteren (die kindliche Ren berichtet eben altersgemäß etwas naiv und umständlich aus Kindersicht), bildet den Rahmen und läßt diese Geschichte plastisch auferstehen. Den Perspektivenwechsel fand ich nach kurzem Einstieg sehr gut nachvollziehbar, da er sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Der Schluß war stellenweise etwas zu simpel gestrickt (die Befreiung Amandas und die großmütige Vergebung der Painballers) und damit für mich etwas enttäuschend. Aber auch hier ein "aber": gleichzeitig läßt er Raum für Phantasie, wie es weitergehen könnte ...
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am 24. April 2016
Margaret Atwood hat die Trends der gegenwärtigen Lage verlängert, auf das Ende geschaut und herausgekommen ist etwas Entsetzliches!

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft tiefer denn je, die Oberschicht hat sich in schwer bewachte Compounds zurückgezogen, in denen eine strenge Hierarchie herrscht, jedoch, je nach Status, jeder Luxus verfügbar ist. Die anderen können sehen, wo sie bleiben. Der Körperkult nimmt so überhand, dass Toby, eine der Protagonistinnen vom vorliegenden Band 2 der MaddAddam-Trilogie, bissig von sich gibt: „If you really want to stay the same age you are now forever and ever, try jumping off the roof: death is a sure-fire method of stoping time.“

In „The Year of the flood“, fokusiert die Autorin auf die Pleeblands, der Lokalitäten ausserhalb der Compounds. Der SeksMarket entsetzt den Leser, aber bildet nur auf die Spitze getrieben ab, was heute schon läuft; Raritätenrestaurants haben die letzten, auf der roten Liste stehenden Tiere auf dem Teller und sind terrorisches Anschlagsziel. Im SecretBurger für den Armen ist alles, was wir nicht essen wollen, die CorpsSeCorps, Security, sind korrupte Machtinhaber. Wen sie bestrafen, schicken sie in die Painballarena, normalerweise gibt es von dort kein Zurück. Ausserhalb der Compounds kann man sich nur mit Nasenklammern auf die Strasse wagen, der verdorbenen Luft wegen.

Adam One, der Anführer der Gardeners stellt sich manchem Trend entgegen. Das Leben bei seiner Gruppierung erforderte Umstellungen von Toby, die bei ihnen landet. Think pink, eine sehr einprägsame Mahnung zu positivem Denken in allen Widrigkeiten, nimmt sie mit als sie umständehalber diese letzte Bastion von verlässlichen Menschen aufgeben muss.

Was diese Weltendetrilogie von Margaret Atwood vor anderen im Genre auszeichnet, ist schöpferische Lust, ich kann es nicht anders bezeichnen. Was sie sich nicht alles an Details ausgedacht hat! Unglaublich kreativ, diese Frau! Dazu kommen intelligente und lustige Wortspiele, auf jeder Seite viele, viele, ich bin trotz aller Dramatik nie dazu gekommen, aufzuhören mit Schmunzeln.

Im ersten Band, den man unbedingt vorweg lesen sollte, stellt Atwood also das Große und Ganze vor, die Compoundwelt insbesondere, im zweiten Band stehen Einzelschicksale und ein Perspektivwechsel im Zentrum. So sieht man dasselbe wie im ersten Band – nur ganz anders!

Fazit: Lesegenuss pur!

Kategorie: Dystopie
Verlag: Null (?), 2009
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TOP 500 REZENSENTam 15. Dezember 2009
Eine Stadt an der Ostküste der USA in nicht allzu ferner Zukunft. Die Klimaerwärmung hat so große Ausmaße angenommen, dass es kaum noch zu unterscheidende Jahreszeitegen gibt, es ist immer heiß und ohne UV Schutz und UV Mäntel kann man sich kaum noch hinauswagen. Ein Großteil der uns bekannten Arten ist ausgerottet und durch genetische neue Spezies, sogenannte Spleiße ersetzt worden, wie den Pfaureiher, das Löwamm (eine Mischung aus Löwe und Lamm), grüne Kaninchen, Schweine mit menschlichen Hirnzellen oder Lumirosen (Rosen, die im dunkeln leuchten).
Der Staat hat sich aus seiner Verantwortung zurückgezogen und diverse Konzerne haben das Territorium unter sich aufgeteilt. Private Sicherheitsunternehmen haben die militärische Macht im Auftrag der Konzerne übernommen. Verbrecher werden nicht mehr hingerichtet, sondern zur Unterhaltung der Massen in einem Spiel namens "Painball" in zwei Gruppen gegeneinander gehetzt.
Die Konzerne handeln wie Staaten, sie entführen Wissenschaftler der Konkurrenten um deren Wissen zu erpressen oder Lösegeld zu verlangen, und die Gesellschaft gliedert sich in Konzernmitglieder oder Plebs, Menschen ohne Konzernausweis, die durch alle Raster gefallen sind.
Zu diesen Plebs zählen auch die Gottesgärtner. Eine Ökosekte, die ein puritanisches Antikonsumhaltung verfolgt, nur wiederverwertetes Material verwendet und nur selbstangebautes Obst und Gemüse isst, das sie in einem Garten auf einem Hochhaus, namens Felsen Eden anbauen. Die Gottesgärtner predigen die "Wasserlose Flut", die die Menschheit auslöschen wird, und bereiten sich mit verborgenen Ararats (Nahrungsverstecken) auf diese Katastrophe vor. Sie wollen keine unnötigen Spuren auf der Erde hinterlassen, sie verweigern sogar schriftliche Aufzeichnungen und sie erheben Menschen, die ihr Leben für die Erhaltung der Natur gaben zu ihren Heiligen, so wie St. Jane Jacobs, St. James Lovelock, St. Dian Fossey. Zu diesen Gottesgärtnern gehören auch Ren und Toby, Überlebende der "wasserlosen Flut". Diese Buch erzählt ihre Geschichte.

Margaret Atwood erzählt diese Geschichte aus zwei Blickwinkeln, zum einem aus Tobys Sicht. Toby verschlug es zu den Gottesgärtnern, nachdem sie als Angestellte bei "GeheimBurger" von ihrem Chef in jeder Mittagspause vergewaltigt wurde, die Gottesgärtner retten sie und geben ihr die Chance auf ein neues Leben. Zum anderen aus der Sicht Rens, die bei den Gottesgärtnern aufwuchs, bis ihre Mutter sie wieder in den Schoß des Konzerns mitnahm.

Mit diesem Buch kehrt Margaret Atwood zum zweiten Mal in diese Welt zurück, die sie schon in Oryx und Crake beschrieb. Sie erzählt diese Geschichte nicht nur aus verschiedenen Blickwinkeln, sondern auch aus verschiedenen Zeitperspektiven. Zum einen gibt es den Zeitstrang nach der wasserlosen Flut im Jahr 25 nach der Zeitrechnung der Gottesgärtner, zum anderen wie es zu dieser wasserlosen Flut kam, bis diese beiden Zeitstränge miteinander verschmelzen. Jedes Kapitel wird von einer Predigt von Adam Eins, dem gestigen Führer der Gottesgärtner eingeleitet, in welchem man mehr über diese Religion erfährt, die eine Mischung aus Christentum und moderner Wissenschaft ist. Diese Predigt wird immer mit einem passenden Lied aus dem Gesangbuch der Gottesgärtner beschlossen, die man vertont auf der Webseite des Buches (yearoftheflood.com) anhören kann.

Dieses Buch ist kein einfaches Endzeitepos und wird auch nicht unbedingt den normalen Leser von SF Geschichten ansprechen, denn dieses Buch ist auch ein literarisches Kleinod. Es ist voller bildreicher Wortneuschöpfungen und lebendiger, expressiver Sprache. Nicht umsonst wird die bereits siebzigjährige Margaret Atwood immer wieder als Kandidatin für den Literaturnobelpreis gehandelt.

Natürlich sind die meisten der Aspekte dieser Geschichte nicht neu. Konzerne, die die Macht ergreifen, das Territorium unter sich aufteilen und wie Kleinstaaten agieren kennt man aus Shadowrun Regelbuch. Verbrecher, die zur Belustigung der Massen gegeneinander antreten kennt man aus Running Man und Geschichten, in welchen Seuchen die Menschheit ausrotten gibt es zu viele, um sie hier aufzuzählen, die bekannteste Version dürfte wohl The Stand - Das letzte Gefecht sein.
Das Besondere an diesem Buch ist die Erzählweise der Autorin. Fesselnde Science Fiction, sozialkritisch und doch literarisch anspruchsvoll, eine seltene Mischung.
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am 26. Juni 2014
DAS JAHR DER FLUT ist nach demselben Prinzip aufgebaut wie der erste Band der Trilogie. Nur das dieses mal nicht Jimmy aus der Vergangenheit erzählt, sondern Ren und Toby.
Jeder Abschnitt des Buches beginnt mit einer Ansprache von Adam Eins, der an verschiedene Feiertage der Gärtner erinnert und zu einem Gesang auffordert. Danach wird abwechselnd aus dem Leben von Toby oder Ren erzählt. Und wie bei Jimmy schon wechseln sich Beschreibungen aus der Gegenwart und Vergangenheit ab. So erlebt der Leser die Gruppierung der Gärtner aus verschiedenen Sichtweisen und er begegnet alten Bekannten wieder. Zunächst schleppt sich die Erzählung, nimmt aber schnell Fahrt auf und knüpft am Ende logische Verbindungen.

Die Philosophie der Gärtner erinnert oft an weltliche Gruppierungen, die nicht müde werden, auf Missstände in der Welt, in der Wirtschaft und Politik hinzuweisen. Die Gärtner finden ihren eigenen Weg, um nicht von den Konzernen und dem CopsSeCorps, einer Art Überwachungsmannschaft, abhängig zu sein. Sie wissen, dass der Untergang der Welt irgendwann eintreten wird. Zu Beginn werden sei noch belächelt, aber im Grunde haben sie alles richtig gemacht und sind nun für die Zeiten, in denen es um das reine Überleben geht, gewappnet.
Dachte man im ersten Band noch daran, dass Jimmy als einziger Überlebender sein Dasein fristet, wird nun immer klarer, dass es noch mehr Menschen gibt, die den Virus überlebt haben.
Das zweite Buch endet ungefähr dort, wo auch das Erste endet und worauf alles hinauslaufen wird, ist noch nicht klar.
Klar ist nur, dass der dritte Band unbedingt gelesen werden muss.
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Ich hätte nicht gedacht, das das möglich ist, aber während mich der erste Band der Reihe begeistert hat, hat mich der zweite komplett weggefegt.

Das Szenario ist hier das gleiche, nur der Blickwinkel anders. Inmitten dieser brutalen, untergehenden Welt ist eine Sekte entstanden, die Gottesgärtner, die eine sehr eigene Form des Christentums entwickelt haben. Täglich begrüßt AdamEins seine Freunde und Mitsäugetiere, gibt Weisung und Neuigkeiten von sich und erklärt religiöse Zusammenhänge, die bei aller Skurrilität oft auch erstaunlich plausibel sind.
Zwei der Gärtnerinnen sind Ren und Toby, die hier abwechselnd ihre Geschichte erzählen, ihre persönliche und auch die, der wasserlosen Flut, die kommen soll und dann tatsächlich kommt, im Jahr Fünfundzwanzig.

Während man im ersten Teil durch Jimmy und Cake das Entstehen der Pandemie erleben konnte, sieht man hier den Alltag in dieser verstörenden Welt voller Dekadenz und Brutalität. Die abartigsten Erfindungen sind im Umlauf. Da werden Tiere und Menschen designt, der Gärtnernachwuchs sind die Jungbioniere, man liebt GeheimBurger (die so heißen, weil niemand weiß, was drin ist) und benutzt gerne die violette Biolette.

Auch hier hat Margaret Atwood wieder ihre finstersten Fantasien ausgelebt, die erschreckend logisch erscheinen, aber zugleich mit triefender Ironie präsentiert werden. In grandiosem Erzählstil schafft sie den Spagat zwischen fesselnder Geschichte und finsterster Atmosphäre, gewürzt mit allerschwärzestem Humor. Man staunt, amüsiert sich und ist auch entsetzt.
Dieses Buch gehört ab sofort zu meinen persönlichen Highlights. Ich bin höchst gespannt auf den dritten Teil.
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am 6. Mai 2016
Das Buch ist nicht komplett schlecht, aber die Zeit hätte ich mir lieber gespart.

Gut fand ich den Lebensstil der Gärtner, aber das viele religiöse Gerede über Gott und den Glauben nervt, mich jedenfalls...

Bei manchen Passagen habe ich mich wirklich gefragt wie man auf so etwas kommen kann...
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am 19. Oktober 2012
Ich liebe dieses Buch! Ich habe schon von Margaret Atwood das Buch "Oryx und Crake" gelesen und war so begeistert, dass ich mir dieses auch kaufen musste. Die Art wie Atwood schreibt ist so packend und beeindruckend, dass man glatt denken könnte, man wäre selbst ein Charakter im Buch. Das "Jahr der Flut" ist nur empfehlenswert!
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am 25. Januar 2016
Ein moderner Science-Fiction-Roman, der Spaß macht und den man nicht aus der Hand legen möchte. Margaret Atwood entwirft eine stimmige Dystopie, die die Welt nach der Apokalypse zeigt und wie sich die Menschen darin eingerichtet haben. Welch eine Fantasie, welch eine Literatur!
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