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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
100
3,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 5. Dezember 2013
very rare reading fun! First you have get used to the writing style in old english, but then you can't put it down!
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am 16. Mai 2011
Well, first of all I got to say that I'm from germany and I've read this book once in german. I found it one of the most astonishing books I've ever read. Susanna Clarke really understands it to create a marvelous picture of the old London and Great Britain that is a perfect sorrounding for a story that is not at all similar to those quite primitive fantasy books out there today. The story about the conflict between Mr. Norrell and Mr. Strange is very nice and well constructed, it really catches the reader.
A few weeks ago I found the english version here on Amazon and I liked the idea of reading it in its original language. And I wasn't disappointed, not at all. The language the author uses is of the most beautiful kind. It is a real pleasure to read the book and especially if you are a friend of good english (as I am) you will absolutly love this piece of art. After I've finished the book, I often caught myself just opening a random page and reading a few lines or pages, just enyoing and admiring the beautiful language.
And in addition, the hard cover version is a real treat, it looks like a very time-honoured book. (And it bit like dark chocolate cake too)
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am 20. August 2007
Auch mich hat die ungewohnte Sprache/der Schreibstil am Anfang irritiert, ich war nicht sicher, ob ich es nicht doch aus der Hand legen würde. Aber ohne es zu merken, hat mich das Buch nach und nach in seinen Bann gezogen!

Jetzt würde ich am liebsten noch viel mehr von den Abenteuern von Jonathan Strange und Mr Norell lesen, herausfinden was mit Arabella Strange passiert, und mit Vinculus und Drawlight... Man ist auf einmal mitten drin in der Geschichte und mag die Charaktere, und man merkt es noch nicht mal.

Definitiv zu empfehlen, ich würde allerdings hinzufügen: Ein Buch für wirkliche Leseratten, es ist keine leichte Kost für Zwischendurch.

Und den Vergleich mit "Herr der Ringe" kann ich auch nicht nachvollziehen.

Daher 4 von 5 Sternen von mir.

Viel Spaß!
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am 20. Oktober 2004
Bin durch Zufall über dieses Buch gestolpert und kann nur sagen: Es lohnt sich zu stolpern. Wer gepflegte, ruhige Lektüre mag, die trotzdem in den Bann zieht, dem sei dies Buch empfohlen- es paßt hervorragend zu einer (bzw. diversen) Tasse(n) Tee am Kamin und erinnert mich vom Erzählstil etwas an Dickens und Co. Habe das Buch auf Englisch gelesen und kann dies jedem empfehlen, da kleine Wortspiele etc. so sicherlich schwer zu übersetzen sind.
Die Geschichte beginnt zu Zeiten der napoleonischen Kriege: Die Zauberei ist in England zu einem Ammenmärchen geworden, betrieben nur noch von einem Club ehrenwerter Theoretiker. Mr. Norrell, ein zurückhaltender Pendant, betreibt praktische Magie- er bootet seine Kollegen aus und schwingt sich zum Magier des UK auf, um dem Königreich gegen Frankreich beizustehen. Jonathan Strange gerät eher zufällig an die Zauberei. Er wird Norrells Schüler, unterstützt Wellington in Portugal.. und wie man weiß, vertragen sich Meister und Schüler oft schlecht, wenn Schüler ihren eigenen Willen entwickeln. Strange will gegen Norrells Willen die Zauberei wieder in England verbreiten und so kommt es zum Bruch zwischen den beiden Protagonisten, dabei sind sie stärker aufeinander angewiesen, als sie wahrhaben möchten.
Norrell erweckt eine Dame vom Tode, der Elb, den er dabei zur Hilfe angerufen hat, führt durchaus eigenes- und nicht das freundlichste- im Sinne.. lebendige Bücher kreuzen den Pfad.. Wege nach Fairy tun sich auf.. Butler werden verflucht.. zwielichtige Diener scheinen im Hintergrund zu manipulieren.. Freunde sind nicht das, was sie sein sollten.. und schließlich erfüllt sich für Strange die Prophezeiung: " he will see his dearest possession in his enemie's hand"
Mir gefiel das Buch sehr gut, weil es einen ruhigeren Ton anschlägt ohne dabei langweilig zu sein- eben Zauberer der Sorte Gentleman, nicht Action Man. Wer Blut, Gemetztel und Grauen sucht, der wird dies Buch langweilig finden- wer eine gute, spannende Geschichte mag, dem sei's wärmstens empfohlen.
Und es sollte mich nicht wundern, wenn dies noch nicht alles war.. das Ende lässt eine Fortsetzung gar nicht so unwahrscheinlich erscheinen- daher 4 von 5 Sternen (wieso kann man Geschichten nicht mal in einem Buch erzählen?).
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am 14. Januar 2010
Ich mag dicke Bücher, ich mag alte Bücher, ich mag schöne Sprache und ich mag Fantasy.
Ich dachte das qualifiziert mich durchaus als Leser für dieses Buch. Rückblickend bin ich mir da nicht so sicher.

Um es in ein Bild zu giessen... man stelle sich das Lesen dieses Buches wie einen Besuch in einem prachtvollen barocken Theater vor, in dem ein ziemlich langes Stück mit Schwächen aufgeführt wird:

Logen und Bühne strotzen vor Schnörkeln und Blattgold, prächtige Kronleuchter erleuchten den Raum und vermitteln das intensive Gefühl einer anderen Ära. Leider ist der antike Polsterstuhl weit weniger bequem als die üblichen Erzeugnisse moderner Ergonomie und das gezeigte Stück weist (trotz guter Requisiten und einer faszinierenden Grundidee) EXTREME Längen auf. Früher oder später wird der Hintern schmerzen - und man bleibt wenn überhaupt, dann nur sitzen weil das "Drumherum" atemberaubend anachronistisch ist.

Was mir gefiel:
- Die überbordende Sprache, die erfolgreich eine vergangene literarische und gesellschaftliche Ära greifbar macht.
- Das Gefühl, eine Art Buch zu lesen, welche zuletzt vor 100 Jahren verlegt wurde.
- Die Momente in denen die Autorin atemberaubende Momentansichten von verzauberten Landschaften zeichnet.

Was mir nicht gefiel:
- Dass die beiden Protagonisten zwar komplex sind, aber kaum sympathisch und wiederholt schwer von Begriff.
- Dass wiederholt und lange -nichts- von Bedeutung passiert. Die Sprache bleibt immer schön, transportiert aber oft wenig Gehalt oder gar Plot.

Wer sich damit nicht abfinden kann, wird nach den 1000+ Seiten wohl (wie ich) den ebenso starken wie irrationalen Wunsch spüren, das Buch zu nehmen und auf eine Holzplakette über den Kaminsims zu nageln wie eine erlegte Jagdtrophäe.
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am 22. März 2005
Neil Gaiman hält dieses Buch für den fraglos besten englischen Roman, der seit 70 Jahren im Genre des Phantastischen geschrieben wurde. Ich will und kann ihm nicht widersprechen: lange hat mich ein Roman nicht mehr so gefesselt und verzaubert.
Dabei ist Clarkes Erzählweise gemächlich. Sie läßt sich Zeit mit der Einführung ihrer Figuren, selbst für solche, die nur eine kleine Rolle spielen. Der mit einer beständigen ironischen Distanz durchwirkte Stil erinnert an Oscar Wilde oder Hector Hugh Munroe, und gekoppelt mit dem übernatürlichen Thema der Magie insbesondere an die prominentesten Vertreter der englischen Ghost Story, an Sheridan le Fanu und M. R. James.
Mit diesem ironisch-distanzierten Stil gelingt es ihr, die Magie wie selbstverständlich in die dröge matter-of-fact-Wirklichkeit der englischen Gesellschaft einzuschreiben. Insbesondere die Spannung zwischen den Kontrahenten Gilbert Norrell, einem buchhalterischen, ängstlichen Magie-Verwalter, und Jonathan Strange, einem leichtfertig-enthusiatischen Gentleman, ist von Clarke aufs Amüsanteste eingefangen. Und die magischen Wunder, von denen sie erzählt, sind deshalb um so zauberhafter, weil sie mit einer britisch-trockenen Nüchternheit und Selbstverständlichkeit wahrgenommen und beschrieben werden.
So ist es nicht nur die Handlung, die von Bedeutung ist, sondern ebenso das Erzählklima, in dessen Etablierung Clarke viel Zeit (und viele Seiten) investiert. Sie widmet Ereignissen und Dingen ganze Kapitel, die man ebenso auch in einem Nebensatz hätte abhandeln können, die aber dennoch schmerzlich fehlen würden, hätte sie die Zuflucht zu diesem Nebensatz genommen. Wer den Roman nach dem ersten Drittel entnervt beiseite gelegt hat, dem sei zur Wiederaufnahme der Lektüre geraten. Tatsächlich ist das erste, Mr Norrell gewidmete Drittel des Buches mitunter langatmig und zäh, aber genau das ist ja auch Norrells prominentester Charakterzug. Ab Seite 200 nimmt der Roman allmählich an Fahrt auf, und ab Seite 600 überschlägt er sich.
Clarkes Roman ist hervorragend konstruiert und durchdacht. Alles, was zuvor sorgfältig vorbereitet wurde, findet auf den letzten rund 150 Seiten seinen fulminanten Abschluß. In die Klage über den angesichts des Endes zu erwartenden Nachfolger kann ich nicht einstimmen - ich war betroffen, daß das Buch plötzlich zu Ende war und bin sicherlich einer der ersten, der sich Clarkes nächsten Roman zulegen wird.
Wer kann, der sollte sich das englische Original zu Gemüte führen, um den Zauber dieser charmanten Erzählweise am eigenen Leibe zu erfahren - ich kann mir nicht vorstellen, wie man das Wort „fairy" angemessen übersetzen will: weder Fee noch Elb scheinen wirklich passend zu sein. Fairies sind Fairies. Und das ist nur ein Beispiel für eine Fülle von Dingen, die sich einer properen Übersetzung entziehen dürften.
Die englischen Magier unterscheiden „books about magic" und „books of magic". Dieses hier ist zweifellos letzteres: ein magisches, ein bezauberndes Buch. Oder um in der Sprache der (englischen) Magie zu bleiben: spell-binding, enchanting.
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am 11. Januar 2006
Eigentlich dachte ich ja, ich würde das perfekte Buch für mich nicht finden ... habe mich geirrt.
Ein Fantasybuch das es nicht nötig hat auf Klischees zurück zugreifen sondern sich auf das Erzählen einer wunderbar magischen Geschichte konzentriert.
Ich lese seit Jahren mit Begeisterung Fantasy und spätestens als ich den Fehler machte David Eddings und R. Feist kurz hintereinander zu lesen fiel mir auf dass es irgendwie immer nur Variationen einer Geschichte gibt, wirkliche Neuerungen fehlen (ok Harry Potter nehme ich hier aus, bisher habe ich noch keine zweite Zaubererschule entdeckt die man eins zu eins mit Hogwarts austauschen könnte.)aber leider.
BIS JETZT!!! Wir haben plötzlich die "unheldischten" Helden die man sich vorstellen kann, Zauberer die sich wie leicht senile Literaturprofessoren verhalten, und eine Autorin die sich der Geschichte mit der Detailgenauigkeit einer Historikerin nähert und ihre Protagonisten mit klaren, harten Federstrichen (Anschlägen, Wortkonstruktionen,...) vor dem regnerischen Hintergrund von England zur Zeiten Napoleons entstehen lässt. Geschickt baut sie Hintergrundinformationen über ein zauberisches England in Form von (zugegebenermaßen oft seitenlangen) Fußnoten ein und überlässt es dem Leser wieviel er wissen will ohne Gefahr zu laufen dem Verlauf der Handlung nicht mehr folgen zu können.
Sicher kein Buch für Freunde von Schwertkampf- und Magieduellszenen aber empfehlenswert für alle die P.McKillip schätzen und sich Magie in unsere Welt wünschen. UND das Buch kommt ohne die typische Heldengruppe aus. (Ich war wirklich, wirklich überrrascht) Ausserdem eines der wenigen Fantasybücher die ohne reißerischen Einband auskommen! Mehr! Mehr! Mehr!
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am 6. November 2006
Ich muß gestehen, ich habe "Jonathan Strange & Mr. Norrell" eine ganze Zeit nach meinem Geburtstag im Februar ungelesen im Regal stehen gehabt.

Zwei- oder dreimal machte ich einen Ansatz, mit dem 1000 Seiten Werk zu beginnen und immer wieder habe ich es zur Seite gelegt, weil der Funke nicht übersprang.

Woran lags? Bei den letzten beiden Malen war es wohl die Sommerzeit, durch die ich einfach nicht in der Stimmung war, mich mit einer Geschichte auseinanderzusetzen, die im wesentlichen im trüben und regnerischen Großbritannien spielt.

Nun in der verregneten Herbstzeit und bei meinem vierten Versuch war das anders. Ich habe das Buch nahezu verschlungen. Während ich diese Rezension schreibe, habe ich noch ca. 40 Seiten zu lesen.

960 Seiten liegen hinter mir, die ich alle genossen habe.

Jonathan Strange & Mr. Norrell und all die anderen skurillen Figuren sind mir ans Herz gewachsen. Auch wenn beide Haupfiguren mit ihren Schwächen nicht das absolute Identifikationspotential haben... doch irgendwo ist das wohl auch wieder nur allzu menschlich.

Wenn in einer anderen Rezension zu lesen steht, das Buch wäre langatmig, dann ist es gerade diese angebliche Langatmigkeit - ich würde es eher Detailreichtum nennen - der mir gefällt.

Die Handlung galoppiert weiß Gott nicht dahin... sie entfaltet sich... langsam.

Das ist aber völlig OK.

Jedes Kapitel erzählt seine eigene Geschichte. Und die Fußnoten erzählen Geschichten in der Geschichte.

Mir hat das sehr zugesagt. Das Passende eben für lange Herbst- und Winterabende. Zugreifen!
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am 25. Juli 2010
1807: Mr Norrell betritt die Bühne Londons und sorgt sofort für großes Aufsehen. Der pedantische und exzentrische Mann ist der einzige praktizierende Magier Britanniens und wacht eifersüchtig darüber, dass das auch so bleibt. Magie ist mittlerweile nur mehr eine theoretische Lehre, Norrells Talent schlägt also große Wellen und als er seine Fähigkeiten im Krieg gegen Napoleon einsetzt, ist ihm die Verehrung und Bewunderung der Massen sicher. Mr Norrell macht schließlich den überaus begabten und experimentierfreudigen Jonathan Strange zu seinem Schüler, der ihn beinahe überflügelt, und die beiden Männer feiern große Erfolge. Strange möchte aber seinen eigenen magischen Weg gehen, was ihn schließlich nicht nur von Norrell entfremdet sondern auch in große Gefahr bringt.

JONATHAN STRANGE & MR NORRELL ist ein wirklich großartiges Buch. Der Roman präsentiert eine äußerst clevere und vor allem glaubwürdige Alternate History, die so überzeugend ist, dass man sie ohne weiteres für wahr halten könnte. Insgesamt ist JONATHAN STRANGE & MR NORRELL so etwas wie eine Chronik des Wiederauflebens der Magie in England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dieser Eindruck wird nicht nur durch die zahlreichen Fußnoten erweckt (man muss sie für das Verständnis des Buchs nicht unbedingt lesen, aber man versäumt so einige sehr skurrile und informative Fakten), sondern auch durch den Stil des Romans. Wer Action, wildes Schlachtengetümmel und hohes Tempo erwartet, der wird unweigerlich von dem Buch enttäuscht werden. Im Zentrum steht der Wiederaufbau der magischen Praxis in England und die Auswirkungen dieses Vorhabens auf die Figuren des Romans. Man könnte fast sagen, dass die Magie die Hauptrolle in JONATHAN STRANGE & MR NORRELL spielt. Neben Norrells und Stranges magischen Experimenten und ihren persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen spielen auch die Fairies und ihr Rückkehrversuch nach England eine große Rolle.
Susannah Clarkes Stil gefällt mir sehr gut. Der Roman ist mit kuriosen und skurrilen Anekdoten und Begebenheiten gefüllt, die mich persönlich sehr angesprochen haben, und ein feiner Humor blitzt immer wieder auf. Ich finde außerdem, dass sie die latente Bedrohung durch die Fairies sehr effektiv und stimmungsvoll dargestellt hat und ein Panorama der Gesellschaft Englands erschaffen hat, das ohne weiteres aus einem Roman von Jane Austen entliehen sein könnte.
Wer heldenhafte und edle Hauptcharaktere bevorzugt, wird mit JONATHAN STRANGE & MR NORRELL keine große Freude haben. Strange und Norrell sind keine wirklich sympathischen Hauptfiguren. Sie haben beide zahlreiche Fehler, schlechte Angewohnheiten und Macken, was sie aber sehr lebensecht erscheinen lässt, wobei Strange insgesamt die zugänglichere Figur als Norrell ist. Die Nebenfiguren sind zahlreich und glaubwürdig ausgearbeitet und teilweise doch recht skurrile Charaktere. Im Verlauf des Romans treffen Strange und Norrell auch auf einige historische Persönlichkeiten, wie zum Beispiel den Duke of Wellington, Lord Liverpool oder gar König George III.
Alles in allem bin ich vollkommen begeistert von JONATHAN STRANGE & MR NORRELL. Wer eine Abwechslung von der üblichen Fantasy sucht und eine detailverliebte und stimmige Alternate History zu schätzen weiß, der wird bestimmt große Freude an dem Roman haben. Sehr, sehr empfehlenswert!
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am 12. September 2008
England, früher, zur Regierungszeit des sagenumwobenen "Rabenkönigs" eine Hochburg der Zauberei, ist Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch von einigen Zaubertheoretikern bevölkert, die sich in Vereinigungen organisieren und jegliche praktische Zauberei als viel zu gefährlich verteufeln.

Der kauzige Mr. Norrell belehrt sie eines Tages eines Besseren. In einer verblüffenden Demonstration seines Könnens erweckt er steinerne Statuen in der Kathedrale von York zum Leben und lässt keine Zweifel daran, dass man es hier mit dem wohl letzten praktischen Zauberer Englands zu tun hat.

Diese Episode bleibt natürlich der Öffentlichkeit nicht verborgen, und als Norrell dem Politiker Sir Walter Pole einen ganz großen Dienst erweist, um seine Eheschließung zu retten, werden überall Begehrlichkeiten geweckt, die Norrell aber nicht zu erfüllen gewillt ist, zumal seine zauberische Intervention nicht ohne gravierende Folgen geblieben ist.

Schließlich nimmt Norrell etwas widerwillig doch einen Schüler auf, den jungen Jonathan Strange, der sich als höchst begabt erweist und sich das, was Norrell ihm nicht beibringen will, selbst erarbeitet. Durch sein freundliches und offenes Wesen ist er bald allseits beliebt, im Gegensatz zum Meister selbst, und eines Tages kommt es zum Bruch zwischen den beiden ...

Man braucht Zeit und Muße für diesen dicken Wälzer, eine gewisse Vorliebe für den Stil von Jane Austen oder Charles Dickens kann nicht schaden, und wer Angst vor Fußnoten hat, sollte das Buch gar nicht erst anfassen.

Wer sich an den umfangreichen Schinken heranwagt, wird nach den ersten paar Seiten, die ein bisschen verwirrend wirken, mit einer atmosphärischen Zauberergeschichte belohnt, die ohne plakative Knalleffekte scheinbar ganz realistisch und eng an der tatsächlichen englischen Geschichte entlang daherkommt und dabei ein ganz anderes, phantastisches England zeigt, voller Zauberei, Mythen und Wegen ins Elfenland, wobei die Elfen hier nicht direkt Sympathieträger sind.

Mr. Norrell ist ebenfalls kein knuffiger Opi, sondern ein verschrobener Typ von der eher misanthropischen Sorte, während Jonathan Strange mitsamt seiner Arabella Sympathie weckt, manchmal aber auch Benehmen an den Tag legt, bei dem man ihn nur schütteln könnte.

Das schlichte schwarze Cover mit der weißen Schrift und dem fliegenden Raben (dessen Bedeutung sich beim Lesen erschließen wird) ist auch wunderbar gelungen.

Feiner, schräger Humor, eine wunderschöne poetische Sprache und eine sehr originelle Variation des Themas "Zauberer in der realen Welt" zeichnen das Buch aus, und der Spannungsbogen wird trotz der ausschweifenden Erzählweise stets aufrechterhalten. Abgerundet wird das Ganze durch einen in meinen Augen wunderschönen Schluss.
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