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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
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am 5. November 2015
Für mich fing das Buch gut an, wurde aber von Seite 60 bis 100 immer quälender. Ich frage mich: was will mir der Autor sagen? Nach mehr als einem Drittel des Buches sinniere ich darüber nach, was er mit "Zeitalter der Ungleichheit" meint. Jetzt, seit 100 Jahren, seit seiner Verletzung, die ihn daran hinderte, ein Profi-Musiker zu werden?
Auch das Wort "Respekt" wird irgendwie behandelt. Etwas wirklich handfestes finde ich dazu nicht. Viel zu oft nimmt Herr Sennett Bezug auf wenige Dinge in seinem Leben (Wohnen als Kind in einem Sozialviertel, "das" Mentorentreffen, "der" Musikwettbewerb). Ich bekomme den Eindruck, der Autor hat nur wenig in seinem Leben erlebt und füllt die meiste Zeit mit der Lektüre von Büchern. Ansonsten würden sich kaum die wenigen Beispiele aus seinem Leben ständig wiederholen und er würde sich auch auf andere Begebenheiten beziehen (Elternabend, Sportverein, Grillnachmittag usw.). Tut er aber nicht.

Ab und zu finde ich einen starken Gedanken. Dieser wird aber zehn Zeilen später bereits durch Bezugnahme auf Rosseau, Nietzsche, Ferguson, Dworkin, Kant, Tony Blair und viele andere zerrieben, relativiert und in Bezug auf irgendwas anderes gesetzt.

Nach mehr als einem Drittel habe ich die Lektüre aufgegeben. Das Buch konnte mich weder fesseln noch halten.

"Zwei Sterne" steht bei Amazon für "Hat mir nicht gefallen". Das trifft es für mich ganz gut. Für einen Stern hätte die Sprache schlechter sein müssen.
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am 24. Februar 2006
Der Umgang zwischen Menschen ist seit der französischen Revolution durch Freiheit und Gleichheit geprägt. Eine dänische Karikatur eines Abbildes Mohammeds hat bewiesen, das Freiheit - und hier nur die Pressefreiheit - immer eine Grenze im anderen hat. Und wenn Freiheit unter diesem Aspekt betrachtet wird, wird ihr gleichzeitiger Respekt beigefügt. Respekt gilt damit nicht nur in den Grenzen frühstaatlicher Ideen, sondern gerade im Zuge der Entgrenzung und Globalisierung in gleicher Weise global.

Sennett prüft - im nahezu autobiographischen Stil - , welche Voraussetzungen geschaffen wurden, um Ungleichheit zu erzeugen, (hier auf einem abstrakteren Niveau) was wiederum, die der zureichende Grund für Respektlosigkeit ist. Eine Gesellschaft, sagt Sennett, muss lernen, mit wirklichen Ungleichheiten umzugehen. Daraus folgt, dass Menschen auf der jeweils anderen Seite mit Achtung zu begegnen sind. Diese erwiesene Achtung, bedingungslos, weil als Mensch und gegenüber Menschen, ist Basis für die Selbstachtung. Sozialstaatliche Prinzipien sind daher nicht aufzugeben, sondern in einer klaren Botschaft aufrechtzuerhalten. Respekt dient dem Menschen zur Selbstachtung, im hohen Masse ist er aufzubringen gegenüber Gescheiterten.
Sennett schreibt essayistisch amerikanisch und wegen seiner persönlichen Bezüge äußerst anschaulich.
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am 18. August 2012
Richard Sennett schreibt anders. Er benennt Phänomene ,die aber nicht in soziologischen Begrifflichkeiten münden, sondern in der täglichen Sprache ,die jeder versteht.
Ich habe einige Bücher vom Autoren gelesen ,oft fühlte ich mich unbehaglich , denn Sennett meint, der Mensch vereinsamt .Aber zwingende Gemeinschaft mag er noch weniger. Diese Form des offenen Wohnens ist so ein Rückschritt.Ist sie doch faktisch eine erweiterte Kontrolle des Individuums durch andere.
In seinem Buch "Civitas" beschreibt Sennett bereits 1991 seine Grundidee:Sehen zu können,dass ,was man nicht hören,berühren ,spühren kann,verstärkt das Gefühl ,etwas sei unzugänglich. (S.147(1991))Für einen Rollstuhlfahrer zählt absolute bauliche Funktionalität. Er spührt ein Bauwerk immer dann,wenn es ihm durch Barrieren verbaut ist.
Wir erfahren nun in" Respekt und Ungleichheit", dass Sennett am meisten vom liberalen Soziologen David Riesman beeinflusst fühlen will,dass er auch nicht ganz links stehen will,Liberal heisst für ihn aber eben auch: Freiheit von Disziplin.(S.44)Er nennt es weiche Sozialwissenschaft und Riesman und Eriksson sind seine Vorbilder für instinktgeleitete Forschung.Dieses Buch ist autobiographische Literatur ,gewürzt mit Ethnologie und Phänomenologie.
Gleichheit basiert auf Autonomie. Autonomie bedeutet, dass man am anderen Menschen akzeptiert, was man nicht versteht.(vgl.S.316-317)
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