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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 26. Januar 2007
Es geht hier um die Entlarvung von Denkfehlern (unserer Denkfehler!) bei der Beurteilung statistischer Daten. Gerd Gigerenzer gehört zu den renommiertesten deutschen Psychologen. Vielleicht konnte ihm deshalb das gelingen, was unseren Mathematiklehrern oft nicht gelang: Mathematisches verständlich darzustellen.

Gigerenzer's Ziel war es, leicht verständliche Regeln zu vermitteln, mit deren Hilfe Patienten, Ärzte und Juristen die Aussagen statistischer Studien besser abschätzen können. An Beispielen, die uns alle angehen zeigt er, was die Zahlen wirklich bedeuten und wie wir vermeiden können einem Trugschluss aufzusitzen, oder uns aufs Kreuz legen zu lassen.

Warum tun wir uns mit Statistik so schwer?

Gerd Gigerenzer verweist auf zwei Hauptgründe. Zum einen erliegen wir allzu leicht der Illusion von "Gewissheit". Wir wollen Gewissheit. Zum anderen sind Statistiken eine eher neuere Errungenschaft; in der Öffentlichkeit spielen sie erst seit etwa hundert Jahren eine Rolle. Wir sind im Umgang damit nicht geübt. Und in der Schule lernen wir ihn auch kaum.

Kein trockener Zahlensalat.

Wer hier trockenen Zahlensalat erwartet, wird enttäuscht werden. Die Beispiele sind es, die das Buch spannend machen: Beispiele aus dem richtigen Leben. Es geht um euphorische Darstellungen der Pharmaindustrie, um Brustkrebs-Screening, HIV-Tests und um Rechtssprechung (Zahlen, die bei Indizienprozessen herangezogen werden). Gerd Gigerenzer bespricht die Ausgangszahlen und zeigt, wie leicht (und häufig!) diese falsch interpretiert werden; zum Teil mit verheerenden Folgen. Und er zeigt uns, wie wir die Zahlen RICHTIG interpretieren. Ohne höhere Mathematik.

Das Denken nicht den Pferden überlassen.

Ein ausgesprochen "erhellendes" Buch. Nicht ganz schnell zu lesen, da man mitdenken muss. Wer es nur überfliegt, merkt es spätestens bei den "Aufgaben", wie die Illusionsfalle wieder zuschnappt. Das Buch hat einen besonderen Wert vor allem für diejenigen, die keine gründliche Statistik-Ausbildung genossen haben (das dürften ziemlich viele sein), aber im Alltag den angebotenen Zahlen nicht hilflos gegenüberstehen wollen. Oder, anders gesagt: Das Buch gehört in das Bücherregal (und in den Kopf) eines Menschen, der das Denken nicht den Pferden überlassen möchte.
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am 22. März 2008
Spannend lesen sich die ersten Seiten und auch das erste Beispiel, danach ermüdet das Wiederholen der gleichen Phänomene zunehmend. Knapp die erste Hälfte der immerhin 330 Seiten widmet Gerd Gigerenzer sich dem Mammographiescreening, weswegen man geneigt ist, den Buchtitel zu überprüfen, ob man nicht ein falsches Buch gewählt hat. Es liest sich streckenweise wie eine Abhandlung über Mammographiescreening, wird dann mit Prostatakrebsscreening und HIV-Tests etwas abgewechselt und man fasst neuen Mut, dass es nun wieder spannend wird.

An Gedanken zu O.J.Simpsons Gerichtsprozess und den Wahrscheinlichkeitsberechnungen dieses Indizienprozesses schließt sich ein lamoriantes Beklagen von statistischem Unwissen bei Ärzten, Juristen und Beratern an. Außerdem wird ausführlich behandelt, dass Patienten vom Arzt Sicherheit in der Diagnose erwarten und ob diese Beruhigung vom Arzt geliefert oder eher über Risiken aufgeklärt werden sollte.

Die Menge der Erwähnung von 'falsch-positiv', 'Zahlenblindheit' und 'Relative Wahrscheinlichkeit' sollte gesetzlich limitiert werden. Spätestens nach der fünften Erklärung begreift es auch der langsamste Denker.

Die Beispiele werden mit vielen Bezügen rosenkranzähnlich wiederkehrend geleiert. Trotz Einteilung in thematische Kapitel, wirkt der Inhalt ziemlich unstrukturiert und schwer nachzuschlagen, wenn man doch noch einmal etwas nachlesen möchte. Nicht nur von den Beispielen her wirkt das Buch sehr amerikanisch.

Hat man sich tapfer bis Kapitel 13 vorgekämpft, erfährt man wie man andere hinters Licht führt und wird mit ein paar amüsanten Aufgaben belohnt.

Gerd Gigerenzer hätte dieses Buch auch in 50-80 Seiten zusammenfassen können und dann wäre es wirklich spannend gewesen. So ist es einfach enttäuschend angesichts des spannenden Titels.
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am 2. Mai 2002
Als Arzt und oftmals Berater von Kranken ist es wesentlich, sich kontinuierlich weiter- und fortzubilden. DAzu gehören insbesondere das Lesen von wissenschaftlichen Artikeln, der Besuch von Kongressen und die Diskussion mit Kollegen. Dabei werden statistische Angaben und Zahlenkolonnen oftmals als gegeben hingenommen und nicht hinterfragt.
Dieses Buch, welches auch für medizinische Laien, leicht verständlich ist, führt einen an der Hand durch das kleine Einmaleins der Statistik und ist dabei durch seine Beispiele aus dem amerikanischen Gerichtssaal oder dem Wartezimmer eines Arztes spannend, witzig und erstaunlich. Die klare Gliederung besticht, aus langweiligen Sachverhalten entpuppen sich Unglaublichkeiten.
Unbedingt empfehlenswert.
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am 9. November 2013
Ich habe bei den 3 Sternen schon mit mir gerungen: Aber 3 Sterne für das grundsätzlich unterhaltsame Beschreiben eines durchaus bestehenden Problems in unserer Gesellschaft, nämlich dem falschen Umgang mit Statistik (ob bewusst oder unbewusst eingesetzt).

Allerdings kommt es mir so vor, dass Herr Gigerenzer selbst so begeistert über das Verstehen primitivster Mathematik ist, dass er meint seine Erkenntnisse in immer wiederkehrenden Wiederholungen (sogar in verschiedenen Büchern) tausendfach vorzutragen. Man hätte den Inhalt des Buchs also locker auf 1/10 der Seiten kürzen können und hätte immer noch genug Raum für Wiederholungen.

Bevor man sich durch diesen langweiligen Wälzer durch quält, also lieber irgendwo eine kurze Zusammenfassung suchen: Recht vollkommen, um seine "Theorien" (die in etwa so kompliziert sind, wie die Grundrechenarten) zu verstehen.
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am 15. Juli 2013
Ich habe mir dieses Buch vor ein paar Jahren nach einer Fernsehsendung gekauft und war sehr ernüchtert. Es wird zwar teilweise sehr mathematisch, aber das kann man teilweise überspringen. Es erdet einen und relativiert die ein oder andere Sicht auf bestimmte Dinge. Ich z.B. finde die Statistik zur Brustkrebs bzw. Prostatakrebs sehr spannend. Ich empfehle dieses Buch sehr vielen Patienten, die von Ärzten oder dem System Angst gemacht bekommen. Da ich mein Exemplar gerne ausleihe und es nun verschollen ist, habe ich es mir ein zweites Mal bestellt, weil ich die Aussagen so wichtig finde! Also: absolute Kaufempfehlung für jeden, der irgendwas mit Medizin im Allgemeinen und Brust- bzw. Protatakrebs im Speziellen zu tun hat!
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am 22. Januar 2011
Man sollte sich vor Lektüre des Buches darüber im Klaren sein, dass der Autor sich hauptsächlich mit Statistiken und Risikobetrachtungen in der Medizin beschäftigt. Das wird leider weder aus Titel noch aus Untertitel klar. Würde man den Untertitel um die Worte "in der Medizin" ergänzen, wäre für jeden Käufer klar, wovon das Buch handelt. Insofern war das Buch für mich enttäuschend, weil zu sehr auf ein spezielles Gebiet beschränkt. Wer aber selber im Bereich der Medizin arbeitet, für den könnte hier die eine oder andere Erkenntnis abfallen.

Die zwei Konzepte die Gigerenzer offenbar sehr am Herzen liegen und die er den Lesern nahebringen will, sind die Verwendung natürlicher Häufigkeiten ("x von 100") statt der verbreiteten Prozentangaben und die Berücksichtigung von falsch positiven Ergebnissen eines Testes.

Zum ersten Konzept muss man klar sagen, dass es natürlich vor allem bei sehr kleinen Prozentzahlen viel besser geeignet ist, die tatsächlichen Verhältnisse deutlich zu machen. Außerdem macht man sich damit auch viel eher klar, von welcher Bezugsmenge man überhaupt ausgeht. Auch das kann manchmal sehr erhellend werden. Es gibt eben doch einen Unterschied in der Bewertung durch den Leser einer statistischen Aussage, wenn der Autor von "33% aller aufgetretenen Fälle" oder von "1 der 3 aufgetretenen Fälle" redet. Deutlich interessanter wird dieses Konzept, wenn Gigerenzer es auf Aussagen anwendet, mit denen ein Absinken einer Fallzahl um 50% angegeben wird. Auch hier ist es eben ein Unterschied, ob die Fallzahlen von 4 von 2000 auf 2 von 2000 oder ob sie von 10 von 20 auf 5 von 20 gesunken sind. In beiden Fällen wird das Absinken um 50% sicher unterschiedlich bewertet werden.

Das zweite Konzept ist eben ein in der Medizin sehr wichtiger Fall, dürfte in allen anderen Gebieten aber eher selten vorkommen. Da es grundsätzlich in die Richtung geht, ob ein gezählter Fall überhaupt zu Recht gezählt wurde, hätte mich interessiert, wie und ob man dieses Konzept auch außerhalb der Medizin anwenden kann.

Diese zwei Konzepte sind aber auch schon die ganze inhaltliche Aussage des Buches, die auf über 400 Seiten in aller epischen Breite vorgestellt wird. Nach spätestens der Hälfte des Buches hat die Aussage wohl auch der Letzte verstanden. Ich jedenfalls habe mich gefragt, wann nun noch was Neues kommt. Da es leider nicht kam, kann ich das Buch nur sehr eingeschränkt empfehlen.
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am 14. April 2014
Der Author stellt in gut verständlicher Weise das Problem von Statistiken dar mit dem Schwerpunkt Medizin. Er entlarvt den Unfug von Vorsorgeuntersuchungen, von Massenscreenings wie der Mammographie, die bei genauer Betrachtung mehr schaden als nutzen und nur die Geldbeutel der Ärzte füllen.

Nach Lektüre dieses Buches ist man erheblich klüger und wird bei dem nächsten Arztbesuch recht unangenehme Fragen stellen können.

Auch für Nicht-Mediziner absolut empfehlenswert.
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am 17. August 2015
Sogar wer in der Schule und nicht spätestens im Studium nicht verlernt hat, selbst zu denken, kann hier noch einiges Lernen. Mir als Mediziner hat die Lektüre dieses Buches viel Spass bereitet und mein Verständnis der für die Klinik wichtigest Kniffe der Statistiken/Bewerten von Studienergebnisse signifikant verbessert.
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am 3. Juni 2010
Die Prozentrechnung beruht auf den einfachen Grundrechenarten, die einjeder schon in der Grundschule gelernt hat und meint verstanden zu haben. Ohne Angabe dessen, was als Hundert gesetzt wurde, kann man mit den errechneten Zahlenwerten nichts anfangen. Gigerenzer zeigt an Beispielen aus der Medizin, der Wissenschaftsverwaltung und sogar der Justiz und dem Sachverständigenwesen wie Urteile allein aus der Größe von Zahlenwerten gefällt werden. Eigenartiger Weise werden diese Künste von denjenigen, die vernebeln, betrügen oder sich herausstellen wollen, bestens beherrscht, während Zahlengläubige immer die Opfer sind. Sie sollten sehr stark sein, wenn sie dieses Buch lesen. Die Ernüchterung geht so tief, dass Ihnen weder geistlicher Beistand noch ein Psychologe helfen kann, sich wieder in der Welt zurecht zu finden.
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am 29. Oktober 2002
Als Wissenschaftler, der täglich mit Statistiken und Bewertungen von Risiken und Chancen medizinischer Therapien befasst ist, erhoffte ich mir von diesem Buch einen besseren Einblick in die Trickkiste kreativer statistischer Darstellungen. Den habe ich auch bekommen - genau gesagt in dem Kasten auf Seite 57. Der Rest ist Wiederholung und liest sich in weiten Teilen als ein deplatziert wirkendes, flammendes Plädoyer gegen die Mammographie. Allein die ersten 160 von 330 Seiten befassen sich in endlosen Variationen fast nur mit diesem Thema. Bei allem Verständnis für den Versuch, dem Leser ein Gefühl für reale und eingebildete Risiken zu vermitteln - diese Art der Darstellung ist langweilig und kontraproduktiv, abgesehen davon, dass das eigentliche Ziel des Buches auf der Strecke bleibt. Wobei das Anliegen des Autors möglicherweise auch illusorisch ist. Aufklärung des Patienten ist wichtig und tut not, setzt aber rational denkende Patienten voraus.
Dem Leser, der wirklich etwas zur Einschätzung individueller Risiken erfahren möchte, sei das Buch "Das Risiko der Sicherheit" von Klaus Heilmann ans Herz gelegt. Weniger Seiten zwar, dafür aber deutlich gehaltvoller und spannender zu lesen.
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