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Dieser Band kommt zu einer Zeit auf den Markt, in dem die Stadt mit Geld geradezu zugeschüttet wird. Alle wollen nach Berlin, wollen nicht nur einen Koffer in der Stadt, sondern gleich eine Wohnung. Manchmal ist es der privat erfolgreiche Manager aus dem Schwabenland, mal ist es der große, irische Immobilienfonds. Angesichts dieser Mengen von Kapital ist es ein Wunder, dass sich die Stadt nicht noch viel mehr verändert. Aber Berlin hat neben vielem anderem noch eine Besonderheit. Geld saugt Berlin auf wie ein Schwamm. Man könnte auch sagen, wie ein schwarzes Loch. Aber dank dieses Bildbandes erfährt man jetzt auch mal, wo das Geld eigentlich geblieben ist.

Architektonisch ist Berlin vor allem für die großzügigen Altbauwohnungen aus der Gründerzeit berühmt, die vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der Basis von standardisierten Grundrissen errichtet wurden. Und so möchte ich vorab schon sagen, dass ein Teil der Kunst dieses Buches darin besteht, die Problematik dieser Grundrisse und ihre Uniformität geschickt zu verbergen. Nur in wenigen Bildern fällt auf, dass hier wenige Repräsentationsräume durch einen langen Schlauch in den Seitenflüger mit Aussicht auf einen Hinterhof ergänzt werden. Die guten Innenarchitekten dieser Stadt wissen ein Lied davon zu singen. Dafür aber sind die Wohnungen von der Fläche her auch mal doppelt so groß wie in anderen, vergleichbaren Städten. Achtet man deshalb genau auf die Photos, so fällt auf, dass hier eigentlich nicht Wohnungen und deren Räume, sondern Objekte in den Wohnungen den Reiz ausmachen. Und da wären wir dann auch beim Reiz der ca. 3,60 Meter hohen Zimmer. Sie bieten vor allem eine Bühne. Für die Inszenierung von Objekten und von Hausherren.

So sind für mich vor allem die Wohnungen spannend, deren Besitzer man aus dem Stadtleben kennt. Patrick Hellmann ist ein Modeschöpfer, der vor allem das russischstämmige Publikum dieser Stadt adressiert und inzwischen auch Innendesign anbietet. Seine Wohnung ist ziemlich genau eine Erweiterung seiner ebenfalls wunderbaren Geschäftsräume in der Schlüterstraße. Ähnliches kann man wohl über Frank Stüve sagen, der das wohl schönste Geschäft für Inneneinrichtung in der Stadt sein eigen nennt. Sein Stil ist dann auch noch gleich bei einer zweiten Wohnung im Buch gut sichtbar, die er für Kunden eingerichtet hat. Bei den im Buch vertretenen Galeristen sind es statt Möbel eher Kunstwerke, die die Räume dominieren. Notfalls taugt so eine Berliner Altbauwohnung eben auch als Museum. "Collector's Paradise", wie es eine der Überschriften im Buch so sagt.

Insgesamt gibt das Buch somit einen guten Überblick über das, was sich mit Geld zum Thema Wohnen in der Stadt dann überhaupt so umsetzen lässt. Es sind Beispiele - denen Einheimische vielleicht weitere, spektakuläre Objekte hinzufügen würden, was aber insgesamt nicht viel mehr Erkenntnisgewinn bringen würde. Wenn etwas für die Stadt typisches fehlt, dann ist es vielleicht eine der wenigen, noch vorhandenen Originaljugendstileinrichtungen. Außer den vielen Altbauwohnungen (dazu zähle ich die ausgebauten Dachgeschosse auf Altbauten jetzt einfach mal auch) gibt es noch deren realsozialistische Variante, dann einige Umbauten von ehemaligen Industriegebäuden und auch eine moderne Grunewaldvilla. Insgesamt sind die Neubauten in der Unterzahl. Geld sucht offenbar eher vorhandene Substanz in Berlin.

Die von einer Innenarchitektin und einer Journalistin geschriebenen Texte zu den Wohnungen sind eher kurz gehalten, erläutern aber die wichtigsten Gestaltungsprinzipien und geben einige Informationen zu den Bewohnern. Der Band ist dreisprachig organisiert, es finden sich jeweils deutsche, englische und französische Texte auf jeder Seite. Der Band lebt vor allem von seinen Photographien, und diese sind hervorragend gemacht, wirken teilweise aber auch sehr inszeniert, vor allem, wenn in Küchen einige Zutaten auch wie Kunstwerke auf Tische verteilt werden. Auch schöne Wohnungen sind nicht immer so aufgeräumt. Das Format des Bildbandes ist groß, die Bindung und Machart sind solide. Ein gutes Geschenk ist dieses Buch für Berliner und solche, die es werden wollen.
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Stephanie von Pfuel hat gemeinsam mit Judith Jenner dieses schöne Lifestyle-Buch mit dem Titel "Living in Style Berlin" auf den Weg gebracht. Der Bildband besticht durch seine wirklich gelungenen Fotos aber durch die erläuternden Texte in englischer, deutscher und französischer Sprache.

Judith Jenner lässt den Leser in der Einleitung wissen, dass in dem hier vorliegenden Buch die Gegensätze, die Berlin ausmachen, vertreten sind. Sie konstatiert, dass von der modernen Villa im Grunewald über den bewohnten Turm eines sozialistischen Prachtbaus bis hin zur ehemaligen Brauerei alles vertreten sei. Es fehlten aber auch nicht die klassischen Berliner Altbauwohnungen. Genau so ist auch. Gezeigt wird im Buch wie daraus äußerst noble Rückzugsorte, Repräsentationsräume, ja sogar private Museen geworden sind. Darüber berichten deren Bewohner und man hat die Chance alles auf entsprechenden Fotos nachvollziehen zu können.

Ich liebe solche Lifestyle-Bücher, weil mich interessiert, wie Menschen, die einen ausgeprägten Geschmack besitzen,ihre Wohnungen gestalten. Dabei frage ich mich nicht, ob ich mir vorstellen könnte, in einer der Wohnungen zu leben, sondern ich versuche zu erfühlen, weshalb Menschen sich zu bestimmten Farben und Formen entscheiden. Schwarze Wände? Der Set- und Interiordesigner Sylvester Koziolek scheint sie zu mögen. Die in seiner Wohnung handverlesenen Möbel, darunter ein schöner Schreibtisch des Anthroposophen Rudolph Steiner beeindrucken mich. Wie fühlt man sich, umgeben von all dem Schwarz, selbst auf dem Boden? Wirkt dies nicht bedrückend, trotz der wunderbaren Möbel? Wie lebt man an einem Ort, wo das Dunkel zum Prinzip geworden ist?

Es macht Freude all die schönen Einrichtungen zu bewundern, auf die im Buch aufmerksam gemacht wird. Fasziniert bin ich von einem über 300 Quadratmeter großen Dachgarten mitten in Kreuzberg. Die Wohnung dort ist wunderschön eingerichtet: nackte Backsteinwände, exotische Skulpturen und ein geradliniges Design. Dass die Wohnung fast ohne Zwischenwände und Türen auskommt, ist nicht uninteressant.

Eine Buchtapete finde ich grotesk, aber es gibt sie. Das weiß ich seit dem ich das Buch, das ich im Moment rezensiere, studiert habe. Die Tapete kommt aus England und wurde in einer der gezeigten Wohnungen angebracht. Irgendwann wird der Besitzer der Wohnung gewiss die Tapete durch ein Bücheregal ersetzen. Oder? Die Liebe zum Buch ist ja durch die Tapete bereits dokumentiert.

Sprachlos macht mich eine Badewanne vor einem Doppelbett. Das sieht zwar abgefahren aus, aber ich glaube, dass eine solche Raumgestaltung langfristig nicht sinnvoll ist, wegen der zu feuchten Luft. Das könnte dem Holz schaden.

Sehr gut gefällt mir eine Wohnung, die sich über drei Etagen erstreckt in einer Wohnanlage im Grunewald. Lindgrüne Wände, farbenfrohe Möbel, viel Licht, geschmackvolle Bilder, interessante Skulpturen und Objekte. Schließt man von der Wohnungsgestaltung auf den Besitzer, so muss dort ein besonders weltoffener, fröhlicher und kunstsinniger Zeitgenosse leben. Sehr sympathisch, vermute ich mal.

Mehr will ich nicht verraten. Es macht Spaß zu schauen und zu lesen, Einzelheiten wahrzunehmen und sich inspirieren zu lassen.

Empfehlenswert.
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am 9. Dezember 2013
Etwa zwei Dutzend Besitzer von außergewöhnlichen Wohnungen und Häusern in der neuen europäischen Metropole Berlin, die eine ungebremste Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt ausübt, haben für die Herausgeberin und ihre Fotografen ihre Türen geöffnet und einen Blick frei gegeben auf ihre luxuriösen und stylischen Domizile.

Während bei anderen solcher Bände durchaus auch der normale Sterbliche die eine oder andere Anregung für seine eigene bescheidene Behausung ergattern kann, bleibt ihm bei diesen Wohnarrangements nur das (neugierige) Staunen. Staunen und Bewunderung für so manche architektonische und innenarchitektonische Glanzleistung.

Dennoch kann das Betrachten dieser wunderbaren Fotografien die Grundlage und der letzte Anstoß dafür sein, das eigene Haus, die eigene Wohnung mit den ersten kleinen Veränderungen wohnlicher, moderner, gemütlicher etc. zu gestalten, je nachdem, von was man schon lange träumt, vielleicht aber zu faul war es umzusetzen.

Ich jedenfalls wünsche dabei viel Freude und Phantasie.
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