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am 22. Februar 2011
Ein Elefant verschwindet. Wo ist er jetzt? Wie kam er dahin? Falsche Frage! Darauf gibt es bei Murakami keine Antwort.

Er spielt mit den Erwartungen der Leser und lässt diesen mit seinen Fragen allein. Allerdings verrät er uns viele andere Dinge. Wie der Elefant gelebt hat. Wie er dahin kam, von wo er verschwand. Was der Erzähler für ein Mensch ist und was ihn bewegt. Und er lässt immer der Phantasie eine Chance.

Das, was dem Leser auf seiner Suche nach der "Lösung" als nebensächliche erscheint, ist das eigentlich Wesentliche in Murakamis Erzählungen. Mit all seinen kleinen Geschichten hat sich Murakami unmerklich bereits tief in uns eingenistet. Die Geschichten klingen nach. Sie beschäftigen.

Jede ist anders. Aber alle sind typisch. Murakami eben. "Der Aufziehvogel und die Dienstagsfrauen" ist dem Leser vielleicht schon aus seinem späteren Roman "Mr. Aufziehvogel" bekannt. Die Kurzgeschichte wird dort zum 1. Kapitel.

Zwei absurde Überfälle auf eine Bäckerei und ein Mc Donald`s Cafe sind Thema der nächsten beiden Geschichten. Bunte Farbtupfer für Murakami-Fans.

"Schlaf" (neu illustiert gerade eben erschienen) ist die wohl gelungenste Erzählung dieses Bandes. Die Geschichte lässt einen nicht mehr los. Aber auch hier gilt: Keine falschen Erwartungen! Keine falschen Fragen! Es geht um tiefgründigeres als um eine Diagnose.

Murakami in konzentrierter Form.
Prädikat: Absolut lesenswert!
11 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 1. Juni 2013
... und doch hellwach. In der Story -Schlaf- erklärt uns Haruki Murakami wie das funktioniert. Genau das ist die Stärke des Autors aus Kyoto. Murakamis Themen müssen nicht logisch, fundiert oder perfekt recherchiert sein. Murakami arbeitet mit dem Klang der Sprache, mit Worten und Sätzen die wie Drachen an einem Sommerhimmel im Wind tanzen. In -Der Elefant verschwindet- konfrontiert uns Murakami mit 8 Geschichten, die bereits 1993 veröffentlicht wurden. Und obwohl ich Murakami für einen wesentlich besseren Roman- als Kurzgeschichtenautor halte, sind diese Storys wirklich sehr gut gelungen.

Haruki Murakami nimmt uns mit in die Hinterhöfe Japans, auf der Suche nach einer verschwundenen Katze. Er beschreibt die legendären Bäckereiüberfälle und ist in puncto Schlaf aboslut perfekt. Er zelebriert das Tagebuchschreiben und berichtet über die Unart, Scheunen in Brand zu setzen. Danach erkärt er uns seine Beziehung zu Chinesen und lässt sogar einen Elefanten verschwinden. Man darf über die Inhalte von Murakamis Texten gern streiten, über Murakamis Schreibe allerdings nicht, denn die ist extraordinär gut.

Wer Haruki Murakami noch nicht kennt, für den ist -Der Elefant verschwindet- ein sehr guter Einstieg. Ich mag Murakami sehr. Er hat gegenüber den meisten meiner Lieblingsautoren einen riesigen Vorteil: Er lebt noch und kann mich mit neuen Romanen begeistern. Irgendwann wird es passieren, dann wandert der Literaturnobelpreis nach Japan. Er wird dort in den Händen von Haruki Murakami landen, da bin ich mir ziemlich sicher. Und wenn nicht; dann ist es auch egal. Murakami ist ein ganz großer seiner Zunft. Lesen sie sich rein! Es lohnt sich.
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am 16. Dezember 2014
Murakami zu lesen hat etwas Tröstliches. Seine Geschichten ergeben nicht unmittelbar einen Sinn, vor allem dann nicht, wenn man dazu tendiert angestrengt danach zu suchen (um - Trauma aus dem Deutschunterricht - die Frage beantworten zu können: Was hat der Autor damit gemeint, was will er damit sagen?) Murakamis Geschichten sagen mir, dass das Leben lebenswert ist, auch wenn es gerade mal keinen Sinn ergibt. Immer wieder stoße ich bei ihm auf Sätze wie: "Es ist kein Garten, der seinen Betrachter ruhig stimmt." Prompt kommt mir der japanische Garten, den ich gerne besuche, in den Sinn (!), und ich weiß plötzlich ganz genau, was der Sinn dieses Gartens für mich ist. Japanische Gärten wirken beruhigend auf meinen, ob der zahllosen ungelösten Sinnfragen, oftmals aufgewühlten Geist. Dafür danke ich Murakami-san aus tiefstem Herzen.
P.S.. an die Deutschlehrer da draußen: wäre das eine akzeptable Antwort auf die o.g. Frage aus dem Deutschunterricht?
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am 3. Februar 2016
Das ist mein 2.Band mit Kurzgeschichten von Murakami. Wie beim ersten Buch bin ich wieder in seine Grenzwelt zwischen Realität und Traum eingetaucht und habe es sehr genossen.
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am 18. Februar 2014
Viele kurzweilige Geschichten. Spannend und interessant geschrieben. Auch wenn ich mich manchmal nach Sinn und Zusammenhang fragte, Philosophie oder Binsenweisheit, machte es doch großen Spass, diese Stories zu lesen. Das Buch verlangt nach mehr.
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am 13. Juni 2016
Haruki Murakami könnte in seinen absurden Geschichten wohl mit Samuel Becket (Warten auf Godot) verglichen werden. Wie auch immer,seineGeschichten machen Spass und lassen den Leser bis zum Ende nicht mehr los !
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am 27. April 2016
Nachdem man schon einige Bücher dieses Autors gelesen hat, bietet diese "Geschichtensammlung" zwar nichts wirklich neues und trotzdem kann man davon nicht lassen.
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am 15. Juni 2012
ich weiß nicht ob ich die begeisterung teile, die über murakami so im umlauf ist, aber wer kurzgeschichten mag, kann sich diese hier ruhig antun :)
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am 30. März 2018
Diesen Kurzgeschichtenband habe ich nach "Gefährliche Geliebte" (in der ersten übersetzten Version) geschenkt bekommen und habe ihn gar nicht so überzeugend gefunden. Gefährliche Geliebte hat mir besser gefallen, aber auch nicht restlos begeistert. Nach einigen Jahren Murakami-Pause bin ich dann allerdings bei 1Q84 wieder eingestiegen und erst dann hat es gefunkt zwischen mir und dem Werk des Autors. Danach habe ich alles von ihm mit anderen Augen gelesen und auch "Der Elefant verschwindet" hat sich mir dann besser erschlossen. Mittlerweile habe ich alle seine Kurzgeschichten gelesen, sowie alle Romane und Essays und daher auch nicht mehr objektiv. Die 5 Sterne für alle seine Werke sind eine Reverenz für das große Vergnügen, das mir dieser Autor bereitet.
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am 28. August 2011
Neun Erzählungen über verschwindende Elefanten, Aufziehvögel und andere Kuriositäten, lassen den Leser in die surreale, philosophische Welt von Murakami eintauchen und dabei ist gute Unterhaltung garantiert.

"Was zu nahe ist, sieht man nicht." Dieser Satz aus einer Erzählung von Haruki Murakami findet sich in dem Band "Der Elefant verschwindet." Und dieser Satz könnte für alle neun Geschichten gelten, die von gewöhnlichen Menschen mit einem Faible für gesunde Ernährung, Zigaretten, Alkohol und Musik handeln. Der Beruf, der Menschen spielt kaum eine Rolle, sie sind Autoren, PR-Manager oder Arbeitslos und leben "...in einer auf Nützlichkeit ausgerichteten Welt." Es ist eine eintönige, langweilige Welt. Doch manchmal bekommt diese Welt einen Riss. Sei es durch Anrufe von wildfremden Frauen, Wagnermusik in einer Bäckerei oder das spurlose Verschwinden eines Elefanten aus seinem Gehege. "Der Lauf der Welt wurde durch das Verschwinden eines Elefanten und eines Pflegers in keiner Weise beeinträchtigt." Doch es beeinträchtigt das Leben der Protagonisten. Sie begeben sich auf die Suche, wie so viele Figuren von Murakami und diese Suche gibt dem Leben einen Sinn, wie Murakami in einem Interview erklärte. "Manchmal habe ich das Gefühl, als verlören die Dinge um mich herum ihr eigentliches, ihnen angemessenes Gleichgewicht."
In der längsten Erzählung des Bandes, "Schlaf" findet eine Hausfrau seit siebzehn Tagen keinen Schlaf mehr. Während ihre Umgebung davon nichts mitbekommt, lebt sie ihr gewöhnliches Leben einfach weiter, doch Nachts beginnt ihr zweites, wahres Leben. "Mit jedem Lesen machte ich neue Entdeckungen." Und sie beginnt über ihr Leben und den Schlaf nachzudenken. Und wie die Frau, die durch mehrmaliges lesen von Tolstois "Anna Karenina", viele Einzelheiten in dem Roman entdeckt, muss auch der Leser manche Geschichten von Murakami mehrmals lesen, um die versteckten Hinweise in den Geschichten zu entdecken.
Dabei ist es gar nicht so wichtig zu einem Ergebnis zu kommen. Die Geschichten bieten gute Unterhaltung und der Akt des Suchens oder Nachdenkens ist das Wichtigste, um der trüben Wirklichkeit zu entkommen. Ansonsten besteht die Gefahr, nur noch eine Maschine zu sein, die einzig ihre Arbeit verrichtet und dabei gar nicht merkt, dass sie eigentlich ein Mensch ist. "So verlieren sich unsere Worte, und irgendwann verschwimmen unsere Träume."
Die erste Geschichte des Bandes "Der Aufziehvogel und die Dienstagsfrauen" hat Murakami zu dem Roman "Mister Aufziehvogel" ausgearbeitet.
Haruki Murakami wurde 1949 geboren und hat bis heute mehrere Roman und Erzählungen veröffentlicht, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.
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