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1-10 von 82 Rezensionen werden angezeigt(5 Sterne). Alle 124 Rezensionen anzeigen
am 25. Januar 2017
Mein erster Murakami! Als ich das Buch zu lesen begann, wollte ich es gleich wieder weglegen; zu abgedreht kam mir die Geschichte vor. Man wechselt kapitelweise zwischen zwei alternativen Fantasiewelten hin und her, eine davon angelehnt ans Japan der 80er Jahre und die andere ist eine total abgedrehte, seelenlose Welt ohne Leidenschaft, aber auch ohne Unglück, in dem Einhörner und sprechende Schatten verkehren. Anfangs erschließt sich dem Leser keine sinnvolle Verbindung zwischen den beiden Parallelwelten und Murakami verlangt einem ein gewisses Maß an Geduld ab, hier das Buch nicht genervt wegzulegen.
Das wäre aber ein Fehler, denn bald fließen die beiden Handlungsstränge ineinander und die Geschichte des farblosen Helden wird gegen Ende so richtig interessant. Letztendlich muss er sich für eine der beiden Welten entscheiden - eine Entscheidung, die sicher viele nachempfinden können, denn sie läuft im Endeffekt darauf hinaus: Unsicherheit und Leidenschaft oder Sicherheit und Seelenlosigkeit...
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am 25. Dezember 2012
... sind zwei elementare Bestandteile von Haruki Murakamis -Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt-. Murakami schafft es auf 503 Seiten zwei augenscheinlich komplett unterschiedliche Handlungsstränge zu bearbeiten, die letztendlich doch untrennbar miteinander verbunden sind. Wie er diesen Ritt auf der Rasierklinge meistert, dass ist ganz große Schreibe. Nebenbei ist der Roman absolut unterhaltend und fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Ich will mir kein Urteil erlauben, ob dies Murakamis bester Roman ist. In jedem Fall ist er einer, der Murakamis literarische Fähigkeiten deutlich unterstreicht.

Der Kalkulator wird an einen geheimen Ort in Tokyo gerufen. Dort soll er für einen geheimnisvollen Professor wichtige Daten verschlüsseln und aufarbeiten. Diese Aufgabe können nur Kalkulatoren durchführen und sie sorgt im Fall unseres Romanhelden dafür, dass er in akute Lebensgefahr gerät. Schon der Weg zum Professor ist abenteuerlich. Nach dem Verlassen eines Aufzugs befindet sich der Kalkulator in einer anderen Welt. Hier regieren die Schwärzlinge unter der Erde. Ohne Hilfsmittel ist man rettungslos verloren. Doch der Kalkulator wird vom Professor und dessen Enkelin vor den dunklen Mächten beschützt. Jedenfalls unter der Erde...

Gleichzeitig wird in einer imaginären Welt der Traumleser in seinen Beruf eingeführt. Er kommt in die Stadt, die von einer unüberwindbaren Mauer umgrenzt wird. Am Eingang muss der Traumleser seinen Schatten abgeben. Der bleibt im Schattenfeld, bewacht vom Wächter, zurück. Der Traumleser muss in der Bibliothek aus den Schädeln von Einhörnern die Erinnerungen herauslesen. Das fällt ihm zunächst schwer, aber dann lernt er die Bibliothekarin näher kennen. Sie hilft ihm, seinen Job perfekt zu erfüllen. Doch bald stellt der Traumleser fest, dass sein Schatten sterben wird; und mit ihm seine Seele...

Murakami kann es einfach. In Romanform ist der Autor aus Japan unschlagbar gut. Hier spielt Murakami derart geschickt mit Fiktion und Wirklichkeit, dass es dem Leser schwerfällt festzustellen, wo er sich wirklich befindet. Die Charaktere der Geschichte sind wunderbar herausgearbeitet und nach und nach führen beide Erzählstränge zu einem dichten Knäuel einer fantastischen Geschichte.

Ich bin ein Murakami-Fan. Insofern kann ich mit einer absolut neutralen Rezension nicht dienen. Nur eines kann ich ihnen versichern. Wenn sie schon Romane von Murakami gelesen haben und davon begeistert waren, dann steht ihnen mit -Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt- ein unvergessliches Lesevergnügen bevor...
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 11. Februar 2011
Zwei parallel erzählte Geschichten? Bekannt. Wie in "1Q84" oder "Kafka am Strand". Ein gut 30jähriger lonesome rider. Kinderlos, geschieden. Wie in "Mr. Aufzeihvogel", in "Wilde Schafsgagd" und vielen anderen seiner Werke. Also alles typisch Murakami? Nein, denn dieses Buch ist anders.

Die beiden hier von ihm geschaffenen und ungemein beeindruckend geschilderten Welten, das "Hard-boiled Wonderland" bzw. das "Ende der Welt" unterscheiden sich so sehr von den Realitäten seiner übrigen Werke, dass man meint, einem neuen kongenialen Autor begegnet zu sein.

Dennoch bleibt sich Murakami treu. Er erzählt zwei zunächst völlig unterschiedliche Geschichten, die nichts miteinander zu tut zu haben scheinen, bis die ersten Parallelen auftauchen und der Leser zu rätseln beginnt, wie die beiden Welten zusammen hängen. Und ehe man sich versieht, ist man Murakamis Sog erlegen, fasziniert, neugierig, angewiedert, ängstlich, gerührt, amüsiert oder einfach nur auf höchstem Niveau bestens unterhalten.

Ich will hier nichts verraten und daher keine Inhaltsangabe veröffentlichen. Nur so viel: Es geht um manipulierte Gehirne, um Einhörner, um seelen- und schattenlose Existenzen, um Bibliothekarinnen und Büroklammern, um Leben und Tod, Wiedersehen und Abschied nehmen, um Gut und Böse, um Dosenbier und Nagelknipser, kurzum um alles, was das Leben so ausmacht.

Damit schreibt Murakami ein wenig wie Paul Auster, John Irving, Steven King oder Stanislav Lem. Aber vor allem ist dieses Buch trotz seiner Einzigartigkeit zuallererst ein echter Murakami.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 24. Februar 2012
Kennt Ihr das auch: Man liest zum ersten Mal ein Buch von Murakami, wird in seinen Bann gezogen, man ist gefesselt und gespannt. Am Ende angekommen wird dann ein Großteil nicht aufgeklärt und man steht da wie der Ochse vorm Berg. Als hätte der Autor selbst keine Ahnung gehabt, wie er all die Ereignisse zu einem Ende zusammenführen soll. Erst ist man frustriert und genervt und nach einer Weile greift man zum nächsten Murakami und das Spiel wiederholt sich. Nur mit dem Unterschied, dass man nun jedes Mal aufs neue hofft, dass das Buch einen nicht wieder so in der Luft hängen lässt und zu einem Ende kommt. Zumindest ging es mir immer so - und dennoch ist es mein Lieblingsautor.

Und bei diesem Buch ist es mir zum ersten Mal nicht so ergangen - es hat ein Ende! Das Ende der Welt um genau zu sein.

Ich will hier auch gar nicht zu viel verraten - worum es geht, kann man ja überall nachlesen. Ich kann es Euch nur wärmstens empfehlen, denn die Story ist genial und die Charaktere wie immer hochinteressant.

Ich habe schon so einige Bücher von Murakami gelesen aber dieses hier hat mir am besten gefallen.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. September 2016
Jedenfalls für jene, die seine Geschichten im Stil von "Mister Aufziehvogel", "Kafka am Strand" oder "1Q84" mögen. Da ich selten, und auch nicht in diesem Fall die Zusammenfassungen, Beschreibungen, Kritiken auf dem Umschlag lese (weil sie leider oft so grottenschlecht und falsch sind) habe ich ein Weilchen gebraucht um das Verständnis für diese Geschicht zu bekommen, das wird mir dann aber beim 2ten oder 3ten Hören nicht mehr passieren.
So verzichte ich auf jede Angabe zum Inhalt an dieser Stelle und wünsche allen Freunden guter Literatur das große Vergnügen, das ich auch mit dieser Geschichte hatte.
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am 2. Februar 2018
Für mich ist "Hard-boiled Wonderland" eines der besten Werke von Herrn Murakami. Es werden wie gewohnt zwei Handlungstränge aufgebaut die später geschickt und fesselnd ineinander verlaufen. Da soviele Gerne's hier mitreinspielen, von Mystik, Thriller, Philosophie braucht es eine eigene Kategorie.

Absolut lesenswert
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 14. Oktober 2013
Ich kannte den Schriftsteller bisher nicht (Schande?). Durch die Empfehlung eines Freundes neugierig geworden, begab ich mich auf "Entdeckungsreise"...
Schon nach ein paar Seiten dachte ich: Kafka?
Welche Überraschung für mich. Murakami hat einen ganz eigenen Stil. Wunderbar flüssig und spannend zu lesen. Ungewöhnliche Geschichten mit viel Tiefgang ohne einem zu "überfordern". Neben der eigentlichen (fantasievollen) Handlung kommen immer wieder kleine Abstecher in philosophisch angehauchte Betrachtungen von Alltagserfahrungen und dazugehörige Fragestellungen.
Ich fühlte mich auf eine spannende Reise, die mir immer wieder Anregungen verschiedenster Art zum Nachdenken gab. Das Buch konnte ich kaum aus der Hand geben.
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am 13. Januar 2017
Murakami ist wirklich ein Meister! Wer "Kafka am Strand" gelesen hat, wird ein paar Parallelen feststellen. Unglaublich spannend und schwer vorstellbar, dass es vor ca. 30 Jahren geschrieben wurde. Abgesehen von der beschriebenen Musik passt es absolut in unsere Zeit. Dieses Buch werde ich nicht weitergeben und auf jeden Fall irgendwann noch einmal lesen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Mai 2007
Ziemlich abgefahren, diese Geschichte!

Wenn man sich auf die Phantasiewelt einlässt, die Murakami bietet, lässt einen die Geschichte nicht mehr los. So fremd der Erzähler und seine Gedankenwelt auch sein mögen, die Bücher, die er liest, die Musik, die er hört - die kennt man.

Es ist außerdem ein sehr sensibles, kluges Buch, was Beziehungen, Einsamkeit, Wertigkeiten im Leben betrifft - ganz beiläufig erzählt der Autor hier von einem Menschen, der in seinem Leben nicht mehr wirklich zu Hause ist, und dann, sobald er anfängt wieder an seiner Umwelt Anteil zu nehmen, sich zu beteiligen - da endet alles auch schon wieder.

Erst nach und nach erkennt man die wundersame Verknüpfung der einzelnen Kapitel / Welten zu einem Ganzen - die wundersame Reise ins eigene Bewusstsein.

Schwer zu beschreiben - man muss es selbst lesen! Und wer sich darauf einlassen kann, wird es bestimmt mit Vergnügen lesen. Wer ein bisschen mehr Realismus schätzt, dem könnte es leicht zu wirr und seltsam werden.

Für mich - ein beeindruckendes und gleichzeitig spannendes Buch!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 10. Februar 2017
Nach Mr. Aufziehvogel mein zweiter Ausflug in die fantastischen Welten von Murakami-sama.
Dieses Buch war für mich eine verwirrende, endlos spannende Reise in zwei Welten, derer Fäden sich manche sofort, andere erst auf den letzten Seiten und einige gar nicht zusammenfügen, wer mehr aus der Feder eines der größten Autoren, die die Welt je gesehen hat, lesen will, dem empfehle ich als Folgewerk "1Q84". Kein Spoiler nur soviel sei gesagt: es gibt ein Wiedersehen mit einer der Figuren.
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