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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
8
3,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 18. Juni 2015
Nach knapp der Hälfte der Lektüre war ich total begeistert und hätte mindestens vier Sterne vergeben, am Ende wurden es nur drei. Wie kommts?
Cheever stellt in seinem Roman zwei Männer vor - der eine seit Jahrzehnten in der New Yorker Vorstadt Bullet Park verwurzelt, der andere frisch zugezogen. Besonderen Reiz entfaltet der Roman einerseits durch die sehr detaillierten und teils ausschweifenden Charakterisierungen und Geschichten rund um seine Protagonisten. Da das Ganze Ende der 1960er geschrieben wurde, musste ich des öfteren an "Mad Men" denken - Cocktailparties, Betrügereien, Drogenkonsum, skurille Erlebnisse. Dies funktioniert bis zur Hälfte des Romans fabelhaft, bis Cheever sich dem zweiten Protagonisten zuwendet und seine Lebensgeschichte erzählt, die von Depressionen, psychischer Instabilität und ständigem Wechsel des Wohnorts geprägt ist. Meinem Geschmack nach überspitzt Cheever seinen Roman damit und macht leider leider viel kaputt.
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am 2. November 2012
Die Bücher von John Cheever gefallen mir rundum alle sehr gut. Auch in "Die Lichter von Bullet Park" spielt er mit dem schönen Schein, den jeder in der Vorstadt aufrecht erhält. Und immer wieder tritt das, was darunter liegt, ans Tageslicht, bricht regelrecht heraus, weil es nicht anders kann, manchmal von den Protagonisten so gewollt, um den Schein zu durchbrechen, und dann wieder versteckt, um den Schein zu wahren. Und selbst als das Unglaublich passiert wird der Mantel des schönen Scheins wieder darüber gelegt und alles ist so herrlich, herrlich wie zuvor. Ein wirklich guter Roman.
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am 13. April 2011
Bei "Die Lichter von Bullet Park" handelt es sich um einen Roman aus den 60ern, der aber durchaus auch in der heutigen Zeit noch funktioniert.
Es geht vor allem um zwei Männer: Hammer und Nailles. Der eine lebt schon eine Weile in Bullet Park, hat eine Frau und einen Sohn, die er beide abgöttisch liebt.
Hammer hat sich erst vor kurzem ein Haus in Bullet Park gekauft und lebt nun dort mit seiner mürrischen Frau.
Auf den ersten Blick ist der Vorort wie das perfekte Klischee: Die Bewohner grüßen einander freundlich, wenn sie einmal die Woche zur Kirche gehen oder sie treffen sich auf Cocktailpartys in ihren Häusern mit dem gepflegten Rasen. Die Rollenverteilung ist auch klar: Der Mann geht arbeiten, die Frau bleibt zu Hause und kümmert sich um den Haushalt.
Cheever blickt jedoch hinter die Kulissen dieser beschaulichen Vorstadt. Denn ein ganz offensichtlich Leitmotiv im Buch ist der Alkohol. Gut 2/3 der Bewohner von Bullet Park sind Alkoholiker oder auf dem besten Weg dahin.
Und auch davon abgesehen führen die Vorstadtbewohner ein Leben wie viele andere: Sie streiten sich, sie werden krank. Jedoch passiert dies immer nur hinter den schützenden Mauern ihrer Häuser, nach außen hin wird der gute Schein gewahrt. Als Nailles Sohn nämlich wochenlang mit einer schweren Depression im Bett liegt, verbreitet sein Vater überall, dass es sich nur um das Pfeiffersche Drüsenfieber handelt.
Cheever versteht es unheimlich gut, diese Brücke zu schlagen; es hat viel Spaß gemacht, vom schönen Schein und dem tatsächlichen Sein zu lesen. Die Sprache ist sehr bildreich, teils sehr ironisch, teils sehr böse.
Jedoch war das Buch auf der anderen Seite auch sehr anstrengend zu lesen, denn die Geschichte besteht zumeist nur aus einem Aneinanderreihen von Begebenheiten im Leben der Bewohner, einen roten Faden habe ich sehr schmerzlich vermisst. Das hat es mir leider sehr schwer gemacht, am Ball zu bleiben; oft habe ich mich von anderen Dingen ablenken lassen, was beim Lesen einfach nicht passieren sollte.
Im großen und ganzen jedoch handelt es sich bei "Die Lichter von Bullet Park" dennoch um eine sehr interessante und gut geschriebene Geschichte. Man sollte nur darauf achten, in einer ablenkungsfreien Umgebung zu lesen.
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am 2. November 2014
John Cheever ist ein Sprachgenie. Leider wurde er erst viel zu spät als einer der größten amerikanischen Erzähler des 20. Jahrhunderts entdeckt. Wer Richard Yates oder John Updike schätzt, muss Cheever lesen.
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am 21. Februar 2016
Amerikanische Zustände vor den 68ern, vor den Protesten gegen den Vietnam-Krieg. Es ist typisch Ost-Küste und Vorstadt. Zu lesen ist es ganz unterhaltsam.
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am 8. Juli 2016
In diesem Buch geht es so gut wie ausschließlich um zwei Familien aus der New Yorker Vorstadtsiedlung Bullet Park: das Ehepaar Nailles mit Sohn und das Ehepaar Hammer. Die Nailles schlagen sich mit einer plötzlichen Gemütserkrankung ihres halbwüchsigen Sprösslings herum, ihr neuer Nachbar Hammer entpuppt sich als Geisteskranker mit mörderischen Wahnideen. Zum Teil sprechen die Protagonisten selbst über ihr Tun und Denken, zum Teil berichtet der Autor über sie und so werden nach und nach Einzelheiten aus ihrer Vergangenheit und ihrem gegenwärtigen Dasein bekannt. Das aktuelle Geschehen driftet auf einen „Höhepunkt“ zu, der die beiden Familien in ein bizarres Ereignis verstrickt.

Mir erscheint diese Geschichte wie eine beziehungslose Aneinanderreihung abstruser Verhaltensweisen von unmäßig ins Groteske übersteigerten Personen und ein Sammelsurium von sich in ihrer Absurdität übertreffenden Geschehnissen. Die ironische Übertreibung in dieser sog. „Gesellschaftssatire“ mutet so drastisch überzogen an, dass sie nicht mehr bissig und geistreich, sondern lächerlich und nichtssagend wirkt. Ich konnte in diesem Werk weder einen Sinn finden noch war es für mich von Unterhaltungswert. Ehrlich gesagt, empfand ich es als haarsträubenden Unsinn.
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am 12. Mai 2012
Ein herrliches Buch über die Wohlstandsverwahrlosung der amerikanischen Mittelschicht in der 1960ern mit überraschendem Finale. Wer Yates, Updike und Capote mag, wird nicht enttäuscht werden. Suff, Prüderie, Scheinheiligkeit, Doppelmoralismus und sinnfreies Dahindämmern im materiellen Wohlstand - ein Sittengemälde, das vermutlich nichts an Gültigkeit verloren hat. Arm(selig)es Amerika!
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am 18. September 2014
Cheevers Erzaehltalent steht außer Frage, aber eine satirisch-ironische Darstellung
Durchgehend zu nutzen, wirkt ermüdend.
Stift und andere Literaten haben bessere Beispiele gesetzt.
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